India Impressions 2003/04.

I have been asked recently which of my travel photos is the best. Actually I am not a good photographer and certainly not a professional one. My pictures are more documenting and less artistic. Still there are a lot of nice shots which I really like. Many of them are found in my blog articles, but I had a special picture in mind with children in Mumbai which I made in 2003. Since I spent so much time in India back then, I thought I might as well include even more of my nicest photographs in this blog post.

Both pictures are from a trip to Jaipur. And I had to pay for each of them. The first is just a classic cliche picture about India with snakes and turbans, the second is the miracle of the five-legged cow which is supposed to bring good luck to the owners.

An unforgettable Trip to Ladakh. The Thiksey Monastery near the capital Leh and the mighty Chang La pass at an altitude of 5,360 meters.

16

The Golden Temple in Amritsur at dawn. I will never forget that place.

Celebrating Holi in Rajasthan.

153

Varkala Beach in Kerala.

Everyday life in Chandigarh. Two of my co-workers are getting married, our group of interns makes it into the local newspaper for Diwali, and one of the girls gets some henna on her hands.

039

The street children of Mumbai. They were not as friendly as they look. I actually wanted to take photographs of the area, but they just ran into my pictures, and asked for money afterwards. I gave them some rupees, but they demanded more and more, and more kids gathered. It was a bit difficult.

024

South Indian Thali. Not my favorite dish, but it looked damn well.

29

Me and a fake beard in front of the Red Fort in Delhi. I just bought the beard from a street vendor and thought it was hilarious.

62

Peeing mama and baby elephant in the Rajaji National Park in Northern India.

Advertisements

Wie Reisen deine Persönlichkeit verändert. Und meine auch.

Alle die schon einmal längere Zeit im Ausland gelebt haben, stellen nach ihrer Rückkehr Unterschiede fest. Menschen, Gegenstände und Orte in der Heimat – einst so vertraut, doch jetzt fühlt sich alles seltsam an. Doch die Dinge selbst haben sich nicht verändert. Man selbst und die eigenen Wahrnehmungen sind es, die nun anders sind. Selbst Familienmitglieder und Freunde stellen häufig einen Unterschied an dir fest – in deiner Persönlichkeit. Und diese Veränderung lässt sich messen.

Psychologen haben untersucht, wie sich die Persönlichkeit von Studenten verändert, die ein Semester oder länger im Ausland verbracht haben.  (Zimmermann, J. & Neyer, F. J. (2013). Do we become a different person when hitting the road? Personality development of sojourners. Journal of Personality and Social Psychology, 105, 515-530). Auch wenn Studenten im Auslandssemester nicht genau dasselbe sind wie Langzeitreisende, so sind sie sich doch in gewisser Weise ähnlich. Beide Gruppen verbringen eine erhebliche Zeit ihres Lebens weit weg von der Heimat und müssen in der Fremde zurecht kommen und dort ihren Alltag bestreiten.

Das Big-Five-Modell

Reisende denken bei “Big Five” vielleicht zunächst an die fünf Großtiere, die man auf einer Safari sehen möchte, aber tatsächlich ist das Fünf-Faktoren-Modell der Goldstandard der modernen Persönlichkeitspsychologie. Es besteht aus fünf grundlegenden Persönlichkeitszügen, deren Ausprägungen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung gemessen werden. Dies sind Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Die Persönlichkeitsdimensionen sind im Allgemeinen recht stabil, allerdings kommt es im Laufe des Lebens zu kleineren Veränderungen, insbesondere während der Transition von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter. Unter Berücksichtigung dieser Überlegungen misst die Studie von Zimmermann und Neyer nicht nur die Big-Five-Persönlichkeitszüge der Auslandsstudenten vor und nach ihrem Auslandsaufenthalt, sondern vergleicht diese mit der Kontrollgruppe derjenigen Studenten, die im Heimatland bleiben.

big5withfontrays_v2d

Was genau sagen diese fünf Persönlichkeitsdimensionen über uns aus und wie werden sie durch das Reisen beeinflusst?

Offenheit

Individuen mit einer hohen Ausprägung von Offenheit sind neugierig, kreativ und aufgeschlossen. Sie probieren gerne neue Dinge und Ideen aus. Die Studienergebnisse zeigen einen signifikanten Anstieg an Offenheit bei Auslandsstudenten. Eine Reise in fremde Länder erweitert unsere Perspektive und lässt uns weniger voreingenommen durch die Welt gehen. Das ist nicht wirklich überraschend. Wer mit fremden Kulturen konfrontiert ist und viele neue Leute kennen lernt, entwickelt ein komplexeres Verständnis seiner Umwelt und der Gesellschaft. Zudem ist Offenheit entsprechend der Studie ein guter Indikator für die Bereitschaft, während des Studiums ins Ausland zu gehen. Auch das ist plausibel. Je offener eine Person ist, desto eher wird sie an anderen Kulturen interessiert sein und einen längeren Auslandsaufenthalt in Erwägung ziehen. Bei kürzeren Auslandsaufenthalten konnte jedoch kein signifikanter Effekt festgestellt werden.

