Last Stop: Kuta Beach. Letzter Halt: Der Strand von Kuta.

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Now we are back in Kuta enjoying the wide sandy beach. The waves are massive and it is great fun to have them splash against your body. Being a really touristy place Kuta offers also amenities like Cafes, Frozen Yoghurt outlets and Italian pizzerias. And this town is noisy, full of motorcycles and too many booze-and burger-hungry tourists who look like they have already had too much of what they are craving for. I got used to it. I do not mind.

Six years ago I did not know I would see Kuta beach again in 2015 und 2016. Somehow it became a symbol to me for the entry and leaving point into this great country of Indonesia. We spent more than 10 weeks in this country on our journey. Tomorrow will be the last day in Indonesia before taking the plane to Istanbul in the evening. I will be home soon. This trip is going to end but the voyage continues.

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Wir sind zurück in Kuta und genießen den breiten Strand. The Wellen sind gewaltig und es ist ein Riesenspaß, sich gegen sie zu werfen. Als ausgewachsener Touristenort bietet Kuta Annehmlichkeiten wie Cafes, Frozen-Yoghurt-Läden und italienische Pizzerias. Und die Stadt ist laut, voll von Motorrädern und zu vielen alkohol- und futtersüchtigen Touristen, die so aussehen, als ob sie schon zuviel von dem hätten, was sie so begehren. Ich habe mich dran gewöhnt. Es stört mich nicht.

Vor sechs Jahren war mir noch nicht klar, dass ich den Strand von Kuta 2015 und 2016 wiedersehen würde. Für mich ist es ein Symbol geworden für den Start- und Endpunkt einer Reise in dieses wunderbare Land. Wir haben auf dieser Reise mehr als 10 Wochen in Indonesien verbracht. Morgen ist unser letzter Tag, bevor es am Abend mit der Flugzeug nach Istanbul geht. Ich bin bald wieder zu Hause. Der Ausflug nach Südostasien ist so gut wie vorüber, aber die Reise geht weiter.

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Sentimental Sunset Sadness. Sentimentale Sonnenuntergänge & Schwermut.

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The scenery is idyllic and laid-back in Amed. Black sand beaches, a quiet village, the mighty Agung volcano in the background, Bali’s holiest and highest mountain with an altitude of more than 3,000 meters. Days at the beach pass quickly. Snorkeling is some of the most rewarding in the region, some anemone fish, many bigger fish and colorful corals. Not as perfect as in Bunaken or the Togians, but much better than the coral graveyards of the Gili islands.

And yet luck is not really on my side. After the credit card fraud days ago, my shoes were stolen last night from our terrace. Who steals slightly stinking used sneakers?! I liked these shoes but the loss itself does not bother me as much as the fact that shoes my size are hard to get, in this part of the world nearly impossible. And I hate shopping for clothes and shoes.

This occasion puts me in a sad mood again. And the fact we are returning to Germany soon amplifies this state. It is not that I am not looking forward to some people or things, but all the bureaucratic trouble and other hassle of transitioning back into live at home scares me. Sitting silently at the beach meditating does not really change these emotions. And watching the sunset up from the viewpoint only adds sentimental flavors. I decide not to fight these feelings. After all, they are a part of the journey of life.

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Die Landschaft ist idyllisch. Amed ist ein gemütlicher Ort: Schwarzer Sandstrand, der mächtige Agung-Vulkan im Hintergrund, Balis heiligster und höchster Berg mit einer Höhe von mehr als 3.000 Metern. Die Tage am Strand ziehen schnell vorüber. Schnorcheln ist hier wirklich lohnend, mehr als an anderen Orten der Region. Es gibt Anemonenfische, größere Fische und farbenfrohe Korallen. Nicht ganz so perfekt wie in Bunaken oder den Togians, aber deutlich schöner als die Korallenfriedhöfe auf den Gilis.

