Another Sand Stone Adventure. Noch ein Sandstein-Abenteuer.

The last time we went to the sand stone mountains it was really nice, so we decide to take another trip. This time we catch the one direct train from Leipzig that only operates on Saturdays and is packed with hikers. I expected them to be mostly middle-ages hikers, but to my surprise there are a lot of high school and college groups. Maybe the restrictions of the Coronavirus lockdown made the younger people appreciate nature more. We get off short before the last stop at the Czech border and cross the Elbe river by ferry. On the other side there is Schmilka, a cute village nestled in a valley with traditional timber houses displaying mixed architectonic features of slavic and germanic traditions.

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We walk through the village and find our trail way up. It is rather busy on the trails on this sunny weekend. The trails leads us deep into a canyon. As we reach the end, we climb up steeply on iron ladders. Up there we have a wonderful view over the canyon. We continue walking up and down further to another main attraction of our hike: the Carolafelsen – Carola’s rock. There are again great views over the mountains and we see a lot of semi-professional climbers. Our next destination is the Winterberg – winter mountain. It is the highest peak on this side of the Elbe river and an old volcanic cone. Sadly the restaurant and the viewpoint there are closed and we only see forest, beautiful forest indeed. On the way back down to Schmilka we pass another view point where we can look deep into Bohemian lands. Down in Schmilka the village is crowded. We line up at the organic bakery to get some cake and ice-cream, and we take a few bottles of beer to go from the organic brewery. Schmilka is a quite fancy tourist village. The German-Czech border is directly behind the village. Officially the entrance to Czechia is still mostly forbidden due to the Coronavirus pandemic, however there are no guards at the border and some children even play there. We can just cross and sneak-peak into Czechia. It is only a short sneak as we want to get our train back to Leipzig. I hope borders will open again soon officially, time to get back to borderless Schengen Europe!

sdr

Der letzte Ausflug in die Sächsische Schweiz war wirklich schön, also machen wir uns erneut auf in diese schöne Gegend. Dieses Mal per Regionalexpress direkt aus Leipzig. Der eine durchgehende Zug verkehrt nur am Samstag und ist vollgestopft mit Wanderlustigen. Ich hätte vorwiegend mittelaltes Wanderpublikum erwartet, aber erstaunlicherweise sieht man viele Schüler- und Studentengruppen. Vielleicht haben die ganzen Beschränkungen der Corona-Pandemie dazu geführt, dass viele junge Menschen ihr Interesse für die Natur neu entdeckt haben. Wir steigen am vorletzten Halt kurz vor der tschechischen Grenze aus und überqueren die Elbe mit der Fähre. Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich Schmilka, ein hübsches beschauliches Dorf in einem Tal, wo sich traditionelle Umgebindehäuser mit slawischen und germanischen Architekturelementen finden lassen.

cof

Wir laufen durch das Dorf und landen auf dem richtigen Wanderweg, der uns steil nach oben führt. Der Weg verläuft in einen Talkessel hinein. Am Ende müssen wir auf Eisenleitern den Fels hochklettern. Von oben gibt es einen wunderschönen Ausblick über den Talkessel. Es geht dann noch ein wenig hoch und runter, bis wir die nächste Attraktion erreichen: den Carolafelsen. Auch von hier ist die Aussicht einfach fantastisch. Wir beobachten ein paar semi-professionelle Kletterer an den Sandsteinfelsen. Von hier aus geht es weiter zum Winterberg. Der erloschene Vulkankegel ist die höchste Erhebung auf dieser Seite der Elbe. Leider sind das Restaurant und der zugehörige Aussichtsturm geschlossen. Wir sehen nur Wald, allerdings sehr schönen Wald. Auf dem Rückweg kommen wir an einem weiteren Aussichtspunkt vorbei, von wo aus wir eine gute Sicht über das Elbtal nach Böhmen haben. Unten ist Schmilka ist alles voller Menschen. Wir reihen uns ein in die Schlange an einer Biobäckerei, um uns mit Kuchen und Eis fürs Wandern zu belohnen. Für unterwegs nehmen wir noch Bier aus der Biobrauerei mit. Schmilka ist schon ein ziemlich hippes Touristendorf. Direkt am Ortsausgang befindet sich die deutsch-tschechische Grenze. Offiziell ist der Grenzübertritt nach Tschechien wegen der Corona-Pandemie immer noch weitgehend untersagt. Jedoch befinden sich keine Grenzposten am Grenzübergang. Nur ein paar Kinder spielen hier. Wir können uns einfach kurz rüber ins Nachbarland schleichen. Aber nur kurz, denn wir wollen ja unseren Zug zurück nach Leipzig noch erwischen. Ich hoffe, die Grenzen machen auch offiziell bald wieder auf – es wird Zeit zum Schengen-Europa ohne Grenzkontrollen zurück zu kehren.

cof

Out and up on the Sand Stone. Raus und rauf auf den Sandstein.

I am glad to get out on my first little domestic trip after the start of the Coronavirus pandemic. Only one month ago we were not even allowed to leave the city. Now we are prepared with face masks to hop on the trains to the Elbe Sand Stone Mountains between Dresden and the Czech border. We get out at Stadt Wehlen station and find our way up the valley of the Elbe river to a kind of altiplano where we can already see our first destination: The Bärensteine – “bear rocks” – a sandstone formation, just like a miniature version of the Grand Canyon in the US. Even though it is not a holiday, quite a lot of people are hiking. On the top we take our first break and have some chocolate and water. The view is fantastic. I am so happy to see something different than always the same strolling paths in the city where I live.

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The next formation are the Rauensteine – “rough rocks”. We have to hike along a quite unstructured path through some forests. Here there are a lot less people. The hiking guide on the internet said the route is difficult and you need “alpine experience”. Well, none of this is true. The trail is rather easy with some climbs that could be challenging for kids or elderly people under rough weather conditions, but nothing more. The woods are calm and the air is refreshing. Again we get on top once we reach the formation. There is a nice walkway on top of the rocks and the views are even better here. We can overlook the whole region. We get back down to the railway station, but instead of taking the train immediately we decide to cross the river by ferry – facemask mandatory. On the other side of the Elbe there is the actual center of Stadt Wehlen, a tiny town with a church, a marketplace, and two caffees selling coffee, cake, and ice-cream. We take another climb on this side of the river towards the reconstructed fortress of the town and enjoy again a beautiful view. We manage to catch the next ferry and the local train and another one back home. What a nice hiking day!

cof

Ich bin froh, endlich meinen ersten Inlandsausflug seit Beginn der Corona-Pandemie machen zu können. Noch vor einem Monat konnten wir kaum die Stadt verlassen. Jetzt sind wir mit Atemmasken ausgestattet, um per Zug durch Dresden in Richtung Sächsische Schweiz fahren zu können. Wir steigen am Bahnhof Stadt Wehlen aus und steigen im Elbtal auf Treppen den Berg hoch. Wir erreichen eine Art Hochebene und können schon unser erstes Zwischenziel erspähen: Die Bärensteine, eine Art Mini Grand Canyon wie viele andere Formationen hier auch. Auch wenn heute kein Feiertag ist, sind eine Menge Leute unterwegs. Auf dem Gipfel machen wir eine erste Pause und genehmigen uns Schokolade und Wasser. Der Ausblick ist fantastisch. Ich bin froh auch mal etwas anderes als nur die immer gleichen Wege in Leipzig zu sehen.