Aus meiner persönlichen Sicht kann ich diese Ergebnisse absolut bestätigen. Ich war immer recht neugierig auf die Welt und wenn das nicht so gewesen wäre, hätte ich während meines Studiums sicherlich nicht ein Jahr in Indien verbracht. Und meine bisherigen Gewissheiten und Überzeugungen sind ständig aufs Neue auf die Probe gestellt worden. Jede Reise ist eine Chance, neue Dinge zu sehen und zu lernen. Das finde ich fantastisch.

Gewissenhaftigkeit

Gewissenhaftigkeit beschreibt das Ausmaß der eigenen Selbstdisziplin. Personen, die in dieser Dimension überdurchschnittliche Ausprägungen erzielen, sind sehr zuverlässig und weisen ein geplantes und organisiertes Verhalten auf. Sie sind zielorientiert, aber nicht sehr spontan oder flexibel. Es konnten keine Unterschiede in Bezug auf Gewissenhaftigkeit zwischen den Auslandsstudenten und der Kontrollgruppe festgestellt werden.

Einerseits sind längere Auslandsreisen eine gute Übung für das eigene Planungs- und Organisationsgeschick, insbesondere wenn man mit einem fremden Umfeld konfrontiert ist. Auf der anderen Seite habe ich an mir selbst feststellen können, dass ich auf Reisen immer etwas spontaner und weniger strikt  als sonst bin. Das geht einher mit einer gewissen Abenteuerlust und dem Wunsch nach Entspannung. Die Effekte sind nicht sonderlich stabil, da ich wieder in meine alten Verhaltensmuster zurückfalle, nachdem ich wieder zurückgekehrt bin.

Interessanterweise konnte durch die Studie ermittelt werden, dass Gewissenhaftigkeit ein guter Indikator für die Bereitschaft für kurze Auslandsaufenthalte (ein Semester oder weniger) ist. Während Langzeit-Auslandsstudenten neue Kulturen um ihrer Selbst gründlich erleben und erkunden möchten, sind kürzere Aufenthalte womöglich eher durch Karrieregründe motiviert, da sich ein Auslandsaufenthalt gut im Lebenslauf macht.

Extraversion

Extrovertierte Individuen beziehen üblicherweise ihre Energie aus der Interaktion mit anderen Menschen. Sie werden durch soziale Kontakte stimuliert und sind oft aufgeweckt und gesprächig. Allerdings können sie auch als oberflächlich, aufmerksamkeitssuchend und dominant empfunden werden. Ihr Gegenstück sind Introvertierte, die ruhiger und reservierter sind. Aus der Studie geht kein Effekt von Auslandsaufenthalten auf die Ausprägung der Extraversion hervor. Ein Auslandssemester verwandelt niemanden in einen Partylöwen. Genau wie Offenheit und Gewissenhaftigkeit ist jedoch auch Extraversion ein guter Indikator für die Bereitschaft für Auslandsaufenthalte. Im Gegensatz zu den anderen beiden Dimensionen gilt das sowohl für kurze als auch für längere Auslandsaufenthalte. Dass jemand fremde Menschen in einem ungewohnten Umfeld kennen lernen möchte, ist  deutlich plausibler, wenn man extrovertiert ist.

Ich sehe mich selbst eher als introvertierte Person an. Das hat mich aber nicht von meinen Auslandsreisen abgehalten. Allerdings muss ich zugeben, dass es manchmal schon leichter gewesen wäre, wenn ich extrovertierter wäre. Reisen ist jedoch ein gutes Training für Introvertierte – manchmal müssen wir einfach aus unserem Schneckenhaus raus und auf andere Menschen zugehen, ansonsten geht es nicht weiter. Ich habe schon das Gefühl, dass ich während des Reisens extrovertierter als sonst bin, aber der Zustand ist nicht von Dauer und ich ziehe mich wieder in meine Höhle zurück, sobald ich zu Hause bin.

Verträglichkeit

Personen mit einem hohen Maß an Verträglichkeit werden als freundlich, mitfühlend, hilfsbereit und kooperativ wahrgenommen. Sie wirken oft bescheiden und zeigen Verständnis für andere. Verträgliche Personen sind weniger dominant und durchsetzungsfähig. Es lässt sich aus der Studie eine signifikante Erhöhung der Verträglichkeit durch Auslandsaufenthalte feststellen. Das nicht nur für den Betroffenen gut, sondern auch für seine Mitmenschen. Reisen macht einen zu einer umgänglicheren Person. Das ist nicht überraschend, denn im Ausland ist man häufiger auf andere angewiesen und muss mit ihnen zurecht kommen.