Und doch ist das Glück nicht wirklich auf meiner Seite. Nach dem Ärger mit der Kreditkarte vor ein paar Tagen sind letzte Nacht meine Schuhe von unserer Terrasse geklaut worden. Wer in der Welt klaut leicht müffelnde, benutzte Turnschuhe?! Ich mochte die Schuhe schon, aber der Verlust an sich bedrückt mich nicht so sehr wie die Tatsache, dass Schuhe in meiner Größe schwierig zu finden sind, in diesem Teil der Welt eigentlich unmöglich. Und ich hasse den Prozess des Schuhekaufens.

Diese Begebenheit versetzt mich wieder in eine traurige Stimmung. Die wird noch dadurch verstärkt, dass wir bald nach Deutschland zurückkehren. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht auf Menschen und Dinge zu Hause freue, aber der ganze kommende bürokratische und  wiedereingliederungsbedingte Ärger gruselt mich. Am Strand zu sitzen und zu meditieren ändert das auch nicht. Ich betrachte den Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt und das führt auch nur dazu, dass ich zudem noch ganz sentimental werde. Ich beschließe, nicht dagegen anzukämpfen. Auch diese Emotionen sind schließlich Teil der Reise des Lebens.

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A Durian for my Birthday. Eine Durianfrucht zum Geburtstag.

I do not celebrate my birthday much and I do not wish for gifts. The only thing I want is some peace, a relaxed day and no troubles. But what do I get?! In a comical attempt the universe gives me a durian for birthday, the naughtiest fruit South East Asia has to offer. It is also called stinkfruit and known all over the region – famous for its sweet taste and soft texture, infamous for its odor mixture of rotten onions, sewage and garbage. The universe presents me this durian and says: Enjoy! I am not talking about a real durian, but a metaphorical one.

It all starts well. A nice breakfast and a sunny day. The first slight smell of the durian comes with the waiting for the boat from Gili Air back to Bali. We wait for more than 2 hours without any explanation or anyone informing us that the boat was late, only to stop on Lombok for another many minutes that the staff can take their time buying drinks and cigarettes before continuing the only 45-minute-short ride to the village of Amed in northern Bali. I am enjoying the sweetness of the place. A laidback coast village with a formidable black sand beach close to the Agung volcano. And it gets sweeter. Snorkeling is pretty good here. Lots of fish and colorful corals right when you get into the sea, an interesting sight so see the colorful creatures on top of the black volcanic rocks.

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Checking my bank account online the full disgusting odor of the stinkfruit hits me heavily. Someone withdrew 500 Euro from my credit card obviously using a fake card with skimmed data from a machine where I got my last cash in Ubud. I will try to reclaim the money from the bank however it is not only the possible loss but all the upcoming paperwork, the reporting at the police and all the related hassles and troubles that make the smell of my birthday durian so annoying.

It is the mixture of pain and pleasure that makes the durian so irritating. I just cannot hate the day only. The weather is pleasant, we have a lovely bamboo hut. And despite my attempts to hide my birthdate, I receive a lot of messages from wonderful people back home. I cannot despise this day, nor can I really enjoy it. The universe knows I will not eat a real durian, so it gave me this durian day. All I can say is thank you, but next time I prefer a mango.

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Ich feiere meinen Geburtstag selten wirklich und wünsche mir auch keine Geschenke. Alles was ich will sind Ruhe und Frieden, ein gemütlicher Tag ohne Ärger. Aber was bekomme ich?! In einem Anfall seltsamen Humors schenkt mir das Universum eine Durian, die unanständigste Frucht Südostasiens. Sie wird auch Stinkfrucht genannt und ist in der ganzen Region bekannt – berühmt für ihren süßen Geschmack und die weiche Konsistenz, gefürchtet für ihren Geruch nach verrottenden Zwiebeln, Abwasserkanal und Müll. Das Universum überreicht mir diese Durian und sagt: Guten Appetit! Ich spreche natürlich nicht über eine echte Durian, sondern über eine sprichwörtliche.

