Shiva + Shakti in Assam.

Initially we did not plan to stay in Guwahati. We only wanted to use the Guwahati Airport (since it is the largest and the most well-connected in the region), and then only travel to Meghalaya. Yet somehow we had enough of the dry plains and the very cold nights in Cherrapunji. I was looking forward to just spend a bit of unplanned time in the warmer lowlands of Assam. Guwahati is by far the largest city in the Indian Northeast. Coming from the tribal hill areas in Meghalaya we are thrown back to normal India again. It is not much different from other larger cities in the North India. In contrast to Shillong or Cherrapunji we have again a huge choice of hotels, restaurants and fancy coffee shops.

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Assamese-style house. Haus im assamesischen Stil.

We have no idea what to do or see here, I was not prepared for a stay. We figure out the most interesting sites for visitors would be temples. One is a tiny one dedicated to Shiva on a small island in the mighty Brahmaputra river. The other is a huge major Shakti temple dedicated to its manifestation as Goddess Kamakhya. Shiva and Shakti are the opposite poles which are about to be united in the teachings and practice of Tantra.

First we find the public ferry across the Brahmaputra to the Umananda Temple dedicated to Shiva. It is foggy again and the huge river is not such a beautiful thing. Mostly muddy and a bit smelly. We walk around the tiny island and visit the temple on top. There is a funny kind of fake fact which says this Umananda island is the smallest river island in the world. People here and some guidebooks seem to perpetuate this legend. For every reasonable person it is clear this is neither the tiniest nor the largest river island in the world, and probably not even the smallest one in the Brahmaputra. It is just small. We have a look at the inner temple and some fire ceremonies. It is said this island is supposed to be inhabited by langur monkeys, we have not seen any and I wonder how they are supposed to survive here with all these masses of visitors and pilgrims.

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Ferry to Umananda Island. Fähre zur Umananda-Insel.

Back from the island we have another chai at the ferry pier where an older educated man approaches us and is visibly happy to talk to some foreigners. We are invited to his home. As we have nothing much to do anyway this day, we accept not knowing where we go. He shows us his wealthy home and his wife serves us delicious Indian food. We discuss a lot of ideas and philosophies and he is so welcoming and helpful. He even orders his driver to take us all the way out of town to the Sri Kamakhya temple where we had thought about going. Actually going there with his car I am really happy about it as the temple is a huge complex on top of a hill and we hardly would have found everything on our own in the first place.

It is late in the evening. The temple is about to close soon. I only want to see the compound and the area and dive into the atmosphere. If you want to go inside the sanctum, you either need to queue up early in the morning for seven hours, or pay 501 Rupees and only wait for two hours. I prefer to leave it to the devotees to stand in the line. I am just a tourist and do not want to contribute to their waiting times. Kamakhya is the form of Shakti here, the female goddess and principle. Legend has it that the yoni of the burning corpse Sati, Shiva’s consort, fell down during their dance. Yoni is the Sanskrit word for the outer female genitalia. It is one of the most important temples of Tantric Shaktism in the whole of India and attracts a huge number of pilgrims. I can feel the atmosphere and enjoy it. This day has been filled with a lot more experiences than we had thought before.

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Shri Kamakhya Temple.

Eigentlich wollten wir gar nicht in Guwahati bleiben. Wir wollten nur den Flughafen nutzen, da er der größte der Region und am besten angebunden ist – und dann nur innerhalb von Meghalaya reisen. Aber irgendwie hatten wir genug von den trockenen Savannen und den eiskalten Nächten in Cherrapunji. Da freute ich mich schon darauf, ein wenig unverplante Zeit im wärmeren Tiefland von Assam zu verbringen. Guwahati ist mit Abstand die größte Stadt der Region. Eben noch waren wir in den Stammesregionen in den Bergen Meghalayas, und nun werden wir wieder hinein ins normale Indien geworfen. Es ist hier nicht viel anders als in anderen großen Städten des Nordens. Anders als in Shillong und Cherrapunji haben wir hier wieder eine beachtliche Auswahl an Hotels, Restaurants und schicken Kaffeebuden.

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Airforce jet in a public park. Kampfflieger in einem öffentlichen Park.

Wir haben keinen Schimmer, was man hier so tut oder was man sich ansieht. Auf einen Aufenthalt sind wir nicht recht vorbereitet. Wir finden heraus, dass das Interessanteste für Touristen wohl Tempel sein dürften. Einer von diesen ist recht klein und Shiva gewidmet. Er befindet sich auf einer kleinen Flussinsel im Brahmaputra. Der andere ist ein großer, bedeutender Shakti-Tempel. Er ist der Shakti-Manifestation in Form der Göttin Kamakhya gewidmet. Shiva und Shakti sind gegensätzliche Pole, die entsprechend den Lehren und der Praxis des Tantra vereinigt werden sollen.

Zunächst finden wir zum Ableger des öffentlichen Fährboots über den Brahmaputra zum Umananda-Tempel, der Shiva gewidmet ist. Es ist wieder einmal neblig und der große Fluss ist hier keine wirkliche Schönheit, ziemlich trüb und nicht immer wohlriechend. Wir erlaufen die kleine Insel und besichtigen den Tempel auf dem Gipfel. Es gibt hier eine Art falschen Mythos, der besagt, dass die Umananda-Insel die kleinste Flussinsel der Welt wäre. Die Leute hier verbreiten diese Geschichte ebenso wie einige Reiseführer. Jedem vernunftbegabten Menschen ist jedoch schnell klar, dass das weder die kleinste noch die größte Flussinsel der Welt sein kann. Ziemlich wahrscheinlich ist es nicht mal die kleinste Insel im Brahmaputra. Sie ist einfach nur eine kleine Insel. Wir sehen uns das Heiligtum von außen an und beobachten Feuerzeremonien. Die Insel soll von Languren bewohnt sein. Allerdings können wir keine entdecken. Ich frage mich, wie die Affen hier überhaupt überleben sollen bei den ganzen Massen an Pilgern und Besuchern.

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Umananda Island / Insel.

Zurück von der Insel genehmigen wir uns noch einen Chai an der Anlegestelle, wo uns ein älterer, gebildeter Mann anspricht und sichtlich froh ist, mit ein paar Ausländern plaudern zu können. Wir werden zu ihm nach Hause eingeladen. Da wir für heute sowieso keine richtigen Pläne hatten, nehmen wir die Einladung an, auch wenn wir keine Ahnung haben, wohin es geht. Er zeigt uns sein nicht unbescheidenes Heim und seine Frau serviert uns leckeres indisches Essen. Wir diskutieren viel über Gott und die Welt. Der Mann ist sehr gastfreundlich und hilfreich. Er lässt es sich nicht nehmen, seinen Chauffeur für uns abzustellen, der uns etwas raus aus der Stadt zum Sri Kamakhya Tempel fährt. Wir hatten ja auch schon überlegt, ob wir dort mal hinfahren. Ich bin irgendwie ganz froh, dass wir mit dem Auto hinfahren. Der Tempel befindet sich in einem gigantischen Komplex auf dem Gipfel eines Hügels und wir hätten alleine vermutlich gar nicht alles gefunden.

Der Abend wird spät. Der Tempel wird bald geschlossen. Ich will nur den äußeren Komplex und die Gegend sehen und in die Atmosphäre eintauchen. Wer in das innere Heiligtum hinein will, muss sich früh am Morgen anstellen, um sieben Stunden Schlange zu stehen. Alternativ kann man 501 Rupien bezahlen. Dann kann man in eine andere Schlange, wo es aber immer noch zwei Stunden dauert. Ich überlasse den Gläubigen das Anstehen. Als Tourist will ich nicht auch noch zur Verlängerung der Wartezeiten beitragen. Kamakhya ist hier die Form der Shakti, der weiblichen Göttin und des femininen Prinzips. Nach der Legende fiel die Yoni des brennenden Leichnams von Sati, der Gemahlin Shivas, bei ihrem Tanz dorthin, wo nun der Tempel steht. Yoni ist das Sanskrit-Word für die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Der Tempel ist indienweit einer der bedeutendsten des tantrischen Shaktismus und zieht Unmengen an Pilgern an. Ich spüre die Atmosphäre und würdige sie. Dieser Tag hat mich mit weitaus mehr Erlebnissen beschenkt als ich zuvor geahnt hätte.

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Shri Kamakhya Temple.
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Meditationslehrer werden.

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Wie stellt man sich einen typischen Meditationslehrer vor?

Wer wollte schon immer einmal richtig meditieren lernen oder sogar anderen die Meditation beibringen? In diesem Beitrag schildere ich meine persönlichen Erfahrungen aus dem 300-Stunden-Meditationslehrer-Trainingsprogramm an der Shree Mahesh Heritage School in Rishikesh in Indien.

Zunächst erläutere ich meine persönliche Motivation und beschreibe danach ausführlich die vier Wochen des Programms in Rishikesh, bevor ich einige abschließende Bemerkungen mache.

Warum ich mich für dieses Programm entschieden habe

Meine Weg hin zur Meditation war lang. Die meiste Zeit meines Lebens betrachtete ich Meditation als langweilige esoterische oder religiöse Praxis des Nichtstuns ohne erkennbaren Nutzen. Ich wuchs in keiner spirituellen Umgebung auf und verbrachte einen großen Teil meiner Studien- und Arbeitsjahre mit Wissenschaft und Forschung. Ich will gar nicht ins Detail gehen, nur erlebte ich wie viele andere Menschen auch einen absoluten Tiefpunkt in meinem Leben, an dem ich wusste, dass es so nicht mehr weiter geht. An diesem Punkt begann ich mit der Meditation, nur mit Hilfe von Büchern und geführten Meditationen aus Youtube-Videos. Der Start war holprig, dennoch entdeckte ich schnell, dass das Geheimnis für inneren Frieden nicht in mehr und besserem Planen und Denken lag, sondern darin, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die Denkmaschine anzuhalten und wieder von Neuem zu erlernen, was es bedeutet, einfach nur zu sein.

