St. Elmo’s Fire. Elmsfeuer.

2017 has been a pretty European travel year for me. I have never visited as many European countries within one year before. Day trips to places in countries like Germany, Austria, Poland, or Czechia, a summer week in Andalucia and another in the Baltics. Now I am going to fly to my last European destination for this year. Malta is an island or better a group of islands in the Mediterranean Sea south of Sicily. It is the smallest member state of the European Union by population and by size, but it has the bloc’s highest population density by contrast. Malta is both a member of the Schengen area and the Eurozone making traveling very easy and convenient, at least for European citizens.

English is widely understood, but there is also the Maltese language which sounds like an intriguing mixture of Arabic, Italian, and English. The basic structure and grammar is similar to Arabic which makes Maltese look like a latin script version of the Arabic language. With a basic understanding in Arabic you can guess many Maltese words. The area close to where our hotel is located is called Il-Gzira which is similar to Al-Jazeera meaning “the island” or the number five which is hamsa, same as in Arabic. A lot of loanwords come from Italian like evakwazzjoni for evacuation or rivoluzzjoni for revolution even though they are written differently in Italian. A lot of modern words are borrowed from the English language. So even if I don’t know how to speak a proper sentence in Maltese, I can understand a lot of the language just by taking my pieces of knowledge in those three languages and making a guess. And actually not only the language but the whole culture of Malta feels like a mixture between Italian, Arabic, and British culture. It looks like a thought experiment: What would a modern Catholic Arabic EU country look like?

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Valletta is the capital of Malta and the smallest EU capital. However the whole island of Malta is very urbanized, so you won’t really notice when you leave one city and enter another. It all feels like one big city on this island. We take the bus from Msida where our hostel is located. Most buses start and end in the large terminal in Valletta. The city is full of tourists who are mostly elderly English people and Italian visitors with a fair share of the usual suspects like French, German, and Dutch tourists. The dominant color of the buildings is a pale greyish yellow. The whole of Valletta is a UNESCO World Heritage site. There are lots of churches and museums to be visited. One of them is the Co-Cathedral of St. John’s – the “real” cathedral is located in the smaller city of Mdina. St. John’s is not that impressive from the outside. Once you enter the church you can appreciate all its treasures and fine interior with elaborate wall decorations like the Maltese cross and the whole floor full of marble tombstones. It also features the Caravaggio painting “The Beheading of Saint John the Baptist” which can be found in a separate room. Hordes of impatient and impolite pensioners push to get into the rooms and once in there, they frequently ignore the staff’s request not to take pictures. The exit of the church leads us directly to the square which is named after St. John: Pjazza San Gwann.

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One notable feature of Valletta and the island of Malta in general are the massive amounts of fortifications. Due to its strategic location in the Mediterranean, many powers tried to invade Malta and as a consequence it has been heavily fortified. Everyday at noon large crowds gather at the Saluting Battery to hear and see a cannon fired. It is only one shot and the show, tension and excitement of the people beforehand somehow appears to be not really justified for this single shot. At least it must be less expensive than a change of guards in London for instance. One of the most important forts is Fort St. Elmo. It is named after the saint Erasmus of Fornia – or short Elmo. I have serious trouble to take the name of the saint and the giant fortress seriously since I have to think of the cuddly Sesame Street monster Elmo or alternatively sing the 1980’s song St. Elmo’s Fire (Man in Motion) in my head.

From Valletta we take the ferry to Sliema. This is the best place to enjoy the iconic buildings and the skyline of Valetta. Most prominent is the large dome of the Basilica of Our Lady of Mount Carmel. The view is great by day and by night. It will probably stick in my mind as a symbol for my Malta visit.

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2017 war ein ziemlich europäisches Reisejahr für mich. Ich habe noch nie zuvor innerhalb eines Jahres so viele verschiedene Länder in Europa bereist. Darunter Tagesreisen zu Orten in Ländern wie Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen, eine sommerliche Woche in Andalusien und eine andere im Baltikum. Nun mache ich mich auf zum letzten Europa-Reiseziel für dieses Jahr. Malta ist eine Insel oder vielmehr eine Inselgruppe im Mittelmeer südlich von Sizilien. Es ist der kleinste Mitgliedsstaat der Europäischen Union sowohl nach Fläche als auch nach Einwohnerzahl, aber es weist die höchste Bevölkerungsdichte der Gemeinschaft auf. Malta gehört sowohl dem Schengenraum als auch der Eurozone an. Das macht das Reisen einfach und bequem, zumindest für europäische Bürger.