Alles fängt gut an, nettes Frühstück und Sonne am Morgen. Die ersten leicht üblen Durianwinde kommen beim Warten auf das Boot von Gili Air zurück nach Bali. Wir warten mehr als zwei Stunden, ohne dass irgendjemand mal erklärt, wo das Problem liegt oder dass es überhaupt eine Verspätung gibt. Und kurz nach Abfahrt halten wir erstmal eine Weile in Lombok, damit die Crew sich mit Getränken und vor allem Zigaretten ausrüsten kann, bevor es die eigentlich kurze Fahrt von 45 Minuten zum Dorf Amed in Nordbali geht. Ich genieße dann den süßen Ort. Ein gemütlicher Küstenort mit anständigem Strand aus schwarzem Sand nahe des Agung-Vulkans. Und es wird noch süßer. Das Schnorcheln ist hier verhältnismäßig gut. Viele Fische und bunte Korallen gleich, wenn man ins Wasser geht. Schon interessant, die farbenfrohen Kreaturen auf dem schwarzen Vulkangestein zu sehen.

Beim Online-Abfragen meines Kontostands trifft mich dann eine widerliche Wolke des Stinkfruchtdufts mit voller Wucht. Jemand hat 500 Euro mit einer gefälschten Kreditkarte von meinem Konto abgehoben, offensichtlich wurden die Daten irgendwo an einem Automaten in Ubud abgegriffen. Ich werde versuchen, mir das Geld von der Bank zurückerstatten zu lassen, aber es ist nicht nur der mögliche Verlust, sondern auch der ganze Papierkram, die Anzeige bei der Polizei und der ganze Ärger und das kommende Hin und Her, die den Geruch meiner Geburtstagsdurian so abstoßend machen.

Es ist die Mischung zwischen Freude und Leid, die bei der Durian so irritierend ist. Ich kann den Tag halt auch nicht einfach komplett hassen. Das Wetter ist wunderbar angenehm, wir wohnen in einer schönen Bambushütte. Und trotz meiner Versuche, mein Geburtsdatum zu verheimlichen, bekomme ich etliche Nachrichten von lieben Menschen zu Hause. Den Tag kann ich weder verfluchen noch wirklich genießen. Das Universum weiß natürlich, dass ich mich vor dem Konsum einer echten Durian drücke, also hat es mir stattdessen einen Duriantag  geschenkt. Vielen lieben Dank, aber nächstes Mal hätte ich lieber eine Mango.

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Three Beaches and a Food Heaven. Drei Strände und ein Futterhimmel.

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It is astonishing what a choice of really good restaurants such a tiny island like Gili Air has. You never need to walk much more than one kilometer to walk from one place to another. And yet the density of high quality places is immense. I have had the best Italian pizza on the whole journey here as well as the best ice-cream. There are the lots of vegetarian and organic healthy places that I missed elsewhere. Mexican kitchen is also popular here. And of course there are Indonesian warungs but even some of those are more than cheap fried-chicken eats but offer a variety especially in vegetables, tofu and tempeh.

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West coast looking at Lombok. Westküste mit Blick auf Lombok.

Eating is not the only fun thing in Gili Air. Of course you spend a lot of time at the beach. These are not really perfect beaches with fine sand but still nice. The sand is coarse almost everywhere. In every direction the coastline is a bit different. The south is the main port area and not suited for swimming mostly. You find the most restaurants and bars on the east side. The beach is narrow but popular as it offers shade in the evening and it is usually deep enough to go into the water and snorkel. You have a nice view over to Lombok and to the Rinjani volcano if you are lucky. On the north side is more shallow and there are many patches of dried sea grass which is not so nice. My favorite is the west side as it is often almost empty, only a few restaurants or resorts. There are nice views towards Gili Meno and Lombok. Here the colors appear the most surreal, especially at sunset. Problem is at low tide you cannot really go into the water and a lot of sea grass makes swimming a bit strange. Since the island is so small you can check out all beaches easily within one day.

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East coast. Rinjani volcano covered in clouds. Ostküste. Der Rinjani wolkenverhangen.

