8 reasons why Amed is the perfect low-key beach resort in Bali. 8 Gründe, warum Amed der perfekte ruhige Strandort in Bali ist.

While traveling through Bali I have seen different beach resorts like Kuta, Seminyak, Uluwatu, Sanur, Lovina, or Padang Bai. But for quiet-seeking nature lovers like me no place is nicer than Amed in the northeastern part of Bali. And there are reasons for it.

1. The Agung

The Agung is a volcano and Bali’s highest and holiest mountain. I can’t get enough seeing this majestic mountain in the backdrop of Amed’s coastline. It’s an almost spiritual experience.

2. The underwater fauna

The reefs just off the coast in Amed are the best you find around Bali, and better than in the Gili islands. Lots of corals, fish, sometimes even turtles. Some of the favorite spots are the reefs in Jemeluk Beach. You don’t need to book a boat tour, you find everything just when you go in the water. Amed is good for snorkeling and famous for free-diving. There are several apnoe diving schools here. In Lipah beach divers can see a Japanese wreck under water. Sometimes you can spot dolphins off the coast in Amed.

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3. The size

Amed is no big city like Kuta, but basically a long beach road. It’s big enough to have all important services like ATMs, lots of restaurants, warungs, yoga studios, or laundries, but it’s not a noisy booze-party destination. The nights at the beach are calm and relaxed.

4. The long beaches

The beach is volcanic black sand and pretty coarse. You find nicer material elsewhere in Bali. However Amed’s beaches are stretched out, they look nice and you often have lots of the beach for youself. So no packed crowds in small bays like for instance in Uluwatu.

5. The prices

Amed is not nearly as expensive as the Bukit peninsula in the south. For a reasonable price you can rent a villa or a bungalow directly at the beach. There are also affordable warungs along the main road.

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6. The water palace

The water palace of Tirta Gangga makes a nice stop on the way to Amed or going back. It’s more of a garden and contains elements of European gardens in baroque castles.

7. The sunsets

This goes along with number one. Every evening you can watch the sun set behind the mighty Agung. The best spot to watch it is from the hilltop close to Jemeluk beach.

8. A starting point to the Gili islands

Competing with the busier harbor of Padang Bai, you can also take the boat from Amed to the Gili Islands near Lombok. The journey on the sea is quicker, however I have to say that the boat companies are less reliable than those using Padang Bai. Generously plan ahead accordingly.

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Auf meinen Reisen durch Bali habe ich verschiedene Strandorte kennenlernen dürfen, wie beispielsweise Kuta, Seminyak, Uluwatu, Sanur, Lovina, oder Padang Bai. Aber für ruhe- und naturliebende Menschen wie mich gibt es keinen besseren Ort als Amed im Nordosten Balis. Und das aus guten Gründen.

1. Der Agung

Der Agung ist ein Vulkan und Balis höchster und heiligster Berg. Ich kann gar nicht genug davon bekommen, diesen majestätischen Berg im Hintergrund an Ameds Küste zu sehen. Es ist ein nahezu spirituelles Erlebnis.

2. Die Unterwasserfauna

Die Riffe vor der Küste Ameds sind die besten in Bali, und besser als auf den Gili-Inseln. Viele Korallen, Fische, manchmal auch Schildkröten. Zu den lohnendsten Schnorchelorten gehört das Riff am Jemeluk Beach. Man braucht keinen Bootsausflug zu buchen, sondern findet alles direkt am Strand. Amed ist super fürs Schnorcheln und bekannt für Apnoetauchen. Das Tauchen ohne Ausrüstung kann man hier an mehreren Tauchschulen erlernen. Am Lipah Beach gibt es unter Wasser für Taucher ein japanisches Schiffswrack zu bestaunen. Manchmal entdeckt man Delfine im Meer vor der Küste.

3. Die Größe

Amed ist kein großer Ort so wie Kuta, sondern besteht am Ende aus einer langgeschlängelten Straße am Strand. Der Ort ist immerhin groß genug, um alles zu finden, was man braucht: Geldautomaten, Restaurants, indonesische Warungs, Yoga und Wäschereien, aber dennoch ist Amed kein lauter Saufparty-Ort. Die Nächte am Strand sind ruhig und entspannt.

