Cliffs, Churches, Catacombs. Klippen, Kirchen, Katakomben.

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We’re heading towards the highest point in Malta, and the steepest as well. The convenient bus system takes us to the Dingli Cliffs in the south west of the islands which rise 250 meters above the sea. The sun is hot but pleasant and we are walking alongside the cliff road. The view is simply awesome. I would not have expected such a great natural sight on this small island. Walking some smaller pathways down is useless as they are either private or lead to nowhere and the view does not get better than from above. There is a food truck where we are offered to try cactus sweets. I can only smell the sweet but no cactus. We order a “Maltese coffee”. This turns out to be one of the worst coffee specialities I’ve ever had – coffee flavored with aniseeds. I cannot recommend this combination.

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We manage to catch the bus towards Mdina, the historic capital of Malta. Mdina relates to the Arabic word Medina for a city or the historic center of a city. Nowadays the little fortified city is marketed as the most important cultural sight on the whole island which should not be missed. And indeed the churches and the old buildings are well-preserved or renovated. We see the real cathedral of Malta which is not accessible now as it is Sunday and there is a wedding going on. The entrance gate to the city and a little plaza are also featured in the Game of Thrones series. Everything is pretty touristy and there is no usual everyday life here – like a toytown.

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After leaving fortified Mdina we just need to cross the road to enter its sister city Rabat. It looks also pretty neat and somehow similar to Mdina, but is more alive. Real people live here. We sneak through Rabat to find the St. Paul’s Catacombs. They were used as tombs. The number of catacombs is much larger than expected and after crawling through the first catacombs we get an idea of the place and don’t go seeing each of the remaining tombs. It is not a convenient place for tall or wide people but nevertheless quite interesting. Most of the catacombs date back to the Roman era and there are pagan, Christian, and Jewish catacombs. This day has been packed with exploring the southwestern part of Malta and this night I quickly fall asleep full of impressions.

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Wir steuern heute den höchsten und steilsten Punkt Maltas an. Mit dem praktischen Bussystem gelangen wir zu den Dingli Cliffs im Südwesten der Insel. Die Klippen ragen 250 Meter aus dem Meer hoch heraus. Die Sonne brennt auf angenehme Weise und wir wandern die Klippenstraße entlang. Die Aussicht ist schlichtweg fantastisch. So ein Naturwunder hätte ich auf der Insel gar nicht erwartet. Der Versuch, kleinere Wanderwege nach unten zu finden, ist zum Scheitern verurteilt, da man entweder auf Privatgelände oder im Nichts landet. Und der Blick auf die Klippen ist unten auch nicht besser. An der Straße kommen wir an einem Wagen mit Verkaufsstand vorbei. Uns wird angeboten, Kaktussüßigkeiten zu probieren. Also süß schmecke ich, allerdings keine Kaktusfeige. Stattdessen bestellen wir einen “maltesischen Kaffee”. Dieser stellt sich als eine der fürchterlichsten Kaffeespezialitäten heraus, die ich je im Leben probiert habe. Der Kaffee wurde mit Anis aromatisiert, eine Kombination, die ich auf keinen Fall empfehlen kann. 

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Wir schaffen es, den Bus nach Mdina zu erwischen, der historischen Hauptstadt Maltas. Mdina ähnelt dem arabischen Wort Medina für Stadt oder Altstadt. Heutzutage wird die befestigte alte Stadt als kulturelle Hauptsehenswürdigkeit Maltas angepriesen, die man keinesfalls verpassen dürfe. Und man bekommt auch tatsächlich alte Kirchen und andere gut erhaltene oder restaurierte Gebäude zu sehen. Hier befindet sich auch die echte Kathedrale Maltas, die wir nicht betreten können, da gerade Sonntag ist und eine Hochzeit stattfindet. Das Stadttor und ein kleiner Platz kommen übrigens auch in der Serie Game of Thrones vor. Alles wirkt ziemlich touristisch und es gibt hier kein normales Alltagsleben, eine Puppenstube eben. 

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Wir verlassen Mdina über das Stadttor und müssen einfach nur eine Straße überqueren, um in die Schwesterstadt Rabat zu gelangen. Auch hier wirkt alles ganz beschaulich und ähnelt Mdina. Allerdings ist es hier lebendiger. Hier leben echte Menschen. Wir schlendern durch Rabat, um die Katakomben von St. Paul zu finden. Sie wurden als Grabstätten benutzt. Es gibt deutlich mehr Katakomben als wir erwartet hatten. Nachdem wir durch die ersten Gruften gekrochen sind, bekommen wir eine Ahnung, wie es ausgesehen hat und schauen uns dann nicht mehr wirklich jede einzelne der übrigen Katakomben an. Für große oder dicke Menschen ist es in den Katakomben nicht sehr bequem. Sie sind nichtsdestotrotz recht interessant. Die meisten Katakomben stammen aus römischer Zeit und beherbergen heidnische, christliche und jüdische Grabstätten. Dieser Tag im Südwesten Maltas war äußerst interessant und mit vielen Eindrücken im Kopf schlafe ich heute schnell ein.