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Die nächste Formation sind die Rauensteine. Wir müssen uns durch ein unstrukturiertes Waldgebiet mit verwirrenden Wanderpfaden durchschlagen. Hier ist deutlich weniger los. Der Reiseführer im Internet meinte, dass die Strecke sehr schwierig sei und man “alpine Erfahrung” benötige. Das stimmt beides nicht. Der Wanderweg ist recht einfach mit ein paar steilen Abschnitten, die vielleicht kleine Kinder oder sehr alte Menschen bei schlechten Wetterbedingungen durchaus vor Herausforderungen stellen könnte, aber mehr nicht. Auf diesem Teilstück sind deutlich weniger Leute unterwegs. Der Wald wirkt ruhig und die Luft ist angenehm frisch. Und als wir an der Felsformation ankommen, klettern wir natürlich wieder hoch. Es gibt einen schönen Kammweg und der Ausblick von hier toppt den letzten nochmal. Man kann die ganze Region überblicken. Es geht wieder runter in Richtung Bahnhof, aber anstatt uns gleich in die nächste S-Bahn zu setzen, entscheiden wir uns, die Elbe per Fähre zu überqueren – mit Maskenpflicht natürlich. Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich das eigentliche Zentrum von Stadt Wehlen, einem kleinen Städtchen mit Kirche, Marktplatz und zwei Cafés, in denen es Kaffee, Kuchen und Eis gibt. Auf dieser Elbseite klettern wir auch ein Stück hoch und genießen von der rekonstruierten Festung aus den nächsten schönen Blick auf Elbe und Stadt. Wir steigen in die nächste Fähre zurück und erwischen noch die S-Bahn nach Dresden, von wo aus es dann nach Hause geht. Was für ein schöner Wandertag!

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Mallorca ohne Auto – Tipps für Wanderungen und Sightseeing in Palma

Mallorca ist nicht zu Unrecht eine der beliebtesten Urlaubsinseln. In diesem Artikel geht es darum, das Beste aus dem Urlaub herauszuholen, ohne dass man ein Auto mieten muss.

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Yachthafen in Palma.

Allgemeine Hinweise

Die besten Jahreszeiten für einen Inselbesuch sind Frühling und Herbst. Im Sommer kann es sehr heiß werden und die Insel ist voll mit Partytouristen aus Deutschland, England und Spanien. Im Winter sind viele Restaurants und Geschäfte geschlossen, es kann gerade nachts auch empfindlich kühl werden. Allerdings kann es durch Sonderangebote bei Hotelpreisen auch günstiger sein. Apropos Geld – am besten lassen sich die Urlaubsausgaben per Kartenzahlung begleichen. Beim Busfahrer oder in kleineren Geschäften ist jedoch oft nur Barzahlung möglich. Zwar existieren unzählige Geldautomaten auf der Insel, das Problem ist aber, dass diese zusätzlich zu den üblichen Bankgebühren noch 2 Euro pro Abhebung berechnen. Das lässt sich nur umgehen, indem man ein Konto bei der betreffenden Bank hat, was relativ unwahrscheinlich ist, da das zumeist spanische Banken sind.

Die Amtssprache in Mallorca sind Mallorquin und Spanisch. Auf Straßenschildern und Zielanzeigern im Bus wird üblicherweise Mallorquin verwendet, das einen Dialekt des Katalanischen darstellt. Katalan und Mallorquin sind sich ähnlich, unterscheiden sich aber in einige Punkten. Beispielsweise wird aus den bestimmten Artikeln el, la und l’ des Katalanischen dann es, sa, s’ im Mallorquin. Standard-Spanisch wird überall verstanden und gerade wenn man kein Muttersprachler ist, nimmt auch niemand daran Anstoß, wenn man nur Spanisch kann, aber kein Mallorquin. Häufig kommt man auch mit Englisch oder Deutsch weiter. In Orten wie S’Arenal wird man sogar auf Deutsch angesprochen, insbesondere wenn man so aussieht wie ein typisch deutscher Urlauber.

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Ajuntament. Rathaus von Palma.

Transport

Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, wählt am besten eine Unterkunft in Palma. Die Inselhauptstadt ist eine überraschend schöne Stadt und hat alle infrastrukturellen Annehmlichkeiten, die sich Reisende wünschen. Auch ist es hier gar nicht so touristisch und überlaufen wie in typischen Urlauberorten wie S’Arenal oder Magaluf. Natürlich gibt es auch andere hübsche Ecken in Mallorca, in denen man unterkommen kann. Das macht besonders dann Sinn, wenn man sich auf eine bestimmte Gegend spezialisiert. Von Palma aus gibt es aber tatsächlich die meisten Busverbindungen.

Es gibt ein Bahnnetz auf Mallorca, allerdings nicht sehr dicht. Der historische Touristenzug nach Sóller ist der einzige, der einen zu einem beliebten Ausflugsort bringt. Die anderen beiden Linien fahren eher in Richtung Inland und sind eher für Einheimische nützlich.

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Aus Port de Sóller kommende Straßenbahn in Sóller.

Wahrscheinlich wird man also vorrangig den Bus nutzen. Der Flughafenbus bringt Reisende für 5 Euro alle 15 bis 30 Minuten vom Airport bis ins Zentrum Palmas. Es gibt auch andere Direktverbindungen vom Flughafen, die fahren jedoch weniger häufig. Am besten sucht man sich eine Unterkunft, die strategisch gut im Zentrum Palmas gelegen ist. Die Altstadt ist recht schön und es finden sich Restaurants und Geschäfte gleich um die Ecke. Leider gibt es gar nicht so viele Unterkünfte in der Altstadt. Die meisten Hotels und AirBnB-Unterkünfte befinden sich weiter außerhalb. Wer viele Ausflüge auf der Insel plant, sollte darüber nachdenken, in der Nähe des Busbahnhofs unterzukommen, denn die Entfernungen innerhalb Palmas sind nicht zu unterschätzen. Natürlich kann man auch mit Stadtbussen für 1,50 Euro von A nach B gelangen, allerdings fahren die Busse gar nicht so häufig, vielleicht alle halbe Stunde und die Fahrplantreue lässt gelegentlich auch zu wünschen übrig.

Sowohl in Stadt- als auch Überlandbussen kann man die Fahrkarte direkt beim Fahrer kaufen. Viele Einheimische bezahlen per Karte und erhalten dabei einen Rabatt, das ist aber nur für Inselbewohner möglich und nicht für Touristen.

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Palma mit Kathedrale.

Palma

Die Hauptstadt Mallorcas ist überraschend schön. Man kann sich wirklich fragen, warum so viele Besucher lieber in den eintönigen Hotelstädten unterkommen als in Palma. In der Mitte der Stadt nahe der Uferlinie befindet sich die eindrucksvolle Kathedrale. Von hier aus breitet sich das historische Zentrum in alle Richtungen aus. Die Altstadt lässt sich gut erlaufen, allerdings lässt es sich auch gut verlaufen in den engen Gassen. Wer auf die Straßenschilder und die Gebäude schaut, kann ein paar Ähnlichkeiten mit Barcelona feststellen – würdevolle Bauten und Plätze. Am besten läuft man ohne Plan durch die Altstadt und lässt sich treiben. Es gibt auch ein paar schöne Museen in Palma.

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Kathedrale von Palma.

Westlich des Zentrums befindet sich das Viertel Santa Catalina, wo man gut essen gehen kann. Entlang der Küste erstreckt sich die Uferpromenade, die hier Paseo Marítimo genannt wird. Diese lässt sich zu Fuß oder per Fahrrad erkunden. Der Hafen ist riesig und man sieht alle möglichen Luxusyachten. Weiter südwestlich befindet sich das Einkaufszentrum von Portopi und noch ein Stück weiter südlich ein altes Fort am Hafen. Läuft man Richtung Inland den Berg hoch, kann man vom Castell de Bellver einen fantastischen Blick auf die Stadt genießen. In Palma lässt es sich mindestens zwei oder drei Tage gut aushalten, ohne dass es langweilig wird.

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Palmas Yachthafen.

Sóller

Sóller besteht eigentlich aus zwei Orten: dem eigentlichen alten Städtchen am Fuße der Tramuntana-Berge, dort wo der historische Zug aus Palma ankommt, und dem moderneren und touristischeren Port de Sóller an der Küste. Beide Orte sind per Bus und historischer Straßenbahn miteinander verknüpft. Man kann die beiden Orte von Palma statt per Zug auch mit dem Bus erreichen. Das ist die schnellste und günstigste Art, hierhin zu gelangen. An normalen Werktagen verkehrt der Bus ungefähr stündlich.

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Finca am Camí de Castelló.