4. Die langen Strände

Der Sand ist schwarzer Vulkansand und recht kieselig. Auf Bali gibt es durchaus Strände mit besserer Sandqualität. Allerdings ist der Strand in Amed recht langgezogen und wirkt hübsch. Oft hat man ganze Strandabschnitte für sich alleine und muss sie nicht mit Horden anderer Touristen teilen wie beispielsweise an einigen Stränden in Uluwatu.

5. Die Preise

In Amed ist es nicht annähernd so teuer wie in der Bukit-Halbinsel im Süden. Für einen vernünftigen Preis kann man sich eine Vill oder einen Bungalow direkt am Meer mieten. Außerdem kann man in den Warungs am Straßenrand günstig essen gehen.

6. Der Wasserpalast

Der Wasserpalast Tirta Gangga gibt einen netten Zwischenstop auf dem Weg nach Amed oder zurück her. Es ist eigentlich mehr ein Garten und enthält Elemente europäischer Barockgärten.

7. Die Sonnenuntergänge

Das überlappt sich mit Punkt 1. Jeden Abend kann man Sonne hinter dem Agung untergehen sehen. Am besten lässt sich der Sonnenuntergang von der Anhöhe hinter dem Jemeluk Beach bewundern.

8. Ein Sprungbrett für die Gili-Inseln

Amed steht mit Padang Bai in Konkurrenz, wenn es darum geht, von Bali auf die Gili-Inseln nahe Lombok zu gelangen. Die Seestrecke von Amed ist prinzipiell kürzer als von Padang bai, allerdings sind die Betreiber der Boote nicht die zuverlässigsten, so dass man lieber ein wenig mehr Zeit einplanen sollte. 

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Bad timing, good timing. Schlechte Zeiten, gute Zeiten.

One activity that has become increasingly popular in Ubud in the last years is visiting the nearby village of Petulu to see millions of herons come back there in the evening from their daily flights. We like to see the spectacle and arrange transport. Arriving in the village we actually don’t see armadas of herons, but just a few birds in the trees. Cute however anything but breathtaking. Some other tourists also made the same mistake coming here and are visibly disappointed. Our driver tells us it’s probably not the right season, because it is not the breeding season and no rainy seasons. Maybe some guidebooks should mention this. April is definitely not the right time for birdwatching here.

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The next day we plan to visit the Besakih Temple. It is also called the mother temple of Bali and considered the most important temple on the island. By coincidence there is a special ceremony exactly on the day we visit which is celebrated once a year in this temple. Our hotel landlord already prepares us with sarongs and shawls to be appropriately dressed. To them this is very serious.

We have to walk quite a while up from the parking lot until we see the temple. As visitors we only have restricted access and can only see the temples from the outside despite paying a hefty entrance fee. The inner parts are reserved for prayings and offerings.

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And it is amazing to watch. The percentage of foreign visitors is neglectably small on this day. Tens of thousands of Balinese people flock here from all of the island, celebrate the day and bring offerings to their respective caste temple. We hear singing and music, and sometimes you have a good view over the ceremonies even from the outside. The temple complex itself is situated beautifully in front of the magic background of Mount Agung, Bali’s highest mountain. I love the atmosphere and I am happy to be able to witness authentic ceremonies here and not just a tourist’s carnival.

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Unter Touristen ist es in den letzten Jahren in Ubud ziemlich in Mode gekommen, das nahegelegene Dorf Petulu aufzusuchen und die Schwärme von Millionen von Reihern zu beobachten, die zu Sonnenuntergang zu den Feldern zurück kehren. Wir möchten dem Spektakel beiwohnen und organisieren uns die Fahrt dorthin. Angekommen im Dorf sehen wir jedoch keine riesigen Armadas von Reihern, sondern nur ein paar wenige Exemplare in den Bäumen hocken. Putzig aber nicht wirklich atemberaubend. Einige andere Reisende haben den selben Fehler wie wir begangen und sitzen sichtlich enttäuscht im Dorf herum. Unser Fahrer meint, es wäre nicht die richtige Zeit, weder Brutzeit noch Regenzeit. Vielleicht sollte das auch mal in den Reiseführern erwähnt werden, dass sich der April nicht für die Vogelbeobachtung eignet. 