Ich hoffe und glaube, mich durch das Reisen zu einer freundlicheren und verträglicheren Person entwickelt zu haben. Man nimmt Dinge aus einer anderen Perspektive wahr und entwickelt ein breiteres Verständnis für die Menschen und wie die Welt funktioniert. Einfach mal raus in die Welt gehen und erkennen, dass die Dinge nicht immer so ablaufen müssen, wie man es gewohnt ist, sondern auch ganz anders angegangen werden können und es trotzdem irgendwie funktioniert. In vielen Kulturen sind zudem das Gemeinschaftsgefühl und gegenseitige Solidarität stärker ausgeprägt als in manchen westlichen Gesellschaften.

Neurotizismus

Neurotizismus bezieht sich auf den Grad emotionaler Stabilität. Individuen, deren Neurotizismus-Dimension stärker ausgeprägt ist, reagieren intensiver auf Stress und äußere Ereignisse. Sie haben größere Schwierigkeiten mit Wutgefühlen, Ängsten und Depressionen. Auslandsaufenthalte reduzieren entsprechend der Studie die Ausprägung von Neurotizismus deutlich. Dieser Effekt ist hochsignifikant. Der rote Pfeil zeigt in der Grafik zwar eine Verringerung an, aber im Fall von Neurotizismus ist das eine gute Sache. Weniger neurotisch heißt emotional stabiler. Eine verbesserte emotionale Stabilität ist für den Reisenden wahrscheinlich eine der wertvollsten Auswirkungen von Auslandsaufenthalten.

Ich muss gestehen, dass es im Ausland für mich nicht immer einfach war. Manche Ereignisse haben meine emotionale Stabilität auf eine harte Probe gestellt – ob das nun der Versuch war, mich in Tahiti auszurauben oder als meine Frontzahnbrücke in Fiji auseinander gefallen ist. Auf der anderen Seite trägt jede Erfahrung auch zu einem Lern- und Bewältigungsprozess bei, aus dem man am Ende gestärkt hervor geht. Wahrscheinlich ist es diese Kombination aus Herausforderung und Bewältigung, die sich langfristig positiv auf die emotionale Stabilität auswirkt.

Fazit

Reisen ist nicht nur ein Abenteuer und macht viel Spaß, sondern formt auch die Persönlichkeit auf eine vorteilhafte Weise. Menschen, die längere Zeit im Ausland verbringen, werden offener, verträglicher und weniger neurotisch. Es fällt nicht schwer zu erkennen, dass eine Auszeit im Ausland dazu beiträgt, die eigene Persönlichkeit und emotionale Stabilität zu stärken, gerade wenn man in einem unangenehmen Alltagstrott feststeckt.

Welche Veränderungen deiner Persönlichkeit hast du an dir feststellen können? Hinterlasse einen Kommentar, wenn du magst.

 

How traveling changes your personality. And mine.

Everybody who has been abroad for a longer time will notice something’s different after returning. People, places, perceptions – once familiar, but everything feels strange now. It is not that the actual things have changed, it is you and your perception that are different than before. Even friends and family might notice a difference, a change in your personality. And this change can be measured.

Psychologists have measured how personality changes in students going abroad for at least a semester up to a year and longer (Zimmermann, J. & Neyer, F. J. (2013). Do we become a different person when hitting the road? Personality development of sojourners. Journal of Personality and Social Psychology, 105, 515-530). While students spending a term abroad might not be exactly the same thing as long-term backpackers, they are a good approximation as both groups are going to spend quite an amount of time in foreign countries away from home trying to find out how to get along and what to do in daily life.

The Big Five

Travelers might think of the animals you can see on a safari when hearing Big Five, but actually the Five Factor Model is practically the gold standard of personality psychology. It consists of five personality traits which can be measured in comparison to control groups like the general population. These are openness to experience, conscientiousness, extraversion, agreeableness, and neuroticism. Traits are generally stable, but undergo slight changes during a lifetime, especially when transcending from adolescence into adulthood. Taking these considerations into account, Zimmermann and Neyer’s study does not only measure the Big Five traits in the so-called sojourners before and after their abroad experience, but compares it with a control group of students who stayed in their home country.

big5withfontrays_v2

So what exactly do these traits say about us and how are they influenced by long-term travel?

