Eine Woche Wanderurlaub in Madeira für Individualreisende.

Madeira ist eine saftig-grüne Insel irgendwo zwischen Portugal, Afrika und den Kanarischen Inseln gelegen. Die Insel ist wegen ihres milden atlantischen Klimas ein idealer Zufluchtsort in allen vier Jahreszeiten. Naturliebhaber und Wanderfreunde lieben diese zerklüftete Insel. Zwar ist sie besonders bei Pauschalreisenden aus Ländern wie Deutschland oder Großbritannien sehr beliebt, aber Madeira lässt sich auch individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen. Madeira ist ideal für einen einwöchigen Urlaub und wir schauen uns die schönsten Wanderungen für diejenigen an, die zum ersten Mal die Insel besuchen und von allem ein bisschen sehen wollen.

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Hafen in Funchal

Erkundungsbasis

Funchal ist die Hauptstadt von Madeira. Verkehrsverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants bieten hier die größte Vielfalt, so dass es sich lohnt, sich in Funchal eine Unterkunft zu suchen und Tagesausflüge von hier zu starten. Die Lage spielt eine wichtige Rolle in der bergigen Stadt. Je weiter unten am Hafen, desto besser. Es gibt verschiedene Busunternehmen. Einige haben ihr Terminal nahe der Seilbahn, andere halten am großen Boulevard entlang der Uferpromenade. Zahlreiche Restaurants befinden sich in den Fußgängerzonen der Stadt. Anders als sonst im ländlichen Portugal ist es in Funchal auch kein Problem, Restaurants mit vegetarischen und veganen Gerichten zu finden.

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Funchal

Flughafen

Von allen wichtigen großen Flughäfen gibt es das ganze Jahr über Direktflüge nach Madeira. Wo kein Direktflug angeboten ist, kommt eventuell eine Umsteigeverbindung über Lissabon in Frage. Vom Flughafen in Madeira kann man über eine preisgünstige und annähernd stündlich verkehrende Busverbindung in 30 bis 60 Minuten nach Funchal fahren, je nachdem in welchen Teil der Stadt man genau hin möchte.

Wandertouren

1 Seilbahn und Levada dos Tornos

Diese einfache Wanderung von Funchal aus eignet sich für den Einstieg ins Wanderabenteuer. Um sich den anstrengenden Aufstieg zu ersparen, fährt man per Seilbahn vom Zentrum Funchals bis hoch nach Monte. Dort erwarten uns lohnende Ausblicke über die Stadt. Nach einem kleinen Abstecher zur Kirche Igreja do Monte kehren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt und laufen in Richtung Westen. Nach einem kleinen Steilstück geht es dann nur noch ziemlich gerade weiter.

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Levada dos Tornos

Den größten Teil des Weges laufen wir neben der Levada dos Tornos. Levadas sind typisch für Madeira und wurden früher nur als Bewässerungskanäle benutzt. Heutzutage ist die Levada-Wanderung unverzichtbarer Teil des Wandererlebnisses in Madeira. Auf dem Weg kommen wir an den niedergebrannten Ruinen des Choupana Hills Hotel vorbei und können uns einen Tee, Kaffee oder einen Snack im Hortensia Gardens Tea House gönnen. Als nächstes geht es weiter zu den Palheiro Gardens. Von hier aus laufen wir runter zur Hauptstraße und nehmen einen der Busse in Richtung Funchal.

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Blick vom Wanderweg auf Funchal.
2 Nonnental – Curral das Freiras

Auch dieser Ausflug ist einfach zu bewältigen, am besten als Halbtagestour. Die Berge sind hier majestätisch und der Ausblick spektakulär. Mit Bus #81 fährt man von Funchal bis zum Hotel an der Eira do Serrado. Von hier oben ist der Ausblick ins Tal ganz fantastisch. Für die Wanderung geht es einfach nur bergab ins Tal. Unten im Dorf gibt es ein paar Einkehrmöglichkeiten für Mittagessen oder einen Kaffee. Von hier aus nimmt man den gleichen Bus zurück nach Funchal. Wer es anstrengender mag, kann auch ins Dorf fahren und den Weg von unten nach oben nach Eira do Serrado laufen.

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Curral das Freiras
3 Ribeiro Frio nach Portela

Für einen Einblick in das zerklüftete Inselinnere empfehlen wir diese Tageswanderung. Man nimmt Bus #56 oder #103 in Richtung Santana und steigt in Ribeiro Frio aus. Auf dem ersten Teil der Wanderung ist man umringt von anderen Touristen. Von der Bushaltestelle am Ortseingang von Ribeiro Frio laufen wir ein kurzes Stück zum Aussichtspunkt Balcões – dem Balkon über das Tal.