Es ist schon erstaunlich, was es auf einer so kleinen Insel wie Gili Air für eine Auswahl an Restaurants gibt. Man muss nie viel mehr als einen Kilometer laufen, um von einer Ecke zur nächsten zu gelangen. Und dennoch ist die Dichte an qualitativ ausgezeichneten Restaurants beachtenswert. Ich habe hier die beste italienische Pizza auf der Reise gegessen und auch das beste Eis. Hier sind die ganzen vegetarischen und gesunden Restaurants und Cafes, die ich an vielen Orten gerne auch gehabt hätte. Mexikanische Küche ist auf der Insel auch sehr beliebt. Und natürlich gibt es auch indonesische Warungs, aber selbst unter denen gibt es einige, die mehr als nur gebratenes Huhn anbieten, sondern eine gute Auswahl an Gemüse, Tempeh und Tofu.

Essen ist nicht das einzig Tolle an Gili Air, es gibt ja auch die Strände. Die sind nicht wirklich die perfekten Traumstrände, da der Sand auch recht grobkörnig ist. Schön sind sie dennoch und in jeder Himmelsrichtung ein wenig anders. Im Süden ist der Hafenbereich und Schwimmen macht dort wenig Sinn. Man findet die meisten Restaurants und Bars im Osten. Der Strand dort ist eher schmal, aber wegen des Schattens am Nachmittag und der guten Schwimm- und Schnorchelmöglichkeiten recht beliebt. Man hat einen schönen Blick auf Lombok und mit Glück auch auf den Rinjani-Vulkan. Auf der Nordseite ist das Wasser flacher und an vielen Stellen findet man trockenes angespültes Seegras. Am besten gefällt mir die Westside, da sie meistens recht leer ist. Es gibt dort nur wenige Restaurants oder Hotels. Man hat einen schönen Blick auf Gili Meno und Lombok. Die Farben wirken hier oft surreal, besonders zum Sonnenuntergang. Bei Ebbe kann man allerdings nicht wirklich ins Wasser gehen und das Seegras im Wasser ist auch etwas seltsam. Da die Insel so kompakt ist, kann man alle Strände innerhalb eines Tages ausprobieren.

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West coast at sunset. Westseite bei Sonnenuntergang. 

Gili Number 3. Gili Nummer 3.

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We have visited Gili Meno in November 2015, and I was on Gili Trawangan in 2010. Of the three tiny Gili islands off the cost of Lombok the most eastern one was the one we had not visited yet. Gili Air means small water island and is pronounced in Indonesian like ayer. Due to tourism even the locals often pronounce it like English or French speakers would do giving the impression it is not a water but an airy island.

It somehow feels like a mix between sedate Gili Meno and buzzing Gili Trawangan, but closer to Gili Meno. The choice of restaurants and food is much better and more upscale than on Gili Meno however. Otherwise it is just a tiny island with village-like structures and small pathways. And the best thing like on the other islands: No motorized transport. In motorcycle-crazy Asia this comes as a huge relief.

IMG_5830The visitors are mostly young couples. Somehow they look all the same: A tall dark-haired and bearded guy with a blond girl usually sporting a bun hairstyle. At least I do not hear any noise of constant partying. I thought psychedelics were endemic to Gili Trawangan but I spot some places that openly advertise magic mushrooms. I wonder how people can enjoy their trips without getting paranoia in a Muslim country where people even get executed for anything drug-related.

Just like the neighboring islands Gili Air is surrounded by a reef. It appears mostly dead. Snorkeling is possible but more of a sad thing. The beaches are mostly made of dead sharp corals. The views over to the large island of Lombok are fantastic and often dramatic. If there were not that many clouds one might even see the mighty Rinjani volcano, the second highest mountain in Indonesia with an altitude of over 3,700 meters.

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Im November 2015 waren wir schon auf Gili Meno, und 2010 hatte ich Gili Trawangan einen Besuch abgestattet. Von den drei winzigen Gili-Inseln nahe der Küste Lomboks ist die östlichste diejenige, die wir bisher noch nicht besucht hatten. Gili Air bedeutet kleine Wasserinsel und wird im Indonesischen wie Ajer ausgesprochen. Wegen des ganzen Tourismus sprechen sogar einige Einheimische mittlerweile den Inselnamen so aus, wie man es im Englischen oder Französischen tun würde, was den Eindruck vermittelt, es würde sich nicht um eine Wasser-, sondern um eine Luftinsel handeln.