Openness

Individuals with a high degree of openness are curious, creative, and open-minded. They like to try and experience new things and ideas. The study shows a statistically significant increase in openness in sojourners. A journey abroad enhances your perspective and makes you more open-minded. This does not come as a surprise. Being confronted with a new culture and meeting lots of new people gives you a more complex understanding of the world and society. Additionally openness is a good predictor of the willingness to go abroad, at least in long-term sojourners. This also makes sense. The more open you are, the more likely you consider to spend a longer time abroad and get to know another culture. In short-team sojourners there was no significant effect however.

On a personal level, I can totally confirm these results. If I had not been curious about the world, I probably would not have considered spending a year in India while I pursued my degree in university. And it kept challenging my beliefs and convictions. Every journey is an opportunity to see and learn something new. I love it.

Conscientiousness

Conscientiousness is the degree of your self-discipline. Persons scoring high in this dimension are very reliable and exhibit a planned and organized behavior. They are goal-oriented but not very flexible or spontaneous. There is no difference between the levels of conscientiousness of sojourners and non-sojourners.

On the one hand a lot of traveling is a good practice for your planning and organizing skills, especially when you have to do it in an unfamiliar environment. On the other hand however I notice I always become a little more spontaneous and less rigid when on the road. This goes along with a thirst for adventure and desire for relaxation. This effect is not really stable as I fall back into my old behavioral patterns once I am back home.

An interesting result of the study is that conscientiousness is a good predictor for the willingness to go abroad for short-term sojourns. While long-term sojourners may want to explore new cultures out of curiosity, short-team sojourners could be more career-oriented and go abroad for utilitarian reasons to have a more interesting CV.

Extraversion

Extraverted individuals are usually energized by engaging with other people. They are stimulated by social interaction and are often cheerful and talkative. On the downside, extraverts can be perceived as shallow, attention-seeking, and dominant. Their counterparts are introverts who are quieter and more reserved. The study shows no effect of sojourning on the level of extraversion. Traveling does not transform you into a party animal. However just like openness and conscientiousness, extraversion is a good predictor for sojourning. In contrary to the other dimensions this is true for both short- and long-term sojourners. Clearly wanting to meet strangers in a foreign environment is a lot more plausible when you’re an extrovert.

I consider myself an introvert, but this did not keep me from traveling abroad. I have to admit this would sometimes be more challenging for me than it could have been for a more extrovert version of myself. Traveling is a good practice for introverts – sometimes we have to talk and get of our shell, or we are lost. I feel that traveling actually makes me a little more extrovert while on the road but this is not permanent and I withdraw back into my recluse once arriving back home.

Agreeableness

Persons with a high level of agreeableness are perceived as friendly, compassionate, helpful, and cooperative. They also display modesty and sympathy for others. Agreeable persons are less assertive or dominant. We can observe a significant increase in agreeableness in sojourners. Not only good for you, but for others as well: traveling makes you a more pleasant person to be with. This is no surprise as you often depend on others and have to get along with them when you are on your own in a foreign place.

I hope and believe I have become a friendlier and more agreeable person through traveling. You come to see things from a different perspective and enhance your own understanding of people and how the world functions. Get out and see things don’t have to be done the way you used to know but are approachable from different angles and still work. And a lot of cultures cultivate a broader sense of community and mutual support than some Western societies.

Neuroticism

Neuroticism refers to the degree of emotional stability. Individuals with higher neuroticism react stronger to stress and external events. They tend to have more problems with anger, anxiety, and depression. Sojourning clearly reduces neuroticism and this effect is highly significant. I may have used the red arrow to show a decrease, but in the case of neuroticism this is a good thing. Less neurotic means more emotionally stable. An improved emotional stability is probably one of the most valuable effects for the traveler.

I have to say being abroad was not always easy and sometimes events on the road really challenged my emotional stability, for instance when someone tried to rob me in Tahiti or when my teeth made severe troubles in Fiji. On the other hand every experience is a part of the learning process and afterwards you are stronger than before. It is probably the combination of challenge and mastering the challenge what helps building emotional stability in the long run.

Conclusion

We see traveling is not only an adventure and great fun, but shapes your personality in a positive way. People who stay abroad for a longer time become more open, more agreeable, and less neurotic. It is not hard to see why a gap year helps you strengthen your personality and emotional stability when you feel stuck in your routines.

What changes in your personality owing to traveling have you experienced? Leave a comment if you like.

 

What is my preferred type of accommodation? In was für einer Art Unterkunft übernachte ich am liebsten?