Das Städtchen Sóller hat ein hübsches historisches Zentrum. Dort lässt es sich bei einem Kaffee gut aushalten. Von hier kann man als Tagesausflug auf einem schönen Bergpfad nach Port de Sóller wandern und von dort aus mit dem Bus nach Palma zurück fahren. Hierzu läuft man in Sóller in Richtung Hauptstraße am südlichen Ende des Ortes und wandert den Camí Vell entlang, bevor man in Richtung Norden abbiegt und dem Camí de Castelló in Richtung Deia folgt. Auf dem Weg lassen sich zauberhafte Fincas, Terrassen, Olivenbäume, Schafe und Katzen bestaunen. Der Blick über das Tal ist atemberaubend. Letztlich wollen wir nicht das ganze Stück bis nach Deia wandern, sondern nehmen den Abzweig in Richtung Port de Sóller und kommen hierbei an der Muleta Wanderhütte und dem Leuchtturm vorbei. Die Aussicht über die Bucht ist wirklich fantastisch. Dann laufen wir runter in Richtung Stadt auf einen Kaffee, bevor es mit dem Bus zurück nach Palma geht. Der Wanderweg lässt sich natürlich auch in entgegengesetzter Richtung erlaufen.

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Port de Sóller.

Port de Pollença

Port de Pollença ist ein hübsches und beschauliches Städtchen mit einem schönen Sandstrand und einer mit Pinien gesäumten Uferpromenade. Dort ist es auch etwas ruhiger als in anderen Teilen Mallorcas. Der Ort befindet sich am nordöstlichen Ende der Insel. Der Bus von der Estació Intermodal in Palma braucht etwa eine Stunde und 15 Minuten hierher. Es gibt zwar mehrere Verbindungen am Tag, allerdings unregelmäßig und nicht stündlich.

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Port de Pollença

Der Ausflug nach lässt sich wunderbar mit einer Wanderung entlang des Camí Bóquer zur Bucht Cala Bóquer verbinden. Hinter dem Ort durchquert man zunächst Privatgelände. Die Tore sollte man nach dem Durchqueren wieder verschließen und sich ruhig verhalten. Hinter dem Gehöft geht der eigentliche Wanderweg los oder vielmehr eine unstrukturierte Ansammlung vieler Wege durch die raue Landschaft zwischen den Bergen, die jedoch alle zur Bucht von Bóquer führen. Mir kam es dort ein wenig wie in einem norwegischen Fjord vor. Die Landschaft ist einfach wunderschön. Die Wanderung dauert eine Stunde bis zur Bucht und nochmal so lange zurück.

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Cala Bóquer.

Radeln nach Arenal

Mallorca ist auch für professionelle Radfahrer ein beliebtes Reiseziel. Aber auch als Freizeitradler kann man sich hier gut aufs Rad schwingen. Entlang der Küste verläuft ein asphaltierter Radweg von Palma bis nach S’Arenal. Auf dem Weg passiert man Yachthäfen, kleine Buchten und Strände sowie den Flughafen. Die Strecke ist circa 15 km lang. Unterwegs bieten sich immer mal wieder Stopps für die Aussicht oder einen Kaffee an. Ab 5 Euro pro Tag lassen sich Fahrräder in Palma ausleihen. Entweder man verwendet ein App-System oder leiht sich das Rad in einem Laden, von denen es besonders am Paseo Marítimo südwestlich vom Zentrum einige gibt. Innerorts ist auch das Tragen eines Fahrradhelms nicht zwingend vorgeschrieben.

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Strand von Arenal.

Bei diesem Radausflug geht es mehr um den Weg als das Ziel. Arenal ist für seinen langen und breiten Sandstrand und die Promenade bekannt. Natürlich gilt es auch als Inbegriff des betrunkenen Ballermann-Tourismus. In manchen Ecken sieht man vorrangig deutsche Restaurants und Kneipen. Im Winter ist es jedoch eher ruhig.

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Südspitze Palmas.

Weitere Ziele

Wer länger auf Mallorca verweilt, dem bieten sich noch etliche andere Orte und Wanderwege zur Erkundung an. Beispielsweise lassen sich die Calvari-Stufen in Pollença erklimmen. Oder man wandert in den Tramuntana-Bergen von Valldemossa nach Banyalbufar. Einen Mietwagen braucht man nicht, um hier eine schöne Zeit zu verbringen. Wer noch weitere Ideen für Touren hat, ist herzlich eingeladen, in den Kommentaren zum Artikel etwas dazu zu schreiben.

Mallorca without a car – Hiking Trips and Palma Sightseeing

The Spanish island of Mallorca is one of the most popular travel destinations for European vacationers. Here we are going to tell you how to have the best experience without having to rent a car.

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Harbour in Palma.

General tips

The best season to go are probably spring and autumn which are the shoulder seasons. In the summer it gets very hot and the island is packed with package tourists from Germany, Britain, and Spain. In winter many businesses and restaurants are closed and it can get rather chilly, especially at night. You might be able to get some off-season discounts though. Speaking of money, many things can be paid by credit card which should be your preferred options. However buses and some small businesses often only accept cash. There are numerous ATMs all over the island. The problem is, they charge a lot, usually 2 Euro additionally to your normal withdrawal costs. You are only exempt from being charged if you have a bank account in one of these banks which is unlikely unless you have a Spanish bank account.

Note that the official languages in Mallorca are Mallorquin and Spanish. Usually the first language in road signs and bus destinations is Mallorquín which is a dialect of Catalán. Catalán and Mallorquín are similar but for instance the definite articles el, la, l’ in Catalán become es, sa, s’ in Mallorquín. Standard Spanish is understood everywhere and especially if you are not a native speakers, no one in Mallorca will take offense if you do not speak Mallorquín but Spanish. In many places you get along with English or German as well. In some areas like S’Arenal you can be sure to be talked to in German, particularly if you look like a German holidaymaker.

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Ajuntament. Town hall in Palma.

Transport

If you go by public transport, your best bet is probably staying in Palma. Mallorca’s capital is a really nice city and has all the infrastructual needs a traveller can ask for. Besides it is not as touristic or overrun with difficult people as resort places like S’Arenal or Magaluf. Of course there are other nice destinations on the island where you can base yourself. This makes more sense if you want to explore a specific area in the island rather than a comprehensive possibility to visit. Most connections by bus are available from Palma.

There is a limited rail system. The pricier tourist train to Sóller is the only one bringing you to a popular travel destination. The other two lines serve more inland areas and are useful for locals.

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Tram to Port de Sóller in Sóller.

So you probably will use the bus. There is an airport bus for 5 Euro taking you from the airport to the center of Palma roughly every 15 to 30 minutes. Other airport connections exist, but are not as frequent. Try to position your accommodation strategically in the center of Palma. Staying in the old town is nice and has the advantage of good restaurant and shop infrastructure. Sadly there are not as many options within the old town and most hotels or AirBnBs are further out. If you want to visit a lot of places on the island, think about staying close to the bus station. Distances within Palma are not to be underestimated. Of course you can use the innercity bus transport which costs 1.50 Euro per ride, but buses do not run that frequently, maybe every half an hour and are often not too reliable.

You pay both the regional and the inner-city buses directly cash to the driver. You will see locals use some cards with citizen discounts but this is not for the tourist.

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Palma with its cathedral.

Palma

The capital of Mallorca is surprisingly nice. Actually you might wonder why so many people choose to stay in these uniform resort towns instead of the capital. In the middle of the city close to the sea you find the impressive cathedral. From here the historical center spreads in all directions. The old town is walkable with a slightly confusing layout. Considering the Mallorquin street signs it looks a bit like a smaller version of Barcelona. Majestic dignified buildings and squares. The best idea is to just walk around in the old town without a specific aim. There are some nice museums in Palma as well.

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Cathedral of Palma.

