Die besten Ziele in Südostasien 2016.

Auf unserer 7-monatigen Reise durch 9 Länder in Südoastasien haben wir so viele wunderbare Ziele besucht und es ist schon schwer zu sagen, welches das beste Erlebnis war. Über die Großstädte habe ich schon einen separaten Artikel auf Englisch geschrieben, aber diese sind nicht die eigentlichen Höhepunkte der Region. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und im Gegensatz zu anderen Reiseblogs sind sonst so beliebte Ziele wie die Strände Thailands, Orte in Laos, die Halong-Bucht oder Hanoi in Vietnam gar nicht auf meiner Liste vertreten.

Das sind meine Top 10 Reiseziele mit einer guten Mischung aus Strand und Inselparadiesen, Bergen und Vulkanen, gemütlichen Städtchen und beeindruckenden Tempeln. 

1. Vulkane | Indonesien

 

Ich kann mich gar nicht recht entscheiden, ob nun der Lokon auf Sulawesi, der Bromo oder der Ijen auf Java den bleibendsten Eindruck auf der Reise hinterlassen haben. All diese Vulkane stellen Verbindungspunkte zu den gewaltigen Kräften im Erdinnern dar. Man kann es fühlen, hören und riechen. Sie zu besteigen ist nicht nur ein tolles Abenteuer mit einer fantastischen Aussicht, sondern auch eine spirituelle Erfahrung – direkt mit dem Erdinnern verbunden und doch kommt man sich wie auf einem anderen Planeten vor.

2. Yogyakarta mit Prambanan und Borobodur | Java, Indonesien

 

Die Stadt Yogyakarta ist ein kulturelles Zentrum und ein echter Schatz für Rucksackreisende in Indonesien. Die ganze Insel Java wird von Reisenden im Vergleich zu Bali eher stiefmütterlich behandelt. Yogyakarta verbindet seine kulturellen Reichtümer mit dem Flair einer traditionellen indonesischen Stadt und ist dabei dennoch nicht zu einem überfüllten und überentwickelten Pauschaltouristenmoloch verkommen. Neben der angenehmen Aufenthaltsqualität, einem Sultanspalast und der Batik-Textilkunst befinden sich auch zwei gewaltige antike UNESCO-Welterbestätten in der näheren Umgebung: Die monumentale buddhistische Pagode von Borobudur und die majestätischen Tempel von Prambanan, die größten hinduistischen Tempel Indonesiens.

3. Bantayan | Cebu, Philippinen

 

Bantayan ist ein Inselparadies. Die Strände sind vom Feinsten, sprichwörtlich – weißer Sand, gute Möglichkeiten zum Schwimmen, keine Felsen im Wasser. Der Strand befindet sich direkt am verschlafenen Städtchen Santa Fe. Man muss nur aus dem Hotel rausschlendern und schon ist man da. Außer zu Weihnachten und Ostern ist die Insel ruhig und friedlich. Und dank der Auslandsdeutschen und anderer Expats gibt es dennoch etliche nette Restaurants und Bars auf der Insel. Kein Wunder, dass die Menschen gerne hier alt werden wollen. Krawallige Partys oder junge Tanzwütige sucht man hier vergebens. Hier liegt man einfach in der Sonne, geht ins Wasser und entspannt sich in einer wunderbaren Umgebung.

4. Bagan | Myanmar

 

Ehrlich gesagt war Myanmar im Großen und Ganzen eine ziemliche Enttäuschung, mit einer großen Ausnahme: Bagan mit seinen tausenden von buddhistischen Stupas, die auf der Ebene des Ayeryarwaddy-Flusses verstreut erbaut wurden. Der Anblick ist magisch, ganz besonders bei Sonnenuntergang. Man fühlt sich wie in einer anderen Zeit und in einer Märchenwelt. Man kann etliche Tage damit verbringen, die verschiedenen Pagoden mit dem Fahrrad oder dem Elektromoped zu erkunden und hat dennoch nur einen Bruchteil dessen erkundet, was es hier errichtet wurde. Trotz seiner Einmaligkeit ist Bagan noch nicht all zu überfüllt und bietet eine angenehme touristische Infrastruktur, die in Myanmar alles andere als selbstverständlich ist.