Die Insel fühlt sich wie eine Mischung aus dem extrem ruhigen Gili Meno und dem sehr lebhaften Gili Trawangan an, liegt aber näher an Gili Meno. Die Auswahl an Restaurants ist allerdings deutlich größer und diese sind auch höherpreisiger. Ansonsten ist es einfach eine kleine Insel mit dorfähnlichen Strukturen und kleinen Pfaden. Das beste wie auf den anderen beiden Inseln: Keine motorisierten Fahrzeuge. Im motorradverrückten Asien ist das wirklich eine Erholung.

Die meisten Besucher sind junge Pärchen. Und sie sehen irgendwie alle gleich aus: Ein großer, dunkelhaariger, bärtiger Typ mit einem blonden Mädchen mit Dutt. Zumindest muss man nicht die ganze Zeit partylastige Musik von überall her hören. Ich nahm eigentlich an, dass Psychedelika eher eine Sache von Gili Trawangan wären, aber es gibt auch hier Bars, die offen Magic Mushrooms anpreisen. Ich frage mich, wie Menschen ohne Paranoia ihre Pilztrips genießen können, wo sie sich ein einem muslimischen Land befinden, in dem Menschen schon wegen geringer Drogenvergehen exekutiert werden.

Ebenso wie die benachbarten Inselchen ist Gili Air von einem Riff umgeben, dass leider recht tot wirkt. Schnorcheln ist eine eher traurige Angelegenheit. Der Strand besteht aus scharfkantigen Stücken toter Korallen. Die Blicke auf die große Nachbarinsel Lombok sind fantastisch und oft auch dramatisch. Wenn es nicht immer so bewölkt wäre, könnte man den mächtigen Rinjani-Vulkan sehen, den zweitgrößten Berg Indonesiens mit einer Höhe von mehr als 3.700 Metern.

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Home of the Soul. Seelenheimat.

IMG_7344Initially we wanted to go to another yoga and meditation retreat in Ubud looking for a place like the fantastic Hariharalaya retreat in Cambodia. Most attempts to book a nice and affordable retreat failed however. Finally we book a room in the White Lotus Meditation Center that we already wanted to visit the last time but was not available then. This is a more than a lucky twist of fate although Sandeh – the wise and loving Italian-German woman who runs this place – would say there are no coincidences. Our room is close to a nice area yet it is so secluded that you do not hear the noises from the city. There is divine silence and peace in the garden. I can feel this is a special place and we are here for a reason.

Our host is an experienced meditation teacher. Sandeh practices mostly active forms of meditation which focus on breathing to distract your mind. We take the chance and join a group meditation. This Nadabrahma Meditation works on the basis of humming. We also ask for private sessions where she teaches us Chakra Breathing. Both meditations are not just easy sitting silently but are physically a bit demanding, especially because of the breathing techniques. She also offers Tarot readings which might sound quite esoteric. I have to admit I completely misjudged Tarot. I expected a kind of a funny horoscope but I am getting the best psychotherapeutic coaching session in my life.

And we do not neglect our bodies. After the exhausting bicycle ride to Tampaksiring we decide to have a massage which is just awesome. And Ubud has such a great variety of food to offer. We have frozen yoghurt and Italian gelato. This is a welcome change after weeks of mostly pretty basic Indonesian cuisine in Sulawesi. The days pass by quickly in Ubud. And yet this place already feels so familiar. There are few places in the world where my soul feels so much at home.