Every traveller has to stay somewhere. Usually there are different types to choose from. There are some I like better than others. I start with the worse ones:

  • The worst for me is probably having to spend the night in public places like buses, trains, airports, or dormitories. Too noisy, lack of privacy. Many travellers recommend overnight travels by bus or train to safe a night of accommodation. I only do this if it is not avoidable. Usually I do not sleep well if at all in these kinds of environments and it ruins the day before and after for me instead of saving anything. Especially introvert travellers will not like this way of spending the night.
  • Large hotel complexes and resorts are not only costly, but a nightmare. Everything oversized, not cozy, full of families and couples, often far away from restaurants or shops.
  • I have never tried AirBnB for some reasons. Actually I don’t need a whole apartment, just a small private room. And I prefer not to engage with my hosts on a private level, rather keep it professional and usually like to be by myself. I feel as if I’d invade someone’s private spaces staying in their apartment. And I do not need to stay in a residential area to see the locals work and go shopping (I’ve seen enough of this around the world and it’s mostly not that interesting) – I prefer to stay in a busier area to do tourist things, yeah. Also I like to have 24 hour receptions and not arrival times between 5 and 6.30 pm when the hosts may have some time to give you the keys, especially if your flight arrives at noon or midnight. Maybe I’m a bit unfair here, and probably I am going to give AirBnB a try someday.
  • I have done camping on a few occasions, but it is far from being my preferred accommodation. It is usually cheaper and I like being close to nature. However room is limited, as is privacy. And not having to get out at night to search for your toilet is a comfort I really appreciate.
IMG_3287
Camping in Cambodia. Zelten in Kambodscha.

Now let’s progress to the better types:

  • Usually I stay in hostels or smaller hotels. In hostels I always opt for private rooms, sometimes with a shared bathroom however. Frequently these places offer the optimal mix of good location, service, cozyness, and price.
  • It is even better if I get a private hut or cottage, preferably at the beach or somewhere out in forests or mountains. This feels like your own little realm and having a terrace outside to side in the mornings or evenings is just awesome.
  • The best version of a private hut is found in Samoa. The fale is an open-air hut with only a roof, a mattress, and a mosquito not. In Samoa it is always hot enough to enjoy a slight breeze in the evening and no one there will steal anything from you, you do not need to worry. Waking up and going to sleep directly at the beach with a close view of the sea is something I will never forget.
IMG_1041
Beach cottage in Thailand. Strandhütte in Thailand.

Jeder Reisende muss irgendwo übernachten. Normalerweise hat man verschiedene Optionen zur Auswahl, von denen einige besser sind als andere. Ich fange mit den schlechteren davon an:

  • Das Schlimmste ist für mich, wenn ich die Nacht an einem öffentlichen Ort verbringen muss, zum Beispiel in Bussen, Zügen, Flughäfen oder Schlafsälen. Zu laut, zu wenig Privatsphäre. Viele Reisende empfehlen ausdrücklich Übernachtfahrten im Bus oder Zug, um eine Übernachtung zu sparen. Ich mache das nur, wenn es gar nicht anders geht. Normalerweise schlafe ich unter solchen Umständen nicht besonders gut oder überhaupt nicht. Somit sind die Tage vor und nach der Reise schon ziemlich ruiniert anstatt dass ich irgend etwas spare. Gerade introvertierte Reisende werden die Nacht nur ungerne so verbringen wollen.
  • Große Hotelanlagen und Ressorts sind nicht nur ziemlich teuer, sondern auch sonst ziemlich albtraumhaft. Alles ist völlig überdimensioniert und ungemütlich, überall sind Familien und Pärchen. Und die Lage ist meistens abseits von Innenstädten, Restaurants oder Geschäften.
  • Aus verschiedenen Gründen habe ich noch nie AirBnB ausprobiert. Eigentlich brauche ich auch keine ganze Wohnung, sondern nur ein kleines Zimmer für mich. Und ich möchte eigentlich kein privates Verhältnis zu meinen Gastgebern aufbauen, sondern bleibe lieber auf der professionellen Ebene und werde ansonsten am liebsten in Ruhe gelassen. Ich käme mir wie ein Eindringling in die privaten Gemächer von anderen vor. Auch muss ich nicht unbedingt in einem abgelegenen Wohngebiet nächtigen, um den Einheimischen beim Einkaufen oder Arbeiten zuzusehen (ich habe davon auf der Welt bereits reichlich gesehen und sonderlich spannend ist es meistens nicht). Ich komme lieber in einer belebten Gegend unter, um Touristenkram zu machen, jawoll. Und ich stehe auf 24-Stunden-Rezeptionen und weniger darauf, zu einer Zeit zwischen 17 und 18.30 Uhr anreisen zu müssen, um sich die Schlüssel abzuholen, insbesondere wenn der Flug mittags oder um Mitternacht ankommt. Vielleicht bin ich hier etwas unfair, und wahrscheinlich werde ich irgendwann in nächster Zeit AirBnB eine Chance geben.
  • Manchmal habe ich auch gezeltet, aber meine liebste Art zu nächtigen wird es wohl nicht werden. Natürlich ist es preisgünstig und man ist oft näher in der Natur. Allerdings ist es arg eng, und Privatsphäre hat man auch kaum. Und nachts nicht rauszumüssen, um nach der Toilette zu suchen, ist ein Komfort, den ich sehr schätze.
IMG_2973
Hotel “Rich” in Myanmar.

