You’re not alone. Du bist nicht allein. No estás solo.

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You’re not alone. No, this is not meant to be a consoling statement. It is a warning. This is what happens to all the beautiful places in the world once they become known and popular. Parque Tayrona in northern Colombia is no exception. In fact, it is the most visited national park in the country.

The cool-playing guy from our hotel promised to give us a description how to get to the park but he obviously forgot about it. I have a feeling we are better off anyway without his advice and search the internet. We manage to locate the bustling local market in Santa Marta where the buses are supposed to depart. The bus ist already waiting and after one hour we arrive at the entrance. It is so crowded already, mostly Colombian visitors but many international tourists too. Where have they been hiding? I haven’t seen that many foreigners in the city itself. Getting our ticket takes ages and is a chaotic process. Foreigners are charged at least three times the price of a domestic ticket. These discrimination policies always leave me with a strange gut feeling.

We take a minibus for the first stretch and finally the hike through the national park begins. It starts in dense green jungle. You cannot miss the trail, it is in a good condition too. What troubles me from the beginning are the masses of people. Yes, we’re out in the wild – but just before you there is a large family walking slowly. And you cannot pass as the path is too narrow and the people don’t care if they block others. Even worse behind you there are quicker groups which always seem to pressure you to move ahead. I prefer no one before and no one behind me. And why can’t they be silent and enjoy nature? They love to chat noisily or even talk on their phones. I seem to encounter this loud group and family phenomenon everywhere in the world.

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But still, nature is beautiful und we spot leafcutter ants, wild bees, and birds. After a climb we finally see the ocean, huge rocks with a oft surface, and wide sandy beaches. The walk continues parallel to the shore. At an inland lagoon there is a sign that warns visitors against caimans. And indeed we spot a large caiman hidden behind a few rocks. Most tourists don’t notice the majestic animal. We continue walking to the beaches. They are packed with people. Unlike in the pictures from the guidebook or the internet. I anticipated that beforehand and seeing the masses I am happy we are only going for a daytrip and decided against spending several nights here. The camping areas look like refugee camps anyway.

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I know the pictures make it look as if it was chilly. But no. It is pretty hot and humid though. You might think the ocean is warm as well regarding the fact that it is the Caribbean and we’re not far from the equator. In fact the water is icy. And the sea is rough. Not much point in snorkeling here. Without all the visitors the beaches would indeed be amazingly beautiful. So now they are just pretty nice. I think I would enjoy it more if I did not hear the constant babbling about U.S. politics in German language from the guys next to us. As we have to walk back all the way we do not stay too long.

We catch the bus back to Santa Marta. There is a sudden stop at a check-point where all passengers are asked to provide their ID cards for a detailed check. Only we two foreigners are not asked. Now we experience positive discrimination. However I would have preferred to pay the lower entrance fee and presenting my passport instead. At the next stop a man enters the bus with a rooster in his hand and he takes the seat next to us. He keeps petting and calming the animal which is nice but I suspect the rooster is just preparing for his next cockfight.

I am glad to have seen and experienced Tayrona but it was certainly not an undisturbed experience.

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Du bist nicht allein. Nein, nein, das ist nicht als beschwichtigende Beruhigung gedacht. Es ist eine Warnung. Das ist, was mit all den wunderschönen Orten auf der Welt passiert, wenn sie bekannt und beliebt werden. Der Parque Tayrona im Norden Kolumbiens ist da keine Ausnahme. Er ist immerhin der meistbesuchte Nationalpark des Landes.

Der so um Lässigkeit bemühte Mitarbeiter unseres Hotels wollte uns eigentlich erklären, wie wir zum Nationalpark kommen, aber er scheint es wieder vergessen zu haben. Irgendwie habe ich auch so ein Gefühl, dass wir ohne seine Erklärungsversuche besser dran sind und recherchiere lieber im Internet. Wir finden auch ohne Probleme den belebten Markt in Santa Marta, wo die Busse abfahren sollen. Der Bus wartet schon und nach einer Stunde erreichen wir den Parkeingang. Hier ist es bereits ziemlich überfüllt. Die meisten Touristen sind Kolumbianer, aber auch viele Ausländer kann man erspähen. Wo haben die sich eigentlich die ganze Zeit versteckt? In Santa Marta haben wir kaum ausländische Touristen gesehen. Die Eintrittskarten zu erwerben dauert eine Ewigkeit und ist mit einem chaotischen Prozess verbunden. Ausländische Besucher bezahlen mindestens das Dreifache wie Kolumbianer. Diese Diskriminierungspolitik hinterlässt bei mir immer ein schales Bauchgefühl.