 5. Sagada | Luzon, Philippinen

 

Auf den ersten Blick könnte die Gegend um Sagada mit ihren Wäldern und Hügeln auch irgendwo im Elbsandsteingebirge in Deutschland liegen. Das ist aber gar nicht weiter schlimm. Sagada war sogar einer der angenehmsten Bergorte auf unserer Reise durch Südostasien. Was den Ort so besonders macht, ist seine einzigartige Bestattungskultur – man kann Särge in Höhlen und von Felswänden herabhängend bestaunen – und die Möglichkeit zum Erkunden von Höhlen, was letztlich eine der aufregendsten Abenteuer meines Lebens war. Hinzu kommen noch wunderschöne Reisterrassen und nahe gelegene Wasserfälle.

6. Ubud | Bali, Indonesien

 

Bali ist wahrscheinlich das erste “klassische” Reiseziel in dieser Liste, und das zu Recht. Die Insel gehört zu den Zielen, die mir enorm gut gefallen, obwohl sie recht voll und bei den verschiedensten Typen von Touristen beliebt sind. Ubud ist das unbestrittene spirituelle Zentrum der Insel mit seinen Tempeln, Wellnessbädern, klassischer Musik und Tanz, Yoga und Meditation, indonesischem Essen aus ökologischem Anbau, vegetarischen Kochkursen und Reisfeldern – ein Himmel auf Erden für Menschen, die gerne ihre spirituelle Seite erkunden möchten. Ich war schon drei Mal in Ubud und würde dennoch immer wieder etwas Neues in dieser Stadt entdecken.

7. Bunaken | Sulawesi, Indonesien

 

Wenn man die Insel Bunaken nach ihren Strand- oder Inselparadiesqualitäten beurteilen würde, käme sie nicht übermäßig gut weg. Immerhin ist es recht ruhig und man kann wunderbar die Mangroven erforschen. Der wahre Schatz der Insel befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche – die Riffe und Unterwasserwände um Bunaken gehören zu den besten Tauch- und Schnorchelplätzen der Welt. Beim Schnorcheln entdeckt man eine Menge bunter Fische und eine große Vielfalt an Korallen. Ich habe unzählige Schildkröten gesehen und es gibt auch große Fische wie Mantarochen. Als Taucher sieht man noch ein wenig mehr, wie bunte Nacktschnecken oder sogar Seepferdchen.

8. Siem Reap und Angkor Wat | Kambodscha

 

IMG_3582

Die antiken buddhistisch-hinduistischen Tempel von Angkor Wat sind weltberühmt und der Anblick verschlägt einem den Atem. Man könnte ein ganzes Leben damit verbringen, die Tempel zu erkunden und wäre immer noch nicht fertig damit. Selbst wenn man sich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt, kann man nach wenigen Tagen die Tempel nicht mehr auseinander halten, weil es einfach so viele waren. Klar, es ist heiß, teuer und überfüllt, aber das ist es wert. Die nahe gelegene Stadt Siem Reap ist ein wichtiger Knotenpunkt und ein bedeutsamer Touristenort in Kambodscha. Es lässt sich dort erstaunlich gut aushalten. Man kann die Tage in französischen Bäckereien, in kambodschanischen und internationalen Restaurants verbringen. Und wenn es sich ausgetempelt hat, gibt es Wellnessmöglichkeiten, Yoga und Meditationszentren wie das wunderbare Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippinen

 

Wie auch Angkor Wat gehören die Reisterrassen von Batad zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Volk der Ifugao erschuf diese Terrassen vor 2.000 Jahren. Die Terrassen in unzähligen Grünschattierungen sind ein Wahrzeichen Südostasiens, nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein kulturelles Symbol, das auf die Bedeutung des Reisanbaus hinweist.

10. Togian-Inseln | Sulawesi, Indonesien

 

Diese Inseln im Golf von Tomini, der von der größeren Insel Sulawesi umschlungen wird, sind nicht einfach zu erreichen, aber es ist die Mühe und den weiten Weg wert. Dörfer von Seenomaden, Privatstrände, Dschungel, Abgeschiedenheit, gute Tauch- und Schnorchelplätze. Auf diesen Inseln kann man die großen und kleinen Sorgen der Welt vergessen.