Kommen wir nun zu den besseren Unterkunftsarten:

  • Üblicherweise übernachte ich in Hostels oder kleineren Hotels. In Hostels schlafe ich immer in Privatzimmern, manchmal allerdings auch mit Gemeinschaftsbad. Häufig bietet diese Art Unterkünfte die beste Mischung aus guter Lage, Service, Gemütlichkeit und Preis.
  • Noch besser ist es, in einer privaten Hütte zu nächtigen, vorzugsweise am Strand oder draußen im Wald oder in den Bergen. Man hat sein eigenes Reich und nichts geht über ein Frühstück oder einen Abend draußen auf der Terrasse.
  • Die beste Version so einer Hütte habe ich in Samoa gefunden. Eine Fale ist eine Art offene Hütte, die lediglich mit einem Dach, einer Matratze und einem Moskitonetz aufwarten kann. In Samoa ist es meistens heiß genug, dass man sich über den frischen Wind freut, der durch die Fale zieht. Und auf Samoa klaut einem auch niemand etwas aus der Hütte, also kein Grund zur Sorge. Direkt am Strand mit einem Blick aufs Meer aufzuwachen und einzuschlafen ist etwas, was ich niemals vergessen werde.
IMG_2154
Fale in Samoa.

Mediterranean Blue and 5000 Years back. Mediterranes Blau und 5000 Jahre zurück.

The Italian island of Capri is famous for its blue grotto. Malta has its own blue grotto which is a little cheaper and easier to reach, still quite touristy. Taking advantage of Malta’s bus system, we arrive at the top of the cliffs where we have a great view towards the impressive arch where the blue grotto is located. To take a closer look, we need to go there by boat. This is pretty straightforward. Going down to the pier, buying a fixed rate boat ticket in a ticket booth, immediate loading of the passengers into a small boat, no haggling, tipping discouraged, well organized. That’s how German travellers love their vacations, and I love it, too. The boat ride takes 20 minutes, enough for me since I become seasick easily. We go into several caves and can indeed appreciate all the shiny and majestic colors. Orange and pink walls, and of course the magical blue of the water.

cof

It is only noon when we arrive back at the pier. So we decide to have a look at some more ancient temples. That’s what I really love about Malta: Sights are close and can be combined conveniently. It takes us a 25 minute walk in the midday sun to reach the temple complex of Hagar Qim and Mnajdra. The first thing to do after we enter the site is to watch a sophisticated 3D movie about the temples. Well, I can see the effort they put into this, but we are not much wiser in terms of the origins or usage of the place. Most of it is just speculation. For instance there is a kind of sun hole in the walls where the light shining through it might indicate good seasons for planting. What is really impressive is the age of the temples. Some of the oldest structures is 5600 years old and I wonder how they managed to transport these huge monolithic blocks back then.

cof

The temples consist of two complexes and the path between them offers nice views over the cliffs and the ocean. Suddenly it gets very noisy and we recognise a group of French teenagers from our hostel. They are probably English language students and they are in their worst and most difficult age to annoy themselves and others constantly. I wonder if it were a good idea to keep teenagers aged 13 to 17 separate from the rest of society since they are unbearable to anybody else. Didn’t the old Spartans practice something like this? Well, the group passed on to the next stop and my mood becomes more relaxed again. This has been another amazing day on Malta with a good combination of natural and cultural sights. I would love to stay longer, but soon the plane will take us back into the cold and rainy fall of Central Europe.

cof

Capri ist berühmt für seine blaue Grotte. Auch auf Malta gibt es eine blaue Grotto, die zudem etwas günstiger und leichter zu erreichen ist. Ziemlich touristisch ist es dennoch. Wir nutzen wieder einmal Maltas hervorragendes Bussystem und kommen oben an den Klippen an, von wo aus wir den fantastischen Blick auf den Felsbogen der Grotte genießen. Um näher ranzukommen, brauchen wir ein Boot. Das ist recht unkompliziert: runter zum Pier, am Schalter zum Festpreis eine Bootstour kaufen, kein Gezerre und Verhandeln, schnelles Einsteigen ins Boot, keine Trinkgelder erwünscht, gut organisiert. So liebt es der deutsche Tourist, und ich liebe es auch so. Die Bootsfahrt dauert nicht länger als 20 Minuten und mit meiner Neigung zu Übelkeit auf See bin ich dankbar dafür. Wir fahren in verschiedene Höhlen hinein und können leuchtende Farben bestaunen. Zum Beispiel Felswände in orange und violett, und natürlich das magisch leuchtende Blau des Wassers.