To the west of the center there is the quarter of Santa Catalina offering good dining options. Along the coast you find the Paseo Marítimo where you can walk or cycle along the coast. The harbour is huge and you will see all kinds of luxurious yachts. Further down southwest there is a shopping mall in Portopi and an old fortress a bit further south. Going up the hills you have a fantastic view over Palma from the Castell de Bellver. You could easily explore Palma in two or three days without getting bored.

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Palma yacht harbour.

Sóller

Sóller consists of two parts: the town proper at the foot of the mountain range where the historic train from Palma arrives, and Port de Sóller at the coast which is more modern and touristic. Both parts are connected by bus and the historic tram. Besides by train Sóller and Port de Sóller are connected to Palma by bus which is the fastest and most budget-friendly way of getting there. On normal weekdays buses leave every hour or so.

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Finca at the Camí de Castelló.

Sóller proper is a cute town with a little historical center, very nice to have a coffee here. From here you can take a beautiful hiking trail towards Port de Sóller and catch the bus back to Palma from there. This makes for a really nice day trip. In Sóller you walk towards the main road at the southern end of town and hike up the Camí Vell before turning north and follwing the Camí de Castelló towards Deia. You will see beautiful fincas, terraces, olive trees, sheep, and cats. The view over the valley is simply magnificent. Finally you do not want to take the full stretch until Deia but take the turn down towards Port de Sóller passing the Muleta refuge and the lighthouse. Enjoy the amazing view over the bay before heading into town and having a coffee before taking the bus back to Palma. Of course you could walk the trail in the opposite direction as well.

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Port de Sóller.

Port de Pollença

Port de Pollença is a lovely little town with a nice sandy beach and a pine walk along the shore, probably a bit quieter than other areas in Mallorca. It is located at the northeastern tip of the island. The bus takes you here from the Estació Intermodal in Palma in 1 hour and 15 minutes. Buses leave several times a day though not hourly.

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Port de Pollença

You can combine a trip to Port de Pollença with a hike to Cala Bóquer through the Camí Bóquer. Behind the town you walk up through a private property – remember to open and close the gates and be quiet. Behind the houses there is a trail or more a group of trails in a rugged landscapes between the mountains that all lead to the bay of Bóquer. To me it felt a bit like being in a Norwegian Fjord. The landscape is marvellous. The hike takes about one hour one way.

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Cala Bóquer.

Cycling to Arenal

Mallorca is a popular destination for athletic cyclists. But even if you are a casual cycler, you can enjoy riding the bicycle here. There is a paved cycling lane along the coast leading from Palma all the way to S’Arenal, passing harbours, little beaches, and parts of the airport. It is about 15 kilometers one way with lots of opportunities to stop along the way. Bicycles can be rented in Palma starting from 5 Euro a day. There are app-based systems and some shops, particularly at the Paseo Marítimo southwest of the center. As long as you only stay in urban areas, you do not need to wear a helmet.

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Arenal beach.

This cycling trip is more about the way than the destination. Arenal itself is famous for its long and wide sand beach and the beach walk. It is also the epithome of drunk and noisy mass tourism. In some areas you see mainly German restaurants and pubs. In winter it is rather quiet.

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Southern tip of Palma.

More destinations

If you have longer time in Mallorca, there are lots of other places and hiking trails. You could climb the Calvari steps in Pollença or hike from Valldemossa to Banyalbufar in the Tramuntana mountains. There is no need to rent a car to have a good time on the island. Do you have more suggestions for tours? Please write in the comments.

In the Realm of the Jungle Man. Im Reich des Dschungelmanns. En el reino del hombre de bosque.

After having visited everything individually in Costa Rica so far, we finally decide taking a tour to the national park of the Arenal volcano is the best way to do some hiking here. There are not really other feasible options. We compare tour prices in Fortuna and the internet. 150 US-Dollars per person for a day trip seems rather steep. We finally book a tour for 45 Dollars where we are promised to hike close to the volcano and visit some hot springs. The next day we are picked up in a bus. We say hello to the other guests which largely turn out to be German-speaking which is no surprise. Our tour guide introduces himself with his name which is no Latino name, but more of an American name. This does not start well. Next thing is he only speaks English as there are no Spanish native speakers on the tour. That does not mean he speaks good English, but with a strong accent which quickly becomes annoying. He tells us his story that he is the jungle man and we are now guests in his home – the forest.

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Of course we do not drive directly to the national park. Actually we do not drive to the national park at all. The first stop is just a pit stop to get food, drinks, rain coats in a shop to prepare the hikers for their little guided hike. Normal people would have brought their water and food on their own, just common sense, but in a tour group you can come naked and without money as there will certainly be enough stops to withdraw money and to buy clothes. As I said we do not go to the national park, but to a private ecological park. From there two or three easy trails lead through the forest. No challenge for any hiker, but our jungle man insists on how much his knowledge and expertise are needed for this hike. He readily explains in details what a tree is and that vines climb around trees. He wants everybody to repeat his teachings aloud like in primary school. Luckily we are the last of the group walking and do not feel we have to participate in those silly games. He explains how to kneel down and breathe deeply when you feel exhausted and affected by altitude sickness. This is a bit funny as we are not eighty years old and neither are the other group members. Besides altitude sickness starts at maybe 2,500 meters, but actually the volcano is only 1,600 meters high and we are not even at the half of its height. And so it goes on like this.

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He does not even spot any animals. That is not his fault entirely since some group members are noisy and feel the need to brag about their travel adventures and foreign language knowledge totally unrelated to the scenery around us. This would be so much nicer if we had gone alone. Yet despite all of this, the jungle, the volcano, all the green of nature and the lava fields are just beautiful. We are rather lucky with the weather and have great visibility. Even with the chatting and the noisy group, we finally see a large group of Tukans flying around the trees.

In the group we can walk only as fast as the slowest group member, so we need a lot of time for a short stretch. Finally the group is split as the one part goes to see other areas of the park while we and an Indian-German couple are taken to a natural hot springs pool as a part of our itinerary. We did not save any entrance fee by booking the tour as the pools are free anyway. Actually I like it a lot here. The pool is full of locals enjoying the hot water and the steam. We have another guide now who stays decently in the background providing us with some local liquor. Hot water around us, rain from above, and alcohol from the inside – an intriguing combination before we are brought back to La Fortuna.

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Nachdem wir uns soweit in Costa Rica alles individuell angesehen haben, beschließen wir, letztlich doch eine Tour zum Nationalpark des Arenal-Vulkans zu buchen. Das scheint die beste Option für eine Wandertour zu sein. Wirkliche Alternativen gibt es nicht. Wir vergleichen Preise für Touren in Fortuna und im Internet. 150 US-Dollar pro Person für einen Tagesausflug erscheint mir doch recht heftig. Letztlich buchen wir eine Tour für 45 Dollar, die eine Wanderung an den Vulkan und ein Besuch bei heißen Quellen beinhalten soll. Am nächsten Morgen werden wir mit dem Bus abgeholt. Wir begrüßen die anderen Gäste, die sich größenteils als deutschsprachig herausstellen. Das wundert mich nicht im Geringsten. Unser Gruppenführer stellt sich mit seinem Namen vor, der natürlich kein typischer Latino-Name, sondern ein amerikanischer Name ist. Das fängt schon mal nicht gut an. Als nächstes stellen wir fest, dass er die Tour nur in Englisch durchführt, da keine spanischen Muttersprachler anwesend sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass er auch gutes Englisch spricht. Vielmehr redet er mit einem starken Akzent, der einem schnell auf die Nerven geht. Er erzählt uns, dass er der Dschungelmann sei und wir nun die Gäste in seinem Zuhause – dem Wald – wären.