Am nächsten Tag wollen wir den Besakih-Tempel besuchen. Er wird auch Muttertempel genannt und ist der wichtigste Tempel in Bali. Ganz zufällig findet an genau diesem Tag auch eine wichtige Zeremonie statt, die einmal im Jahr begangen wird. Wir werden schon in unserer Unterkunft mit Sarongs und Schals ausgestattet, um angemessen gekleidet zu sein. Man nimmt das hier enorm wichtig.

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Vom Parkplatz aus müssen wir noch ein ganz schönes Stück nach oben laufen, bevor wir am Tempelkomplex ankommen. Als Besucher haben wir nur eingeschränkten Zutritt und können viele der Tempel nur von außen sehen, obwohl der Eintrittspreis relativ saftig ist. Die inneren Anlagen sind nur für Gebete und Opfergaben reserviert.

Und es ist schon ein fantastischer Anblick. Der Anteil ausländischer Besucher ist an diesem Tag verschwindend gering. Zehntausende Balinesen kommen aus allen Teilen der Insel, feiern diesen Tag und bringen Opfergaben zu ihrem jeweiligen Kastentempel. Man hört Musik und Gesang, und von einigen Stellen aus hat man selbst von draußen einen guten Blick und Überblick. Der Tempelkomplex selbst ist malerisch am Fuße des magischen Agung-Vulkans gelegen, dem höchsten Berg auf Bali. Ich liebe die Atmosphäre und bin glücklich, diese authentische Zeremonie miterleben zu dürfen und nicht nur ein Touristenspektakel.

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Hardcore trekking or a sunday stroll? Hardcore-Trekking oder ein Sonntagsspaziergang?

There was one thing I haven’t done in Ubud before which I wanted to do this time: The Campuhan Ridge Walk. I already had a lot of nice strolls through rice paddies in the vicinity of Ubud but this hiking trail is recommended quite often in books or reviews.

Reading the descriptions I was preparing for a half-day trek. Good shoes. They write you’ll be exposed to all the natural elements like water, wind, and rain. Bring plenty of water, start early in the day. I was ready for a challenging jungle walk.

Well, reality was a little less severe. I should know this as they even sell 10 minute ricefield walks as “treks” here and elsewhere in Asia. I once had a nice walk through a forest on paved roads which was marketed as full-day trek in Thailand.

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I don’t say it is not nice to walk the Campuhan. Actually it is very green, you have a steep start and get out of the bustling noise and traffic of Ubud. You see lots of grass and trees. But the walk is somehow over before it really started and after a short stretch of cobbled walkway the houses and motorbiked roads start again. Still the view over the rice paddies is very nice and on the way we pass a beautiful temple in the valley.

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Eine Sache, die ich bisher noch nicht in Ubud gemacht habe, wollte ich dieses Mal noch nachholen: Den Campuhan Ridge Walk. Ich bin schon öfter durch die Reisfelder der Umgebung gewandert, aber dieser spezielle Wanderpfad wird oft in Büchern und Berichten empfohlen.

Nach dem kurzen Überfliegen der Beschreibungen war ich auf einen Halbtagesmarsch eingestellt. Gute Schuhe nötig. Und es wird geschrieben, dass man den Elementen wie Sonne, Regen und Wind gnadenlos ausgeliefert ist. Viel Wasser mitnehmen, ganz früh am Morgen losgehen. Ich war bereit für den Dschungeltrek.

Naja, die Wirklichkeit war etwas weniger dramatisch. Das hätte ich eigentlich wissen müssen, denn selbst zehnminütige Spaziergänge durchs Reisfeld werden hier und anderswo in Asien als „Trek“ verkauft. Ich bin mal ein Stück auf einem geteerten Waldweg durch Thailand spaziert und das wurde als Ganztagestrek verkauft.