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Eigentlich wollten wir in Ubud noch mal ein Yoga- und Meditationsretreat aufsuchen, ähnlich wie das fantastische Hariharalaya in Kambodscha. Die meisten Versuche, ein schönes und nicht extrem teures Retreat zu buchen, schlagen jedoch fehl. Schließlich schaffen wir es, im White Lotus Meditation Center unterzukommen, das wir schon beim letzten Mal aufsuchen wollten, was jedoch nicht geklappt hatte. Das stellt sich als mehr als glückliche Fügung des Schicksals heraus, auch wenn Sandeh, die weise und liebevolle deutsch-italienische Besitzerin des Zentrums, sagen würde, dass es keine Zufälle gibt. Unser Zimmer ist vergleichsweise zentral gelegen und doch abgeschieden genug, dass wir nicht mit den Geräuschen der Stadt geplagt werden. Himmlische Ruhe und Frieden im Garten. Ich fühle, dass dies ein besonderer Ort ist und wir nicht umsonst hier sind.

Unsere Gastgeberin ist eine erfahrene Meditationslehrerin. Sandeh praktiziert aktive Formen der Meditation, die den Fokus auf die Atmung legen, um den Verstand abzulenken. Wir nutzen die Chance und schließen uns der Gruppenmeditation an. Diese Nadabrahma-Meditation basiert auf dem Summen von Tönen. Wir erkundigen uns auch nach einer privaten Meditationsstunde, in der wir Chakra-Atmung praktizieren. Bei beiden Formen der Meditation sitzt man nicht bloß still da, sondern der Körper wird auch gefordert, insbesondere durch die Atemtechniken. Sandeh bietet auch Tarotkarten-Sitzungen an, was erstmal etwas esoterisch klingt. Ich muss zugeben, dass ich das bislang völlig falsch eingeschätzt habe. Ich habe eine Art Horoskop erwartet, das man nicht zu ernst nehmen muss, und die beste psychotherapeutische Coaching-Sitzung meines Lebens erhalten.

Unseren Körper vernachlässigen wir natürlich auch nicht. Nach der anstrengenden Fahrt nach Tampaksiring gönnen wir uns eine fantastische Massage. Und in Ubud gibt es eine wunderbare Auswahl an Restaurants und Cafes. Frozen Yoghurt und italienische Eiscreme gehören zu unseren Favoriten. Das ist eine willkommene Abwechslung nach dem eher weniger abwechslungsreichen indonesischen Mahlzeiten in den Wochen in Sulawesi. Die Tage ziehen in Ubud schnell vorüber. Und doch fühlt sich dieser Ort so vertraut an. Es gibt wenige Orte auf der Welt, auf der meine Seele sich so sehr zu Hause fühlt wie hier.

Going cycles. Räder und Zyklen.

After our wonderful trip through Sulawesi we fly back to Bali. Getting back to Ubud we have come full circle – this is where we already were back in November. It is rare that I travel more than once to a certain place, however Ubud is such a spiritual and energetic town that I feel glad to be here again.

Actually this is the third time for me in Ubud. Back then in 2010 I did an organized cycling trip from Ubud and back. Going down through villages and rice fields was so relaxed. The uphill section however felt like one of the physically most exhausting experiences in my life. I thought I would never do this again.

But as life goes we keep repeating the same things and mistakes over and over again. This time on our own without a tour group we just rent some bicycles and make us on our way to the holy springs of Tirta Empul. It is about 20 kilometers one way, sounds doable. Problem is we are only going uphill. It is not extremely steep but the sun keeps burning and the traffic is annoying. On the way we pass the beautiful rice terraces of Tegalalang. And when you think you must be close suddenly you go steeply downhill into a valley only to have to climb up all the way again on the other side. This happens again and again. I do not have enough power, so I need to walk my bicycle upwards.

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After a seemingly endless way we finally reach the holy springs of Tirta Empul. The parking lot is huge and full. Lots of Chinese and Arab tourists are visiting the site. The location is nice yet it is too crowded for my taste. The temple itself is mostly reconstructed. Looking over the site is a modern residential villa which was built for president Soekarno in the 1950s.

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Even though we feel pretty exhausted from the ride we want to visit the other touristic site in this village. Gunung Kawi has a sign saying it is “off the beaten” track which is far from being true. On the other hand there are a lot less people than in Tirta Empul. Gunung Kawi is a complex of several temples beautifully located in a green valley. After walking down all the steps you face the temples carved into the rock. They date from the 11th century.