Ziele, die es fast auf die Liste geschafft hätten

 

Ich habe mich auf den Gili-Inseln in Indonesien sehr gut entspannt. Gili Meno war die beste der drei Inseln, Gili Air kommt an zweiter Stelle. Die spanisch-koloniale Architektur und Atmosphäre in der philippinischen Stadt Vigan haben mich sehr positiv überrascht, der kulturelle Reichtum der Stadt wird sich sicher bald rumsprechen. Der Aufenthalt auf der Insel Koh Ta Kiev in Kambodscha war schon eine kleine Robinsonade und ich hatte viel Spaß an Stränden von Sihanoukville auf dem Festland.

Es bleibt festzuhalten, dass sich die meisten Ziele auf meiner Liste in Indonesien befinden. Die Philippinen sind auf dem zweiten Platz und Kambodscha auf dem dritten. Das spiegelt auch meine Präferenzen wider, wenn ich die Länder in eine Reihenfolge bringen müsste.

Einverstanden mit dieser Liste? Wenn nicht, würde ich gerne einen Kommentar darüber lesen, wem warum welcher Ort in Südostasien am besten gefallen hat. 

Advertisements

The Best Places to visit in South East Asia.

Having traveled 7 months through 9 countries in South East Asia we have seen many awesome places and it is hard to decide which was the best experience. I have already written an article on big cities but these are not the true highlights of the region. Tastes are different and contrary to many other travel blogs you will not find Thai beaches, Laos, Halong Bay or Hoi An in Vietnam on this list.

These are my top 10 places which are a good mixture of beach and island paradises, mountains and volcanoes, pleasant towns and awe-inspiring temples.


1. Volcanoes | Indonesia

I could not decide whether Mount Lokon on Sulawesi, the Bromo or the Ijen on Java was the most impressive volcano on this journey. All these volcanoes connect directly to the powerful forces of earth beneath our feets. You can feel it, you can hear it, you can smell it. They are not only an adventure to climb and a great sight, but it is also a deeply spiritual experience – so close to the inner core of earth and yet the surroundings made me feel like being on another planet.

2. Yogyakarta with Prambanan and Borobodur | Java, Indonesia

The city of Yogyakarta is a cultural center and a real gem for the backpacker in Indonesia. The whole island of Java is often overlooked in favor of other places like Bali. Yogyakarta combines its treasures with the flair of a traditional Indonesian city and still is not a crowded and overdevelopped package tourism place. It is not only pleasant to stay, has a Sultan’s palace and is the epicenter for Batik clothes – it also offers two impressive ancient UNESCO world heritage sites in its vicinity: The huge Buddhist stupa of Borobudur and the majestic temples of Prambanan, the largest Hindu temples in Indonesia.

3. Bantayan | Cebu, Philippines

Bantayan is an island paradise. Its beaches are of supreme quality, fine white sand, the swimming is lovely, no rocks. And the beach is situated directly on the shores of the tranquil small town of Santa Fe, just walk out of your hotel and you are there. Except for christmas and easter the place is peaceful and quiet. And still – thanks to the expat community – there is a good choice of restaurants and bars on this island. No wonder why people choose to get old here. You will not find noisy parties or a young crowd here. It is just a place to sunbathe, swim, and relax in beautiful surroundings.

4. Bagan | Myanmar

To be honest, Myanmar in the whole was one of the few disappointments on our journey, with one big exception: Bagan and its thousands of Buddhist stupas scattered a long a wide plain close to the Ayeyarwaddy river. The views are magical, particularly at sunset. It looks like being in another time – in a fantasy world. You can spend days exploring the different pagodas by bicycle or electric scooter and still you have covered only a fraction of what is built there. Despite its awesomeness Bagan is not yet too crowded and offers a pleasant tourist infrastructure which cannot be taken for granted in Myanmar.

 5. Sagada | Luzon, Philippines

At first, the area around Sagada looks like a average place with forests and hills in Germany, not like a wild exotic place. This is no disadvantage, actually it is one of the most pleasant hill stations we found in South East Asia. What makes it so special is the unique burial culture – you can see coffins in caves and hanging from rocks – and the possibility of exploring caves which was one of the most exciting adventures in my life. Adding to this, you find beautiful rice terraces and waterfalls close.

6. Ubud | Bali, Indonesia

Bali is probably the first “classic” popular travel destination on this list, and deservedly so. The island belongs to the places I still love despite being crowded and extremely popular with all kinds of tourists. Ubud is the undisputed spiritual center of the island with temples, spas, classical music and dance, yoga and meditation studios, organic Indonesian restaurants, vegetarian cooking classes, rice paddies – it is a heaven on earth for people who like to explore their spiritual side. I went to Ubud three times already and would still find so much new to experience and do in this town.