Das erste Stück im Park fahren wir mit dem Minibus. Dann beginnt endlich der eigentliche Wanderweg im dichten grünen Dschungel. Den Pfad kann man kaum verfehlen. Er ist auch gut gewartet. Was mich allerdings von Anfang an nervt sind die Menschenmassen. Natürlich sind wir irgendwie draußen in der Wildnis. Aber genau vor uns läuft eine Großfamilie im Schneckentempo. Vorbei kommt man auch nicht, weil der Weg zu eng ist und den Leuten ist es auch egal, ob sie andere behindern oder nicht. Hin zu kommt, dass wir von hinten von schnelleren Gruppen bedrängt, die auch weiter wollen. Ich hätte lieber niemanden vor und niemanden hinter mir. Und selbst wenn – warum können sie sich nicht ruhig verhalten und die Natur genießen? Sie unterhalten sich lieber lautstark oder schreien sich übers Telefon an. Diesen lauten Gruppen und Großfamilien scheine ich aus irgend einem Grund auf der ganzen Welt zu begegnen.

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Und dennoch, die Natur ist atemberaubend schön und wir entdecken Blattschneiderameisen, wilde Bienen und bunte Vögel. Nach einem kleineren Anstieg sehen wir schließlich das Meer, große, glattgeschliffene Felsen und weite Sandstrände. Der Wanderweg verläuft parallel zur Küste weiter. An einer Lagune am Strand ist ein Schild, das Besucher vor Kaimanen warnt. Und tatsächlich entdecken wir einen ziemlich großen hinter ein paar Felsen. Die meisten Besucher bemerken das majestätische Tier gar nicht. Wir laufen weiter zum Strand. Der ist vollgestopft mit Menschen. Gar nicht so, wie es auf den Fotos im Reiseführer und im Internet aussieht. Das habe ich vorher schon vermutet und beim Anblick der Massen bin ich ganz froh, dass wir nur eine Tagestour machen und nicht mehrere Nächte hier verbringen. Die Zeltplätze wirken sowieso eher wie Flüchtlingslager.

Auf den Bildern wirkt es, als ob es kälter wäre. Aber eigentlich ist es recht heiß und schwül. Man sollte denken, dass auch das Meer warm wäre, hier in der Karibik unweit vom Äquator, aber ausgerechnet der Ozean ist eisig. Und die See ist rau. Schnorcheln macht da keinen Sinn. Ohne die ganzen Besucher wäre es wirklich umwerfend zauberhaft hier, so ist es einfach nur ganz nett. Ich könnte das Ganze mehr genießen, wenn unsere Nachbarn am Strand sich nicht lautstark auf Deutsch über amerikanische Politik unterhalten würden. All zu lange bleiben wir nicht, da wir den ganzen Weg auch wieder zurück laufen müssen.

Wir erwischen den Bus zurück nach Santa Marta. Plötzlich halten wir an einem Checkpoint und alle Passagiere werden gebeten, ihre Ausweispapiere für eine gründliche Inspektion den Beamten zu übergeben. Alle außer wir zwei Ausländer. Jetzt erleben wir auf einmal positive Diskriminierung. Aber mir wäre es schon lieber gewesen, ich hätte meinen Pass gezeigt und hätte dafür einen geringeren Eintrittspreis im Park gezahlt. Bei der nächsten Gelegenheit steigt ein Mann mit einem Hahn auf dem Arm ein und setzt sich neben uns. Er streichelt und beruhigt das Tier. Wirkt ja ganz nett, aber ich fürchte er wird nur auf den nächsten Hahnenkampf vorbereitet.

Ich bin sehr froh, in Tayrona gewesen zu sein, aber es war ganz sicher kein komplett ungetrübtes Erlebnis.

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