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Natürlich geht es mit dem Bus nicht direkt in den Nationalpark. Eigentlich geht es überhaupt nicht zum Nationalpark. Der erste Halt ist nur ein Boxenstopp, um Essen, Getränke und Regencapes in einem Laden an der Straße kaufen zu können, so dass die Wanderer auf ihre geführte Tour vorbereitet sind. Normale Menschen hätten schon von sich aus Wasser und Verpflegung mitgenommen, das gebietet der gesunde Menschenverstand. Aber bei einer geführten Tour kann man am Ende auch nackt und ohne Geldvorrat erscheinen, da es ganz sicher genügend Stopps geben wird, damit auch Geld abgehoben werden kann und Klamotten gekauft werden können. Wie bereits gesagt, geht es gar nicht zum Nationalpark, sondern zu einem privat verwalteten “Öko-Park”. Dort führen zwei oder drei leicht zu erlaufende Pfade durch den Wald. Für normale Wanderer stellt das keine Herausforderung dar, aber unser Dschungelmann besteht darauf, dass seine Expertise benötigt wird, um das zu überstehen. Bereitwillig erläutert er uns nun, was überhaupt ein Baum ist und dass sich an den Bäumen tatsächlich auch Kletterpflanzen befinden. Er besteht darauf, dass alle seinen Lehrstoff wie in der Grundschule laut wiederholen. Zum Glück laufen wir ganz hinten und müssen uns an diesen albernen Spielchen nicht beteiligen. Weiterhin erläutert er, dass man sich hinhocken und tief durchatmen müsse, wenn man sich von der Höhenkrankheit erschöpft fühle. Das ist ziemlich witzig, denn keiner von uns ist im Rentneralter. Außerdem fängt die Höhenkrankheit erst bei circa 2.500 Metern an. Der Vulkan ist überhaupt nur 1.600 Meter hoch und wir befinden uns nicht mal auf halber Höhe. Und so geht das immer weiter.

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Er entdeckt nicht mal ein paar Tiere. Das ist nicht ganz allein seine Schuld, da einige Gruppenmitglieder unbedingt mit gehobener Lautstärke erzählen müssen, welche Gegenden sie alles schon so im Leben bereist haben und welche Fremdsprachen sie beherrschen. Das hat mit dem Hier und Jetzt alles sehr wenig zu tun. Alleine wäre dieser Ausflug viel schöner gewesen. Und trotz allem sind der Wald, der Vulkan, die grüne Natur und die Lavafelder wunderschön anzusehen. Mit dem Wetter haben wir auch Glück und die Sicht ist sehr gut. Und selbst bei dem Geplapper der Leute sehen wir schließlich doch noch eine Gruppe Tukane durch die Bäume flattern.

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In der Gruppe laufen wir nur so schnell wie das schwächste Glied. Wir brauchen also für ein kurzes Stück viel Zeit. Am Ende wird unsere Gruppe geteilt. Ein Teil besichtigt andere Teile des Parks, während wir und ein deutsch-indisches Pärchen zu heißen Quellen gebracht werden, die auch noch auf unserem Programm stehen. Die Tour hat uns kein Eintrittsgeld gespart, denn die Quellen wären eh kostenlos gewesen. Das hat auch seine Vorteile. Das Publikum hier ist bodenständig und besteht aus Einheimischen, die das heiße Wasser und den Dampf genießen. Wir sind nun in Begleitung eines anderen Guides, der sich dezent im Hintergrund hält und uns mit Schnaps versorgt. Heißes Wasser um uns herum, Regen von oben, Alkohol von innen – eine faszinierende Kombination, die wir genießen, bevor wir nach Fortuna zurückgebracht werden.

Eine Woche Wanderurlaub in Madeira für Individualreisende.

Madeira ist eine saftig-grüne Insel irgendwo zwischen Portugal, Afrika und den Kanarischen Inseln gelegen. Die Insel ist wegen ihres milden atlantischen Klimas ein idealer Zufluchtsort in allen vier Jahreszeiten. Naturliebhaber und Wanderfreunde lieben diese zerklüftete Insel. Zwar ist sie besonders bei Pauschalreisenden aus Ländern wie Deutschland oder Großbritannien sehr beliebt, aber Madeira lässt sich auch individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen. Madeira ist ideal für einen einwöchigen Urlaub und wir schauen uns die schönsten Wanderungen für diejenigen an, die zum ersten Mal die Insel besuchen und von allem ein bisschen sehen wollen.

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Hafen in Funchal

Erkundungsbasis

Funchal ist die Hauptstadt von Madeira. Verkehrsverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants bieten hier die größte Vielfalt, so dass es sich lohnt, sich in Funchal eine Unterkunft zu suchen und Tagesausflüge von hier zu starten. Die Lage spielt eine wichtige Rolle in der bergigen Stadt. Je weiter unten am Hafen, desto besser. Es gibt verschiedene Busunternehmen. Einige haben ihr Terminal nahe der Seilbahn, andere halten am großen Boulevard entlang der Uferpromenade. Zahlreiche Restaurants befinden sich in den Fußgängerzonen der Stadt. Anders als sonst im ländlichen Portugal ist es in Funchal auch kein Problem, Restaurants mit vegetarischen und veganen Gerichten zu finden.

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Funchal

Flughafen

Von allen wichtigen großen Flughäfen gibt es das ganze Jahr über Direktflüge nach Madeira. Wo kein Direktflug angeboten ist, kommt eventuell eine Umsteigeverbindung über Lissabon in Frage. Vom Flughafen in Madeira kann man über eine preisgünstige und annähernd stündlich verkehrende Busverbindung in 30 bis 60 Minuten nach Funchal fahren, je nachdem in welchen Teil der Stadt man genau hin möchte.

Wandertouren

1 Seilbahn und Levada dos Tornos

Diese einfache Wanderung von Funchal aus eignet sich für den Einstieg ins Wanderabenteuer. Um sich den anstrengenden Aufstieg zu ersparen, fährt man per Seilbahn vom Zentrum Funchals bis hoch nach Monte. Dort erwarten uns lohnende Ausblicke über die Stadt. Nach einem kleinen Abstecher zur Kirche Igreja do Monte kehren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt und laufen in Richtung Westen. Nach einem kleinen Steilstück geht es dann nur noch ziemlich gerade weiter.

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Levada dos Tornos

Den größten Teil des Weges laufen wir neben der Levada dos Tornos. Levadas sind typisch für Madeira und wurden früher nur als Bewässerungskanäle benutzt. Heutzutage ist die Levada-Wanderung unverzichtbarer Teil des Wandererlebnisses in Madeira. Auf dem Weg kommen wir an den niedergebrannten Ruinen des Choupana Hills Hotel vorbei und können uns einen Tee, Kaffee oder einen Snack im Hortensia Gardens Tea House gönnen. Als nächstes geht es weiter zu den Palheiro Gardens. Von hier aus laufen wir runter zur Hauptstraße und nehmen einen der Busse in Richtung Funchal.

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Blick vom Wanderweg auf Funchal.
2 Nonnental – Curral das Freiras

Auch dieser Ausflug ist einfach zu bewältigen, am besten als Halbtagestour. Die Berge sind hier majestätisch und der Ausblick spektakulär. Mit Bus #81 fährt man von Funchal bis zum Hotel an der Eira do Serrado. Von hier oben ist der Ausblick ins Tal ganz fantastisch. Für die Wanderung geht es einfach nur bergab ins Tal. Unten im Dorf gibt es ein paar Einkehrmöglichkeiten für Mittagessen oder einen Kaffee. Von hier aus nimmt man den gleichen Bus zurück nach Funchal. Wer es anstrengender mag, kann auch ins Dorf fahren und den Weg von unten nach oben nach Eira do Serrado laufen.

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Curral das Freiras
3 Ribeiro Frio nach Portela

Für einen Einblick in das zerklüftete Inselinnere empfehlen wir diese Tageswanderung. Man nimmt Bus #56 oder #103 in Richtung Santana und steigt in Ribeiro Frio aus. Auf dem ersten Teil der Wanderung ist man umringt von anderen Touristen. Von der Bushaltestelle am Ortseingang von Ribeiro Frio laufen wir ein kurzes Stück zum Aussichtspunkt Balcões – dem Balkon über das Tal.

