Lost in Volcano Land. Verloren im Vulkanland.

Sulawesi is the region on our journey where I probably had the least idea what there is to see and do. Okay, we wanted to snorkel at the world famous diving site of Bunaken island and have heard about special burial rites in the interior of Sulawesi, but that’s it. Other tourists in Bunaken told us we could try the highlands of Tomohon in northeastern Sulawesi. And it is indeed very green here in the highlands and it looks nicer maintained that similar places in Myanmar or Malaysia. It also seems to be one of the wealthier regions in Indonesia, I am a bit surprised about the cleanliness and big mansions. On the other hand it is a place where foreign tourists hardly go. We have seen one non-Indonesian couple so far in Tomohon.

Language is also difficult. In the place where we stay we somehow get along with a mix of English and Indonesian Bahasa. They tell us to see the Mahawu volcano we should take a minibus to the terminal and find another minibus to get closer to the volcano. In other destinations we were lazy and it was often convenient to just take a taxi to avoid language barriers in public transport and to compensate for our lack of knowledge of the system and surroundings, especially since taxis are comparatively cheap. But we do not see any taxis in Tomohon. Flagging down a minibus on the mainroad is easy. We arrive safely at the terminal. We have trouble finding the next minibus only to find out there is a second terminal close to the first. Some guys show us the right minibus we are looking for. Problem is it is empty and starts only when full, no others in sight. Since we do not want to wait forever we accept the offer to pay for the empty seats to get the bus started. Still pretty cheap, around 2.50 Euro in total.

IMG_6341

The bus drops us at a ranger station close to the volcano. Getting out we find there is an unbelievably loud and extraterrestrial appearing sound coming from the trees. It is made by countless cicadas. I have never heard it in that volume before, it really hurts in the ears. It is not too far to the top. We have a beautiful sight: The large crater of the Mahawu directly in front of us. The last eruption was in 1977. And in the background we see the even larger Lokon volcano in the clouds which is even smoking a lot. Its last eruption occurred in 2012. Walking down the volcano there is no minibus on the road that could take us. So we walk on the road all the long way back to the terminal to a nice landscape mix of rainforest and agriculture. People grow corn, carrots, cabbage, chili here. We spot interesting insects like red dragonflies and green stick insects like the ones I used to keep at home.

IMG_6374

I do not know how long we have been walking but suddenly there is a minibus coming and we stop it only to find out the terminal is around the next corner. A minor joke of the universe. From the terminal we want to find another minibus to get to a lake. No one really understands and I feel lost again. The only people who understand three words of English want to sell us a ride in an expensive private car but do not show us which public minibus is the one for us. We switch terminals again and asking around a woman selling food says Sonder which does not make sense to me. After further inquiring at the terminal we assume now we can take the minibus towards Sonder to get dropped off at the lake. So we get into the bus and wait until it is full. The journey starts, we head to the right direction. And magically the driver stops at the junction where the road to the lake starts.

The Danau Linow is a strongly sulphuric lake. And you can smell it from some distance. Yet it looks amazingly beautiful with different shades of green and blue. Actually it seems to change its color depending on the sunlight. There is a restaurant at the lake which is popular among wealthier Indonesian tourists. The lake is an interesting sight however it is us who steal the show. The girls are giggling, the boys too. Everyone tries to take a picture of us. And they are really bad at pretending not to. Besides the language barrier this is another sign that we are finally lost deep in an area where foreigners hardly go to. Luckily we are able to catch another minibus back to Tomohon now that we know which route they go. It is just seconds before the heavy tropical rainfall starts.

IMG_6415

Sulawesi ist die Region auf unserer Reise, wo ich die wenigsten Vorstellungen davon hatte, was man hier überhaupt sehen und tun kann. Gut, wir wollten am weltberühmten Tauchplatz an der Insel Bunaken schnorcheln und hatten schon mal von den besonderen Bestattungsriten im Inselinneren gehört, aber das wars dann auch. Andere Mitreisende in Bunaken haben uns auf das Hochland von Tomohon im Nordosten Sulawesis aufmerksam gemacht. Und es ist auch wirklich saftig grün hier und wirkt allgemein gepflegter als vergleichbare Orte in Myanmar oder Malaysia. Die Gegend scheint auch eine der wohlhabenderen in Indonesien zu sein. Ich bin über die Sauberkeit und großen Villen doch etwas überrascht. Auf der anderen Seite sieht man kaum ausländische Touristen hier. Bisher haben wir lediglich ein nicht-indonesisches Paar in Tomohon gesehen.

