The Non-Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Per Anhalter kommt man nicht durch die Galaxis.

One of the Liebster Award questions for me to answer was if I had experience with hitchhiking. This triggers difficult memories. Actually I am not the hitchhiking type. I rather pay for my transport and prefer regular buses or trains. I do not like to be dependent on the goodwill of local motorists. There is no timetable, no real safety and I feel uncomfortable estimating whether and how much I should give to the driver.

Actually there were a few occasions when I was offered a ride and happily accepted. This happened mostly in South America when I was lost or people saw me walking on a long road and offered to take me back to town. And while walking back from a long distance trail in Panama we heavily underestimated the distance and there was a lot of rain and haze. It was getting dark already. Completely wet we tried to catch a bus back but there was none so we tried several times to flag down a car to take us. Finally some guy stopped and I offered him five Dollar if he could take us back to town. We climbed up the loading space which was filled with water. I got completely soaked but I was so relieved that I did not care.

One occasion when everything went wrong was on the supposedly idyllic South Pacific island paradise of Tahiti. It was not so idyllic for me. The whole island is difficult for backpackers and travellers on a budget. I just got back from the neighboring island of Moorea to take a local bus from the rather shabby and shady capital Papeete to my hostel on the other side of the island. Some guy at the bus stop tried to steal my valuables, actually he stole it but I took it back quickly enough. I was nevertheless pretty excited and nervous and got off way to early. Still twenty kilometers to the hostel and this was the last bus. In desperation I tried to do what I had never wanted to do before: to hitchhike. Everyone told me how nice the Polynesians were, but neither the Polynesians nor the wealthy French wanted to take me or stop for me. Trying to ask at a traffic light they just closed the car’s doors and windows. It was raining cats and dogs and I walked the rest of the way in uncomfortable flipflops until I finally arrived in the dark. My feet were completely sore and it took several weeks until I could walk properly again. This traumatic experience is my story of non-hitchhiking.

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Eine der Fragen aus der Liebster-Award-Nominierung war die Frage, ob ich Erfahrungen mit Trampen hätte. Das löst unangenehme Erinnerungen in mir aus. Eigentlich bin auch gar nicht der Typ fürs Trampen. Ich bezahle lieber anständig für meine Fahrt und bevorzuge normale Busse oder Züge. Und ich begebe mich ungerne in Abhängigkeit vom guten Willen fremder Autofahrer. Es gibt keinen geregelten Fahrplan, keine wirkliche Sicherheit und mir ist gar nicht wohl dabei einschätzen zu müssen, ob und wie viel Geld ich dem Fahrer geben muss.

In der Tat gab es aber ein paar Situationen, in denen mir angeboten wurde, mich mitzunehmen und ich habe dankbar angenommen. Das war meistens in Südamerika, wenn ich irgendwo verloren eine Straße entlang gelaufen bin und ein freundliche Menschen mich in die Stadt zurückgenommen haben. Und einmal in Panama haben wir auf einem Wanderweg die Entfernungen völlig falsch eingeschätzt. Es hat die ganze Zeit geregnet und gehagelt. Und es wurde auch schon dunkel. Ziemlich durchnässt haben wir auf einen Bus zurück gehofft, doch es kam keiner. Da haben wir tatsächlich versucht, Autos anzuhalten, um uns zurück in die Stadt mitzunehmen. Und endlich hat sich ein Typ erbarmt und ich habe ihm fünf Dollar für die Fahrt geboten. Wir sind auf die Ladefläche geklettert, die schon komplett mit Wasser gefüllt war. Jetzt ist auch noch der letzte Rest meiner Klamotten mit Wasser durchnässt worden, aber ich war einfach nur dankbar über die Fahrt, so dass mir alles andere egal war.

Aber einmal ging wirklich alles schief. Das war auf der angeblich so idyllischen Südseeinsel Taiti. Für mich war es weniger idyllisch. Die Insel ist allgemein schon ziemlich schwierig für Rucksackreisende oder Urlauber mit wenig Geld. Ich bin gerade von einem Ausflug auf die Nachbarinsel Moorea zurückkehrt und wollte von der schmutzigen und zwielichtigen Hauptstadt Papeete einen Bus zu meinem Hostel nehmen, welches sich auf der anderen Seite der Insel befand. An der Bushaltestelle versuchte jemand, mein Gepäck zu klauen. Tatsächlich hat er es auch in der Hand gehabt, aber ich hab es mir sofort zurückgeholt. Nichtsdestotrotz war ich noch ziemlich aufgeregt über die Situation und bin daher irgendwie viel zu früh wieder aus dem Bus ausgestiegen. Zwanzig Kilometer zu früh und das war bereits der letzte Bus gewesen. In aller Verzweiflung probierte ich, was ich sonst nie wagen würde: Daumen hoch und trampen. Was erzählten hier alle, wie nett doch die Polynesier wären, aber weder Polynesier noch wohlhabende Franzosen haben einmal für mich angehalten. An der Ampel probierte ich Fahrer haltender Wagen anzusprechen, aber die einzige Reaktion war Türen zu und Fenster hoch. Es regnete in Strömen und mir blieb nichts übrig, außer den Rest der Strecke in Flipflops im Dunkeln zurück zu laufen. Meine Füße waren komplett wund und es dauerte mehrere Wochen, bis ich überhaupt wieder richtig laufen konnte. Diese traumatische Erfahrung ist die Geschichte meines Nicht-Trampens.

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