Ich will nicht sagen, dass der Campuhan-Weg nicht schön ist. Es ist wirklich sehr grün. Der Weg beginnt steil und man entkommt dem Lärm und dem Trubel der Stadt. Überall Gräser und Bäume. Aber irgendwie ist der Pfad zu Ende bevor er richtig angefangen hat – nach einem kurzen Stück gepflasterten Weges fangen die Bebauung und die von Motorrädern frequentierten Straßen wieder an. Dennoch ist der Blick über die Reisfelder sehr schön und wir kommen an dem Weg an einem wirklich hübschen Tempel im Tal vorbei.

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More learning and growing. Noch mehr lernen und wachsen.

In 2015 I wrote about some activities in Ubud, like meditation courses and a cooking class. This time I try some more classes.

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Make your own silver lotus

Actually I signed up for a yoga class but I had some back problems, so I decided to skip it and join my family for the silver making class. First we are shown some exemplary designs, you can also design your ideas completely from scratch. We draw some sketches on paper. Our instructors then decide how you make it best, whether to cut out pieces from silver plates or making patterns from silver wire, how to bend and what kind of raw material to choose.

Next we sit at the work benches with all the instruments.  The guy from the workshop says my design is easy, I just need to cut it out of the plates and engrave it. The cutting takes more time than I thought and I manage to destroy some of the metal saws. The engraving seems to be easier, but you need to be pretty careful. The instructors offer to correct my mistakes but I prefer to take my piece as it is, as a symbol of my beautiful imperfection. Nevertheless it looks better than I thought. In the end we grind and polish the piece with the help of the staff. Actually I was not really interested in jewelry workshops before but now I am happy I have my own personal silver lotus necklace.

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Heart Chakra Meditation

In the evening I head to the White Lotus Meditation Center where I have been staying last year. Tonight Sandeh is going to make a Heart Chakra Meditation with us. It actually contains elements from the Islamic sect of Sufism. Lots of breathing as well as quick and coordinated movements are involved before we sit and finally lie down on the floor meditating and relaxing. It is an energizing experience and I really love the meditation hall looking over Ubud’s greenery at dusk.

Jamu Class

Jamu is traditional Indonesian herbal medicine, but also specifically a word for a herbal drink. As I am interested in everything related to healing, I am eager to visit the class. It is a little beauty and cosmetics related however not too much. We prepare a drink, a body scrub, a body oil, and a body mask from several herbs, oils, and flowers. Our instructor is very cute and knowledgable. She also explains how to substitute some of the ingredients which are hard to find in Europe. For every ingredient she explains the medicinal properties. It is also nice we can take our prepared scrubs and oils with us, unfortunately most can only be used for a short time as it contains no preservatives.

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2015 habe ich schon über einige Kurse in Ubud geschrieben, wie beispielsweise über Meditations- oder Kochkurse. Jetzt probiere ich weitere Workshops aus.

Mach deinen eigenen Silberlotus

Eigentlich hatte ich mich für eine Yogastunde angemeldet, aber im Rücken habe ich ein paar ungünstige Schmerzen, so dass ich mich stattdessen meiner Familie anschließe und zum Silberschmiedekurs gehe. Zunächst bekommen wir einige beispielhafte Muster gezeigt. Man kann auch komplett eigene Designs entwerfen. Wir zeichnen die Entwürfe auf Papier. Die Kursleiter überlegen sich dann die beste Strategie für die Umsetzung, also ob das Stück aus einer Silberplatte herausgeschnitten wird oder das Muster aus Silberdraht geformt wird, wie man es biegt und welche Rohform für das Material am besten geeignet ist.