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Balcões

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir dasselbe Stück in Richtung Dorf wieder zurück, überqueren die Straße und beginnen das lange Teilstück entlang einer Levada durch den grünen Wald. Diese Wanderung ist zwar lang, aber nicht sehr anspruchsvoll, denn es gibt fast keine steilen Abschnitte. Der Wanderweg endet in Portela, einem winzigen Dörfchen mit einem Restaurant. Von hier aus geht es per Bus (Linie #20, 53, 78) zurück nach Funchal. Hier lohnt es sich, genau vorauszuplanen. Wir empfehlen, die Wanderung an einem Wochentag durchzuführen. Am Wochenende und an Feiertagen fahren nur sehr wenige Busse von hier und es besteht die Gefahr, hier stundenlang fest zu hängen. Manchmal warten hier auch Taxis, oft aber auch nicht.

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Weg nach Portela
4 Pico Ruivo

Der Pico Ruivo ist der höchste Berg Madeiras und der dritthöchste Portugals. Man kann ihn vom Fuße aus besteigen, aber wir schlagen eine leichtere Variante vor. So wie in Route #3 nimmt man den Bus von Funchal nach Santana, bleibt aber bis zur Endstation sitzen. Es verkehren sowohl Expressbusse als auch langsamere Busse, die jedoch Abstecher durch spektakuläre saftig-grüne Landschaften und steile Gebirgsgegenden machen. Santana befindet sich an Madeiras Nordküste und ist für Häuschen in traditioneller Bauweise bekannt. Außerdem lassen sich einige nette Cafés und Restaurants finden.

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Typische Häuschen in Santana

Leider gibt es keine Busverbindung in Richtung Berg, man kann jedoch ein Taxi vom Ort bis zum Parkplatz des Pico Ruivo nehmen – die Stelle nennt sich Achada do Teixera. Dem Fahrer sollte man beim Absetzen Bescheid geben, sich dort nach zwei Stunden wieder abholen zu lassen. Für den Aufstieg kann man eine Stunde oder weniger einplanen, der Rückweg geht deutlich zügiger vonstatten. Der Wanderpfad ist in exzellentem Zustand. Diese Wanderung ist von den hier beschriebenen die anspruchsvollste, ist aber dennoch eigentlich nicht besonders schwierig. Man schwitzt ein wenig, aber das war es dann auch schon. Bei gutem Wetter ist der Ausblick vom Gipfel wunderschön. Und nachdem wir uns satt gesehen haben, kehrt man auf dem gleichen Weg zurück wie man gekommen ist, das gilt auch für den Bus zurück nach Funchal.

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Hoch zum Pico Ruivo
5 Halbinsel Ponta de São Lourenço

Dieser Teil Madeiras unterscheidet sich komplett von den anderen Gegenden. Die schmale Halbinsel weist eine karge Landschaft auf, die auf beiden Seiten vom Meer begrenzt wird. Man ist den Elementen ausgesetzt, insbesondere Sonne und Wind, allerdings regnet es hier seltener als im Inselinnern. Die Schönheit der Landschaft lockt zahlreiche Besucher an. Von Funchal nimmt man den Bus #113 nach Baia D’Abra.

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Ponta de São Lourenço

Von hier aus geht es direkt los mit dem Wanderweg. Es geht ständig hoch und runter. Das letzte Teilstück der Strecke hoch zum Ponta do Furado ist sehr steil. Man kann es weglassen, verpasst allerdings auch eine wunderbare Aussicht auf den Rest der Halbinsel. Um zurückzukommen, läuft und fährt man wieder genauso wie man gekommen ist.

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Blick zurück auf die Hauptinsel von der Ponta de São Lourenço

Weiter gehts

An den wanderfreien Tagen kann man sich ausruhen oder Funchal zum Einkaufen oder Sightseeing erkunden. Eine Woche auf Madeira ist schneller um als man denkt. Erfahrenen Madeira-Besuchern bietet sich eine Vielzahl an weiteren Wanderwegen in den unterschiedlichsten Landschaften, zum Beispiel mehr im Innern der Insel.

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Funchal bei Nacht

One week of Hiking in Madeira for independent Travellers.

Madeira is a lush green island somewhere in the middle between mainland Portugal, Africa, and the Canary Islands. It is an ideal getaway for Europeans in all four seasons due to its mild Atlantic climate. Nature lovers and hiking enthusiasts love this rugged island. Although many elderly package tourists from countries like Germany or Britain come here, it is easy to explore the island on your own as an independent traveller using public transport. Madeira is perfect for a one-week-holiday and we are going to explore some of the best hikes for first-time-visitors to see the best of the island.

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Port of Funchal

Base yourself

The capital is the city of Funchal. Transport connections and shopping as well as dining options are best here, so it pays off to book your accommodation in the city and make day trips from here. Location is important in Funchal. The city is steep. The further down the better. There are different bus companies. One has its terminal close to the cable car station, others stop at the main boulevard at the waterfront. Lots of restaurants line the pedestrian zones in old Funchal. Other than usual in smaller towns in Portugal it is no problem locating restaurants specialising in vegetarian and vegan cuisine in Funchal.

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Funchal

Airport

Major European airports offer direct connections to Madeira’s airport all year round. If there is no direct connection, you might connect through Lisbon. There is an inexpensive public bus leaving every hour or so to Funchal, taking approximately 30 to 60 minutes depending where you want to go in Funchal.

Hiking

1 Cable Car and Levada dos Tornos

This is an easy trip for beginners to start your hiking adventure in Funchal. In order to spare you from climbing all the way up, just take the cable car from downtown Funchal up to Monte. You are offered intriguing views over Funchal. Visit the Igreja do Monte church and go back from here the hiking trail just walking west. There is one steep stretch. After this part the hiking trail runs almost even.

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Levada dos Tornos

Large parts of the trail you walk next to the Levada dos Tornos. Levadas are typical to Madeira and were originally used as irrigation channels. Nowadays walking along Levadas is part of the essential hiking experience in Madeira. On the way you pass the burned-down ruins of the Choupana Hills Hotel and you might have a tea, coffee, or a snack afterwards in the Hortensia Gardens Tea House. The next stop would be the Palheiro Gardens. A little further down you get to the main road and from here take any bus going back to Funchal.

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View from the trail over Funchal.
2 Nun’s Valley – Curral das Freiras

This trip again is an easy one although it is recommended to do it as a half-day trip. The mountains are majestic and the views are spectacular. We would suggest you to take bus #81 from Funchal to the Hotel of Eira do Serrado. It sits on the top of the valley and offers comprehensive views over the valley. From here you only hike down to the village in the valley. If you want more challenge, you might of course walk up and down here. Down in the village there are a few options for having lunch or a coffee break. From here you can take the same bus back to Funchal.

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Curral das Freiras
3 Ribeiro Frio to Portela

To experience the rugged center of the island we suggest to walk this comprehensive day trip. Take bus #56 or #103 to Santana and get off in Ribeiro Frio. The first part of this trip is very popular with tourists. From the bus stop at the entrance of the village you take a short walk to the spectacular viewing point of Balcões – the balcony over the valley.

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Balcões

After enjoying this view you take the same way back to the village, cross the road and start the long walk alongside a Levada through the lush green forests. The walk may be long, but it is not that difficult since there are hardly any steep stretches. The trail ends in Portela, a tiny village with a restaurant. From here take any bus (#20, 53, 78) back to Funchal. Plan ahead carefully. We would advise to walk this trail on a regular weekday. If you go on weekends or on public holidays, there are very limited bus services to take you back to Funchal and you might be stuck for hours. Sometimes taxis are waiting here, sometimes there aren’t any.

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Way to Portela
4 Pico Ruivo

The Pico Ruivo is the highest mountain in Madeira and the third highest in all of Portugal. You might climb all the way up and down, but we suggest an easier way. As in trip #3, take a bus from Funchal towards Santana, but stay in the bus until you reach the end of the bus journey. Either take an express bus with lesser stops, or take a longer one and enjoy the drive through spectacular green and steep mountainous landscapes. Santana is situated at the northern coast and is famous for its distinct style of traditional houses. There is also a nice choice of restaurants and cafes.