Ich begann völlig unstrukturiert ohne die Hilfe eines Lehrers oder eines Gurus. Nichtsdestotrotz machte ich über die Jahre viele subjektive Fortschritte. Ich hatte den Eindruck, dass ich den Kern der Meditation schon jetzt besser verstand als viele andere. Verschiedene Bücher über indische Religionen und Philosophien unterstützen mich dabei, der Thematik auch intellektuell näher zu kommen. Auf einem Yoga-Retreat in Kambodscha bemerkte ich, dass ich ein wenig anders als die anderen Teilnehmer war. Die meisten hatten bereits Erfahrungen mit den ganzen Yogapositionen, aber hatten keine Ahnung, was von ihnen beim Meditieren erwartet wird und was sie dabei fühlen sollen. Im Gegensatz dazu war Meditation für mich bereits ein mächtiges Werkzeug und ich wusste, was ich tun sollte, dafür fielen mir die ganzen Körperhaltungen schwer. Dort und zu anderen Anlässen versuchte ich anderen zu erklären, wie ich meditiere, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Mir schien, als ob ich das vielleicht auf professioneller Ebene tun sollte, und ich wollte auch meine eigene Meditationspraxis verbessern.

Also suchte ich nach einem Meditationslehrerkurs. Ich glaubte in der heutigen Zeit, in der es in Mode gekommen ist, Yogalehrer zu werden, muss es doch auch Meditationslehrerkurse geben. Und da meine körperliche Flexibilität und meine Yogaposen nicht besonders gut trainiert waren, um ein richtiger Yogalehrer zu werden, wollte ich lieber ein meditationszentriertes Programm absolvieren. In der Tat fand ich auch einige Kurse in Deutschland und Amerika, allerdings erschienen mir diese entweder eher “klinisch” oder waren prohibitiv teuer. Schließlich entdeckte ich Shree Mahesh in Rishikesh. Das Programm klang interessant und die Preise waren ziemlich vernünftig für einen vierwöchigen Kurs – nicht viel mehr, als man für normales Reisen in Indien auch ausgeben würde, da Unterkunft und Verpflegung bereits in den Kursgebühren enthalten sind. Außerdem schien mir, dass mich ein Aufenthalt in Indien näher zu den Ursprüngen der Meditation bringen würde. Natürlich war es auch ein guter Vorwand, um wieder reisen zu können. Da ich lange nicht mehr in Indien war, war ich neugierig zu sehen, was sich alles verändert hat. Also plante ich meinen Indien-Aufenthalt für die Zeit nach dem Abschluss meines Weiterbildungsstudiums zum Psychologischen Berater. Ich buchte einen Flug nach Delhi und weiter nach Dehra Dun und beantragte mein 60-Tage-E-Visum.

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Im Meditationsraum.

Woche 1: Alles ist neu

Die Ankunft in Rishikesh gestaltet sich unkompliziert. Die Schule befindet sich in einem eher unauffälligen Gebäude nahe an den Bergen des Ortsteils Tapovan in Rishikesh. Ich beziehe mein Zimmer, das um einiges besser als das Hotelzimmer ist, welches ich für die vorangegangene Nacht nach meiner Ankunft aus Delhi gebucht hatte. Es gibt einen Balkon und ein eigenes Badezimmer mit Dusche. Im Keller befindet sich der Meditationsraum, der mit Yogamatten und Kissen ausgestattet ist. Küche und Rezeption sind im Erdgeschoss zu finden. Die Unterkünfte der Teilnehmer sind in der ersten Etage und oben befindet sich eine hübsche Dachterrasse mit ein paar Kübelpflanzen.

Ich lerne die anderen Teilnehmer kennen, die aus verschiedenen Teilen der Welt angereist sind. Einige sind bereits Yogalehrer, andere arbeiten als Coach oder als Therapeut. Wir essen zusammen zu Abend und werden auch künftig unsere Mahlzeiten gemeinsam einnehmen. Das Essen ist ausgezeichnet. Es gibt nordindische vegetarische und ayurveda-kompatible Küche. Auf die Mahlzeiten freue ich mich immer sehr. Am Morgen des ersten Tages beginnt das Programm mit einer traditionellen vedischen Feuerzeremonie, die von einem Priester geleitet wird. Ich fühle mich gesegnet.

Es gibt gewisse Regelmäßigkeiten in unserem Stundenplan. Am Morgen stehen wir früh auf und als allererstes widmen wir uns yogischen Reinigungstechniken. Wir trinken Wasser aus einem Kupfergefäß, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. Dann führen wir diverse Reinigungen der Nase durch. Anfänglich ist es ungewohnt und ich brauche eine Weile, um mich daran zu gewöhnen, aber letztlich ist die Nasenspülung eine der Praktiken, die ich auch später in meinen Alltag integrieren werde.

Danach versammeln wir uns im Meditationsraum, um Asanas (die Yogapositionen) und Pranayama (Atemtechniken) zu üben. Die Sitzung dauert 90 Minuten und ähnelt einem Fitnessprogramm, um aktiv in den Tag zu starten. Eigentlich gehört dieser Teil des Tages für mich zu den schwierigeren Dingen, denn ich bin kein Morgenmensch und Sport sowie Yogapositionen fallen mir recht schwer. Aber genau aus diesen Gründen profitiere ich vermutlich ganz besonders von dieser Sitzung. Wir lernen viele Atemtechniken für verschiedene Zwecke – zum Wachwerden, zum Ausgleich, zur Entspannung. Dafür, dass ich mich eigentlich nicht für ein Yogalehrer-Programm angemeldet habe, praktizieren wir ganz schön viele Dehnübungen und Yogastellungen. Ich habe damit zu kämpfen, aber später werde ich einige Runden Sonnengrüße auch zu meiner täglichen Routine machen.

Nach dem Frühstück ist die Chanting-Sitzung dran. Mir war zuvor gar nicht bewusst, dass Chanten so eine große Rolle in diesem Programm spielen würde. Ich bin aber ganz offen für das Thema. Wir singen viele Om-s und lernen, Mantras und traditionelle vedische Gebete zu chanten. Einige Teilnehmer fühlen sich beim Singen nicht sehr wohl, andere haben Schwierigkeiten bei der Aussprache der Sanskrit-Wörter.

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Meditieren im Liegen.

Jeden Tag gibt es mindestens zwei längere Meditationssitzungen, eine vor dem Mittagessen, die andere am späten Nachmittag. Eine der ersten Techniken, die uns begegnet, ist Trataka – eine Meditation zur Reinigung der Augen, bei der man ohne zu Blinzeln auf Kerzen oder heilige Bilder starrt, die Yantras genannt werden. Nada Yoga ist eine weitere Methode. Hier hören und meditieren wir auf unseren inneren Klang. Eine der Praktiken, die mich sehr anspricht, ist Yognidra, der yogische Schlaf – eine Tiefenentspannungsmeditation. Yognidra hat den Vorteil, dass man die meiste Zeit im Liegen verbringt. Ich bin es nicht gewohnt, für längere Zeiträume auf dem Boden zu sitzen und obwohl ich meine Sitzposition alle paar Minuten wechsle, tun meine Beine und mein Rücken ganz schön weh.

Am Abend findet auch die Philosophie- und Theoriestunde statt. Wir lernen viel Hintergrundwissen aus den Schriften. Das Üben der korrekten Sanskritbegriffe nimmt hier auch einen wichtigen Raum ein. Dieser Teil fällt mir recht leicht. Andere tun sich mit der Theorie schwerer als mit der Praxis.

Die Tage sind lang und intensiv. Wir legen jedoch jeden Tag eine zwei- bis dreistündige Mittagspause ein. In der ersten Woche nutzen wir diese vor allem, um nach Laxman Jhula in den Ort hinunter zu laufen und uns dort im Cafe oder einer Bäckerei einen Chai oder einen Kaffee zu gönnen. Das Verlangen nach Kaffee ist stark, denn in der Schule bekommen wir keinen.

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Aarti-Zeremonie am Ufer des Ganges.

So wie immer in neuen Situationen vergehen die ersten Tage recht langsam, während sich die gefühlte Geschwindigkeit des Zeitablaufs jeden Tag beschleunigt. Am Samstagabend steht unser erster Ausflug an. Wir werden zu der anderen Hängebrücke in Rishikesh gefahren. Sie heißt Ram Jhula. Dort besichtigen wir einige Ashrams in der Umgebung. Vom späten Nachmittag bis zum Sonnenuntergang sind wir beim Aarti am Ganges zugegen. Aarti ist ein Ritual mit einer Zeremonie sowie Gesang. Am Ende setzen wir unsere Opfergaben in den Fluss – eine Art Miniboot, das entzündet wird. Der ganze Abend ist einfach wunderschön und überall spüre ich die spirituelle Atmosphäre.

Sonntag ist für uns Schüler ein freier Tag. Ich nutze die Gelegenheit, um hinunter zu den Ecken zu laufen, in denen ich schon 2003 war und um mir anzusehen, wie sie heute aussehen. Außerdem kaufe ich mir noch ein paar Hemden, Hosen und spirituelles Zubehör wie Räucherstäbchen, tibetische Klangschalen und Tücher mit Chakra-Symbolen.

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Entzünden der Opfergabe und Übergabe an den Ganges beim Aarti.

Woche 2: Die Gewöhnung an das yogische Leben

Zu Beginn unserer zweiten Woche haben wir einen kleinen Teilnehmerschwund. Einige aus unserer Gruppe haben von Anfang an nur eine Kurzvariante des Kurses gebucht, andere haben ihn später verkürzt, da sie ihre Erwartungen nicht erfüllt sahen. Ich bin fest entschlossen, den Kurs bis zum Ende durchzuziehen. Die größte Herausforderung für mich sind zur Zeit die Temperaturen. Nachts ist es im Januar wirklich richtig kalt in Rishikesh. Trotz der vielen Decken und selbst des kleinen Heizstrahlers ist es insbesondere in den Morgen- und in den Abendstunden ziemlich frostig. Mir ist bewusst, dass es die  Außentemperaturen in Europa zur Zeit noch niedriger sind, aber dort sind die Wohnungen von innen warm und gemütlich beheizt.

Wir verbliebenen Teilnehmer sind nun an den täglichen Stundenplan gewöhnt. Es fühlt sich wie Routine an. Eine kleinere Gruppe hat auch ihre Vorteile. Wir lernen uns besser kennen,  erleben viele lustige Dinge und lachen sehr viel.

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Chanten an den Ufern des Ganges.