Wir sitzen dann an den Werkbänken mit den ganzen Werkzeugen. Der Kursleiter meint, mein Design wäre einfach umzusetzen, man müsse es nur ausschneiden und eingravieren. Das Schneiden nimmt allerdings deutlich mehr Zeit in Anspruch als gedacht und ich schaffe es dabei natürlich mehrere Male, das Sägewerkzeug zu zerstören. Das Gravieren scheint zunächst einfacher zu sein, aber man muss dabei ganz schön vorsichtig sein. Die Kursleiter bieten an, meine Fehlschläge zu korrigieren, aber ich nehme das Stück lieber so wie es ist – als Symbol meiner eigenen liebenswerten Unvollkommenheit. Und es sieht immer noch deutlich besser aus als ich zu Beginn gedacht habe. Am Ende wird noch gefeilt und poliert, die Mitarbeiter helfen uns dabei. Eigentlich war ich überhaupt nicht an einem Schmuckworkshop interessiert, aber jetzt bin ich tatsächlich froh, mir meinen individuellen Silberlotus um den Hals hängen zu können.

Herzchakra-Meditation

Am Abend mache ich mich auf zum White Lotus Meditationszentrum, wo ich letztes Jahr schon ein paar Tage gewesen bin. Heute macht Sandeh eine Herzchakra-Meditation mit uns. Sie enthält auch Elemente der islamischen Sufi-Strömung. Eine Menge Atmung sowie schnelle und koordinierte Bewegung sind Teil der Meditation bevor wir uns setzen und abschließend zur Entspannung und zum Ausklang hinlegen. Es ist eine energetisierende Erfahrung und auch die Räumlichkeiten des Meditationszimmers über den Bäumen von Ubud sind bei der Abenddämmerung besonders stimmungsvoll.

Jamu-Kurs

Jamu ist traditionelle indonesische Kräuterheilkunde und bezeichnet im Speziellen auch Kräuterheiltränke. Da ich an allem, was entfernt mit Heilung und Medizin zu tun hat, interessiert bin, freue ich mich auf den Kurs. Er schweift zwar auch in Richtung Kosmetik ab, aber nicht ganz so schlimm. Wir bereiten aus diversen Kräutern, Ölen und Blumen einen Trank zu, ein Peeling, ein Öl und eine Körpermaske. Unsere Kursleiterin ist ganz zauberhaft und weiß auch recht viel. Sie erläutert uns, womit wir Zutaten ersetzen können, die in Europa schlecht erhältlich sind. Zu jeder Zutat erklärt sie deren medizinische Eigenschaften. Wir dürfen unsere selbst hergestellten Öle und Lotionen auch mitnehmen, leider sind die meisten nicht besonders lange haltbar.

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Sweet Kuningan. Süßes Kuningan.

I’ve been writing about the Balinese holiday Kuningan which is celebrated among the communities around the island. It consists of ceremonies and offerings mostly in the private compounds and therefore not that strongly visible to visitors. There is however another holiday the day after Kuningan which is called Manis Kuningan – Sweet Kuningan. It is a less serious day when people spend time with their families often for excursions or fun activities.

This is the day when we decide to do a trip to the surroundings of Ubud. The sites and the route are exactly the same as one year ago where I went on bicycle sweating and cursing. So why I am doing the same stuff again? This time I am bringing my family showing them a bit of Bali and of course we go more comfortably by private car. First stop are the rice terraces of Tegalalang. We have a short hike over there. I am okay with being asked for donations for the maintenance of the site but being asked again and again in each of the huts built along the pathways is  bit annoying. Nevertheless it is a beautiful view. After that we go to a coffee plantations. I don’t really like these places because they use the zibet cats to produce their delicacy Coffee Luwak, but my family enjoys the site.

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We go on to the holy springs of Tirta Empul. I was already horrified imagining the crowds of tourists and locals in this temple which is quite popular even when there is no holiday. I thought about taking a holy bath but seeing the amount of people having their purifying ritual baths in a neverending queue we skip this plan. The good thing about the Manis Kuningan holiday was another ceremony of some villagers performed in the temple, including offerings, gamelan music, and ritual dances. Very interesting to watch.

Finally we go down the many steps to the cave temples of Gunung Kawi. Going there by car I found the final steps down and up much easier than walking when you have cycles 25 kilometers uphill in the Balinese heat. And of course this is only a half-day tour for us. Last time I wrote about going cycles visiting these places around Ubud. And this year I have completed another cycle.

