The Island of the sad-looking Ex-Pats. Die Insel der traurigen Auslandsdeutschen.

I have to say: Bantayan comes close to being a perfect island and I enjoy my stay here a lot. Wouldn’t it be nice to be here forever? Some foreigners made their dream come true and live here as ex-pats. They are stranded like the ship in the picture. These are mostly older German men here, some in their sixties, others in their mid-forties. You would expect they should be some of the happiest persons on earth: To live on this islands on their savings or on the relics of the former German welfare system that are no more accessible to younger people nowadays. However watching these guys sitting in bars and cafes having a beer early in the morning they do not look happy. The sun is shining, the island is quite, they can get nice food, they do not need to work, yet they make a sad appearance.

The reason for this can be explained with the concept of Maya. If you eliminate all bad things and sorrows in your life and have only nice things, you cannot enjoy them as much as in the first day. Gradually good becomes normal and the least amount of good becomes your new bad. There is no purpose to live for, no one who really cares for some of these guys. I notice that the ex-pat guys who have their own business here like the the Greek chef who greets us in German appear happier. They have a purpose, a project, they work on their happiness. Because they work harder, they are happier when they have some success and have overcome obstacles.

Even if I could afford it, the life of the carefree traveler would not make me happy forever. It is good for a while, but I have to start something new afterwards. I realize one more time that change is inevitable and there will always be challenges in life, but facing the challenge also means new opportunities for happiness.

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Ich muss schon sagen: Bantayan kommt meiner Vorstellung einer perfekten Insel schon ziemlich nahe und ich genieße meinen Aufenthalt hier sehr. Wäre es nicht schön, hier für immer bleiben zu können? Einige Ausländer haben ihren Traum wahr gemacht und leben nun hier. Gestrandet wie das Boot auf dem Bild. Das sind insbesondere ältere deutsche Männer, manche sechzig, andere Mitte vierzig. Man sollte meinen, dass diese Männer zu den glücklichsten Menschen auf der Welt zählen: Auf dieser Insel von ihren Ersparnissen oder den Überresten des deutschen Sozialstaats zu leben, dessen Wohltaten für jüngere Menschen schon gar nicht mehr zugänglich sind. Sieht man sich diese Männer jedoch in den Bars und Cafes an, wie sie am Morgen ihr Bier trinken, wirken sie alles andere als glücklich. Die Sonne scheint, die Insel ist ruhig, es gibt etwas nettes zu essen, sie müssen nicht arbeiten – und doch geben sie einen traurigen Anblick ab.

Die Ursache lässt sich mit dem Konzept der Maya erklären. Wenn alle Sorgen und schlechten Dinge aus dem Leben getilgt werden und es nur noch schöne Erlebnisse gibt, kann man sie nicht mehr so genießen wie am ersten Tag. Nach und nach wird das Gute um Normalzustand und wenn es mal nicht ganz so gut läuft, ist das der neue schlechte Zustand. Es gibt keinen Lebenssinn, niemand schert sich wirklich um manche dieser Männer. Mir fällt allerdings auf, dass manche dieser Ausländer mit einem eigenen Geschäft wie der griechische Restaurantbetreiber, der uns auf Deutsch begrüßt, zufriedener wirken. Sie haben eine Aufgabe, ein Projekt, sie arbeiten für ihr Glück. Weil sie fleißiger sind, sind sie auch glücklicher, wenn sich Erfolg einstellt und Hürden überwunden werden.

Selbst wenn ich es mir leisten könnte, würde mich das Leben des sorgenfreien Reisenden nicht auf ewig glücklich machen. Für eine Zeit lang ist es sehr schön, aber ich muss danach wieder etwas Neues anfangen. Wieder einmal wird mir bewusst, dass Veränderung unausweichlich ist und das Leben immer neue Herausforderungen bereithält. Sich diesen jedoch zu stellen, bedeutet auf der anderen Seite neue Chancen für Glück und Zufriedenheit.

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