Ich finde richtig Gefallen an den Chanting-Sitzungen. Wir lernen neue Mantras und Gebete. Unserer Lehrer singt, wir alle singen, jeder von uns singt allein, wir klatschen in die Hände, wir spielen Instrumente, wir singen zu Musik von CDs oder Youtube, wir singen und tanzen. Ich habe mich eigentlich nie für einen guten Sänger gehalten und nicht geglaubt, dass mir das Spaß machen könnte. Das ändert sich gerade. Es ist eine Form von Bhakti Yoga – dem Yoga der Hingabe und Leidenschaft. Einfach nur im Klang zu sein, singen ohne zu denken. Mit vollem Herzen und ohne zu urteilen. Ich liebe es, mich in den Chants zu verlieren. Die Mantas haben auch alle eine Bedeutung, welche wir kennenlernen.

Auch an die Sitzpositionen gewöhne ich mich langsam und mein Atemrhythmus verbessert sich. Der Kurs basiert primär auf Hatha Yoga, bei dem alles mit Reinigungsübungen und Haltungen beginnt, dann Atmung, Verschlussübungen und Gesten, bevor man zur eigentlichen Meditation gelangt. Wir haben mehr eigenständige Übungssitzungen im Stundenplan und weniger Freizeit, so dass ich in der Mittagspause nicht mehr so häufig hinunter in den Ort gehe. In der Philosophiestunde behandeln wir auch Raja Yoga, bei dem die soziale und mentale Disziplin eine wichtigere Voraussetzung zur Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung darstellt als sportliche Übungen. Wir erhalten auch eine Kurzeinführung ins Ayurveda, das eine faszinierende Lehre für sich ist. Um richtige Ayurveda-Medizin praktizieren zu können, muss man jedoch jahrelang dafür studiert haben.

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Leiten der Chakra-Meditation.

Natürlich gibt es auch viele neue Meditationstechniken wie Chakra-Meditation, Atemmeditation, Pulsmeditation und aktive Meditationen nach Osho, bei denen es hohe Bewegungsanteile gibt wie Schütteln, Tanzen, Springen oder Schreien. Diese aktiven Meditationen sind nicht für jeden etwas, aber vielleicht für Menschen, die nicht gerne im Stillen sitzen und eher körperlich orientiert sind. Bei mir stellen sich langsam merkliche Effekte aus den ganzen Meditationsübungen ein. Ich bin nicht mehr so leicht ablenkbar und egal, welche Meditation wir praktizieren, sie fühlt sich immer sehr intensiv an.

Unsere Woche endet mit einem Besuch in der Vashishta Meditationshöhle, den Ganges flussaufwärts etwa eine Stunde entfernt. Die Höhle ist viel kleiner als ich erwartet habe. Die Meditation innerhalb der Höhle ist eine Erfahrung für sich, auch wenn ich sagen muss, dass es nicht leicht ist, denn der Platz ist begrenzt und viele Besucher strömen rein und raus, um den Lingam zu berühren. Wir besuchen eine weitere Höhle und singen mit unseren Lehrern einige Mantras an den Ufern des Ganges.

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Eingang zur Vashishta Guha Meditationshöhle.

Woche 3: Die Herausforderung

Die Woche beginnt mit einer besonderen Herausforderung. Zu unserem Programm gehört eine Periode der Stille in der Tradition der buddhistischen Vipassana-Meditation. Natürlich können wir in diesem Rahmen kein komplettes zehntägiges Schweige-Retreat absolvieren, aber wir versuchen es für immerhin 24 Stunden. Die Regeln sind ähnlich. Keine Kommunikation mit anderen in Rishikesh und die Benutzung von Laptop oder Telefon ist ebenso nicht erlaubt. Wir meditieren in 75- bis 90-minütigen Sitzungen, die aufeinander folgen und nur durch eine Essens- oder Teepause unterbrochen werden. Obwohl wir unsere Sitzposition frei wählen können, muss ich feststellen, dass wirklich jede Sitzhaltung nach einer gewissen Dauer unbequem wird. Meine Beine und mein Rücken schmerzen. Das Schlimmste ist, dass ich mich bei niemandem darüber auslassen kann und damit selbst fertig werden muss. Ich bemerke in mir viel Ärger und unangenehme Gefühle, die ich so nicht erwartet habe. Das gehört wohl zur Erfahrung dazu. Nach dem Ende der Vipassana-Phase fühle ich mich erleichtert. Die anderen Teilnehmer sind begeistert und möchten am liebsten bald ein längeres Vipassana-Retreat durchführen, aber ich muss sagen, dass ich erstmal genug habe. Die einzige Belohnung besteht darin, dass das Sitzen endlich vorbei ist, denn während der Meditation hat es sich wie eine Folter angefühlt. Ich könnte genauso gut noch eine Doktorarbeit bei einem sadistischen Betreuer schreiben oder mich für ein militärisches Drill-Lager anmelden.

Einen Tag darauf fühle ich mich deutlich besser. Die Welt leuchtet und meine Wahrnehmung ist besser und viel farbenfroher. Ich bin total ruhig und entspannt. Ich bemerke nun die verzögerten positiven Effekte der Vipassana-Meditation und frage mich, wie lange der Effekt anhält. Und wie lange hält der Effekt an, wenn man zehn Tage im Schweigegelübde verbracht hat? Vielleicht überlege ich es mir ja nochmal anders und lasse es irgendwann später im Leben auf einen Versuch ankommen.

Für die übrige Woche kehren wir zu unserem üblichen Stundenplan zurück. In dieser Woche werden wir unsere erste Prüfungsleistung für unser Zertifikat absolvieren. Wir müssen hierfür eine Präsentation über die Biografie eines Heiligen oder Gelehrten halten. Instinktiv entscheide ich mich für Ramana Maharshi, der für seine Arbeiten im Advaita Vedanta bekannt ist. Zentral ist bei ihm die Selbstergründung basierend auf der Frage “Wer bin ich?”. In unserem Theorie- und Philosophieunterricht behandeln wir ebenso Aspekte von Jnana Yoga, dem Yoga des Wissens, mit intellektuellen Fragestellungen und einer tiefgehenden Analyse der Natur des Selbst. Diese Dinge fallen mir leicht. Ich bin in Advaita Vedanta und Jnana Yoga recht gut belesen.

Und dann haben wir noch eine weitere Sitzung der Art von Yoga, mit der ich so meine Schwierigkeiten habe: Lachyoga. Es gibt viel gekünsteltes Lachen sowie ritualisierte Gesten und Bewegungen. Der Fremdschämfaktor ist hoch und ich fühle mich nicht besonders wohl dabei. Für mich sind Lachen und Humor per Definition spontaner Natur und können nicht erzwungen werden. Ich will jedoch gar nicht so negativ klingen, denn ich lerne viel über die Vorzüge von Lachyoga. Die Technik kann extrem hilfreich und entlastend für Menschen mit Traumata und anderen Gesundheitsproblemen sein. Wenn das eigene Leben von Schmerz, Krankheit und Krankenhausaufenthalten bestimmt ist, kann eine organisierte Lachsitzung mit einem humorvollen Zugang zur eigenen Krankheit einem andere Perspektiven eröffnen und zu den wenigen lustigen und glücklichen Momenten unter diesen Umständen gehören.

Wir erhalten auch eine Einführung in vedische Astrologie. Auch wenn ich bei Themen wie Horoskopen etwas skeptisch bin, genieße ich den Vortrag und halte das Thema für faszinierend.

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Kunjapuri-Tempel bei Sonnenuntergang. 

Unsere Wochenend-Exkursion führt uns zum Kunjapuri-Tempel. Diese heilige Stätte gehört zu den sogenannten Shakti Peeth, wo laut der Hindu-Mythologie Teile von Shivas brennender Gemahlin brennend auf die Erde hinab fielen. Normalerweise dauert die Fahrt in die Berge eine Stunde, wir brauchen jedoch wegen Bauarbeiten zwei Stunden. Der Tempel befindet sich auf dem Gipfel eines Berges und von dort haben wir einen Blick in die Ferne auf die schneebedeckten Himalayagipfel. Mit einer kleinen Spende begeben wir uns ins Innere und erhalten auch Opfergaben. Üblicherweise kommen die Menschen hier zum Sonnenaufgang her. Unser Stundenplan erlaubt uns jedoch nur eine Sonnenuntergangs-Meditation, was aber keine schlechte Sache ist. Ich weiß die Stille hier wirklich zu schätzen und wir haben hier alle eine wunderbare Abend-Meditation.

Mein freier Sonntag ist dieses Mal nicht für Shopping oder Sightseeing verplant. Ich möchte mich auf meine Meditationssitzungen vorbereiten, die ich in der letzten Woche als Teil des Zertifizierungsprozesses anleiten werde. Wir benötigen größere Blätter an Papier und Pappe sowie Stifte, um einen Präsentationsbogen zu erstellen, der die Thematik näher verdeutlichen soll. Sonntag ist kein besonders guter Tag, um solche Dinge in Tapovan zu kaufen, denn viele Geschäfte sind geschlossen. Nach einiger Sucherei finden wir jedoch einen Schreibwarenhändler und können alle benötigten Gegenstände kaufen.

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Arbeiter in der Nähe des Parkplatzes am Kunjapuri-Tempel.

Woche 4: Die Prüfungen

In der letzten Woche dreht sich alles darum zu zeigen, was wir gelernt haben. Wir werden unsere eigenen Stunden leiten. Jeder von uns leitet vier Sitzungen. Eine Asana- und Pranayama-Stunde, eine Chanting-Stunde und zwei Meditationsstunden. Für die Meditationen können wir uns eine Technik als Abschlussprüfung aussuchen, eine weitere Technik wird uns mehr oder weniger von der Schule vorgegeben. Ich bin etwas aufgeregt, nicht zu sehr, und verbringe einen großen Teil meiner freien Zeit mit der Vorbereitung auf die Sitzungen. Mir gefällt es jedoch sehr gut, dass wir viel Gelegenheit zum Üben haben.

Einigen fallen manche Methoden leichter als anderen. Ich glaube, das Chanting wird sehr einfach für mich. Ich konzentriere mich daher mehr auf die Asana-Sitzung. Mir scheint, die anderen Teilnehmer und Lehrer sind alle viel fitter und flexibler als ich, und wenn ich die Sitzung anleite und die Stellungen vormache, dann bin ich wahrscheinlich mehr außer Atem als alle anderen. Meine Sorgen sind unbegründet. Beide Stunden laufen sehr gut und alle sind zufrieden. Bei den Meditationssitzungen ist es genauso. Ich leite die Chakra- und die Yognidra-Sitzung. Beides sind tantrische Techniken, mit denen ich mich gut identifizieren kann. Das Leiten der Stunden fällt mir leicht trotz des großen Umfangs an Erläuterungen und Anleitungen, die für beide Arten der Meditation notwendig sind.