7. Bunaken Island | Sulawesi, Indonesia

If you judged Bunaken by its beaches or paradise island qualities, it would not rank too well. However it is a calm island and the mangroves are great to explore. The real treasures of Bunaken are beneath the water surface – the reefs and drop-offs around Bunaken are premium world-class diving and snorkeling sites. A snorkeler will experience a lot of colorful fish, a great variety of corals, I spotted countless turtles and there are big fish like manta rays. Divers see even more like colorful nudibranches or sea horses.

8. Siem Reap and Angkor Wat | Cambodia

IMG_3582

The ancient Buddhist-Hindu temples of Angkor Wat are world-famous and simply awe-inspiring. Exploring the whole area would require a lifetime, but even restricting yourself to the most important sites keeps yourself busy for days until you cannot distinguish all the temples anymore. For sure, it is hot and expensive and crowded, but it is worth it. The nearby city of Siem Reap is an important city and tourist hub in Cambodia. It is a surprisingly pleasant place to stay and to spend the days in French bakeries and local or international restaurants. And if templed out, there are spas and yoga and meditation retreats like the wonderful Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippines

Like Angkor Wat, the rice terraces of Batad are a UNESCO world heritage. The Ifugao people constructed these terraces 2.000 years ago. These terraces in more than fifty shades of green are iconic to South East Asia, not only beautiful to look at but culturally important showing what the cultivation of rice means to the region.

10. Togian Islands | Sulawesi, Indonesia

These islands in the Gulf of Tomini surrounded by the larger island of Sulawesi are hard to reach, but it is definitively worth the hassle and the long way. Sea gypsy villages, private beaches, jungle, remoteness, and good places for snorkeling and diving. These islands are truly a place to forget about the big world and all its troubles.

Honorable Mentions

I had a relaxed beach time on the Gili Islands in Indonesia. Gili Meno is the best, Gili Air second. The Spanish colonial architecture and the atmosphere in the Philippine city of Vigan were a nice surprise, I guess its treasures will soon be more known among foreign tourists. Staying on the island of Koh Ta Kiev in Cambodia was a special Robinson adventure, and I enjoyed the mainland beaches in Sihanoukville a lot.

It is fair to say that the majority of the amazing places on this list are located in Indonesia, the Philippines come second and Cambodia third. This reflects also my preference if I had to rate the countries.

Do you agree with this list? If not, I would be happy to read a comment about your favorite place in South East Asia.

Phil Indo Gap. Phil Indo Lücke.

philindo

Considering that both the Philippines and Indonesia are South East Asian insular countries with some similarities in their language families, a bit of common ancient and colonial history and beautiful island-beach-corals-volcano landscapes, it is surprising that both countries are linked that badly, in terms of cultural orientation as well as in matters of traveling.

Even though both countries look close on the map, they are integrated differently in the region. The Philippines is americanized and looks towards the States, and to Japan, Korea, and China as closer neighbors. Indonesia on the other site has a large Muslim majority and has closer ties to Malaysia, Singapore, and Australia on the other hand.

There are really not many useful air connections between the two countries. Yes, there are flights between Bali or Jakarta to Manila, but that’s it. Getting from Cebu in the Philippine Visayas region to Manado on the Indonesian island of Sulawesi looks close on the map but takes us two additional stops – one in Singapore which was actually nice and practical to get a visa for Indonesia in advance, and another in Surabaya, the second largest airport in Indonesia involving a terminal change by bus also. Especially on the last stretch we were the only foreigners and we have not seen others in Manado so far. This seems pretty off the usual South East Asia backpacking trail here.


Dafür dass sowohl die Philippinen als auch Indonesien südostasiatische Inselnationen mit ähnlichen Sprachfamilien, teilweise gemeinsamer traditioneller und kolonialer Geschichte und wunderschönen Insel-Strand-Korallen-Vulkan-Landschaften sind, gibt es erstaunlich wenige Verbindungen zwischen beiden Ländern, sowohl in Bezug auf die kulturelle Orientierung als auch auf Flugverbindungen.

Auch wenn beide Länder auf der Karte dicht beieinander liegen, sind sie in der Region recht unterschiedlich integriert. Die Philippinen sind sehr amerikanisiert und auf die USA ausgerichtet, in der Region auch auf Korea, Japan und China. Indonesien hat hingegen eine muslimische Mehrheitsbevölkerung und orientiert sich mehr in Richtung Malaysia, Singapur und Australien.