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Typical houses in Santana

Unfortunately there is no public transport up to the mountain, but you can take a taxi from here to the parking lot of the Pico Ruivo called Achada do Teixera. Tell your driver to come back in two hours to pick you up to get back to town. You probably need one hour or less to get up to the mountain, and much less to get down. There is a well-marked trail in a good condition to take you up. This hike is probably the most challenging one of the hikes suggested here and you will probably be sweating a bit, but it is certainly not really difficult. If the weather is fine, the views are amazing. And if you have enough of everything, you get back the same way you came up – same with the bus.

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Up to the Pico Ruivo
5 Peninsula of Ponta de São Lourenço

This part of Madeira is totally different from the others. The narrow peninsula offers a barren landscape bordered by the sea on both sides with a lot of exposure to wind and sun, but with a smaller probability of rain than in the interior of the island. Its beauty attracts a lot of visitors. From Funchal take bus #113 to Baia D’Abra.

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Ponta de São Lourenço

This is the direct starting point of the trail. It takes you up and down. You might skip the last stretch on the Ponta do Furado which is a bit steeper, yet offers fantastic views. To get back, you take the same way you came.

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Looking back at the mainland from Ponta de São Lourenço

And more

On other than your hiking days you might want to relax or stay in Funchal for shopping or sightseeing. Your week will be over quicker than you might think. For the frequent or experienced Madeira visitor there are enough hikes that are more challenging or show you more of the interior of the island.

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Funchal at night

Castles, Palaces, Fairytales. Schlösser, Paläste, Märchen. Castelos, Palácios, Contos de Fadas.

I have already been to beaches in this vacation, so I opt for a culturally centered daytrip from Lisbon which leads me to Sintra. It can be reached conveniently from the Rossio Station in Lisbon by suburban train. The train is crowded. Right opposite to me there are two ladies sitting who I assume to be Portuguese. Only after half an hour or so half-listening to them chatting I realise they are actually speaking Swiss German. Understanding Portuguese probably would have been easier.

After arriving at Sintra’s station, many passengers look for the public buses to take them around since the town is a bit away from the station and all the castles and sites are not located within town but further away. I already know I do not want to wait in long queues for the bus and be squeezed among the many tourists. This little town is just overrun by tourists. Some people are walking as I do. A rather short walk along the road takes me to the town proper. I am there before the masses arrive and enjoy a quick breakfast. Usually I have an espresso, called bica here, and some small cakes or tarts. I love the pastéis de nata, and aditionally I get myself a little coconut tart.

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I have no real idea where to go. I just know I need to go way up high. One of the narrow roads leads me a bit out of town and I find the entrance to the steep path up to the Moorish Castle. It is actually a pretty nice path through the forests and the best thing is the absence of the crowds. Up at the castle’s entrance this changes again. I wonder if I should pay the entrance fee or just have a look from the outside. After all the Moorish Castle is very old and besides from the fortifications there is probably not much to see. So I just move on through the forest to the next sight.

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At the entrance of the Palácio Nacional de Pena there are enormous crowds. This is the place where I really need to buy a ticket as the castle is not visible from the outside. I just buy a ticket for the garden as I don’t feel like going inside anyway. The whole area is very large, there are several ways and viewpoints, up and down. The highlight is of course the colorful palace which looks like a surreal dream created by Antoni Gaudi or Hundertwasser. Little towers and decorative elements in red, yellow, and blue. It is not an ancient, authentic building, more of a fantasy decorative castle with lots of architectoral elements from different centuries, a bit like the famous fairy tale castle of Neuschwanstein in Bavaria. The palace is definitely a highlight of any visit to Sintra.

On the way down to town I take a scenic route, looking at the Moorish Castle from another perspective. I also go to other buildings around, one looking like a haunted Victorian castle, and then I get myself a coffee and a fancy vegan burger dish before taking the next train back to Lisbon.

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Da ich in diesem Urlaub schon am Strand war, entscheide ich mich dieses Mal für einen Kulturausflug nach Sintra. Der Ort lässt sich bequem vom Bahnhof Rossio in Lissabon aus mit einer Art S-Bahn erreichen. Der Zug ist ziemlich überfüllt. Mir gegenüber sitzen zwei Damen, die ich für Portugiesinnen halte. Erst nach einer halben Stunde halbherzigen Belauschens fällt mir auf, dass die beiden eigentlich Schweizerdeutsch reden. Wahrscheinlich hätte ich mehr verstanden, wenn sie portugiesisch gesprochen hätten.

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Am Bahnhof Sintra angekommen halten viele Passagiere Ausschau nach den öffentlichen Bussen, mit denen sie ins Stadtzentrum und zu den Sehenswürdigkeiten transportiert werden wollen. In Sintra liegt alles etwas weiter auseinander und vieles ist nicht wirklich fußläufig. Beim Anblick der Massen weiß ich jedoch schon, dass ich lieber nicht in der langen Schlange am Bus warte und mit ihnen eingequetscht sitzen möchte. Dieser kleine Ort ist wirklich von Touristen überlaufen. Manche gehen zu Fuß ebenso wie ich. Ein eher kurzer Fußmarsch bringt mich vom Bahnhof in das eigentliche Städtchen. Ich komme vor den Menschenmassen an und genehmige mir ein kleines Frühstück. In Portugal hole ich mir immer einen Espresso, den man hier Bica nennt, und etwas Süßes. Ich liebe die Pastéis de Nata und hole mir noch ein Kokosmakronending dazu. 

Ich bin etwas planlos, wo ich weiter hin laufen soll. Auf jeden Fall muss ich irgendwie nach oben. Eine der engen Straßen führt mich raus aus dem Ort und ich entdecke den Eingang zu einem steilen Wanderpfad hoch zur maurischen Burg. Der Wanderweg durch den Wald ist ganz nett und das Schönste ist die Abwesenheit anderer Menschen. Oben am Eingang zur Burg ändert sich das wieder. Ich überlege, ob ich wirklich das Eintrittsgeld bezahlen sollte oder mir einfach alles von außen ansehe. Schließlich ist die Maurenburg sehr alt und neben ein paar Befestigungsmauern gibt es wohl nicht viel zu sehen. Also mache ich mich durch den Wald lieber auf zum nächsten Ziel.

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Am Eingang des Palácio Nacional de Pena stehen schon die Menschenmassen an. Für diesen Palast muss ich mir wirklich ein Ticket kaufen, da er von außerhalb des Geländes nicht richtig zu sehen ist. Ich kaufe nur ein Ticket für den Garten, da ich mir das Innere sowieso nicht unbedingt ansehen will. Das Gelände ist sehr weitläufig, viele Pfade, Wege und Aussichtspunkte. Es geht immer hoch und runter. Das Highlight ist natürlich der farbenfrohe Palast, der einem surrealen Traum entspringen könnte, entworfen von Antoni Gaudi oder Hundertwasser. Kleine Türmchen und Schmuckelemente in rot, gelb und blau. Das Gebäude ist kein authentisches, mittelalterliches Gebäude, sondern eher ein dekoratives Fantasieschloss mit architektonischen Elementen aus verschiedenen Jahrhunderten. In dieser Hinsicht ähnelt es ein wenig dem Märchenschloss Ludwigs des II. in Neuschwanstein. Das Schloss ist definitiv ein Höhepunkt des Ausflugs nach Sintra. 

Beim Abstieg vom Schloss in den Ort wähle ich einen anderen Wanderweg, der auch sehr hübsche Ausblicke bietet. Man sieht auch das Maurenkastell aus einer anderen Perspektive. Ich mache noch einen Abstecher zu anderen interessanten Gebäuden. Eines sieht aus wie ein viktorianisches Geisterhaus. Dann hole ich mir noch einen Kaffee und eine schickes veganes Burgergericht, bevor ich den nächsten Zug zurück nach Lissabon nehme.

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The Wildcat Village. Das Wildkatzendorf.

The Hainich in the Free State of Thuringia is one of the lesser known national parks in Germany. It is a vast area consisting of primeval beech forest. I went there on a canopy walk a few years back. Now we want to see the feline superstars of the national park – the wildcats. A whole village is promoting itself as a wildcat village – Wildkatzendorf. It is called Hütscheroda. We park our car, pay entrance fees for the museum and the enclosure for the animals. The museum is a bit boring though new, but mainly targeted at kids. I don’t want to see a museum, a want to see living cats!