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Triveni Ghat in Rishikesh.

Unsere Exkursion für diese Woche besteht in einem Besuch im Bharat Milap Ashram in der eigentlichen Stadt Rishikesh. Dort wollen wir einen Satsang besuchen, einen philosophischen Vortrag eines Gelehrten und Weisen, in diesem Falle Swami Ram Kripalu. Auf dem Weg dorthin spazieren wir am Triveni Ghat in Rishikesh entlang, wo nicht viele Ausländer zu entdecken sind. Der Ort wirkt sehr indisch. Am Abend finden hier auch Aarti-Zeremonien statt. Nachdem wir den Ashram betreten, werden wir begrüßt und überreichen ein paar Süßigkeiten als Opfergabe und kurz darauf beginnt das Programm. Zunächst beginnen wir mit einer Art Kirtan, bei dem Swamiji ein paar Verse singt und das Publikum wiederholt diese Zeilen. Der zweite Teil besteht aus einer Vorlesung über die Natur des Selbst. Zum Schluss werden die Süßigkeiten an alle im Publikum verteilt. Swamiji ist ein alter weiser Mann, der jahrzehntelang nackt im Himalaya gelebt hat.

Immer noch in den Geist des Satsang eingehüllt kehren wir nach Tapovan zurück. Dort bereiten wir uns auf die schriftliche Abschlussprüfung vor. Mir fällt das nicht schwer. Ich habe schon so viele Prüfungen auf beiden Seiten des Prüfungstisches in meinem akademischen Leben überstanden. Abschließend führen wir noch eine Feuerzeremonie durch. Alle kleiden sich für die Zeremonie in heilige Farben – weiß, gelb oder orange. Mithilfe des vedischen Priesters wird die Feuerzeremonie durchgeführt und wir erhalten unsere Meditationslehrer-Zertifikate. Die vier Wochen gingen so schnell vorbei und nachdem ich mich an das yogische Leben, die Menschen in der Schule und den Stundenplan gewöhnt habe, fühlt es sich komisch an, ins normale Leben zurück zu kehren. Ich bin jedoch guter Dinge und habe viele Ideen, wie es weitergeht und was ich mit meiner Meditationspraxis anstelle.

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Zertifizierungszeremonie.

Fazit

Was habe ich gelernt? – Etwa 25 Meditation-Techniken vorwiegend aus der vedischen Tradition, ebenso buddhistische Meditationen und moderne Methoden wie Osho-Meditationen. Wir haben yogische Reinigungsübungen, Sitzhaltungen, Dehnübungen and Asanas zur Vorbereitung kennengelernt, und viel über richtiges Atmen (Pranayama) und die Kraft und die Bedeutung des Chantens gelernt. Und ein guter Teil des Kurses bestand auch aus Theorie und Philosophie der Meditation.

Wie ist Rishikesh als Ort für so einen Kurs? – Ich liebe Rishikesh. Es ist eine heilige Stadt, einer der Ursprungsorte der Meditation, zwischen den Hügeln und dem Ganges gelegen. Rishikesh ist voll mit Yoga- und Meditationsschulen, was der Atmosphäre zuträglich ist. Allerdings sind wir immer noch in Indien – das ist kein saftig grüner tropischer Ort mit kleinen perfekten Häuschen und Innenhöfen. Es sollte nicht erwartet werden, dass es hier wie in Bali aussieht. Im Winter kann es ausgesprochen frisch werden und in den Sommern sehr heiß.

Was ist das Meditationslehrer-Programm NICHT? – Es ist weder ein Retreat noch ein ayurvedisches Wellnessprogramm. Es werden dort zwar ayurvedische Behandlungen außerhalb des Meditationskurses angeboten, es gibt jedoch einen strengen Stundenplan. Der Tag beginnt früh am Morgen und hundertprozentige Anwesenheit wird erwartet. Manchmal wird das ganze Sitzen und Zuhören anstrengend, da muss man jedoch durch. Man sollte sich daran erinnern, dass dies immer noch ein traditioneller indischer Ort ist. Es gibt eine Kleiderordnung, bei der kurze Hosen oder Tank Tops tabu sind. Der Lehrer ist eine Autoritätsperson und wir sollten ihn nicht mit westlich geprägten Vergleichen belästigen oder alles in Frage stellen. Natürlich kann man innerlich seine eigenen Schlüsse ziehen und abwägen, welche Praktik wir später fortführen und welche uns nicht sinnvoll erscheint. Es ist jedoch wenig hilfreich, dies während des Lernens zu diskutieren. So ernst und streng wie das alles klingen mag, so ist die Schule aber auch kein Ashram. Sie befindet sich in einem gewöhnlichen Hotelgebäude. Wir müssen weder beten noch religiös sein. In unserer freien Zeit können wir tun, was wir wollen. Und es gibt keinen Guru, dem wir folgen müssen und der unseren Gehorsam erwartet.

Wie läuft das praktisch mit der Kursanmeldung und der Anreise? – Zunächst muss man sich für einen Kurs auf meditationschoolindia.org anmelden, sich für einen Monat entscheiden und eine Anzahlung leisten. Im nächsten Schritt müssen wir ein Visum besorgen. Die einfachste Option für die meisten ist hier das 60-Tage-E-Visum, das auf der Seite der indischen Regierung beantragt werden kann. Schließlich muss noch der Flug nach Delhi gebucht werden. Von dort aus bietet sich als erste Option ein Anschlussflug nach Dehra Dun an, von wo aus man per Prepaid-Taxi nach Rishikesh gelangt. Das ist die einfache Variante. Alternativ kann man auch nach Delhi reinfahren, den richtigen Busbahnhof ausfindig machen und per Bus nach Rishikesh fahren, was 6 bis 9 Stunden in Anspruch nehmen kann. Diese Variante ist dafür etwas preisgünstiger. Es sollte daran gedacht werden, viel Bargeld vorzugsweise in Form von US-Dollar oder Euro mitzubringen, um die Kursgebühren am ersten Tag entrichten zu können. An den Geldautomaten in Indien können nur kleine Summen auf einmal abgehoben werden (maximal 10.000 Rupees, entspricht 135 Euro) und in drei von vier Fällen funktioniert der Geldautomat überhaupt nicht. Ein Gerät wie ein Smartphone, ein Tablet, oder ein Laptop ist ebenfalls nützlich. Komfortable Kleidung wie lange Hosen, Hemden und Socken (im Winter) wird ebenso benötigt. In Rishikesh ist es zwar unproblematisch, sich mit Kleidung einzudecken, ein Anfangsbestand für die erste Kurswoche ist jedoch empfehlenswert.

Bin ich mit dem Programm zufrieden? – Definitiv. Insbesondere die Dozenten und die Atmosphäre haben für mich den Charme des Programms ausgemacht. Der Kurs und die Praktiken waren für mich und mein späteres Leben sehr hilfreich.

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Baumtempel am Triveni Ghat.

 

Becoming a Meditation Teacher.

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How do you imagine your typical meditation teacher?

Have you always wanted to learn meditation properly or even teach meditation to others? In this post I am going to tell about my personal experiences in attending the 300 hour Meditation Teacher Training program at Shree Mahesh Heritage School in Rishikesh, India.

I start with a description of my personal motivation, followed by an extensive reflection on the four weeks of the training in Rishikesh before drawing some conclusions.

Why would I decide for this program?

My journey towards meditation was a long one. For most parts of my life I considered meditation a boring esoteric or religious practice of doing nothing with no inherent value. I did not grow up in a spiritual environment and spent a lot of my professional years in academics dealing with science. I will not go into details, however just like many other humans I experienced a certain absolute low point in my life where I felt I could not go on like before. This was when I started practicing meditation, only with the help of books and Youtube videos, trying out several guided meditations. It may have been a rough start, yet I quickly discovered the secret to inner peace was not in more and better planning and thinking, but in calming the mind, learning to stop the thinking machine und to re-learn how I can just be.

I started in an unstructured way without the help of a teacher or guru, still over the years I made a lot of subjective progress. I felt I already understood the essence of meditation a lot better than many other people. Several books about Indian religions and philosophies also helped me dive deeper on an intellectual level. Doing a yoga course in a retreat in Cambodia I felt I was different from the other participants – they were experienced in doing the postures, but would not feel anything and had no idea what to do when we had meditation sessions. Unlike them meditation was powerful to me since I already knew where to go, but I struggled a lot with the postures. There and on other occasions I tried to explain others how I meditate, with more or less success. I felt maybe I should do this more professionally and I also wanted to improve my own meditation practice.

So I started looking for a meditation teacher course. I believed now that becoming a yoga teacher was increasingly popular, meditation teacher courses must also exist. And since I felt my flexibility and posture were way too bad to become a proper yoga teacher, I would more rather try a meditation-centered program. Actually I found some meditation courses online – in Germany or the US. However they appeared either “clinical” to me or were prohibitively expensive. Finally I discovered Shree Mahesh in Rishikesh. The curriculum sounded good and the prices were very reasonable for a four week course – not much more than normal traveling in India would cost for the same period as the course fee included accommodation and food. I felt going to India would bring me closer to the source of meditation. Additionally I thought it was good opportunity to travel afterwards too. Since I have not been to India for a long time, I was curious to see the changes. So I timed my stay in India for the period after I graduated in my psychology and counseling studies. I booked a flight to Delhi and further on to Dehra Dun, and I applied for my 60 day E-Visa.

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In the meditation hall.

Week 1: Everything is new

Arriving at the school everything is straightforward. The school is located in a rather unspectacular looking building in upper Tapovan in Rishikesh. I can check into my room which is nicer than the hotel room I had the night before when I arrived from Delhi. There is a balcony and a private bathroom with a shower. In the basement there is the meditation hall equipped with yoga mats and cushions, the ground floor has the kitchen and the reception, the accommodation is located in the first floor and on top we find a nice roof terrace with some garden plants.