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Balcões

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir dasselbe Stück in Richtung Dorf wieder zurück, überqueren die Straße und beginnen das lange Teilstück entlang einer Levada durch den grünen Wald. Diese Wanderung ist zwar lang, aber nicht sehr anspruchsvoll, denn es gibt fast keine steilen Abschnitte. Der Wanderweg endet in Portela, einem winzigen Dörfchen mit einem Restaurant. Von hier aus geht es per Bus (Linie #20, 53, 78) zurück nach Funchal. Hier lohnt es sich, genau vorauszuplanen. Wir empfehlen, die Wanderung an einem Wochentag durchzuführen. Am Wochenende und an Feiertagen fahren nur sehr wenige Busse von hier und es besteht die Gefahr, hier stundenlang fest zu hängen. Manchmal warten hier auch Taxis, oft aber auch nicht.

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Weg nach Portela
4 Pico Ruivo

Der Pico Ruivo ist der höchste Berg Madeiras und der dritthöchste Portugals. Man kann ihn vom Fuße aus besteigen, aber wir schlagen eine leichtere Variante vor. So wie in Route #3 nimmt man den Bus von Funchal nach Santana, bleibt aber bis zur Endstation sitzen. Es verkehren sowohl Expressbusse als auch langsamere Busse, die jedoch Abstecher durch spektakuläre saftig-grüne Landschaften und steile Gebirgsgegenden machen. Santana befindet sich an Madeiras Nordküste und ist für Häuschen in traditioneller Bauweise bekannt. Außerdem lassen sich einige nette Cafés und Restaurants finden.

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Typische Häuschen in Santana

Leider gibt es keine Busverbindung in Richtung Berg, man kann jedoch ein Taxi vom Ort bis zum Parkplatz des Pico Ruivo nehmen – die Stelle nennt sich Achada do Teixera. Dem Fahrer sollte man beim Absetzen Bescheid geben, sich dort nach zwei Stunden wieder abholen zu lassen. Für den Aufstieg kann man eine Stunde oder weniger einplanen, der Rückweg geht deutlich zügiger vonstatten. Der Wanderpfad ist in exzellentem Zustand. Diese Wanderung ist von den hier beschriebenen die anspruchsvollste, ist aber dennoch eigentlich nicht besonders schwierig. Man schwitzt ein wenig, aber das war es dann auch schon. Bei gutem Wetter ist der Ausblick vom Gipfel wunderschön. Und nachdem wir uns satt gesehen haben, kehrt man auf dem gleichen Weg zurück wie man gekommen ist, das gilt auch für den Bus zurück nach Funchal.

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Hoch zum Pico Ruivo
5 Halbinsel Ponta de São Lourenço

Dieser Teil Madeiras unterscheidet sich komplett von den anderen Gegenden. Die schmale Halbinsel weist eine karge Landschaft auf, die auf beiden Seiten vom Meer begrenzt wird. Man ist den Elementen ausgesetzt, insbesondere Sonne und Wind, allerdings regnet es hier seltener als im Inselinnern. Die Schönheit der Landschaft lockt zahlreiche Besucher an. Von Funchal nimmt man den Bus #113 nach Baia D’Abra.

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Ponta de São Lourenço

Von hier aus geht es direkt los mit dem Wanderweg. Es geht ständig hoch und runter. Das letzte Teilstück der Strecke hoch zum Ponta do Furado ist sehr steil. Man kann es weglassen, verpasst allerdings auch eine wunderbare Aussicht auf den Rest der Halbinsel. Um zurückzukommen, läuft und fährt man wieder genauso wie man gekommen ist.

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Blick zurück auf die Hauptinsel von der Ponta de São Lourenço

Weiter gehts

An den wanderfreien Tagen kann man sich ausruhen oder Funchal zum Einkaufen oder Sightseeing erkunden. Eine Woche auf Madeira ist schneller um als man denkt. Erfahrenen Madeira-Besuchern bietet sich eine Vielzahl an weiteren Wanderwegen in den unterschiedlichsten Landschaften, zum Beispiel mehr im Innern der Insel.

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Funchal bei Nacht
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One week of Hiking in Madeira for independent Travellers.

Madeira is a lush green island somewhere in the middle between mainland Portugal, Africa, and the Canary Islands. It is an ideal getaway for Europeans in all four seasons due to its mild Atlantic climate. Nature lovers and hiking enthusiasts love this rugged island. Although many elderly package tourists from countries like Germany or Britain come here, it is easy to explore the island on your own as an independent traveller using public transport. Madeira is perfect for a one-week-holiday and we are going to explore some of the best hikes for first-time-visitors to see the best of the island.

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Port of Funchal

Base yourself

The capital is the city of Funchal. Transport connections and shopping as well as dining options are best here, so it pays off to book your accommodation in the city and make day trips from here. Location is important in Funchal. The city is steep. The further down the better. There are different bus companies. One has its terminal close to the cable car station, others stop at the main boulevard at the waterfront. Lots of restaurants line the pedestrian zones in old Funchal. Other than usual in smaller towns in Portugal it is no problem locating restaurants specialising in vegetarian and vegan cuisine in Funchal.

