Walking over Pandora’s roots. Über die Wurzeln von Pandora laufen.

Have I already mentioned Meghalaya reminds me of the planet Pandora in James Cameron’s movie Avatar? The tree roots in the dense tropical jungle feel like they communicate with each other. And why is there such a lush green jungle? – It is because Meghalaya is home to the clouds giving off humidity. Actually Meghalaya is a Sanskrit word meaning exactly this: the abode of the clouds.

To get to the jungle, we have to leave the surreal dry altiplano of Cherrapunji. We hire a taxi to take us to the village of Tyrna where our great hike begins. The road does not continue any further. The village of Nongriat is not connected by any road. We have to walk down 3,500 steps into a valley to see some more famous root bridges again. I am not so much worried about going down, more about going back up again later. The steps are made of concrete and are in a good condition.

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Down in the village we find out it is not yet Nongriat but another one. We see a sign leading us to a root bridge and pay our entrance and photography fees as usual. However this is not the double-decker bridge, it is a single-deck one. Still a very fascinating sight. We walk over Pandora’s roots. Nearby there is a narrow cave that we also explore. We meet a group of US-American tourists. So far a long-haired Canadian guy in Shillong has been the only Westerner we have seen in the whole state.

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We follow the river in this beautiful green tropical landscape and cross several suspension bridges. Finally we reach the laidback village of Nongriat. Just like a serpent one small path runs through the village. There is also a simple guesthouse. I wonder what it is like to stay here for the night. We are not prepared for this and have already told our taxi a pick-up time. Maybe next time.

And now here it is: the famous double-decker bridge. I can only speculate why it has two decks, maybe as a kind of back-up if the rain and the river are two strong, so if one bridge has troubles, you can still use the other. We rest for a while and observe the serene beauty. Sometimes it becomes busier and nosier, as some groups of schoolchildren from Shillong or other Indian tourists arrive.

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The trail goes further along the river in the valley. People tell us there must be some pools for swimming. We follow the trail for a while and then decide to just rest in a calm place and take in the beauty of the landscape. Then we return all the way and climb up the infamous 3,500 steps which are not that bad.

We wait for our taxi. And we wait and wait, for one and a half hour. Problem is we have not paid them yet for the drive in the morning, and therefore you would expect they should be on time to get their money. Finally we ask some local guys if there is another way to get out of the village and we find a guy who drives us back to Cherrapunji. As expected our original belated taxi guys call our homestay staying and demand their money since they claim they were there to pick us up, only two hours too late. I am not willing to give in this time and see this as a lesson in assertiveness since we have been waiting so long for them to come. I manage to state my point clearly. As tourists we are used to getting overcharged, but we still want some service for it. So we finally agree on not paying the whole sum. We have a simple local dinner in our homestay and I sleep well after this wonderful hiking day. This has certainly been a highlight of our Meghalaya trip.


Habe ich schon erwähnt, dass mich Meghalaya an den Planeten Pandora aus James Camerons Film Avatar erinnert? Die Baumwurzeln im dichten Tropenwald wirken, als ob sie miteinander kommunizieren würden. Und warum gibt es überhaupt den feuchten grünen Dschungel? – Weil Meghalaya Heimat der Wolken ist, die ihre Feuchtigkeit hier abgeben. Und tatsächlich ist Meghalaya ein Sanskrit-Wort mit genau dieser Bedeutung: Heimstatt der Wolken.

Um in den Dschungeln zu gelangen, müssen wir die surreale Hochebene von Cherrapunji wieder verlassen. Wir organisieren uns ein Taxi, das uns zum Dorf Tyrna bringt, wo unsere große Wanderung beginnt. Die Straße geht hier nicht mehr weiter. Das Dorf Nongriat ist nicht ans Straßennetz angeschlossen. Wir müssen 3.500 Stufen hinunter ins Tal absteigen, um noch weitere berühmte Wurzelbrücken zu sehen. Das Runtergehen macht mir nicht so viele Sorgen wie der Gedanke an das Hochsteigen bei der Rückkehr. Die Stufen sind aus Beton und in einem guten Zustand.