Als wir zurück kommen, ist es gerade mal Mittag. Daher entschließen wir uns, noch ein paar antike Tempel zu besichtigen. Das gefällt mir wirklich gut an Malta: Die Sehenswürdigkeiten liegen oft dicht beieinander und können gut kombiniert werden. Ein kleiner Marsch von 25 Minuten in der Mittagssonne und wir kommen am Tempelkomplex von Hagar Qim und Mnajdra an. Wir kaufen die Tickets und als erstes steht ein aufwändiger 3D-Film über die Tempel auf dem Programm. Man sieht schon, dass eine Menge Arbeit in diese Filme gesteckt wurde, aber irgendwie bin ich nachher nicht viel schlauer, wer die Tempel erbaut hat und für was sie genutzt wurden. Das meiste ist reine Spekulation. Da gibt es eine Art Sonnenloch in den Mauern, durch das das Licht zu bestimmten Jahreszeiten hindurch fällt. Vielleicht hat man so Pflanz- und Erntezeiten bestimmt. Wirklich beeindruckend ist das Alter der Tempel. Die ältesten Strukturen sind 5.600 Jahre alt. Ich frage mich, wie damals die schweren Felsblöcke transportiert werden konnten.

cof

Der Komplex besteht aus zwei Tempelanlagen. Beide sind durch einen Pfad verbunden, von denen man das Meer und die Klippen bewundern kann. Auf einmal wird es sehr laut und wir erkennen eine Gruppe französischer Teenager aus unserem Hostel wieder. Wahrscheinlich handelt es sich um Sprachschüler, die Englisch lernen. Sie sind im schlimmsten und schwierigsten Alter, um sich selbst und andere ununterbrochen zu nerven. Ich überlege, ob es nicht eine gute Idee wäre, 13- bis 17-Jährige von der übrigen Gesellschaft isoliert zu halten, da sie eigentlich für niemanden erträglich sind. Haben die alten Spartaner nicht so etwas Ähnliches praktiziert? Nun ja, die Gruppe ist weiter gezogen und meine Laune entspannt sich wieder etwas. Das war wieder ein fantastischer Tag auf Malta mit einer guten Mischung aus Natur und Kultur. Ich möchte gerne noch länger bleiben, doch bald wird uns das Flugzeug zurück in den kalten und nassen mitteleuropäischen Herbst bringen.

cof

Top of the Bucket List. Wo ich noch hin will.

I love to travel. And I have already been to a lot of countries – 63, to be exact. And looking at the green-colored parts of the map, I have covered large parts of Europe, North and South America, South East Asia as well as Polynesia. Some travellers strive to travel to every country and region in the world. This is not my goal. I don’t assume every part of the world to be equally fascinating. If somebody invited me to places like South Africa or Russia, of course I would be glad joining, however other places would be more interesting to me if I book a holiday on my own.

As a kid I had a kind of bucket list which countries I wanted to visit. Actually now I have already been to most of these places, for instance Peru, India, the USA, Polynesia, or Malaysia. Of course I would like to travel more and see other places, but it is not like an obsession, more of a would-be-nice. And there are some countries where I definitely haven’t been to all the fascinating places I would like as I could always travel back to Indonesia to go to Sumatra, Maluku or Flores, or explore the South Island of New Zealand.

Still there is a kind of bucket list for countries – the countries colored in red. Many of them are further away and difficult to reach like Melanesian and Micronesian islands states, others have such an expensive price level. The place that is probably easiest to reach and to manage – and is a large country with a lot of diverse places to explore – would probably be Mexico. Hope to see you within the next few years, Mexico! 🙂

countries_visited_plusmexplusmore

Ich liebe es zu reisen. Und tatsächlich habe ich schon etliche Länder besucht – 63, um genau zu sein. Und wenn ich mir die grün gefärbten Länder auf der Weltkarte betrachte, habe ich schon weite Teile Europas, Nord- und Südamerikas, Südostasiens und Polynesiens abgedeckt. Manche Reisende wollen jedes einzelne Land und jede Region der Welt bereisen. Das ist gar nicht mein Ziel. Ich glaube nicht, dass wirklich alle Gegenden für mich interessant sind. Wenn mich jemand auf einen Trip nach Südafrika oder Russland einladen würde, würde ich natürlich nicht nein sagen, aber ich würde von mir aus wohl eher andere Reiseziele präferieren, wenn ich alleine fahren würde.

