Riga. KGB and Art Nouveau. KGB und Jugendstil.

cof

What I really like about Riga is that it does not only have an indeed beautiful historical old town, but the more modern parts are also pretty interesting for a traveler. The other day we already walked through the huge central market behind the bus terminal which must the biggest of its kind in the Baltics. However I don’t really like markets because I hate crowds and don’t like to spend money on things I actually do not need. We just walk through to get to the Latvian Academy of Science. This building is also called Stalin’s birthday cake for a reason.

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The Centrs neighborhood boasts prime examples of another era. Riga has some of the most beautiful and well-preserved buildings of the Art Nouveau style which was popular around 1900. A few streets in this central district have large buildings with elegant and opulent decorations. It starts raining, so it is less fun standing outside looking at houses were rich people lived and are going to live in the future.

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Thus we decide to visit the former KGB prison, now a museum. The former Soviet intelligence and security agency had its own prison where suspected enemies of the Bolshevik state were detained. We take an English language tour which is strongly recommended everywhere, for instance at Tripadvisor. The interesting thing is we get to see the original cells and interrogation rooms. It is difficult to follow the stories of the tour guide though. There is a family with several very small children in the group and one of them constantly starts trouble and screaming. I really wonder which parents think that a torture museum is an appropriate fun trip for little kids. But even without this kind of disturbance, our guide makes understanding difficult, not only because of his weird pronunciation, but also since his stories are not really coherent and hardly make any sense in the end. I feel confused. It is cruel and a shame what happened here. Having visited other similar prisons in Germany or Cambodia, I feel that all these torture prisons in authoritarian states somehow all work based on the same principles. They have no internal logic for the people detained and mainly serve as a deterrent for the people outside. The weather outside is still rainy, and we had back to our hotel and to reflect about what we have seen and heard.

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Mir gefällt an Riga wirklich gut, dass nicht nur die hübsche Altstadt sehr sehenswert ist, sondern dass die moderneren Viertel der Stadt touristisch auch einiges zu bieten haben. Zuvor sind wir bereits durch den riesigen Zentralmarkt nahe des Busbahnhofs gelaufen, der wahrscheinlich der größte des Baltikums sein muss. Ich mag Märkte jedoch nicht sonderlich, das Gedränge nervt mich und ich mag sowieso nicht Geld für irgendwelchen Trödel ausgeben, den ich nicht brauche. Wir laufen einfach nur durch auf dem Weg zur Lettischen Akademie der Wissenschaften. Das Gebäude ist ein schönes Beispiel stalinistischer Zuckerbäckerarchitektur.

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Im Viertel Centrs können Prachtexemplare einer anderen Epoche bestaunt werden. In Riga gibt es einige der schönsten und am besterhaltenen Häuser des Jugendstils aus der Jahrhundertwende. Einige Straßen sind voll mit Bauten, die elegante und verschwenderische Verzierungen aufweisen. Es fängt an zu regnen und es macht nicht mehr ganz so viel Spaß, draußen rumzustehen und die Häuser zu bestaunen, in denen einst sehr reiche Menschen lebten und in Zukunft wohl auch wieder leben werden.

sdr

Wir entschließen uns daher zu einem Besuch im KGB-Gefängnis, das zu einem Museum umfunktioniert wurde. Der frühere sowjetische Geheimdienst hatte in der Lettischen Sowjetrepublik sein eigenes Gefängnis, in denen die mutmaßlichen Feinde des bolschewistischen Staates interniert wurden. Wir schließen uns dem geführten Rundgang auf Englisch an, der überall empfohlen wird, zum Beispiel bei Tripadvisor. Es ist schon interessant, die originalen Zellen und Verhörräume zu sehen zu bekommen. Allerdings ist es schwierig, den Ausführungen des Tourguides zu folgen. In unserer Gruppe ist eine Familie mit vielen sehr kleinen Kindern, die ständig Ärger machen und schreien. Ich frage mich wirklich, welche Eltern auf die Idee kommen, den Besuch eines Foltergefängnisses als angemessene Urlaubsbespaßung für Kinder anzusehen. Aber selbst ohne diese Störung ist es schwer, den Tourguide zu verstehen – nicht nur wegen seiner komischen englischen Aussprache und Betonung, aber auch weil seine Geschichten keinen inneren Zusammenhang haben und am Ende selten Sinn ergeben. Ich bin verwirrt. Es ist wirklich grausam und eine Schande, was hier passiert ist. Mit Hinblick auf meine Besuche in ähnlichen Gefängnissen in Deutschland und Kambodscha stellt man schon Gemeinsamkeiten fest. Diese Gefängnisse in autoritären Regimen funktionieren alle nach ähnlichen Prinzipien. Für die Internierten gibt es kaum eine interne Logik und sie dienen hauptsächlich der Abschreckung der noch nicht inhaftierten Bevölkerung. Draußen regnet es immer noch und wir kehren zum Hotel zurück, um über das Gesehene nachzudenken und zu reflektieren.

sdr

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