Mit Englisch kommt man ziemlich weit. Es gibt aber auch eine maltesische Sprache, die nach einer faszinierenden Mischung aus Arabisch, Italienisch und Englisch klingt. Die Grundstruktur und die Grammatik ähneln dem Arabischen, so dass Maltesisch wie eine Arabisch-Variante in lateinischer Schrift wirkt. Mit etwas Grundkenntnis der arabischen Sprache lassen sich viele maltesische Wörter erraten. Die Gegend in der Nähe unserer Unterkunft heißt Il-Gzira, was dem arabischen Al-Jazeera ähnlich ist und “die Insel” bedeutet. Genauso wie im Arabischen heißt hamsa auf maltesisch “fünf”. Viele Lehnwörter entstammen dem Italienischen wie beispielsweise evakwazzjoni für Evakuierung oder rivoluzzjoni für Revolution, auch wenn die Schreibweise etwas anders ist. Moderne Wörter sind hingegen häufig der englischen Sprache entlehnt. Selbst wenn ich keinen richtigen Satz auf Maltesisch bilden kann, kann ich doch eine Menge verstehen, wenn ich einfach nur meine Grundkenntnisse dieser drei Sprachen zusammennehme und drauflos spekuliere. Nicht nur die Sprache, sondern eigentlich die ganze Kultur der Insel wirkt wie eine Mischung aus italienischer, britischer und arabischer Kultur. So würde ein Gedankenexperiment aussehen, wenn man sich ein modernes katholisches arabisches EU-Land vorstellen würde.

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Valletta ist die Hauptstadt Maltas und die kleinste Hauptstadt der EU. Allerdings ist die ganze Insel stark urbanisiert und man merkt eigentlich kaum, wenn man eine Stadt verlässt und die nächste betritt. Es wirkt mehr wie eine einzige große Stadt. Wir fahren nach Valletta mit dem Bus von Msida, wo sich unser Hostel befindet. Die meisten Busse beginnen und beenden ihre Fahrtroute in Valletta. Die Stadt ist voll mit Touristen, meistens ältere Briten und viele Italiener, und natürlich ein gewisser Anteil der üblichen Verdächtigen, also deutsche, französische und niederländische Besucher. Blasses gräuliches Gelb ist die vorherrschende Farbe der Gebäude. Ganz Valletta ist UNESCO-Welterbe. Viele Kirchen und Museen können besichtigt werden. Eine davon ist die Ko-Kathedrale von St. John. Die “echte” Kathedrale befindet sich im Städtchen Mdina. St. John sieht von außen nicht sehr beeindruckend aus. Sobald man jedoch einmal drinnen ist, kann man die ganze Pracht bewundern. Die Wände sind kunstvoll dekoriert, beispielsweise mit Malteserkreuzen, und der ganze Boden besteht aus marmorierten Grabplatten. Es gibt in einem separaten Nebenraum außerdem ein Gemälde von Caravaggio zu bestaunen: Die Enthauptung Johannes des Täufers. Horden unhöflicher und ungeduldiger Rentner drängeln, um das Gemälde zu Gesicht zu bekommen und wenn sie einmal im Raum sind, ignorieren sie mit Vorliebe die Aufforderung des Personals, keine Fotos zu machen. Der Ausgang der Kirche führt uns auf den Platz, der nach dem Heiligen benannt ist: Pjazza San Gwann.

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Bemerkenswert an Valletta ist das Ausmaß der Befestigungsbauten. Wegen seiner strategisch bedeutsamen Lage im Mittelmeer war Malta immer heftig umkämpft und wurde in der Folge schwer befestigt. Jeden Mittag versammeln sich Menschenmassen an der Saluting Battery, um dort zu sehen und zu hören, wie eine Kanone abgefeuert wird. Es gibt nur einen Schuss. Die ganze Show, die Anspannung und Aufregung im Vorfeld stehen irgendwie in keinem rechten Verhältnis zu diesem einen kleinen Schuss. Zumindest scheinen Aufwand und Kosten nicht so hoch zu sein wie beispielsweise bei der Wachablösung in London. Eines der bedeutendsten Forts ist das Fort St. Elmo, das nach dem Heiligen Erasmus von Antiochia benannt ist – kurz Elmo. Ich habe einige Schwierigkeiten, den Namen des Heiligen und des mächtigen Forts ernst zu nehmen, denn ich muss dauernd an das knuddlige Sesamstraßenmonster Elmo denken. Alternativ singe ich in meinem Kopf St. Elmo’s Fire (Man in Motion), ein Lied aus den 1980ern über das innere Elmsfeuer.

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Von Valletta fahren wir mit der Fähre nach Sliema. Von dort aus lassen sich von einiger Entfernung die Gebäude und die Skyline von Valletta am besten bewundern. Am meisten sticht die Kuppel der Karmeliterbasilika hervor. Der Anblick ist sowohl bei Tag als auch bei Nacht ganz fantastisch. Er wird wohl als Symbol für meine Maltareise in meiner Erinnerung verbleiben.

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