Toytown Tallinn. Puppenstube Tallinn.

We are not that lucky with the weather and it is endlessly raining in Riga. Somehow we manage to get to the bus terminal more or less dry. And we continue our journey to Estonia. The trip from Riga to Tallinn takes around 5 hours. I am surprised we stop at the border for a passport check since both countries belong to the Schengen area which usually means no controls. However circumstances are exceptional as Estonia is just assuming the presidency of the Council of the European Union in the second half of 2017, so measures for border control have been tightened.

cof

My first impression of Estonia is that it is indeed the most “Nordic” of the three Baltic countries. There are some neutral factors like the prevalance of blond hair color which is more common here than probably anywhere else in the world – and both Lithuania and Latvia already had a large blond majority. And the Estonian language is closely related to Finnish. The not so pleasant “Nordic” factors are the weather and the prices. It is quite chilly, rainy, and at least in the touristy parts of Tallinn the prices for food and accommodation are not Eastern European but more like Scandinavia.

cof

The historic center of Tallinn is well-preserved and really cute. It is like a perfect medieval town and probably more shiny than in the medieval ages. It started as a Danish settlement and was an important German trading post. And it looks similar to German medieval towns. The whole historic town is an attraction on its own and it is really nice to walk in the old cobblestone alleys seeing merchant houses, towers, and castles. The Eastern flavor comes with some Christian-Orthodox churches. Tallinn’s beauty is no more a secret. The streets are crammed with tourists and tour groups from all over the world. In contrast to Riga there are hardly any locals in the center – this is purely a toytown for tourists.

cof

Mit dem Wetter haben wir kein Glück und der Regen in Riga will einfach nicht aufhören. Irgendwie schaffen wir es, halbwegs trocken zum Busterminal in Riga zu kommen. Und wir setzen unsere Fahrt Richtung Estland fort. Die Busfahrt von Riga nach Tallinn dauert circa 5 Stunden. Ich bin überrascht, dass wir an der Grenze anhalten und und unsere Pässe kontrolliert werden, denn beide Länder gehören schließlich zum Schengenraum, was eigentlich bedeutet, dass nicht kontrolliert wird. Aber die Umstände sind wohl besonders, denn Estland übernimmt gerade die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union für die zweite Jahreshälfte und so wurden wohl auch die Grenzkontrollen wieder verschärft.

sdr

Mein erster Eindruck von Estland ist, dass es tatsächlich das “nordischste” aller drei baltischen Länder ist. Da gibt es zum einen neutrale Faktoren wie die Verbreitung der blonden Haarfarbe, die hier wohl häufiger als irgendwo sonst auf der Welt anzutreffen ist. Und dabei gab es schon in Litauen und Lettland eine blonde Mehrheit. Und die estnische Sprache ist dem Finnischen recht ähnlich. Die weniger schönen “nordischen” Faktoren sind das Wetter und die Preise. Es ist kühl, regnerisch und zumindest in den touristischen Ecken von Tallinn sind die Preise für Essen und Unterkunft nicht mehr osteuropäisch, sondern schon recht skandinavisch.

cof

Die Altstadt von Tallinn ist gut erhalten beziehungsweise saniert und wirklich bezaubernd. Tallinn wirkt wie eine perfekte mittelalterliche Stadt und ist wohl derzeit noch glänzender und sauberer als sie im Mittelalter wirklich war. Die Stadt wurde als dänische Siedlung gegründet und war später ein bedeutender deutscher Handelsposten. Und sie sieht auch aus wie eine mittelalterliche deutsche Stadt. Die gesamte Altstadt ist selbst ihre Hauptattraktion und es macht wirklich Freude, durch die gepflasterten Gassen und Straßen zu schlendern. Es gibt alte Patrizierhäuser, Türme und Schlösser zu sehen. Der östliche Einfluss ist an den christlich-orthodoxen Kirchen zu erkennen. Die Schönheit von Tallinn ist wirklich kein gut gehütetes Geheimnis mehr. Die Straßen sind voll mit Touristen und Reisegruppen aus aller Welt. Im Gegensatz zu Riga gibt es hier kaum noch Einheimische im Zentrum – das ist tatsächlich eine Puppenstube für Touristen.

sdr

 

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