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Ich habe bereits über den balinesischen Feiertag Kuningan geschrieben. Er besteht aus Zeremonien und Opfergaben, die meistens auf den privaten Grundstücken stattfinden und für Touristen oft nicht direkt beobachtet werden können. Es gibt jedoch einen weiteren Feiertag am Tag nach Kuningan, der Manis Kuningan heißt: Süßes Kuningan. Dieser Tag wird weniger ernst begangen, sondern meistens im Kreise der Familienangehörigen, oft mit Ausflügen und Unternehmungen.

Genau an diesem Tag entscheiden wir uns für einen Ausflug in die Umgebung von Ubud. Die Orte, die wir anpeilen, und die Fahrstrecke sind genau dieselben wie vor einem Jahr, als ich hier per Fahrrad schwitzend und fluchend unterwegs war. Warum mache ich dann dasselbe nochmal? Dieses Mal habe ich meine Familie mitgebracht und zeige ihnen ein wenig von Bali. Und wir fahren natürlich ganz bequem im Auto. Die erste Station sind die Reisterrassen von Tegalalang. Dort wandern wir kurz umher. Ich finde es prinzipiell schon in Ordnung, wenn man um Spenden für die Erhaltung der Anlagen gebeten wird, aber nacheinander an verschiedenen Stellen immer wieder von neuem gefragt zu werden, grenzt schon an Wegelagerei. Aber der Ausblick ist freilich wunderschön. Danach besichtigen wir eine Kaffeeplantage. Ich mag diese Orte nicht sonderlich, da man dort Zibetkatzen dazu benutzt, um den Luxuskaffee Luwak herzustellen, aber meiner Familie gefällt es ganz gut.

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Wir fahren weiter zu den heiligen Quellen von Tirta Empul. Ich habe mir im Geiste schon eine Horrorvorstellung von Touristenhorden und Massen an Balinesen ausgemalt, denn der Tempel ist auch an normalen Tagen schon recht voll und beliebt. Und ich überlege, selbst ein heiliges Bad zu nehmen. Nachdem aber die Massen an Menschen zu sehen sind, die sich dort in einer endlosen Schlange für ihr reinigendes Bad eingereiht haben, sehe ich von dem Vorhaben ab. Das gute an Manis Kuningan wiederum ist die Zeremonie, die im Tempel stattfindet. Eine Dorfgemeinschaft betet dort, bringt Opfergaben, spielt Gamelanmusik und führt rituelle Tänze auf. Wirklich interessant und faszinierend.

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Schließlich gehen wir die Stufen zum Felsentempel von Gunung Kawi herab. Jetzt wo wir per Auto hier sind, fallen mir die Stufen runter und wieder hoch deutlich leichter als wenn man vorher eine 25 Kilometer-Fahrradtour bergauf in der prallen Sonne hinter sich hat. Im letzten Jahr habe ich über Räder und Zyklen geschrieben, als es um meine Erfahrungen in Ubud ging. Und mit dem Ausflug in diesem Jahr vollführe ich einen neuen Zyklus.

The silent holiday. Der stille Feiertag.

I made it, after one year I am back in magical Bali. The flight in Frankfurt was several hours late, so I already expected to plan for an unexpected day trip in Taipeh, but our lovely Taiwanese airline made it possible to let our connecting flight wait and we arrived in Indonesia the same day.

The Christian world is celebrating Easter. It’s not a big thing here but you see some Easter eggs used for sales and marketing. And like every year there is a discussion in Germany why Good Friday is a so-called silent holiday which makes dancing and partying impossible even for Non-Christians.

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By coincidence Bali also celebrates its own local holiday at the same time. It is called Kuningan and marks the end of a ten day period after the even more important holiday named Galungan where the spirits are supposed to descend down to earth. Everywhere on the island you can see penjor – large poles of bamboo with decorations and offerings attached. Also house shrines and even cars or motorbikes are decorated.

