Vietnamese Emperors. Vietnamesische Kaiser.

Hue is a larger city in the center of Vietnam and was its capital for 143 years until 1945. With the support of the French who took more and more power over time, the emperors of the Nguyen dynasty ruled Vietnam from Hue. Actually they were so successful that their name is the most common surname in Vietnam and in overseas Vietnamese communities.

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We do not want to do an organized day tour, so we try to go cycling to the tombs of the emperors. The bicycles are in a good condition, much better than the ones we had in Cambodia or Myanmar. And of course they are not as rock bottom cheap. However quality pays and we cycle the 14 kilometers through the central Vietnamese landscape. The roads are in good shape. Traffic is not as bad as in neighboring countries and the way is easy to find. To cross the river we have to get on the national highway, which is the only challenge, but since it is a weekend there is low traffic and it is doable.

The first tomb is the one of emperor Minh Mang. It is surrounded by a garden with lakes, Chinese-style trees and pagodas. I also feel reminded of the baroque parks of European kings and princes. The site is beautiful, a bit sad that it is made only for a tomb which itself is not accessible. We cycle to the next tomb of emperor Khai Dinh who reigned later. Here everything is even more influenced by European architecture. The tomb is on top of some terraces with decorated buildings. On our way back to the city we want visit an interesting pagoda which is closed unfortunately. We can only see it from the outside.

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Minh Mang Tomb / Gruft.

The next day we walk over the Perfume River. Similar to China very romantic names are used for rivers or mountains in Vietnam. However it is just a large river with a metal bridge which seems functional, but seems to be a big and famed attraction here. I have no idea why. It is only a metal bridge.

We enter the fortified walls of the citadel with the royal palace and minor buildings inside. I have never been to China, but the Hue palace looks a bit like a smaller version of how I imagine the Forbidden City in Beijing. The whole complex is more wide than high. There is a ceremonial reception hall, some temples and residences. Many of the buildings have been destroyed in the Vietnam war and efforts have been made to reconstruct some of them and make it accessible for the public. It takes us a while to cover the vast area.

Hue feels more authentic than Hoi An and gives a better idea about the Vietnamese history and ruling dynasties. However it is quite a big city and attractions are spread over the city. Despite the theme park atmosphere, Hoi An had a more picturesque charm and its tiny size made exploring a bit easier. I am glad we have seen both cities and would not want to have missed one.

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Imperial Palace in Hue / Kaiserpalast in Hue.

Hue ist eine Großstadt im Zentrum Vietnams. Sie war 143 Jahre lang die Hauptstadt Vietnams bis zum Jahr 1945. Mit Unterstützung der Franzosen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr Macht im Land sicherten, regierten die Kaiser der Nguyen-Dynastie von hier aus das Land. Die Dynastie war so erfolgreich, dass Nguyen der verbreitetste Nachname in Vietnam und bei Vietnamesen im Ausland ist.

Wir wollen eine organisierte Tour vermeiden und lieber mit dem Fahrrad die Gegend selbst erkunden sowie zu den Kaisergruften fahren. Die Räder sind in gutem Zustand, viel besser als die in Kambodscha oder Myanmar. Und sie sind natürlich auch nicht ganz so billig zu haben. Aber manchmal zahlt sich Qualität aus und wir radeln etwa 14 Kilometer durch die vietnamesische Landschaft. Die Straßen sind in gutem Zustand. Der Weg ist leicht zu finden. Und der Verkehr ist nicht so schlimm wie in den Nachbarländern. Um über den Fluss zu kommen, müssen wir auf den National Highway auffahren, eine Art Autobahn. Das ist auch schon die einzige wirkliche Herausforderung und diese meistern wir angesichts des schwachen Wochenendverkehrs ganz gut.

Zunächst steuern wir die Gruft von Kaiser Minh Mang an. Sie ist von einem großen Garten mit Teichanlagen umgeben. Die Bepflanzung und die Pagoden muten chinesisch an. Mich erinnert es auch sehr an barocke Parkanlagen europäischer Herrscher, ganz ähnlich wie beispielsweise die Parks von Fürst Pückler in Brandenburg. Der Park ist wunderschön. Schade, dass er nur als Dekoration für das Grab dient, das selbst gar nicht zugänglich ist. Wir radeln weiter zur Gruft von Kaiser Khai Dinh, der einige Jahre später an der Macht war. Hier ist der europäische Einfluss auf die Architektur noch stärker ersichtlich. Die Gruft befindet sich auf der obersten von mehreren Terrassen, die mit diversen Gebäuden bebaut sind. Auf dem Rückweg wollen wir noch eine interessante Pagode besuchen. Wir sehen sie nur von außen, das Innere ist verschlossen.

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Khai Dinh Tomb / Gruft.

Am nächsten Tag überqueren wir den Parfümfluss zu Fuß. Ähnlich wie in China werden hier sehr klingende Namen für Landschaftsformen verwendet. Aber es ist einfach nur ein breiter Fluss mit einer funktionalen Metallbrücke, die allerdings hier sehr berühmt und eine große Attraktion zu sein scheint. Keine Ahnung wieso, es ist bloß eine Metallbrücke.

Wir betreten die Zitadelle durch die Festungsmauern. Im Inneren des Komplexes befindet sich der kaiserliche Palast und ein paar kleinere Gebäude. Ich war zwar noch nie in China, aber der Palast in Hue kommt mir wie eine kleinere Ausgabe der Verbotenen Stadt in Peking vor. Das Gelände fällt eher durch Weitläufigkeit als durch hohe Gebäude auf. Im Areal befinden sich eine zeremonielle Empfangshalle, einige Tempel und Wohngebäude. Viele der Gebäude wurden im Vietnamkrieg zerstört. Sie sind erst später wieder rekonstruiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Wir brauchen ziemlich viel Zeit, um das ganze Gelände zu erkunden.

Hue fühlt sich authentischer als Hoi An an. Man erhält hier eine bessere Vorstellung von den herrschenden Dynastien und der Geschichte Vietnams. Allerdings ist die Stadt recht groß und die Sehenswürdigkeiten liegen nicht dicht beieinander. Trotz der Disneyland-Atmosphäre wirkt Hoi An pittoresker und die kompakte Größe macht das Erlaufen leichter. Ich bin froh, in beiden Städten gewesen zu sein und hätte auch keine auslassen wollen.

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