I get to know the other participants from different parts of the world. Many are already yoga teachers or have a background in coaching or mental health therapy. We have dinner together and of course we are going to share all our meals together. The food is excellent. It is North Indian vegetarian Ayurveda-friendly food. I am always looking forward to the meals. The morning of the first day we begin the program with a traditional Vedic fire ceremony which is guided by a Vedic priest. I feel blessed.

There is a certain structure in the daily schedule which keeps repeating. We get up early in the morning and the first thing we do are some yogic cleansing practices. We drink water from a copper vessel to hydrate the body and perform several techniques to clean the nose. In the beginning it appears strange and I take a while to get used to the practice, but actually the irrigation of the nose is one of the practices I will later adopt in my daily life.

Next we gather in the meditation hall for our asana and pranayama sessions. This is a 90 minute breathing and gym program to become active and get the day started. Actually this part of the day is the hardest for me as I do not like mornings much and physical exercises and yoga postures are the things I struggle with, yet these are exactly the reasons why I probably benefit from this session a lot. We learn a lot of breathing techniques or pranayama for different purposes – energizing, balancing, calming. Considering I did not sign up for a yoga training, we actually do a lot of stretching exercises and yoga postures – which is tough for me, but later I will also make several rounds of sun salutations part of my daily routine.

After breakfast the mid-morning slot is taken by the chanting session. I was not aware chanting would play such a role in this training. Yet I remain curious. We do a lot of Om-s and learn to chant mantras and traditional vedic prayers. Some participants struggle with singing, others with the Sanskrit pronunciation.

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Meditating in lying position.

There are two full meditation sessions each day. One before lunch, another in the afternoon. Some of the first techniques is Trataka, a meditation for cleansing the eyes by continuous staring at candles or sacred pictures called Yantra. Another one is Nada Yoga, listening to and meditating on the inner sound. One of the methods that I really like is Yognidra, the yogic sleep, a deep relaxation meditation. It has also the benefit of lying down most of the time. I am not used to sitting on the floor for extensive periods of time and despite changing my position every few minutes my legs and back hurt.

In the evening there is also a philosophy and theory class. We learn a lot of the background from the scriptures. Practicing the correct Sanskrit terminology also plays a large part. Actually this part comes very easy to me. Others struggle more with theory than with practice.

The days are long and intense. However there is an extensive break after lunch for two to three hours which we mainly use in the first week to walk down to the Laxman Jhula area and have a chai or a coffee in a bakery or a cafe. The craving for coffee is strong since we do not get one at the school.

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Aarti ceremoy at the banks of the Ganges.

As always in new situations, the first days pass slowly while the perceived speed accelerates each day. On Saturday evening, we have our first excursion. We are taken to the other suspension bridge in Rishikesh called Ram Jhula and visit a few ashrams in the vicinity. In the afternoon up to sunset we attend the Aarti at the Ganges river. Aarti is a ritual which involves a ceremony, singing and finally setting your offerings into the river – a little miniboat which is lighted. The whole evening is wonderful and I can feel the spiritual atmosphere everywhere.

Sunday is the students’ day off. I use the opportunity to walk down to the areas where I have been in 2003 and see what they look like. I also do some shopping for shirts, pants, and spiritual paraphernalia like incense sticks, Tibetan singing bowls, and cloths with Chakra symbols.

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Lighting and putting an offering onto the Ganges river.

Week 2: Getting used to the Yogic life style

Our second week starts with less students. Some of our group only booked a short version of the course from the beginning, others shortened it as they did not feel it met their expectations. I feel strongly determined to finish the course. The thing that is most challenging are the temperatures – it is actually really cold at night in Rishikesh in January. Despite all the blankets and even the small electric heating device it feels freezing in the mornings and the evenings. I know it is colder in Europe outside now, but inside homes it is warm and cozy over there.

Us remaining participants are now used to the daily schedule and it feels like a routine. Being a smaller group also has its benefits. We grow closer and actually have a lot of fun together with many opportunities for laughing.

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Chanting by the banks of the Ganges river.

I really start to enjoy the chanting sessions. We learn new prayers and mantras. Our teacher is chanting, we all are chanting, each of us is chanting alone, we clap our hands, we use instruments, we sing along to the music from CDs or Youtube, we sing and dance. I never thought I am a good singer and so I never thought I would enjoy it. This is changing now. It is a form of Bhakti Yoga – the Yoga of devotion. Just being in the sound, not thinking, but singing. With all my heart and without judgement. I love getting lost in the chants. And those mantras have meanings which we also analyze.

I am also getting more comfortable with the sitting and my breathing patterns improve as well. The whole course is based primarily on Hatha Yoga where everything starts with the cleansing, the posture, then breathing, locks and gestures before being able to meditate properly. We have more self-practice sessions and less free time, so I don’t always go down to town in the afternoon break. In the philosophy class we also cover Raja Yoga where social and mental discipline is a more important prerequisite for self-realization than physical exercises. We also get a crash course in Ayurveda which is a fascinating subject in itself. However to really practice Ayurvedic medicine, you need to study for many years.

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Leading the Chakra Meditation.

Of course there are a lot of new meditation techniques like Chakra meditation, breathing meditation, pulse meditation and the more active meditations by Osho that involve a lot of movement like shaking, dancing, jumping, shouting. The latter is not for everybody however for people who don’t like to sit and are more physically oriented these meditations are a really good thing. I begin to notice the effects of the continued meditation. I get distracted less and no matter what kind of meditation we are trying, it all feels pretty intense.

Our week ends with a visit a the Vashishta meditation cave, located an hour away up the Ganges. The cave is much smaller than I expected. Meditating inside is an experience on its own although I have to say it is challenging as space is limited and people are always rushing in and out to touch the lingam inside. We also visit another cave and chant some mantras with our teachers on the banks of the river.

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Entrance to the Vashishta Guha meditation cave.

Week 3: The challenge

This week we start with a special challenge. Part of our program is a silent period in the tradition of the Buddhist Vipassana meditation. Of course we cannot do a full 10-day silent retreat while in this program, but we try it for 24 hours. Similar rules apply. No communication neither with others in Rishikesh nor using your laptop or phone. We keep on meditating in 75 to 90 minute sessions only interrupted by meals or a tea break. Although we are free to choose our sitting position, I find out every position becomes uncomfortable after a while. My legs and my back are in pain. The worst thing is I cannot complain to anyone about it and have to deal with it all by myself. I notice a lot of anger and unpleasant feelings which I did not expect. Well, this is part of the experience. After the Vipassana period is finished, I feel relieved. The other participants are now eager to try a longer Vipassana retreat later, but I have to say I had enough for now. The only rewarding thing is the sitting being over as during the meditation it felt like torture. I could as well be writing another PhD thesis with a sadistic supervisor or sign up for a military bootcamp.

One day later I feel a lot better. The world looks bright and my perception is much better and feels more colorful. I am totally calm and relaxed. Now I begin to feel the delayed positive effects of the Vipassana meditation. I wonder how long the effect will last and I wonder how long it will last after even ten days of silence. Maybe I change my mind and later in life I am going to try it.

For the rest of the week we return to our usual schedule. In this week we are about to deliver our first assignment for the certificate which means we have to give a presentation about a biography of a saint or holy person. Instinctively in decide for Ramana Maharshi who is known for his works in Advaita Vedanta about questioning the self based on asking “Who am I?”. In our theory and philosophy classes we also deal with aspects of Jnana Yoga, the Yoga of knowledge, with intellectual pursuits and a deep inquiry about the nature of the self. These things comes naturally to me. I have read a lot about Advaita Vedanta and Jnana Yoga already.

And we also have another session of the Yoga type that comes least natural to me: Laughter Yoga. There is a lot of fake laughter involved, and ritualized gestures and moves. It feels cringeworthy and I feel uncomfortable. To me laughter and humor are by definition spontaneous things and cannot be forced. I do not want to sound too negative though, since I also learn about the benefits and merits of Laughter Yoga. It can be extremely helpful and relieving for people with traumata or health issues. If your life is defined by pain, sickness, and hospitals, an organized laughter session with a humorous access to your illness offers you a different perspective and can be one of the few happy moments in these circumstances.

We also get an introduction to Vedic astrology. Even though I am a bit of a sceptic when it comes to things like astrology, I enjoy the lecture and think it is a fascinating subject which has its merits.

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Kunjapuri Temple at sunset.

Our end-of-the-week excursion leads us to Kunjapuri Temple. This holy site is one of the Shakti Peeth where according to Hindu mythology pieces of Shiva’s burning female consort fell down to earth. It is usually an hour away in the mountains, we need two hours due to road construction works. The temple is located on top of the mountain and from there we have a distant view to the real Himalayan snow-covered peaks. We get in with a little donation and receive offerings. Usually people come here for sunrise. Our schedule permits only a sunset meditation which is not a bad thing. I really appreciate the calmness and we have a wonderful evening meditation here.

My free Sunday is not so much filled with shopping or tourist activities. I want to prepare for my meditation sessions I am about to deliver in the last week as part of the certification. We need to buy some cardboards and pencils for creating a chart which help presenting the subject. Sunday is not a particularly good day for buying these things in Tapovan as some shops are closed, yet after searching we locate another stationary shop and can buy all these items.

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Workers at the parking lot of Kunjapuri Temple.

Week 4: The exams

The last week is all about showing what we have learned and delivering our own sessions. Each of us leads four sessions in total. One asana and pranayama session, one chanting session, and two meditation sessions. For the meditations we can choose one method for the final “exam”, and another meditation technique is more or less given to us from the school. I am a bit excited, not too much, and spend most of my free time preparing my sessions in this week. Still I really like that we can practice a lot.

Some methods are easier for some people than others. I think the chanting will be very easy for me. Therefore I put more effort in the asana session. I feel like all the other participants and the teachers are fitter and more flexible than I am, and if I instruct them and show what to do, I am going to be more out of breath than everybody else. Actually my worries are unjustified. Both sessions work out very well and everybody is happy. Same with the meditation sessions. I lead the Chakra and the Yognidra session – both are Tantric techniques which speak to me a lot and leading the session comes easy to me despite the amount of guiding and narrating which are necessary for both types of meditation.

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Triveni Ghat in Rishikesh.