The sun is burning mercilessly and we go all the way back to Ubud. This time we take another way on some minor roads. The way through the villages and rice paddies is much nicer than the main road. I have some dejavu and believe I recognize some of the fields and villages from my first cycle trip. It looks very similar. In the afternoon we arrive in Ubud feeling every bone of our bodies and looking forward to the evening meditation.

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Nach unserer wunderbaren Reise durch Sulawesi fliegen wir zurück nach Bali. Zurück in Ubud schließt sich der Kreis. Hier waren wir schon im November. Ich bereise einen Ort selten mehr als einmal, aber Ubud ist ein derartig energetischer und spiritueller Ort, dass ich froh bin, wieder hier zu sein.

Eigentlich ist es schon das dritte Mal für mich in Ubud. Damals 2010 habe ich einen organisierten Fahrradausflug unternommen, auf dem wir durch die Umgebung geradelt sind. Durch die Dörfer und Reisfelder abwärts zu fahren, war so schön entspannend. Der Teil, in dem es bergauf ging, war eine der anstrengendsten Erfahrungen meines Lebens. Ich hatte mir vorgenommen, so etwas nie wieder zu tun.

Aber wie es im Leben so läuft, wiederholen wir die selben Dinge und die selben Fehler immer wieder und wieder. Dieses Mal nicht als Gruppenausflug, wir mieten uns einfach selbst ein paar Räder und machen uns auf den Weg zu den heiligen Quellen von Tirta Empul. Bis dorthin sind es 20 Kilometer, klingt machbar. Das Problem ist, dass es nur bergauf geht. Es ist zunächst nicht extrem steil, aber die Sonne brennt und der Verkehr ist lästig. Auf dem Weg passieren wir die eindrucksvollen Reisterrassen von Tegalalang. Und dann wenn man denkt, dass man bald mal am Ziel sein müsste, geht es auf einmal steil hinab in ein Tal, nur um danach den ganzen Weg auf der anderen Seite wieder hochfahren zu müssen. Das passiert nicht nur einmal. Ich habe keine Kraft mehr und schiebe das Rad nach oben.

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Nach schier endlosem Gefahre erreichen wir schließlich die Quellen von Tirta Empul. Das Parkplatz ist groß und gut gefüllt. Busladungen von Chinesen und Arabern besuchen die Quellen. Die Quellen sind hübsch gelegen, aber für meinen Geschmack ist es schlicht zu voll. Der Tempel selbst ist nicht wirklich original, sondern in großen Teilen rekonstruiert. Über den Quellen thront eine moderne Villa, die in den 1950er Jahren anlässlich des Besuchs von Präsident Soekarno errichtet wurde.

Auch wenn wir mit unserer Energie bereits ziemlich am Ende sind, wollen wir noch ein weiteres Ziel besuchen. In Gunung Kawi steht ein Schild, auf dem behauptet wird, dass es noch eine Art Geheimtipp ist, was sicher nicht mehr wahr ist. Andererseits sind hier deutlich weniger Menschen als in Tirta Empul unterweg. Gunung Kawi ist ein Tempelkomplex, tief in einem grünen Tal gelegen. Nachdem wir die ganzen Stufen herabsteigen, erblicken wir die Tempel aus dem 11. Jahrhundert, die in den Fels gehauen sind.

Die Sonne brennt gnadenlos und wir machen uns auf den Weg zurück nach Ubud. Dieses Mal nehmen wir einen anderen Weg und fahren eher auf Nebenstraßen. Durch die Reisterrassen und Dörfer fährt es sich deutlich angenehmer als auf der Hauptstraße. Ich habe ein Dejavu und bilde mir ein, die Felder und Dörfer von meinem damaligen Fahrradausflug wieder zu erkennen. Es sieht wirklich sehr ähnlich aus. Am Nachmittag kommen wir in Ubud an. Ich spüre jeden Knochen meines Körpers und freue mich auf die abendliche Meditation.