A Short Sneak into Little Venice. Ein Mini-Aufenthalt in Klein-Venedig. Escala en Venezuela.

The Vedanta Voyage continues. I did not take a laptop on my recent holiday but I decided to keep blogging afterwards. There are so many interesting impressions and stories to be shared with the world.

img_6252Our way to Colombia involves many stops. Train to Berlin, spending there one night which is actually pretty nice. Getting up at 2.30 am. We need to take the metro train for the first stretch to the airport. Waiting on the platform freezing at icy-cold temperatures the next trains arrives only to end at this station. Drunken party people get out. The staff of the train manually wakes up every homeless man in the train to get out. That’s how many spend the night here. What a shame for the capital of such a rich country. And the shame continues once we finally arrive at the airport after train and bus rides. Berlin Tegel, confirmed in a 2014 poll, is ranked among the 10 worst airports in the world. Deservedly but I was prepared. Finally we depart. Stop in Paris. A direct flight was too expensive so we chose the odd route via Caracas.

Venezuela currently suffers from a severe economic crisis and hyperinflation. Food and even toilet paper is scarce in supermarkets and people try to procur it from neighboring countries. Because of the crisis and political instability many airlines have stopped their services to Caracas. Lufthansa, Alitalia, the Brasilian-Chilean LATAM and many others don’t fly to Caracas anymore. Air France and the Colombian Avianca which we took are among the very few foreign airlines that still serve Caracas. Besides, crime-rates in Caracas are among the highest in the world. Last year, Egyptian passengers have been robbed and shot just outside the terminal. So I was not too happy we have to change airplanes here and hope everything turns out well – which it does in the end.

img_6338Still, this stop leaves a strange impression of the troubled socialist paradise. The harbour we’ve seen from above looks ghostly abandoned, the airfield not much different. The terminal building makes a shabby impression, not much better than Tegel. Connection flights don’t seem to be common here. Only by incidence and asking around in Spanish we find the right way only to be checked again. The officer ignores the x-ray machine but prefers to search my bag manually. With a puzzled look he takes out all of my travel documents, looks at them and says with confused expression on his face: “papeles” (papers) like he has never seen anything like this before. The rest of the airport is quite empty considering its size. Employees in stores are bored playing with their smartphones. The cash mashine of the government bank features an impressive photo collage of the important politians of socialist Venezuela: President Maduro, former President Hugo Chávez, and revolutionary independence hero Simón Bolívar. Looks like the holy trinity of communism consisting of Marx, Engels, and Lenin.

Our last experience in the Bolivarian socialist worker’s paradise is a thorough drug check before boarding. All passengers have to line up, bags down, hands up, like in a prison cell. Dogs are running and sniffing for cocaine. I feel relieved to finally be in a modern Colombian airplane and leave this troubled place.


Die Vedanta Voyage geht weiter. Meinen Laptop habe ich zwar nicht auf meinen letzten Urlaub mitgenommen, aber ich wollte trotzdem weiterbloggen. Man erlebt so viele interessante Dinge, die einfach mit der Welt geteilt werden müssen.

Unser Weg nach Kolumbien beinhaltet viele Zwischenstopps. Zugfahrt nach Berlin. Dort wird eine Nacht verbracht, sehr nett. Aufstehen um 2 Uhr 30 morgens. Für das erste Stück zum Flughafen müssen wir die S-Bahn nehmen. Es ist eiskalt. Am Bahnsteig endet leider die nächste ankommende Bahn dort und alle müssen raus. Betrunkene taumeln auf den Bahnsteig. Das Bahnpersonal weckt jeden einzelnen Obdachlosen im Zug auf, um ihn zum Aussteigen zu bewegen. Im Zug verbringen viele die Nacht. Eigentlich unwürdig für die Hauptstadt eines so wohlhabenden Landes. Und das Trauerspiel geht weiter, als wir nach Bahn- und Busfahrt in Tegel ankommen. Der Flughafen Berlin-Tegel wurde schließlich zu Recht 2014 unter die 10 schlechtesten Flughäfen der Welt gewählt. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich von dort fliege. Endlich geht es los. Umsteigen in Paris. Ein Direktflug war zu teuer. Also haben wir den Umweg über Caracas gewählt.

Venezuela leidet zur Zeit unter einer schweren Wirtschaftskrise und massiver Inflation. Lebensmittel und selbst Klopapier sind in Supermärkten knapp und werden oft aus Nachbarländern beschafft. Wegen der Krise und der politischen Instabilität haben viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die Hauptstadt Caracas eingestellt. Lufthansa, Alitalia, die chilenisch-brasilianische LATAM und viele andere steuern den Flughafen nicht mehr an. Air France und die kolumbianische Avianca, mit denen wir geflogen sind, gehören zu den wenigen ausländischen Airlines, die den Flughafen noch bedienen. Außerdem ist die Mord- und Kriminalitätsrate in Caracas eine der höchsten der Welt. Im letzten Jahr wurde ägyptische Passagiere direkt vorm Terminal ausgeraubt und erschossen. Daher bin ich nicht so ganz glücklich, dass wir ausgerechnet hier das Flugzeug wechseln und hoffe, dass alles gut ausgeht. Was es auch tut.

Dennoch wirft dieser kurze Aufenthalt einen seltsames Licht auf das schwierige sozialistische Paradies. Wir sehen den Hafen von oben – total geisterhaft und leer, auf dem Flugfeld sieht es nicht viel anders aus. Das Terminalgebäude wirkt heruntergekommen, kaum besser als Berlin-Tegel. Anschlussflüge scheinen hier nicht so üblich zu sein. Eher zufällig und mit Nachfragen auf Spanisch finden wir den richtigen Weg zum Anschluss und werden erneut einer Sicherheitskontrolle unterzogen. Der Beamte ignoriert die Maschine zum Durchleuchten und durchsucht mein Gepäck lieber von Hand. Mit einem erstaunten Blick durchsucht er meine Reisedokumente, mustert sie und sagt mir irritiertem Gesichtsausdruck “papeles” (Papiere) als ob er so etwas vorher noch nie zuvor gesehen hat. Der Rest des Flughafens wirkt in Anbetracht seiner Größe ziemlich ausgestorben. Angestellte in den Geschäften spielen gelangweilt auf ihren Smartphones rum. Am Geldautomaten der staatlichen Bank ist eine beeindruckende Collage der bedeutenden Politiker des sozialistischen Venezuela zu bewundern: Präsident Maduro, der verstorbene ex-Präsident Hugo Chávez und der Revolutions- und Unabhängigkeitsheld Simón Bolívar. Sieht aus wie die Dreifaltigkeit des Kommunismus mit Marx, Engels und Lenin.

Unser letztes Erlebnis im sozialistischen Arbeiterparadies ist ein gründlicher Drogencheck, bevor es an Bord geht. Alle Passagiere müssen sich in einer Reihe aufstellen, Gepäck unten abstellen, Hände hoch. Es ist wie im Knast. Die Hunde laufen hin und her und schnüffeln nach Kokain. Ich bin dann erleichtert, endlich in einem modernen kolumbianischen Flugzeug zu sitzen und diesen unheimlichen Ort zu verlassen.

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