Wirklich viele nützliche Flugverbindungen zwischen beiden Ländern gibt es kaum. Ja, es gibt durchaus Flüge zwischen Bali oder Jakarta und Manila, aber das wars dann auch. Um vom philippinischen Cebu in den Visayas nach Manado auf der indonesischen Insel Sulawesi zu kommen, müssen wir zwei Zwischenstopps einlegen, obwohl die Strecke in Luftlinie ziemlich kurz ist. Den ersten Stopp legen wir in Singapur ein, was zur Abwechslung gar nicht mal so schlecht ist und auch praktisch, um sich im Vorfeld ein Visum für Indonesien besorgen zu können. Der zweite Zwischenstopp ist in Surabaya, dem zweitgrößten Flughafen Indonesiens. Dort müssen wir auch noch die Terminals wechseln, und zwar mit einem Shuttlebus. Gerade auf dem letzten Stück sind wir wirklich die einzigen Ausländer, in Manado habe ich auch noch keine gesehen. Man scheint hier ziemlich abseits der üblichen Reiserouten zu sein.

White Beach, Pay Beach. Weißer Strand, Bezahlstrand.

IMG_5043

Now that the Easter week-end is over we give the famous White Beach a try which is supposed to be extremely crowded with Filipino families on holidays. The name is a bit boring, actually I get the feeling that most beaches in South East Asia have a name like White Beach or Long Beach because foreigners do not remember the local names anyway. This beach is a bit further away, so we have to pay a tricycle to take us there. We pay again for entrance into the village, and another time for the beach. All these micro-payments are a bit annoying to the tourist who feels like a cash cow. Very similar to a ferry trip in the Visayas where you pay a baggage fee, a terminal fee and sometimes a fee for worker’s associations additionally to your ticket – all at different counters.

The beach itself looks nice. The water is greenish blue, the sand bright, not always fine. I thought it was finer. Snorkeling is okay here, not as good as close to our hotel in Moalboal. What is not so nice that there is no part of the beach without a resort or restaurants, some build a wall which does not give it a natural or welcoming feeling. Not bad here, but it looks nicer from far away than it actually feels.

IMG_5051

Da das Osterwochenende vorüber ist, wollen wir den berühmten White Beach austesten, der an Feiertagen voll mit einheimischen Familien sein soll. Der Name ist nicht so kreativ, ich habe das Gefühl dass die meisten Strände in Südostasien entweder Long Beach oder White Beach heißen, weil sich die Ausländer die einheimischen Namen sowieso nicht merken können. Der Strand ist ein wenig weiter weg, also müssen wir ein Tricycle-Taxi bezahlen. Dazu kommt Eintrittsgeld für das Dorf, und dann noch mal extra für den Strand. Das macht keinen guten Eindruck auf den Besucher, der sich ganz schön gemolken fühlt. Diese ganzen Minigebühren ähneln dem System auf Fährbooten in den Visayas, wo man zusätzlich zur Fahrkarte noch eine Gebühr für Gepäck, den Hafen und manchmal für Arbeiterorganisationen jeweils an ganz verschiedenen Schaltern entrichten muss.

Der Strand selbst sieht gut aus. Das Wasser ist grünlich-blau, der Sand hat eine helle Farbe, ist nicht überall sehr pulvrig, ich hätte gedacht, er wäre noch feiner. Schnorcheln ist in Ordnung hier, jedoch nicht ganz so gut wie nahe unserer Unterkunft in Moalboal. Mir gefällt weniger gut, dass der Strand an keiner Stelle nicht von Restaurants oder Hotels umsäumt ist, die sich mit Mauern nach außen abschirmen. Es ist wirklich nicht übel hier, sieht aber von weitem besser aus als es sich tatsächlich anfühlt.

Super Snorkeling Sunday. Super-Schnorchel-Sonntag.

IMG_4927

Moalboal at the southwestern coast of the Philippine island of Cebu is a rather unimpressive tourist village. There are some resorts, restaurants, villas, and homestays. Not too touristy, only few bars, no big road, only a small path next to the sea. The big white beach is a bit further away, best reached with motorized transport, we have not been there yet. The so-called beach in Moalboal itself is a tiny strip of rough sand almost disappearing during high tide. Watching the sunset is pretty nice here though.