Our host tells us Kuningan is celebrated everywhere – which it is, but I understood it in a different way. I thought there were loud celebrations with music, ceremonies, and performances in temples, however on Kuningan day Ubud is strangely quiet. We already expected most shops and restaurants to be closed, but also there is not much to see in and around temples. Actually most of the celebrations and offerings take place in the private compounds of the families and are not that spectacular for visitors. Where many people in Germany wish Good Friday should not be that forcibly silent, I would have wished for a less silent Kuningan in Bali.

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Ich habs geschafft. Nach einem Jahr bin ich wieder zurück im magischen Bali. Der Flug ab Frankfurt war mehrere Stunden verspätet, so dass ich mich mental schon auf einen ungeplanten Tagesausflug in Taipeh eingestellt habe, aber unsere zauberhafte taiwanesische Airline hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass unser Anschlussflug gewartet hat und wir noch am selben Tag in Indonesien ankommen konnten.

Die christliche Welt feiert Ostern. In Bali ist das weniger von Bedeutung, auch wenn ein paar Eierdekorationen zu Marketingzwecken eingesetzt werden. Und in Deutschland gibt es wie jedes Jahr eine Diskussion darüber, warum Karfreitag ein stiller Feiertag ist, an dem Tanzen und Feiern untersagt ist, egal ob für Christen oder Nichtchristen. 

cofZufällig feiert man in Bali zur gleichen Zeit auch einen eigenen Feiertag. Das Kuningan-Fest markiert das Ende einer zehntägigen Periode nach dem noch bedeutenderen Feiertag Galungan, an dem die Geister sich auf die Erde hinab begeben. Überall auf der Insel sind Penjor zu sehen, große Bambusstäbe mit Dekorationen und daran befestigten Opfergaben. Häuser und selbst Autos und Motorräder sind ebenfalls geschmückt.

Unser Hotelwirt erzählt uns, dass Kuningan überall gefeiert wird, was auch stimmt, aber irgendwie anders als ich mir das vorgestellt habe. Ich dachte, es gäbe laute Feiern mit Musik, Zeremonien und Darbietungen in den Tempeln, aber an Kuningan ist Ubud seltsam ruhig. Natürlich war zu erwarten, dass viele Geschäfte und Restaurants geschlossen sind, aber es gibt in und um die Tempel herum auch ziemlich wenig zu sehen. Tatsächlich findet der Großteil des Fests auf den privaten Familiengrundstücken statt, wo Besucher keinen Zugang haben. Während sich viele in Deutschland wünschen, an Karfreitag keine zwanghafte Stille einhalten zu müssen, hätte ich mir ein etwas lebhafteres Kuningan in Bali gewünscht.

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Jnana Yoga: Maya and Freedom. Maya und Freiheit.

This article is about the fifth chapter of Swami Vivekananda’s book Jnana Yoga. Vivekananda elaborates on the subject of the eternal struggle for freedom within all beings in the realm of Maya. He examines some possiblities how to deal with the struggle and finally finds the way of Vedanta to show that we are already free indeed.

The struggle of Maya

Every being fights and struggles in its life. But no matter how strong we fight, in the end we are going to die. We live in the senses, we feel joy and pain, we strive to do better, but in the end we will be dead. We want to be free, but in every moment we feel bound, we are shown that we are not free. Resistance is futile. No one is exempt from it, no sinner, no saint, no king, no peasant, whether beautiful, whether ugly, whether smart, whether dumb.

Two possible solutions?

So how are we going to deal with it? Vivekanada describes the way of ignoring and psychological repression only to dismiss it quickly. It’s a practical way of living, very common in modern times. Just taking the positive sides of life and pretending there is no futile struggle? – This is by no means a way that a appeals to a spiritual and intellectual man like Vivekananda.

The other option to deal with the problem is the one he prefers. It is the way of religion. In its basic ideas it is searching for something or someone larger that man himself, for a force that is not bound by anything, a force that is free and above all. Religion says there is a reason for the struggle. Be a good man and fight, for there will be a reward after all, may it be the ascension into the heavens or being freed from the cycle of reincarnations. All these religions preach freedom as a way out of this world.