Our excursion activity for this week is a visit to the Bharat Milap Ashram in Rishikesh proper town to attend a Satsang, a philosophical talk given by a saint, in this case Swami Ram Kripalu. Going there we take a stroll at the Triveni Ghat in Rishikesh which is not frequented much by foreigners, but has a distinct local flair. In the evenings, Aarti ceremonies take place as well. After entering the ashram, we are greeted, give our sweets as an offering and soon the program starts. First we are doing some kirtan in the way that Swamiji chants some verses and the audience repeats it. The second part is a philosophical lecture about the nature of the self. In the end the sweets are distributed to everybody in the group. Swamiji is an old wise man who has been living naked in the Himalayas for decades.

Still in the spirit of the Satsang we return to Tapovan and prepare for the final exam which is a written exam. This is not a difficult one for me, I have had so many exams in my academic life on both sides of the table. Finally we have another fire ceremony. Everybody dresses up for this certification ceremony in holy colors of white, yellow, or orange. With the help of the Vedic priest the fire ceremony is performed and we receive our Meditation Teacher Certificates. The four weeks passed so quickly and after getting used to the Yogic life, the people at school and the schedule, it feels a bit strange to return back to normal life. I am in a good spirit and have a lot of ideas how to continue and what to do with my practice.

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Certification ceremony.

Conclusion

What did I learn? – About 25 meditation techniques mostly from the Vedic tradition, also Buddhist meditations and modern methods like Osho meditations. We learned about Yogic cleansing techniques, sitting positions, stretching and asanas for preparation, a lot about proper breathing (pranayama) and the power and importance of chanting. And there was also a good part of theory and philosophy of meditation.

What is Rishikesh like as a place for this course? – I love Rishikesh. It is a holy place, one of the origin places of meditation, seated between the hills and the Ganges river. Rishikesh is full of Yoga and meditation schools which adds to the atmosphere. However it is still India – it is no tropical lush retreat place with perfectly clean little houses and courts. Don’t expect Rishikesh to be like Bali. In winter it can be very chilly, and in summers very hot.

What is the Meditation Teacher Program NOT? – It is neither a retreat nor an Ayurvedic wellness program. While Ayurvedic treatments are offered in the same place outside the course, there is a strict schedule starting early in the morning with one hundred percent attendence expected. Sometimes all the sitting and listening can be uncomfortable, that is something you have to go through. We have to remember this is a somehow traditional Indian place – we do not wear shorts or tank tops, and we listen to the teacher and do not interrupt with Western comparisons or constant questioning everything. Of course we can draw our own conclusions in our mind and see what practice we will follow later and which makes no sense to us, but this is not to be discussed while learning. As strict as this sounds, the school is no ashram. It is located in a normal hotel building. We do not need to be religious or to pray. In our free time we can do whatever we want to. And there is no guru we need to follow.

What are the practicalities for this course? – First you need to sign up for the course at meditationschoolindia.org, decide for a month and pay a deposit. The next step is to get a visa, the easiest option for many people is the 60 day E-Visa which can be applied for at the site of the Indian government. Finally you need to book a flight to Delhi. From there you can either choose a connection flight to Dehra Dun and take a prepaid taxi from that airport to Rishikesh. This is the easy option. Or you have to get into Delhi, locate the bus station, and take a bus to Rishikesh which can take 6 up to 9 hours. This one is a little cheaper. Be aware to bring a lot of cash preferably in US Dollar or Euro to pay your course fees on the first day. ATMs in India only dispense small amounts of money like 10,000 Rupees at a time and in three out of four cases the ATM will not work at all. A device like a smartphone, tablet, or laptop is also very useful. You will also need comfortable clothes like long pants, shirts and socks (in winter). In Rishikesh it is no problem to buy a lot of clothing, however for the first week it is useful to be prepared.

Am I satisfied with the program? – Definitely. I really appreciated the teachers and the atmosphere. The practice was very helpful to me now and for my later life.

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Tree temple in Triveni Ghat area.

 

Jnana Yoga: The Absolute and Manifestation. Das Absolute und Manifestation.

This article summarizes the most important statements of the sixth chapter of the book Jnana Yoga by Swami Vivekananda. Vivekananda elaborates on a central question of Advaita Vedanta – how has the Absolute become finite? The solution to this tricky sounding question sits at the core of Advaita Vedanta itself. In the second part of the chapter Vivekananda explains why Vedanta is a modern philosophy and compatible with both traditional religion and science.

How does the Absolute become finite?

We know in the concept of Vedanta there is the absolute reality, Brahman, infinite all-pervading reality and principle behind everything. And there is the universe we can actually perceive. It is what shines through the veil of Maya – the principle of illusion or delusion – and what can be empirically grasped. One part of this veil are the ideas of time, space, and causation. Vivekananda describes them as glass through which the Absolute is seen. The Absolute is infinite and permanent. Time, space, and causation describe finite and changeable objects and the relationship between them. These don’t need to be things of matter only, but may also contain thoughts and mind.

We got a problem with causation though. Our beliefs about the universe are based on idea of cause and effect of this finite entities. And being a concept of the limited mind, causation cannot be in the Absolute. So the mere question what caused the Absolute is a trap. It is not bound by anything, not caused by anything. It exists by itself, it is free. And the question how the Absolute becomes the finite universe is invalid or impossible. If we knew the Absolute within our minds, we would bind it and make it relative which is impossible as well. If we knew the Absolute, if we knew god, we’d make him mortal and finite. The Absolute cannot be known.

Know thyself? Not two, but one

So all we perceive are finite objects and we won’t have any chance to know the Absolute behind it? However Advaita Vedanta states the Absolute is more than knowable. We made the mistake to only look at the objects, but not at the subject. Advaita Vedanta says Atman, the personal self, and Brahman, the absolute reality are not two, but one. It is ourselves through which we perceive the objects, the eternal witness of all reality. Whatever we know, we know it through our divine self. So essentially god is nearer to you than anything else in the universe. You cannot objectify Brahman, god, the Absolute, because it is the eternal subject, you are the subject. Or as it culminates in the Upanishads as one of the great pronouncements of Hinduism: Tat tvam asi – you are that. You cannot know your self because you are it.

Brahman and Maya? Not two, but one

But how come that the universe does not appears like one, but manifold? It still looks like there are at least two – the Absolute, Brahman, on the one side and on the other side Maya, the thing which contains time, space, and the principle of cause and effect. The Vedantin will reply these are not two independent things, but one. Vivekananda uses the ocean metaphor which is quite popular in these kind of considerations. The limited object constricted by principles of space, time, and causation is like a wave in the ocean. It is a changing form. Time, space, and causation are part of it and the ocean. The wave is the ocean and still it is not the same as the whole ocean. It is a shape and a name in the ocean, yet it does not exist independent of the ocean.

Science and Religion? Not two, but one

Vivekananda elaborates on the development of Vedanta in the history of India. The Buddha added ethical elements – heart, patience, and compassion. Vivekananda even states that Buddhism saved Vedanta by bringing its ideas to the masses in contrast to being a secret knowledge as it was in the centuries before. Then Shankaracharya came and revitalized Vedanta. He had a rationalistic philosophical approach which also appeals to people who lack religiosity. Therefore Vivekananda considers Advaita Vedanta a perfect religion for modern societies who neglect the idea of a personal god of rewards and punishments. Vedanta approaches the quest for truth and reality from the side of the subject – as a philosophy. Everything comes from oneness.

European or Western science is the way to go for investigating the object. This was already clear when Vivekananda lived 120 years ago. And just like Vedanta comes from the subjective searching for the one, science is looking for the one universal force which explains everything. Even though the right Theory of Everything has not been found yet in modern physics, it looks as if we are close. It is the same inquiry, only from different angles. It is the idea of oneness and the quest for truth which unites science and Vedanta and why Vivekananda believed both approaches can support each other.

Another peculiarity of Vedanta is its peacefulness and encompassing nature towards other religions. While some dualistic religions might view Vedanta as heresy because it lacks a personal god and promotes yourself to be divine, this is not the case the other way around. The Advaitist knows that the dualist from his perspective is only able to see god and the world his way. Within all those manifestations of Brahman his dualistic ideas are all valid and possible. It appears a bit arrogant of Vivekananda but he believes Vedanta is too unintuitive and complicated for the masses to be understood, so they stick with their traditional beliefs. As he adds, Jesus was someone who realized the truth, who felt one with the father, he was the same, and he was compassionate because he was one with everything. To the masses who were not able to conceive the monistic idea he told them to just pray to the father in heaven. He understood oneness, and yet he understood that he had to reformulate his ideas to others who would not understand. This is no contradiction in Vedanta. This again is another reason why Vivekanada believes Vedanta to be the perfect idea for modern times. Take the heart of the Buddha and the intellect of Shankara and we shall all be fine.

Dieser Artikel fasst die wichtigsten Aussagen des sechsten Kapitels aus dem Buch Jnana Yoga von Swami Vivekananda zusammen. Vivekananda beschäftigt sich mit einer zentralen Frage des Advaita Vedanta: Wie ist das Absolute endlich geworden? Die Lösung zu dieser schwierig klingenden Frage berührt den eigentlichen Kern von Vedanta selbst. Im zweiten Teil des Kapitels erläutert Vivekananda, warum Vedanta eine gute Philosophie für die Moderne darstellt und warum es sowohl mit den Wissenschaften als auch mit Religion vereinbar ist.

Wie wird das Absolute endlich?

Im Vedanta existiert das Konzept der absoluten Realität, des Brahman, alldurchdringender Wirklichkeit und Prinzip hinter allem. Und es gibt das eigentliche wahrnehmbare Universum. Es ist das, was durch den Schleier der Maya hindurch scheint – dem Prinzip von Illusion oder Täuschung – und was empirisch begriffen werden kann. Ein Bestandteil dieses Schleiers sind die Konzepte von Zeit, Raum und Kausalität. Vivekananda beschreibt sie als Glas, durch welches das Absolute gesehen wird. Das Absolute ist unendlich und unveränderlich. Zeit, Raum und Kausalität beschreiben endliche und veränderliche Objekte sowie deren Beziehung zueinander. Dabei geht es nicht lediglich nur um Materie, sondern auch um immaterielle Objekte wie den Verstand oder Gedanken.