Als Kind hatte ich eine imaginäre Liste von Ländern im Kopf, die ich alle mal bereisen wollte. Und in der Tat habe ich das meiste davon in die Tat umgesetzt. So war ich mittlerweile in Peru, Indien, den USA, Polynesien oder Malaysia. Natürlich würde ich gerne noch mehr reisen und neue Gegenden entdecken, aber es ist keine Obsession mehr, eher so, dass es ganz nett wäre. Und dann gibt es noch Länder, in denen ich zwar schon mal war, wo es aber noch viele Ecken im Land gibt, die ich noch gar nicht kenne. Nach Indonesien könnte ich immer wieder fahren, um dann beispielsweise Sumatra, die Molukken oder Flores zu erkunden, oder nach Neuseeland auf die Südinsel. 

Am Ende habe ich wohl immer noch eine Art Liste von Ländern im Kopf, die ich lieber als andere besuchen würde. Diese sind auf der Karte rot eingefärbt. Einige Ecken sind ganz schön weit weg und nicht so leicht zu bereisen wie Inselstaaten in Mikronesien und Melanesien, andere haben schlichtweg ein sehr hohes Preisniveau. Das Land, das aus dieser Liste wohl am leichtesten zu erreichen und zu bereisen ist, ist wahrscheinlich Mexiko. Hoffentlich verschlägt es mich in den nächsten Jahren mal dorthin 🙂

Rock the beach, rocky beach. Felsenstrand.

It is sunny and hot and we’re on a Mediterranean island – so why not go to the beach? However Malta is not exactly what you would call a beach destination. Yes, there are a few sand beaches, but mostly it is about rocks. This has some advantages as your towel and bathing clothes will not get sandy and the water is very clear. We have first seen this kind of “beach” in Sliema not too far from Valletta and Msida and were a bit surprised, but that’s how people go swimming here.

dav
Sliema Beach.

Another day we want to explore a more secluded beach on the neighboring island of Gozo. We get on an already very crowded bus towards the ferry terminal until the bus breaks town and we have to wait ages to jump into the next bus. A cozy feeling like in a suburban train in Mumbai. The ferry takes a little more than half an hour and connecting buses are already waiting. We opt for the smaller San Blas beach which was recommended on Tripadvisor. Still there are a lot of rocks with very few patches of sand in between. The scenery is somehow cute and some swimming is possible. Not too bad, but coming here and going back to Malta is quite a pain.

cof
Ferry to Gozo. Fähre nach Gozo.

Therefore we opt for a Malta beach the other day. We take the bus to Marsaskala. There we put our towels on the limestone rocks of St. Thomas Bay. Not too bad. And the snorkeling is pretty nice. It may not be the Red Sea or the Philippines, yet I can observe a lot of colorful fish. Somehow I got used to the rocky beaches and can really enjoy them.

cof
St. Thomas Bay

Es ist warm und sonnig und wir befinden uns auf einer Insel mitten im Mittelmeer – was liegt also näher als an den Strand zu gehen? Irgendwie ist Malta jedoch nicht unbedingt das, was man ein Badereiseziel nennen würde. Ja, doch, es gibt einige wenige Sandstrände, aber zumeist sind es Felsen. Das hat auch seine Vorteile, denn das Badehandtuch und die Klamotten sind nicht voller Sand und das Wasser ist sehr klar. Zuerst haben wir diese Art “Strand” in Sliema unweit von Valletta und Msida gesehen. Wir waren etwas verwundert, aber so geht man hier nun einmal schwimmen.

An einem anderen Tag wollen wir einen abgeschiedeneren Strand auf der Nachbarinsel Gozo erkunden. Wir steigen in den schon völlig überfüllten Bus Richtung Fährterminal ein, bis der Bus plötzlich eine Panne hat. Eine gefühlte Ewigkeit warten wir, bis ein anderer Bus vorbeikommt. Drinnen herrscht Enge und Gemütlichkeit wie in einem Vorortzug in Mumbai. Die Überfahrt mit der Fähre dauert etwas mehr als eine halbe Stunde und in Gozo warten schon die Anschlussbusse. Wir haben uns den kleineren San Blas Beach ausgesucht, der bei Tripadvisor empfohlen wurde. Es gibt wieder viele Felsen mit einigen wenigen Sandflächen dazwischen. Die Landschaft sieht hier schon nett aus und schwimmen ist auch ganz passabel, aber die ganze An- und Abreise ist ein echter Krampf.

cof
San Blas Beach.

Daher entscheiden wir uns beim nächsten Mal für einen Strand direkt auf Malta und fahren per Bus nach Marsaskala. Dort breiten wir unsere Handtücher auf den Kalkfelsen der St. Thomas Bucht aus. Gar nicht mal übel. Und das Schnorcheln macht auch Spaß. Es ist vielleicht nicht das Rote Meer oder die Philippinen, aber ich entdecke dennoch etliche bunte Fischchen. Irgendwie gewöhne ich mich an die Felsstrände und kann sie wirklich genießen.