The way of Vedanta

A great strength of Vedanta is the acceptance of all these religious approaches and how it harmonizes them. Following the voice of freedom and the ideas of Vedanta, we can understand that this struggle is just in the nature of being. It is inevitable. We accept it, we see the beauty of things, knowing without them we would not hear the voice of freedom.

In Vedanta we know there is a being larger than all this games of Maya. The god who is greater than the struggle, not bound by anything, he is the self within according to Vedanta. Vivekananda modifies the title of the well-known song: Nearer my god to me. The search for freedom was right. You only need to change the direction where you are looking at – not outwards, but inwards. Freedom is the nature of the self and Maya never bound you. Instead of being a horrible dream, Maya becomes a playground for the Vedantin. It will show that behind everything there is the one real self.

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Dieser Artikel widmet sich dem fünften Kapitel von Swami Vivekanandas Buch Jnana Yoga. Vivekananda setzt sich mit dem ewigen Kampf jeden Geschöpfs um Freiheit im Reich der Maya auseinander. Er untersucht Möglichkeiten, damit umzugehen und kommt mittels Vedanta zum Schluss, dass wir bereits frei sind.

Der Kampf der Maya

Jedes Wesen kämpft in seinem Leben. Aber egal wie sehr wir kämpfen und uns anstrengen, am Ende sterben wir. Wir leben in unserer Sinneswahrnehmung, fühlen Schmerzen und Freude, wir wollen besser werden, aber am Ende sind wir tot. Wir wollen frei sein, aber wir spüren in jedem Moment die Fesseln und merken, dass wir es nicht sind. Widerstand ist zwecklos. Niemand ist davon ausgenommen, weder Sünder noch Heiliger, weder König noch Bauer, ob hässlich oder schön, ob schlau oder dumm.

Zwei mögliche Lösungen?

Wir gehen wir nun mit dem Problem um? Vivekananda erläutert den Weg des Ignorierens und Verdrängens, nur um ihn schnell wieder zu verwerfen. Es ist eine praktische Philosophie, in der Moderne weit verbreitet. Man nimmt einfach die guten Seiten des Lebens mit und redet sich ein, es wäre kein sinnloser Kampf. Dieser Weg ist für einen intellektuellen und spirituellen Menschen wie Vivekananda freilich nicht akzeptabel.

Er bevorzugt eine andere Weise, sich dem Problem zu stellen: den Weg der Religion. In ihren grundlegenden Vorstellungen geht es um die Suche nach jemandem oder etwas, das größer ist als der Mensch selbst, eine Kraft, die durch nichts gefesselt ist, eine freie Kraft, die über allem steht. Religion besagt, dass der Kampf einen Sinn hat. Sei ein guter Mensch und strenge dich an, denn am Ende gibt es eine Belohnung, sei es der Aufstieg in den Himmel oder die Befreiung vom Zyklus der Wiedergeburten. All die Religionen predigen über Freiheit als Erlösung von der Welt.

The Weg des Vedanta

Eine große Stärke im Vedanta ist die Akzeptanz und Harmonisierung anderer religiöser Ansätze. Der Stimme der Freiheit und den Ideen von Vedanta folgend, begreifen wir, dass der Kampf einfach in der Natur der Dinge liegt. Es kann gar nicht anders sein. Wir akzeptieren ihn, erkennen die Schönheit der Dinge und wissen, dass wir ohne sie nicht die Stimme der Freiheit vernehmen könnten.

Im Vedanta wissen wir, dass es etwas gibt, was größer als all diese Spiele der Maya ist. Der Gott, der größer als der Kampf ist, nicht gebunden durch irgendetwas, ist im Vedanta das Selbst im Inneren. Die Suche nach Freiheit hatte schon ihre Berechtigung. Wir brauchen nur die Richtung ändern, in die wir blicken, nicht nach außen, sondern nach innen. Freiheit liegt in der Natur des Selbst und durch Maya waren wir nie gefesselt. Anstelle ein gruseliger Traum zu sein, wird die Maya zum Spielfeld für den Vedanta-Anhänger. Sie zeigt, dass hinter allem das einzig wahre und wirkliche Selbst steht.