Mit der Sprache ist es auch schwierig. In unserer Unterkunft kommen wir irgendwie zurecht mit einer Mischung aus Englisch und Bahasa Indonesia. Man sagt uns, wenn wir den Mahawu-Vulkan sehen wollen, sollen wir einen Minibus zum Busbahnhof nehmen und dort mit einem anderen Minibus näher an den Vulkan ranfahren. In anderen Orten konnten wir oft faul sein und es war recht bequem, einfach ein Taxi zu chartern, um Sprachbarrieren bei öffentlichen Verkehrsmitteln, unsere Unkenntnis der lokalen Verkehrssysteme und der Umgebung zu umgehen, besonders weil Taxis relativ günstig sind. Aber in Tomohon gibt es so gut wie keine Taxis. Einen Minibus auf der Hauptstraße anzuhalten ist noch eine einfache Übung und wir kommen sicher am Terminal an. Den nächsten Minibus finden wir nicht so leicht und wir müssen erstmal feststellen, dass sich noch ein weiteres Terminal in der Nähe befindet. Einige Leute vor Ort weisen uns dann zum Minibus, nach dem wir gesucht haben. Das Problem ist, dass er vollkommen leer ist und erst losfährt, wenn er voll ist, und andere Passagiere sind nicht in Sicht. Weil wir nicht ewig warten wollen, nehmen wir das Angebot an, für die leeren Plätze zu bezahlen, damit der Bus losfährt. Immer noch recht günstig, etwa 2,50 Euro insgesamt.

Der Bus lässt uns an einer Bergwächterstation nahe des Vulkans raus. Draußen nehmen wir unglaublich laute und außerirdisch klingende Geräusche wahr, die aus den Bäumen kommen und von zahllosen Zikaden fabriziert werden. In dieser Lautstärke habe ich das Zirpen bislang noch nie gehört, es tut schon in den Ohren weh. Bis nach oben müssen wir nicht all zu weit laufen. Die Aussicht ist wundervoll: Der große Krater des Mahawu direkt vor uns. Der letzte Ausbruch war 1977. Und im Hintergrund sehen wir den noch um einiges größeren Vulkan Lokon in den Wolken. Er raucht. Sein letzter Ausbruch ist nicht so lange her und fand im Jahr 2012 statt. Nach dem Abstieg vom Vulkan ist weit und breit kein Minibus auf der Straße in Sicht. Also laufen wir auf der Straße den ganzen langen weiten Weg zum Busterminal zurück. Wir durchqueren einen nette Landschaftsmix aus Regenwald und Feldern. Hier werden Mais, Möhren, Kohl und Chili angebot. Ebenso können wir interessante Insekten erspähen: Rote Libellen und grüne Stabheuschrecken, so ähnlich wie diejenigen, die ich mal als Haustier hatte.

IMG_6388

Ich weiß nicht wie lange wir schon gelaufen sind, bis plötzlich ein Minibus hinter uns anrauscht und wir ihn anhalten – nur um feststellen zu müssen, dass sich Ortseingang und Busterminal gleich hinter der nächsten Kurve befinden. Das Universum erlaubt sich einen kleinen Scherz. Vom Busbahnhof wollen wir den nächsten Minibus zu einem bestimmten See nehmen. Keiner versteht unser Vorhaben und ich fühle mich wieder mal etwas aufgeschmissen. Die einzigen Leute, die ein paar Bröckchen Englisch sprechen, wollen uns eine teure Fahrt in einem Privatfahrzeug andrehen, zeigen uns aber nicht den öffentlichen Minibus. Wir wechseln wieder das Terminal und beim Herumfragen sagt eine Frau “Sonder”, was ich nicht verstehe. Wir bekommen dann aber mit, dass wir wohl in Richtung des Orts Sonder fahren sollen, um am See herausgelassen zu werden. Wir besteigen den Bus und warten, dass er sich füllt. Die Fahrt beginnt irgendwann und wir fahren auch in die richtige Richtung. Und wie von Zauberhand hält der Fahrer auch an der Kreuzung, wo die Straße zum See abzweigt.

Danau Linow ist ein sehr schwefelhaltiger See und man riecht das auch bereits von einiger Entfernung. Dennoch wirkt er unglaublich schön mit verschiedensten Grün- und Blautönen. Er scheint abhängig vom Sonnenlicht seine Farbe zu wechseln. Es gibt ein Restaurant am See, das bei reicheren Indonesiern beliebt zu sein scheint. Der See ist schon eine spannende Sehenswürdigkeit, allerdings scheinen wir ihm die Show zu stehlen. Die Mädchen kichern, die Jungs auch. Jeder versucht ein Foto von uns zu machen und ist unglaublich schlecht darin, es heimlich zu versuchen. Zum Glück erwischen wir einen Minibus zurück nach Tomohon, jetzt wo wir wissen, welche Strecke er befährt. Nur einige Sekunden später bricht ein heftiger Tropenregen los.

IMG_6422

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s