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Funchal

Airport

Major European airports offer direct connections to Madeira’s airport all year round. If there is no direct connection, you might connect through Lisbon. There is an inexpensive public bus leaving every hour or so to Funchal, taking approximately 30 to 60 minutes depending where you want to go in Funchal.

Hiking

1 Cable Car and Levada dos Tornos

This is an easy trip for beginners to start your hiking adventure in Funchal. In order to spare you from climbing all the way up, just take the cable car from downtown Funchal up to Monte. You are offered intriguing views over Funchal. Visit the Igreja do Monte church and go back from here the hiking trail just walking west. There is one steep stretch. After this part the hiking trail runs almost even.

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Levada dos Tornos

Large parts of the trail you walk next to the Levada dos Tornos. Levadas are typical to Madeira and were originally used as irrigation channels. Nowadays walking along Levadas is part of the essential hiking experience in Madeira. On the way you pass the burned-down ruins of the Choupana Hills Hotel and you might have a tea, coffee, or a snack afterwards in the Hortensia Gardens Tea House. The next stop would be the Palheiro Gardens. A little further down you get to the main road and from here take any bus going back to Funchal.

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View from the trail over Funchal.
2 Nun’s Valley – Curral das Freiras

This trip again is an easy one although it is recommended to do it as a half-day trip. The mountains are majestic and the views are spectacular. We would suggest you to take bus #81 from Funchal to the Hotel of Eira do Serrado. It sits on the top of the valley and offers comprehensive views over the valley. From here you only hike down to the village in the valley. If you want more challenge, you might of course walk up and down here. Down in the village there are a few options for having lunch or a coffee break. From here you can take the same bus back to Funchal.

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Curral das Freiras
3 Ribeiro Frio to Portela

To experience the rugged center of the island we suggest to walk this comprehensive day trip. Take bus #56 or #103 to Santana and get off in Ribeiro Frio. The first part of this trip is very popular with tourists. From the bus stop at the entrance of the village you take a short walk to the spectacular viewing point of Balcões – the balcony over the valley.

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Balcões

After enjoying this view you take the same way back to the village, cross the road and start the long walk alongside a Levada through the lush green forests. The walk may be long, but it is not that difficult since there are hardly any steep stretches. The trail ends in Portela, a tiny village with a restaurant. From here take any bus (#20, 53, 78) back to Funchal. Plan ahead carefully. We would advise to walk this trail on a regular weekday. If you go on weekends or on public holidays, there are very limited bus services to take you back to Funchal and you might be stuck for hours. Sometimes taxis are waiting here, sometimes there aren’t any.

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Way to Portela
4 Pico Ruivo

The Pico Ruivo is the highest mountain in Madeira and the third highest in all of Portugal. You might climb all the way up and down, but we suggest an easier way. As in trip #3, take a bus from Funchal towards Santana, but stay in the bus until you reach the end of the bus journey. Either take an express bus with lesser stops, or take a longer one and enjoy the drive through spectacular green and steep mountainous landscapes. Santana is situated at the northern coast and is famous for its distinct style of traditional houses. There is also a nice choice of restaurants and cafes.

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Typical houses in Santana

Unfortunately there is no public transport up to the mountain, but you can take a taxi from here to the parking lot of the Pico Ruivo called Achada do Teixera. Tell your driver to come back in two hours to pick you up to get back to town. You probably need one hour or less to get up to the mountain, and much less to get down. There is a well-marked trail in a good condition to take you up. This hike is probably the most challenging one of the hikes suggested here and you will probably be sweating a bit, but it is certainly not really difficult. If the weather is fine, the views are amazing. And if you have enough of everything, you get back the same way you came up – same with the bus.

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Up to the Pico Ruivo
5 Peninsula of Ponta de São Lourenço

This part of Madeira is totally different from the others. The narrow peninsula offers a barren landscape bordered by the sea on both sides with a lot of exposure to wind and sun, but with a smaller probability of rain than in the interior of the island. Its beauty attracts a lot of visitors. From Funchal take bus #113 to Baia D’Abra.

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Ponta de São Lourenço

This is the direct starting point of the trail. It takes you up and down. You might skip the last stretch on the Ponta do Furado which is a bit steeper, yet offers fantastic views. To get back, you take the same way you came.

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Looking back at the mainland from Ponta de São Lourenço

And more

On other than your hiking days you might want to relax or stay in Funchal for shopping or sightseeing. Your week will be over quicker than you might think. For the frequent or experienced Madeira visitor there are enough hikes that are more challenging or show you more of the interior of the island.

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Funchal at night