Wir haben allerdings mit der Kausalität ein Problem. Unser Weltbild basiert auf den Ideen von Ursache und Wirkung bezüglich dieser endlichen Objekte. Und als Konzept des begrenzten Verstandes kann das Ursache-Wirkung-Prinzip sich nicht im Absoluten befinden. Also ist schon allein die Frage, durch was das Absolute verursacht wurde, falsch gestellt. Das Absolute ist durch nichts beschränkt, durch nichts verursacht. Es ist frei, es existiert aus sich selbst heraus. Und die Frage, wie das Absolute zum endlichen Universum wird, ist ungültig oder unmöglich. Wenn wir das Absolute in unserem Verstand begreifen würden, würden wir es beschränken und relativ machen – das ist unmöglich. Durch Kenntnis und Verstehen des Göttlichen oder Absoluten würden wir es endlich und sterblich machen. Das Absolute kann nicht begriffen werden.

Erkenne dich selbst? Nicht zwei, sondern eins

Also können wir nur endliche Objekte begreifen und haben keine Möglichkeit, das Absolute dahinter zu verstehen? Advaita Vedanta behauptet jedoch, dass das Absolute mehr als greifbar ist. Wir haben den Fehler begangen, nur die Objekte zu betrachten und das Subjekt dabei außen vor gelassen. Im Advaita Vedanta sind Atman, das persönliche Selbst, und Brahman, die absolute Realität – nicht zwei, sondern eins. Es ist unser Selbst, durch das wir die Objekte wahrnehmen, als ewiger Zeuge aller Wirklichkeit. Was auch immer wir wissen und begreifen, wir begreifen es durch unser göttliches Selbst. Letztlich ist Gott uns somit näher als alles andere auf der Welt. Man kann Brahman – Gott – das Absolute nicht objektifizieren, denn es ist das ewige Subjekt; du bist das Subjekt. Oder wie es in den Upanishaden als eine der größten Verkündungen des Hinduismus gipfelt: Tat tvam asi – du bist das. Du kannst dein Selbst nicht begreifen, denn du bist es.

Brahman und Maya? Nicht zwei, sondern eins

Aber wie kommt es dann, dass das Universum nicht nach großer Einheit aussieht, sondern nach Vielfalt? Und warum scheint es so, als ob es wenigstens zwei Dinge gibt: Brahman, das Absolute auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Maya, das was auch Raum, Zeit und Kausalität beinhaltet. Der Vedantin antwortet darauf, dass dieses nicht zwei von einander unabhängige Dinge sind, sondern eins. Vivekananda greift auf die Ozeanmetapher zurück, die in diesen Zusammenhängen häufig verwendet wird. Das endliche Objekt, beschränkt durch die Prinzipien von Raum, Zeit und Kausalität, ist wie eine Welle im Ozean. Es ist eine sich verändernde Form. Zeit, Raum und Kausalität sind Teile dessen und des Ozeans. Die Welle ist der Ozean und dennoch ist sie nicht dasselbe wie der Ozean. Sie ist eine Form und ein Name im Ozean, und kann nicht unabhängig vom Ozean existieren.

Wissenschaft und Religion? Nicht zwei, sondern eins

Vivekananda erläutert die Entwicklung des Vedanta in der Geschichte Indiens. Der Buddha fügte ethische Elemente wie Herz, Geduld und Mitgefühl hinzu. Vivekananda behauptet sogar, dass der Buddhismus Vedanta gerettet hat, indem die Ideen den Massen bekannt wurden, während Vedanta zuvor eher eine Art Geheimlehre war. Und dann erschien Shankaracharya und belebte Vedanta neu. Sein rationaler, philosophischer Ansatz fand auch Anklang bei Menschen, die nicht sehr religiös sind. Aus diesem Grund hält Vivekananda Advaita Vedanta für die perfekte Religion moderner Gesellschaften, welche für die Ideen eines persönlichen, belohnenden und strafenden Gottes nicht mehr so anfällig sind. Vedanta nimmt sich der Suche nach Wahrheit und Wirklichkeit von der Seite des Subjekts an – als philosophischer Ansatz. Alles kommt aus dem Einssein.

Die europäischen oder westlichen Wissenschaften, und vor allem die Naturwissenschaften, sind hingegen die perfekte Untersuchungsmethode für das Objekt. Das war schon vor 120 Jahren zu Lebzeiten Vivekanandas deutlich. Und so wie sich Vedanta der Suche nach dem Einen von der subjektiven Seite nähert, sucht auch die Wissenschaft nach der universellen Kraft, die alles erklärt. Noch hat die moderne Physik nicht die richtige Weltformel gefunden, aber wir sind womöglich ganz nah dran. Es ist die gleiche Suche, nur von einem anderen Ausgangspunkt aus. Es ist die Idee des Einsseins oder der Einheit und die Suche nach der Wahrheit, welche Wissenschaft und Vedanta eint. Daher glaube Vivekananda, dass sich beide Ansätzen gegenseitig befruchten könnten.

Eine weitere Besonderheit von Vedanta ist seine Friedfertigkeit und seine integrative Natur bezüglich anderer Religionen. Auch wenn einige dualistische Religionen Vedanta als Ketzerei bezeichnen würden, da es keinen persönlichen Gott gibt und behauptet wird, jeder wäre selbst Gott, so ist dies umgekehrt nicht der Fall. Der Advaitist weiß, dass der Dualist gar nicht anders kann, als Gott und die Welt auf seine eigene Weise zu sehen. Innerhalb all jener Manifestationen des Brahman sind seine dualistischen Vorstellungen alle gültig und möglich. Es wirkt ein wenig arrogant von Vivekananda, aber er hielt Advaita Vedanta für zu schwer verständlich und zu wenig intuitiv einleuchtend, um von den Massen verstanden zu werden, so dass sie lieber bei ihrem traditionellen Glauben bleiben. Er fügt hinzu, dass Jesus die Wahrheit erkannt hätte, sich eins mit seinem Vater gefühlt habe – denn er war derselbe, und er zeigte Mitgefühl, da er eins mit allem war. Den Massen, die die Vorstellung vom Einssein nicht verstehen würde, erzählte er einfach, dass sie zum Vater im Himmel beten sollen. Er verstand das Einsseins, und doch verstand er auch, dass er seine Ideen umformulieren musste, um diejenigen zu erreichen, die es anders nicht begreifen würden. Im Vedanta stellt das alles keinen Widerspruch dar. Auch das ist ein weiterer Grund, warum Vivekananda Vedanta für die perfekte Philosophie der Moderne hielt. Nimm das Herz des Buddha und den Verstand von Shankara und alles wird gut.

 

Bad timing, good timing. Schlechte Zeiten, gute Zeiten.

One activity that has become increasingly popular in Ubud in the last years is visiting the nearby village of Petulu to see millions of herons come back there in the evening from their daily flights. We like to see the spectacle and arrange transport. Arriving in the village we actually don’t see armadas of herons, but just a few birds in the trees. Cute however anything but breathtaking. Some other tourists also made the same mistake coming here and are visibly disappointed. Our driver tells us it’s probably not the right season, because it is not the breeding season and no rainy seasons. Maybe some guidebooks should mention this. April is definitely not the right time for birdwatching here.

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The next day we plan to visit the Besakih Temple. It is also called the mother temple of Bali and considered the most important temple on the island. By coincidence there is a special ceremony exactly on the day we visit which is celebrated once a year in this temple. Our hotel landlord already prepares us with sarongs and shawls to be appropriately dressed. To them this is very serious.

We have to walk quite a while up from the parking lot until we see the temple. As visitors we only have restricted access and can only see the temples from the outside despite paying a hefty entrance fee. The inner parts are reserved for prayings and offerings.

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And it is amazing to watch. The percentage of foreign visitors is neglectably small on this day. Tens of thousands of Balinese people flock here from all of the island, celebrate the day and bring offerings to their respective caste temple. We hear singing and music, and sometimes you have a good view over the ceremonies even from the outside. The temple complex itself is situated beautifully in front of the magic background of Mount Agung, Bali’s highest mountain. I love the atmosphere and I am happy to be able to witness authentic ceremonies here and not just a tourist’s carnival.

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Unter Touristen ist es in den letzten Jahren in Ubud ziemlich in Mode gekommen, das nahegelegene Dorf Petulu aufzusuchen und die Schwärme von Millionen von Reihern zu beobachten, die zu Sonnenuntergang zu den Feldern zurück kehren. Wir möchten dem Spektakel beiwohnen und organisieren uns die Fahrt dorthin. Angekommen im Dorf sehen wir jedoch keine riesigen Armadas von Reihern, sondern nur ein paar wenige Exemplare in den Bäumen hocken. Putzig aber nicht wirklich atemberaubend. Einige andere Reisende haben den selben Fehler wie wir begangen und sitzen sichtlich enttäuscht im Dorf herum. Unser Fahrer meint, es wäre nicht die richtige Zeit, weder Brutzeit noch Regenzeit. Vielleicht sollte das auch mal in den Reiseführern erwähnt werden, dass sich der April nicht für die Vogelbeobachtung eignet. 

Am nächsten Tag wollen wir den Besakih-Tempel besuchen. Er wird auch Muttertempel genannt und ist der wichtigste Tempel in Bali. Ganz zufällig findet an genau diesem Tag auch eine wichtige Zeremonie statt, die einmal im Jahr begangen wird. Wir werden schon in unserer Unterkunft mit Sarongs und Schals ausgestattet, um angemessen gekleidet zu sein. Man nimmt das hier enorm wichtig.

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Vom Parkplatz aus müssen wir noch ein ganz schönes Stück nach oben laufen, bevor wir am Tempelkomplex ankommen. Als Besucher haben wir nur eingeschränkten Zutritt und können viele der Tempel nur von außen sehen, obwohl der Eintrittspreis relativ saftig ist. Die inneren Anlagen sind nur für Gebete und Opfergaben reserviert.

Und es ist schon ein fantastischer Anblick. Der Anteil ausländischer Besucher ist an diesem Tag verschwindend gering. Zehntausende Balinesen kommen aus allen Teilen der Insel, feiern diesen Tag und bringen Opfergaben zu ihrem jeweiligen Kastentempel. Man hört Musik und Gesang, und von einigen Stellen aus hat man selbst von draußen einen guten Blick und Überblick. Der Tempelkomplex selbst ist malerisch am Fuße des magischen Agung-Vulkans gelegen, dem höchsten Berg auf Bali. Ich liebe die Atmosphäre und bin glücklich, diese authentische Zeremonie miterleben zu dürfen und nicht nur ein Touristenspektakel.

sdr

More learning and growing. Noch mehr lernen und wachsen.