Unten im Dorf finden wir raus, dass das hier noch gar nicht Nongriat ist, sondern ein anderes Dorf. Wir entdecken ein Schild, das uns auf eine Wurzelbrücke verweist. Wir üblich bezahlen wir unsere Eintritts- und Fotografiegebühren. Das ist jedoch gar nicht die Doppeldeckerbrücke, sondern “nur” eine einfache Brücke. Der Anblick ist nichtsdestotrotz faszinierend. Wir laufen über Pandoras Wurzeln. Und in der Nähe schauen wir in einer schmalen Höhle vorbei. Wir treffen auf eine Gruppe US-Amerikaner. Bis zu diesem Moment war ein langhaariger Kanadier in Shillong der einzige westliche Tourist, dem wir im gesamten Bundesstaat begegnet sind.

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Wir folgen dem Flusslauf in dieser zauberhaften grünen tropischen Landschaft und überqueren mehrere Hängebrücken. Schließlich erreichen wir das verschlafene Dorf Nongriat. Ein einziger Pfad schlängelt sich durch das ganze Dorf. Es gibt sogar ein einfaches Gasthaus. Ich frage mich wie es wäre, eine Nacht hier im Dorf zu schlafen. Allerdings sind wir darauf nicht vorbereitet und haben unserem Taxi schon eine Zeit gesagt, zu der sie uns wieder zurückfahren sollen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Und da ist sie: die berühmte Doppeldecker-Brücke. Ich kann nur mutmaßen, warum sie zwei Ebenen hat. Vielleicht als Absicherung, falls Regen und Fluss zu stark werden. Wenn eine der Brücken nicht mehr hält oder benutzbar ist, kann man noch die andere Ebene benutzen. Wir ruhen uns hier ein Stück aus und bestaunen die Schönheit des Anblicks. Es wird immer mal wieder laut und lebhaft, wenn zum Beispiel Schulklassen aus Shillong ankommen oder Gruppen anderer indischer Touristen vorbei kommen.

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Der Wanderweg führt entlang des Flussbetts weiter durch das Tal. Man sagt uns, dass es weiter hinten Stellen zum Schwimmen gäbe. Wir folgen dem Pfad eine ganze Weile und bleiben irgendwann einfach an einem Ort, um uns dort auszuruhen und die Landschaft zu genießen. Dann geht es den ganzen Weg zurück und wir klettern die 3.500 Stufen wieder hoch. Ist aber gar nicht so schlimm.

Wir warten auf unser Taxi. Und warten und warten, für mehr als eineinhalb Stunden. Das Problem ist, dass wir die Hinfahrt am Morgen noch nicht bezahlt haben. Eigentlich sollte man denken, dass der Fahrer gerade deshalb pünktlich sein sollte, um sicher zu gehen, sein Geld auch zu erhalten. Schließlich fragen wir ein paar Dorfbewohner, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt, aus dem Dorf wegzukommen. Wir finden jemanden, der uns zurück nach Cherrapunji fährt. Wie zu erwarten, ruft unser verspäteter Taxifahrer vom Morgen in unserer Unterkunft an und verlangt die volle Geldsumme, denn schließlich wäre er ja extra nochmal für uns hingefahren – nur eben zwei Stunden zu spät. Dieses Mal habe ich keine Lust einfach nachzugeben und sehe das als Lektion in Sachen Durchsetzungsfähigkeit. Wir haben immerhin ziemlich lange gewartet. Ich schaffe es, meine Position deutlich zu machen. Als ausländische Touristen mögen wir gewohnt sein, zu viel Geld für alles zu bezahlen, aber dann sollte immerhin die Leistung auch stimmen. Wir einigen uns letztlich darauf, nicht die vollständige Summe zu zahlen. Am Abend essen wir in unserem Homestay noch eine Mahlzeit. Nach diesem wunderbaren Wandertag schlafe ich ausgezeichnet. Die Wanderung war einer der Höhepunkte unserer Reise nach Meghalaya.

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