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Sadly there are no wildcats roaming around the village. At least there are some domestic cats. Actually wildcats are very shy and chances seeing them in the wild are minimal. Mostly it will just be a feral domestic cat if you spot one outside. Wildcats have a greyish thick fur and can look very similar to grey domestic cats. A visit in a wildcat village without wildcats would be very disappointing and I am happy there are four enclosures where four male wildcats live separately. Some of them are sleeping, others are shy, but there is one very lively and active cat. I think Oscar was his name. The enclosures are rather large and well maintained imitating the natural habitat of the animals with little lakes, hills and trees.

Now it is time for a walk. We do the Wild Cat Trail through the National Park. We do not see any of the felines there but hike through beech forests, some swampy areas, and enjoy the views over the plains of Thuringia before arriving back at the parking space and saying goodbye to the Wildcat Village.

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Der Hainich im Freistaat Thüringen gehört zu den weniger bekannten deutschen Nationalparks. Es ist ein weitläufiges von Buchen-Urwald bedecktes Gebiet. Ich war hier vor einigen Jahren schon mal auf dem Baumkronenpfad. Jetzt wollen wir die tierischen Superstars den Nationalparks besuchen – die Wildkatzen. Ein ganzes Dorf präsentiert sich hier als Wildkatzendorf. Es heißt Hütscheroda. Wir parken unser Auto, bezahlen das Eintrittsgeld für Museum und Gehege. Das Museum ist ganz neu, aber nicht sehr spannend. Es richtet sich hauptsächlich an Kinder. Ich will kein Museum sehen, sondern echte Wildkatzen!

Leider streunen keine Wildkatzen durchs Dorf, aber immerhin ein paar Hauskatzen. Tatsächlich sind Wildkatzen auch sehr scheu und die Chancen, einer in freier Wildbahn zu begegnen, sind minimal. Meistens handelt es sich dann doch nur um verwilderte Hauskatzen. Wildkatzen haben ein dichtes graues Fell und können gräulichen Hauskatzen sehr ähnlich sehen. Ein Besuch im Wildkatzendorf wäre ohne Wildkatzen jedoch ziemlich enttäuschend und so bin ich froh, dass es wenigstens ein paar Gehege mit den Tieren gibt. Vier Wildkater leben hier in getrennten Gehegen. Der eine schläft, der andere ist sehr scheu, aber ein Kater ist sehr lebhaft und aktiv. Ich glaube, er hieß Oscar. Die Gehege sind großzügig angelegt und imitieren den natürlichen Lebensraum der Tiere mit kleinen Teichen, Hügelchen und Bäumen.

Jetzt wird es Zeit für unsere Wanderung. Wir laufen auf den Wildkatzenpfad durch den Nationalpark. Wildkatzen begegnen wir dort tatsächlich nicht, aber wir wandern durch Buchenwälder und auch sumpfige Landschaften. Es gibt auch einen Aussichtspunkt mit einem schönen Ausblick über Thüringen bis hin zur Wartburg nach Eisenach. Dann geht es zurück zum Parkplatz und wir verabschieden uns vom Wildkatzendorf.

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Ill me now.

Ilmenau is a small town in the heart of Germany. It sits at the foot of the Thuringian Forest mountains. It is a place renowned for its Technical University where I have spent several years pursuing my first university degree. It may be a small place but for me as a young adult it meant freedom. I shared my appartment with other students, no one cared if I attended classes and I was basically free to do whatever I like the whole day. So I got to know a lot of people, went to numerous student parties and instead of going to university I spent my summers at the lake or hiking in the forest. No worries – I still received my degree.

I haven’t visited the place since 2006 but now I felt like seeing it again. So we decide to go on a day trip on a rainy day in spring. First we head to the appartment blocks where I was living. Nothing has changed much, just a little renovation in the buildings. Next stop is the campus which hardly looks like I remember it. So many new buildings. The whole layout of the campus has changed. Since we visit on a week-end and during a semester break, there are hardly any people on the campus and we walk through it like it were a ghost town. It is rainy and windy. I do not become very nostalgic, there is hardly any of the spirit left which made this place my home for many years. Without all the people I knew and having progressed towards other stages in life, it does not feel the same. So we leave the campus.

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A really nice thing around Ilmenau are the mountains and the forest. We want to climb up Kickelhahn, the mountain overlooking the city. As a student we climbed from the bottom. Now we take the car and drive up a road most of the part and only hike along the last stretch. There is still a lot of snow here. We are rewarded with clean air and beautiful views over the Thuringian Forest mountains.

We head back to town for lunch. Walking through the pedestrian zone I am reminded it is actually a nice place with some historical buildings and a certain historical significance. Ilmenau was one of the places where famous German writer Goethe wrote some of his poems. He also worked for the government of the Duke of Sachsen-Weimar-Eisenach responsible for mining. Now mining does no more play a role in Ilmenau. The biggest employer is the University. We head back home and will probably always keep a special place in my heart for this little town.

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Ilmenau ist eine Kleinstadt am Fuße des Thüringer Waldes. Sie ist bekannt für ihre Technische Universität, an der ich studieren durfte. Ilmenau mag klein sein, aber für mich als jungen Menschen bedeutete der Ort Freiheit. Ich wohnte in einer WG mit anderen Studenten, niemanden hat es interessiert, ob ich zu den Vorlesungen gehe und eigentlich konnte ich den ganzen Tag machen, worauf ich Lust hatte. Also lernte ich viele unterschiedliche Menschen kennen, ging zu zahlreichen Studentenpartys und statt ins Seminar fuhr ich im Sommer lieber an den See oder ging in den Wald wandern. Keine Sorge, mein Diplom habe ich trotzdem geschafft.

Seit 2006 war ich nicht mehr in der Stadt, aber jetzt hatte ich das Gefühl, ich muss mal wieder dort hin. Also entscheiden wir uns an einem verregneten Frühlingstag für einen Tagesausflug. Als erstes geht es zu den Wohnblöcken, wo damals meine WG war. Sie haben sich kaum verändert. Die Fassade wurde ein wenig saniert. Danach geht es auf den Campus, der wiederum kaum noch so aussieht, wie ich ihn in Erinnerung habe. So viele neue Gebäude. Eigentlich hat sich der ganze Grundriss des Campus verändert. Da wir an einem Wochenende und in den Semesterferien hier sind, ist nicht viel los, so als ob man durch eine Geisterstadt läuft. Es regnet, der Wind pfeift. Wirklich nostalgische Gefühle bekomme ich hier nicht, der ganze Geist, der diesen Ort für viele Jahre zu meinem Zuhause gemacht hat, ist verflogen. Ohne die ganzen Menschen, die ich kannte, ist es nicht dasselbe. Außerdem habe ich mich ja selbst auch verändert. Wir verlassen den Campus wieder.

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Eine wirklich tolle Sache sind die ganzen Berge und Wälder in der Umgebung der Stadt. Wir wollen den Kickelhahn besteigen, den Hausberg der Stadt. Als Student bin ich natürlich von ganz unten nach oben gelaufen. Heute fahren wir das anstrengendste Stück mit dem Auto und nur für die letzten Kilometer wandern wir. Hier liegt noch Schnee. Wir werden mit frischer, klarer Luft und schönen Ausblicken auf den Thüringer Wald belohnt.

Es geht wieder zurück in die Stadt. Beim Spaziergang durch die Fußgängerzone fällt mir wieder ein, was für eine nette beschauliche Altstadt Ilmenau eigentlich hat. Und auch geschichtlich ist die Stadt nicht unbedeutend. Goethe hat hier einige seiner Gedichte geschrieben und war im Auftrag des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach hier für Bergbau zuständig. Bergbau spielt heute keine Rolle mehr. Die Universität ist der größte Arbeitgeber der Region. Für uns geht es zurück nach Hause. Und Ilmenau wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten.

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