The real treasures of the places are found under the sea however. You just get into the water with diving or snorkeling equipment and you will be amazed what is there so close to the shore. Not far from the coast is a drop-off which is even more impressive. It is a colorful coral garden, or I should better say a coral zoo since corals are animals despite their flower-like appearance. And we can spot turtles, big sea turtles, several times and swim with them. The jellyfish infestation varies from day to day, yesterday the place was almost tentacle-free, today it was a bit more difficult again. Nevertheless, I am impressed how much of variety exists so close to human settlements and with all the boat traffic. Together with Balicasag Island close to Bohol these both spots are a real paradise for snorkelers.

IMG_5031

Moalboal an der Südwestküste der philippinischen Insel Cebu ist eigentlich ein eher unscheinbarer Touristenort. Einige Hotels, Restaurants, Ferienbungalows. Nicht zu überlaufen, nur wenige Bars, keine große Straße, nur ein schmaler Pfad verläuft parallel zum Meer. Der große weiße Strand ist ein ganzes Stück weg, man kommt dort üblicherweise nur mit Motorrad, Autos oder Tricycles hin, wir waren dort jedoch noch nicht. Der “Strand” in Moalboal selbst ist nur ein kleiner Streifen mit grobkörnigem Sand und Kieseln, der bei Flut fast vollständig verschwindet. Die Sonnenuntergänge sind von hier aus jedoch ein hübscher Anblick.

Die wahren Schätze Moalboals befinden sich unter Wasser. Man schnappt sich einfach Maske, Schnorchel oder Tauchausrüstung und wird überrascht sein, was man so nah am Ort alles sieht. Und nicht weit vom Strand befindet sich auch ein Abhang unter Wasser, der nochmal ein Stückchen eindrucksvoller ist. Es ist ein wundervoller Korallengarten, oder besser gesagt ein Korallenzoo, da Korallen trotz ihres blumenartigen Erscheinungsbildes ja Tiere sind. Und wir sehen mehrere Male Schildkröten, große Meeresschildkröten, und schwimmen eine Weile mit ihnen. Die Quallenverseuchung variiert von Tag zu Tag, gestern war es nahezu quallenfrei, heute wieder etwas problematischer. Nichtsdestotrotz bin ich sehr beeindruckt, welche Artenvielfalt hier unter Wasser und so nahe an menschlichen Siedlungen bei all dem Bootsverkehr existiert. Zusammen mit Balicasag bei Bohol sind das beides wahrhaftig traumhafte Orte zum Schnorcheln.

The Jellyfish Empire Strikes Back. Das Quallenimperium schlägt zurück.

IMG_5645On the long way from Panglao to Moalboal on Cebu island we already pass an Easter procession. It is the Semana Santa now and this means it is peak travel time in the Philippines. We have already booked our hotel and it looks like we get our traveler needs like tours or restaurants fulfilled even during the most important holidays in this country. Moalboal does not appear to be as developed as Panglao, but it also lacks a nice beach close to the amenities.

We book a tour to Pescador Island at a diving resort. This tiny piece of land is uninhabited and not far from Cebu. All the other participants are divers, we are the only snorkelers. They get their instructions and get into the water first once we anchor at the island. For them it is supposed to be one of the greatest diving spots there is on earth.

For us it is a difficult story. After the second boat trip in Bohol we had a new hope that the jellyfish infestation in these waters was over. But don’t underestimate these creatures. The jellyfish empire strikes back. We suddenly find ourself surrounded by those blob animals with its nasty stingy tentacles and get minor stings all over the body. Trying to get back to the boat as soon as possible we find that our boat captain does not really care and is visibly surprised about our troubles once we manage to get back on the boat. We try to find another spot around the island which is better and go in for a while. With lots of care we manage to avoid most of the stingers. There are very nice swarms of colorful smaller fish and the corals have a great variety and look healthy. And we even spot turtles again. However I would say Balicasag Island near Bohol was still a bit better.

IMG_4918
Pescador Island.

