Am I crazy? Or the others? Surreal days. Bin ich verrückt? Oder die anderen. Surreale Tage.

Sometimes there are days I wonder if all of this is really happening or if it is just a dream. Today is such a day. We get up very early in the morning, take our bags and walk quite a while through Penang to the place where our bus is supposed to leave. When we arrive we realize it is not the bus but a minibus which is taking us to the real bus. We drive around Penang in circles to pick up other passengers until an hour after we started we finally pass our hotel. Back to start. We finally reach the place where we change buses and this is not even 5 minutes away from our hotel. Some other guests who where just picked up a few meters away cannot believe it either. When the real big bus finally departs, its first destination is the real bus terminal where we wait for another half hour.

Our destination is the Cameron Highlands. I imagine a decent little British-colonial style town in the mountains. What we see instead is a kind of industrial strawberry mass plantation with huge showrooms for tourists. Lavender farms, honeybee farms, butterfly farms. Like a mix of a strawberry Disneyland and the world’s longest shopping mall in a mountain range. I wonder how all the people get here as there is only one road and the cars form a snake of about twenty kilometers that is not moving at all.

20151207_140319_FKSCONFinally we arrive. Our Hotel is also a strange place. Full of strict rules: make no noise, pay for toilet paper, only well-behaved children welcome, parents must always supervise their children, do this and never ever do that. Everywhere you go there are signs and lists of house rules. No surprise there are so many middle-aged Germans here – strict rules and no room for interpretation. However it is no use. The kids are competing making noises with their respective electronic devices and one boy is well-unbehaved enough to just grab our menu without asking while we are reading what we want to order. Nevertheless we finally make it to get our English scones, cream, and strawberry jam.

For dinner we attend a Chinese restaurant. After explaining we would like something vegetarian the lady at the restaurant makes lengthy promises to replace the chicken with egg. The dish arrives, but without egg. Strolling around there are teenage dwarfs trying to make fun of us. I don’t know why but I am sure they look funnier to us than the other way round.

In a mini-market we see a young German backpacker wearing flip-flops who displays his deformed toes. I have never seen anything like that, the middle toe is half as long as the small one and sits on top of the others. He must be really proud of it to show it as it is rather cold up here and everyone else is wearing shoes. When we get back to our hotel the last bizarre scene so far is our female room neighbors doing extravagant gym exercises in front of our room. They are as embarrassed as we are when they notice us watching. Maybe it is all just a surreal dream.


An manchen Tagen fragt man sich, ob das alles wirklich gerade passiert oder nur ein Traum ist. Heute ist ein solcher Tag. Wir stehen sehr früh auf und wandern mit unseren Rucksäcken durch Penang zu der Straße, wo unser Bus abfahren soll. Als wir ankommen ist klar, dass dort lediglich ein Minibus auf uns wartet, der uns zum richtigen Bus bringen soll. Wir fahren mehrere Schleifen durch Penang, um andere Passagiere aufzusammeln, bis wir am Ende wieder an unserem Hotel vorbeikommen. Zurück wo wir hergekommen sind. Schließlich erreichen wir dann doch die Straße, wo wir den Bus wechseln und die ist nicht einmal 5 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Andere Fahrgäste, die vor wenigen hundert Metern erst eingestiegen sind, können das ebenso wenig fassen wie wir. Als der richtige Bus endlich losfährt, steuern wir natürlich erstmal den richtigen Busbahnhof an, wo wir eine halbe Stunde Pause einlegen.

Unser Ziel sind die Cameron Highlands. Ich stelle mir ein verträumtes Bergörtchen im britischen Kolonialstil vor. Stattdessen sehen wir eine Art industrieller Massenerdbeerplantagen mit riesigen Verkaufshallen für Touristen. Und Lavendelfarmen, Bienenfarmen, Schmetterlingsfarmen. Im Großen und Ganzen eine Mischung aus einem Erdbeer-Disneyland und der weltgrößten Shoppingmeile im Bergland. Verwunderlich ist nur, wie die ganzen Leute hierherkommen, da es nur eine Straße gibt und die Autos eine zwanzig Kilometer lange Schlange formen, die mehr oder weniger regungslos ist.

Endlich kommen wir dann an. Unser Hotel ist schon seltsam. Alles voller strenger Regeln: leise sein, fürs Klopapier bezahlen, nur wohlerzogene Kinder sind willkommen, Eltern müssen die Kinder rund um die Uhr beaufsichtigen, tu dies und lass das. Überall wo man hingeht gibt es Hinweisschilder und Verbotslisten. Kein Wunder, dass es hier so viele mittelalte Deutsche hinzieht – strenge Regeln und keine Spielräume für abweichendes Verhalten. Es nutzt jedoch alles nicht viel. Die Kinder überbieten sich gegenseitig beim Geräuschpegel unter Nutzung ihrer elektronischen Geräte. Und ein Junge ist besonders unwohlerzogen genug, um uns ohne zu fragen einfach die Speisekarte wegzuschnappen, als wir sie gerade lesen. Wir bekommen aber trotzdem unsere englischen Scones mit Sahne und Erdbeermarmelade.

Zum Abendessen gehen wir in ein chinesisches Restaurant. Nachdem wir dort nach vegetarischem Essen fragen, verspricht uns die Bedienung ausführlichst und hoch und heilig, das Hühnchen durch Ei zu ersetzen. Das Essen kommt, aber ohne Ei. Beim Spazierengehen versuchen sich ein paar zwergwüchsige Teenager über uns lustig zu machen. Keine Ahnung warum, aber ich bin mir sicher, dass sie auf uns lustiger wirken als andersherum.

In einem Minimarkt sehen wir einen jungen Deutschen in Flipflops, der seine deformierten Zehen zur Schau trägt. So etwas habe ich noch nie gesehen. Der mittlere Zeh ist nur halb so lang wie der kleine und sitzt oben auf den Nachbarzehen drauf. Er scheint sehr stolz darauf zu sein, seine Füße zu zeigen, denn schließlich ist es ziemlich kühl hier oben und alle anderen tragen feste Schuhe. Als wir zum Hotel zurückkehren, geraten wir in die vorerst letzte bizarre Szenerie für heute. Unsere Nachbarinnen aus dem Nebenzimmer führen vor unserer Zimmertür akrobatische Übungen auf. Den beiden ist das mindestens ebenso peinlich wie uns, als sie bemerken, dass wir hinter ihnen stehen. Vielleicht ist das alles aber auch nur ein surrealer Traum.

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