The dryest wettest place on earth. Der trockenste regenreichste Ort der Erde.

We are about to go to Cherrapunji. It is a famous name. In geography class in highschool I learned this is the wettest place on earth receiving more rainfall than any other place in a year. From Shillong we try to find a bus to Cherrapunji, or Sohra how it is locally called. We manage to take an urban bus from our hotel to the grand market where transport is supposed to depart. And now complicated India starts again. There is no such thing as a central bus stand. We ask around and locate buses that are about to depart in four hours or taxi drivers who want us to take an expensive private trip or tell us the location of the shared transport only against a commission. It takes a while to finally find the place where shared 4WDs depart. It looks like an abandoned multistorey car park.

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On our way to Sohra we see again the two faces of Meghalaya. Superdry yellow-brownish grassland plains and some spots of lush green vegetation on the lower slopes facing south. There is always a sharp boundary between these two opposite forms of landscape. It probably markes the spot where the clouds will not go any further.

The town of Sohra itself is not much of a tourist’s delight. We are told we are lucky since today is market day. There is nothing much of interest for us, some vegetables, lots of dead animals. It is narrow and crowded as usual. Staying in these dry plains I am reminded of another place. I have to think what it is. Then I look at the half-complete buildings and the colorful clothes of these not very stereotypical Indian people in this cold and dry hilly region. Now I know it: It all reminds me of the Andean highlands in Bolivia. This is somehow strange as they are in a completely different corner of the globe, but that is what comes closest. Looking for a place to stay is not as easy as we thought and the choice of food is mostly between Chinese fried rice and fried noodles, thankfully we can opt out on the meat and have a vegetarian version.

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This is where we will stay for the next few days and explore the surroundings. The first hike takes us to the Nohkalikai waterfalls. It is a five kilometer walk on a small paved road through the strange dry landscape. As expected all the domestic tourists go on taxis, cars, buses and motorbikes and find it amusing to see us guys walking. This wettest place on earth looks as dry as a savannah just before desertification. Well, we are here in dry season and things must be different in monsoon. From the view point we see the dramatic drop-off with the beautiful sight of the falls where the green tropical vegetation starts again. It is one of the very few falls that can be seen even in dry season. I wonder what it looks like in monsoon. While I ponder about the rain and the waterfall, we quickly become the local attraction at the viewpoint and pose for several pictures with some local Khasi guys. The wettest place on earth may be very dry now but you cannot beat this view over the waterfall.

sdr

Wir wollen nach Cherrapunji fahren. Der Name ist berühmt. Im Geographie-Unterricht habe ich gelernt, dass dies der regenreichste Ort der Erde wäre, an dem jährlich mehr Niederschlag herunter geht als irgendwo sonst. Von Shillong aus versuchen wir einen Bus nach Cherrapunji zu finden, oder Sohra, wie der Ort hier häufig auch genannt wird. Wir schaffen es immerhin, mit dem Stadtbus von unserer Unterkunft bis zum zentralen Markt zu gelangen, wo es Transportmöglichkeiten geben soll. Aber hier fängt das komplizierte Indien wieder an. So etwas wie einen zentralen Busbahnhof gibt es nicht. Wir fragen herum und machen tatsächlich Busse ausfindig, die allerdings erst in vier Stunden abfahren sollen. Oder es gibt Taxifahrer, die uns dort zu einem viel zu hohen Preis hinfahren wollen und nur gegen Geld verraten möchten, wo Gemeinschaftstransporte abfahren. Wir brauchen eine ganze Weile, um endlich die Ecke zu finden, wo öffentliche Jeeps abfahren, in die man sich mit anderen reinteilt. Der Ort sieht aus wie ein verlassenes Parkhaus.

Auf dem Weg nach Sohra sehen wir wieder die zwei Gesichter Meghalayas. Vertrocknete gelbbraune Grasebenen einerseits und andererseits Flecken grüner tropischer Vegetation an den Abhängen in Richtung Süden. Zwischen beiden Vegetationsformen ist immer eine trennscharfe Grenze zu sehen. Wahrscheinlich kommen genau dort die Wolken nicht mehr weiter.

dav

Die Stadt Sohra selbst ist nicht gerade ein Quell der Freude für Touristen. Uns wird gesagt, wir hätten heute Glück, es sei Markt. Viel von Interesse gibt es für uns dort nicht, etwas Gemüse, viele tote Tiere. Und es ist wie immer eng und überfüllt. Diese Hochebene erinnert mich irgendwie an etwas. Ich überlege noch, was es ist. Dann betrachte ich die halbfertigen Gebäude und die farbenfrohe Kleidung dieser nicht sehr typisch aussehenden Inder in der kühlen Bergregion. Jetzt fällt es mir ein: Es erinnert mich an das Andenhochland von Bolivien. Das ist irgendwie seltsam, denn wir sind ja in einer komplett anderen Ecke der Erde, aber das kommt tatsächlich am nächsten. Eine Unterkunft zu finden ist schwieriger als gedacht und beim Essen hat man hauptsächlich die Wahl zwischen chinesischem gebratenen Reis und gebratenen Nudeln. Dankenswerterweise lässt man für uns auch mal das Fleisch weg und serviert eine vegetarische Variante.

Hier werden wir also die nächsten Tage bleiben und die Umgebung erkunden. Die erste Wanderung führt uns zu den Nohkalikai Wasserfällen. Es ist ein Fünf-Kilometer-Marsch auf einer kleinen asphaltierten Straße durch die unwirkliche trockene Landschaft. Wie erwartet sind all die Inlandstouristen motorisiert unterwegs, ob mit Bus, Taxi, Auto oder auf dem Motorrad. Sie finden es amüsant uns laufen zu sehen. Der feuchteste Ort der Erde ist trocken wie eine Steppe kurz bevor sie zur Wüste wird. Wir sind ja auch in der Trockenzeit hier und zur Regenzeit wird es sicher anders aussehen. Vom Aussichtspunkt aus sehen wir die steilen Felswände mit dem fantastischen Anblick des Wasserfalls und der wieder tropischen Vegetation. Der Wasserfall gehört zu den wenigen, die man auch zur Trockenzeit überhaupt sehen kann. Ich frage mich, wie mächtig er wohl im Monsun wirken mag. Während ich über Regen und Wasserfälle grübeln, steigen wir schnell zur eigentlichen Attraktion am Aussichtspunkt auf und posieren für ein Fotos mit einheimischen Khasi-Jungs. Der regenreichste Ort der Welt mag zwar ziemlich trocken sein, aber der Anblick des Wasserfalls ist einfach unschlagbar.

sdr

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