The second stop is close to Cebu island. Here the big attraction is the huge sardine swarm. You are surrounded by a swirling swarm of tens of thousands of fish. I feel like in a movie. And even their red excrements are everywhere. Despite the mass of fish there a lots of nice corals here. The trouble here is again the jellyfish. Some areas are more or less okay, in others you do not know how to avoid them anymore. We get stung in many parts of our bodies. The nastiest was on my lips. Luckily it is not as bad as the big tentacle in Siqujior. And I am glad there is vinegar on board which actually really helps. I thought the divers were much better off than we are with their full-body suits and since they go deeper where there are no more jellyfish. However it is very interesting to see that nearly all participants rub their hands and face in vinegar. Even the small part of their body surface that was not covered like hands and face got stung while ascending. The sight was great and I am happy having seen the riff, but the jellyfish empire leaves a burning impression.

IMG_4754

Auf dem langen Weg von Panglao nach Moalboal auf der Insel Cebu kommen wir bereits an einer Osterprozession vorbei. Es ist Semana Santa beziehungsweise Karwoche und das bedeutet Hauptreisezeit auf den Philippinen. Wir haben in weiser Voraussicht unser Hotel schon im Voraus gebucht und es sieht danach aus, als ob wir trotz Feiertagen Ausflüge machen können und auch ein paar Restaurants geöffnet haben. Der Ort wirkt bei weitem nicht so sehr entwickelt wie Panglao, allerdings fehlt auch der schöne Strand in der Nähe der Restaurants und Unterkünfte.

Wir buchen einen Ausflug nach Pescador Island (Fischerinsel) bei einer Tauchschule. Dieses winzige Fleckchen Erde ist unbewohnt und nicht weit von Cebu entfernt. Alle anderen auf dem Boot sind Taucher, wir sind die einzigen Schnorchler. Die anderen bekommen ihre Einweisung und gehen zuerst ins Wasser nachdem wir ankern. Hier soll sich eines der besten Tauchreviere der Welt befinden.

Für uns Schnorchler sieht die Geschichte problematischer aus. Nach unserer zweiten Tour in Bohol hatten wir eine neue Hoffnung, dass die Quallenverseuchung in diesen Gewässern Geschichte wäre. Aber man sollte diese Geschöpfe nicht unterschätzen. Das Quallenimperium schlägt zurück. Wir finden uns auf einmal von diesen gallertartigen Massen mit ihren fiesen Nesseltentakeln umzingelt und bekommen am ganzen Körper kleinere Stiche ab. Wir versuchen schnell zum Boot zurückzukehren, aber unseren Kapitän interessiert das gar nicht so recht und als wir es dann doch zurück geschafft haben, ist er über unsere Schwierigkeiten doch etwas überrascht. Wir lassen uns an einer anderen Seite der Insel wieder absetzen, wo es nicht ganz so schlimm aussieht. Mit viel Vorsicht können wir einem Großteil der Tentakeln ausweichen. Es gibt schöne bunte Fischschwärme, die Korallenvielfalt ist hoch und das Riff wirkt recht gesund. Und wir sehen auch wieder Schildkröten im Wasser. Ich würde dennoch das Riff in Balicasag bei Bohol noch ein Stückchen schöner einschätzen.

Unseren zweiten Halt mit dem Boot legen wir dann nahe Cebu ein. Die große Attraktion ist hier der gewaltige Sardinenschwarm. Man ist plötzlich von einem wirbelnden Schwarm zehntausender Sardinen umgeben, wie in einem Film irgendwie. Und selbst deren rote Exkremente wirbeln überall umher. Trotz der vielen Fische gibt es hier auch wieder sehr schöne Korallen. Probleme machen wieder mal die Quallen. An manchen Stellen geht es, an anderen kann man ihnen kaum noch ausweichen. Wir werden wieder an vielen Stellen gestochen, am unangenehmsten ist es an den Lippen. Allerdings hat es mich dennoch nicht so schwer erwischt wie bei den Riesententakeln auf Siquijor. Und glücklicherweise gibt es Essig an Bord, der tatsächlich zu helfen scheint. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es die Taucher mit ihren Anzügen besser haben – und auch weil sie tiefer tauchen und die Quallen eher an der Oberfläche schwimmen. Allerdings ist es interessant zu beobachten, dass nahezu alle Taucher sich nach dem Tauchgang ebenfalls ihre Hände und ihr Gesicht mit Essig einreiben. Selbst die wenigen unbedeckten Stellen an ihrem Körper haben beim Auftauchen ein paar Tentakelstiche abbekommen. Es ist schon toll, was man gesehen hat und das Riff ist wirklich schön, aber das Quallenimperium hinterlässt dann doch einen nesselnden Eindruck.