In 2015 I wrote about some activities in Ubud, like meditation courses and a cooking class. This time I try some more classes.

sdr

Make your own silver lotus

Actually I signed up for a yoga class but I had some back problems, so I decided to skip it and join my family for the silver making class. First we are shown some exemplary designs, you can also design your ideas completely from scratch. We draw some sketches on paper. Our instructors then decide how you make it best, whether to cut out pieces from silver plates or making patterns from silver wire, how to bend and what kind of raw material to choose.

Next we sit at the work benches with all the instruments.  The guy from the workshop says my design is easy, I just need to cut it out of the plates and engrave it. The cutting takes more time than I thought and I manage to destroy some of the metal saws. The engraving seems to be easier, but you need to be pretty careful. The instructors offer to correct my mistakes but I prefer to take my piece as it is, as a symbol of my beautiful imperfection. Nevertheless it looks better than I thought. In the end we grind and polish the piece with the help of the staff. Actually I was not really interested in jewelry workshops before but now I am happy I have my own personal silver lotus necklace.

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Heart Chakra Meditation

In the evening I head to the White Lotus Meditation Center where I have been staying last year. Tonight Sandeh is going to make a Heart Chakra Meditation with us. It actually contains elements from the Islamic sect of Sufism. Lots of breathing as well as quick and coordinated movements are involved before we sit and finally lie down on the floor meditating and relaxing. It is an energizing experience and I really love the meditation hall looking over Ubud’s greenery at dusk.

Jamu Class

Jamu is traditional Indonesian herbal medicine, but also specifically a word for a herbal drink. As I am interested in everything related to healing, I am eager to visit the class. It is a little beauty and cosmetics related however not too much. We prepare a drink, a body scrub, a body oil, and a body mask from several herbs, oils, and flowers. Our instructor is very cute and knowledgable. She also explains how to substitute some of the ingredients which are hard to find in Europe. For every ingredient she explains the medicinal properties. It is also nice we can take our prepared scrubs and oils with us, unfortunately most can only be used for a short time as it contains no preservatives.

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2015 habe ich schon über einige Kurse in Ubud geschrieben, wie beispielsweise über Meditations- oder Kochkurse. Jetzt probiere ich weitere Workshops aus.

Mach deinen eigenen Silberlotus

Eigentlich hatte ich mich für eine Yogastunde angemeldet, aber im Rücken habe ich ein paar ungünstige Schmerzen, so dass ich mich stattdessen meiner Familie anschließe und zum Silberschmiedekurs gehe. Zunächst bekommen wir einige beispielhafte Muster gezeigt. Man kann auch komplett eigene Designs entwerfen. Wir zeichnen die Entwürfe auf Papier. Die Kursleiter überlegen sich dann die beste Strategie für die Umsetzung, also ob das Stück aus einer Silberplatte herausgeschnitten wird oder das Muster aus Silberdraht geformt wird, wie man es biegt und welche Rohform für das Material am besten geeignet ist.

Wir sitzen dann an den Werkbänken mit den ganzen Werkzeugen. Der Kursleiter meint, mein Design wäre einfach umzusetzen, man müsse es nur ausschneiden und eingravieren. Das Schneiden nimmt allerdings deutlich mehr Zeit in Anspruch als gedacht und ich schaffe es dabei natürlich mehrere Male, das Sägewerkzeug zu zerstören. Das Gravieren scheint zunächst einfacher zu sein, aber man muss dabei ganz schön vorsichtig sein. Die Kursleiter bieten an, meine Fehlschläge zu korrigieren, aber ich nehme das Stück lieber so wie es ist – als Symbol meiner eigenen liebenswerten Unvollkommenheit. Und es sieht immer noch deutlich besser aus als ich zu Beginn gedacht habe. Am Ende wird noch gefeilt und poliert, die Mitarbeiter helfen uns dabei. Eigentlich war ich überhaupt nicht an einem Schmuckworkshop interessiert, aber jetzt bin ich tatsächlich froh, mir meinen individuellen Silberlotus um den Hals hängen zu können.

Herzchakra-Meditation

Am Abend mache ich mich auf zum White Lotus Meditationszentrum, wo ich letztes Jahr schon ein paar Tage gewesen bin. Heute macht Sandeh eine Herzchakra-Meditation mit uns. Sie enthält auch Elemente der islamischen Sufi-Strömung. Eine Menge Atmung sowie schnelle und koordinierte Bewegung sind Teil der Meditation bevor wir uns setzen und abschließend zur Entspannung und zum Ausklang hinlegen. Es ist eine energetisierende Erfahrung und auch die Räumlichkeiten des Meditationszimmers über den Bäumen von Ubud sind bei der Abenddämmerung besonders stimmungsvoll.

Jamu-Kurs

Jamu ist traditionelle indonesische Kräuterheilkunde und bezeichnet im Speziellen auch Kräuterheiltränke. Da ich an allem, was entfernt mit Heilung und Medizin zu tun hat, interessiert bin, freue ich mich auf den Kurs. Er schweift zwar auch in Richtung Kosmetik ab, aber nicht ganz so schlimm. Wir bereiten aus diversen Kräutern, Ölen und Blumen einen Trank zu, ein Peeling, ein Öl und eine Körpermaske. Unsere Kursleiterin ist ganz zauberhaft und weiß auch recht viel. Sie erläutert uns, womit wir Zutaten ersetzen können, die in Europa schlecht erhältlich sind. Zu jeder Zutat erklärt sie deren medizinische Eigenschaften. Wir dürfen unsere selbst hergestellten Öle und Lotionen auch mitnehmen, leider sind die meisten nicht besonders lange haltbar.

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Sweet Kuningan. Süßes Kuningan.

I’ve been writing about the Balinese holiday Kuningan which is celebrated among the communities around the island. It consists of ceremonies and offerings mostly in the private compounds and therefore not that strongly visible to visitors. There is however another holiday the day after Kuningan which is called Manis Kuningan – Sweet Kuningan. It is a less serious day when people spend time with their families often for excursions or fun activities.

This is the day when we decide to do a trip to the surroundings of Ubud. The sites and the route are exactly the same as one year ago where I went on bicycle sweating and cursing. So why I am doing the same stuff again? This time I am bringing my family showing them a bit of Bali and of course we go more comfortably by private car. First stop are the rice terraces of Tegalalang. We have a short hike over there. I am okay with being asked for donations for the maintenance of the site but being asked again and again in each of the huts built along the pathways is  bit annoying. Nevertheless it is a beautiful view. After that we go to a coffee plantations. I don’t really like these places because they use the zibet cats to produce their delicacy Coffee Luwak, but my family enjoys the site.

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We go on to the holy springs of Tirta Empul. I was already horrified imagining the crowds of tourists and locals in this temple which is quite popular even when there is no holiday. I thought about taking a holy bath but seeing the amount of people having their purifying ritual baths in a neverending queue we skip this plan. The good thing about the Manis Kuningan holiday was another ceremony of some villagers performed in the temple, including offerings, gamelan music, and ritual dances. Very interesting to watch.

Finally we go down the many steps to the cave temples of Gunung Kawi. Going there by car I found the final steps down and up much easier than walking when you have cycles 25 kilometers uphill in the Balinese heat. And of course this is only a half-day tour for us. Last time I wrote about going cycles visiting these places around Ubud. And this year I have completed another cycle.

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Ich habe bereits über den balinesischen Feiertag Kuningan geschrieben. Er besteht aus Zeremonien und Opfergaben, die meistens auf den privaten Grundstücken stattfinden und für Touristen oft nicht direkt beobachtet werden können. Es gibt jedoch einen weiteren Feiertag am Tag nach Kuningan, der Manis Kuningan heißt: Süßes Kuningan. Dieser Tag wird weniger ernst begangen, sondern meistens im Kreise der Familienangehörigen, oft mit Ausflügen und Unternehmungen.

Genau an diesem Tag entscheiden wir uns für einen Ausflug in die Umgebung von Ubud. Die Orte, die wir anpeilen, und die Fahrstrecke sind genau dieselben wie vor einem Jahr, als ich hier per Fahrrad schwitzend und fluchend unterwegs war. Warum mache ich dann dasselbe nochmal? Dieses Mal habe ich meine Familie mitgebracht und zeige ihnen ein wenig von Bali. Und wir fahren natürlich ganz bequem im Auto. Die erste Station sind die Reisterrassen von Tegalalang. Dort wandern wir kurz umher. Ich finde es prinzipiell schon in Ordnung, wenn man um Spenden für die Erhaltung der Anlagen gebeten wird, aber nacheinander an verschiedenen Stellen immer wieder von neuem gefragt zu werden, grenzt schon an Wegelagerei. Aber der Ausblick ist freilich wunderschön. Danach besichtigen wir eine Kaffeeplantage. Ich mag diese Orte nicht sonderlich, da man dort Zibetkatzen dazu benutzt, um den Luxuskaffee Luwak herzustellen, aber meiner Familie gefällt es ganz gut.

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Wir fahren weiter zu den heiligen Quellen von Tirta Empul. Ich habe mir im Geiste schon eine Horrorvorstellung von Touristenhorden und Massen an Balinesen ausgemalt, denn der Tempel ist auch an normalen Tagen schon recht voll und beliebt. Und ich überlege, selbst ein heiliges Bad zu nehmen. Nachdem aber die Massen an Menschen zu sehen sind, die sich dort in einer endlosen Schlange für ihr reinigendes Bad eingereiht haben, sehe ich von dem Vorhaben ab. Das gute an Manis Kuningan wiederum ist die Zeremonie, die im Tempel stattfindet. Eine Dorfgemeinschaft betet dort, bringt Opfergaben, spielt Gamelanmusik und führt rituelle Tänze auf. Wirklich interessant und faszinierend.

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Schließlich gehen wir die Stufen zum Felsentempel von Gunung Kawi herab. Jetzt wo wir per Auto hier sind, fallen mir die Stufen runter und wieder hoch deutlich leichter als wenn man vorher eine 25 Kilometer-Fahrradtour bergauf in der prallen Sonne hinter sich hat. Im letzten Jahr habe ich über Räder und Zyklen geschrieben, als es um meine Erfahrungen in Ubud ging. Und mit dem Ausflug in diesem Jahr vollführe ich einen neuen Zyklus.