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Erfurt. Medieval Merchants’ Bridge, Mikwe, Monasteries. Rund um die Krämerbrücke.

I feel a bit strange to write about my hometown in a travel blog. However after a recent visit in summer I feel the city deserves a little more attention. So, why not?

The city of Erfurt is situated in the center of Germany. It is the state capital of Thuringia and one of the smaller state capitals. Erfurt is more or less well-known among domestic tourists for its well-preserved historic center giving a prime example of what a German city in the Middle Ages looked like. Among foreign tourists it is still a bit off the beaten track. The city is easily reachable by train from Frankfurt or Berlin in less than 3 hours.

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Walking on the Merchants’ Bridge. Auf der Krämerbrücke.

Besides the iconic cathedral and the large square in front one of the most interesting spots for tourists is the Krämerbrücke – the merchants’ bridge. It is quite unique in Europe outside of Italy because houses stand on the bridge. In fact, if you walk on the Krämerbrücke and see all the little shops, you won’t see any clue you are actually on a bridge. It is only visible from the outside. One of the best views of the bridge and the historic center is from the top of the tower of St. Egidien church situated at one end of the bridge. Pay a small donation and you’re allowed to climb up through a rather eclectic stairways construction.

Close to the Krämerbrücke you find also some of the oldest Jewish sites in Europe. The Old Synagoge has some parts which date back to the 11th century and is considered the oldest preserved synagogue in Central Europe. At the river Gera there is also the Mikwe, the ruins of the old Jewish ritual bath. Usually it is closed to the public, but we are lucky that just on this day there is a public tour for free in the place. The tourguide is a professional historian and explains the various reasons why Jews would need to take a ritual bath in the cold water here. It could be pigs in a medieval city which ran into you and you would need to ritually cleanse you. Interestingly the cold baths had a beneficial effect on health as the medieval Jews in Erfurt suffered less diseases than other groups.

Jewish life was not always easy and also in Erfurt Jews have been persecuted. One guy who held some antisemitic views was Protestant reformer Martin Luther. The founder of mainstream Protestantism in Germany was a monk in St. Augustine’s Monastery in Erfurt in the 16th century. Nowadays it is mainly used as a conference center for the Lutherane church in Erfurt. Erfurt is great for a few days. And I have to say good bye until next time.

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Monastery of St. Augustine. Augustinerkloster.

Irgendwie ist es ein wenig seltsam, in einem Reiseblog ausgerechnet über die eigene Heimatstadt zu schreiben. Nach einem kürzlichen sommerlichen Heimatbesuch habe ich mir allerdings gedacht: Warum eigentlich nicht?

Erfurt liegt in der grünen Mitte Deutschlands und ist eine der kleineren Landeshauptstädte. Unter deutschen Touristen ist die Stadt schon länger für ihre gut erhaltende mittelalterliche Altstadt bekannt. Bei ausländischen Reisenden gehört sie jedoch oft nicht zur Standardreiseroute dazu, auch wenn man problemlos mit dem Zug von Berlin oder Frankfurt in weniger als 3 Stunden angereist ist.

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View over Erfurt with the Cathedral. Blick über Erfurt mit dem Dom.

Neben den Wahrzeichen der Stadt – dem Dom und dem riesigen Domplatz – ist die Krämerbrücke für Besucher einer der spannendsten Orte. Es ist die einzige vollständig bebaute Brücke in Europa nördlich der Alpen. Wenn man sich auf der Krämerbrücke mit ihren vielen kleinen Geschäften befindet, käme man überhaupt nicht auf die Idee, auf einer Brücke zu sein. Erst von außen wird das deutlich. Einen der besten Blicke auf die Brücke und die Altstadt hat man vom Turm der Egidienkirche am Ende der Krämerbrücke. Nach Entrichten einer Spende wird einem der Zugang über ein etwas abenteuerliches Holzgerüst ermöglicht.

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Merchants’ Bridge from the outside. Krämerbrücke Außenansicht.

Nahe der Krämerbrücke befinden sich auch viele der ältesten Zeugnisse jüdischen Lebens in Europa. Teile der Alten Synagoge stammen aus dem 11. Jahrhundert und sie ist die älteste, noch erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Am Flüsschen Gera befinden sich auch die Ruinen der Mikwe, dem jüdischen rituellen Bad. Normalerweise ist die Mikwe nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber wir haben Glück, dass ausgerechnet an diesem Tag eine kostenfreie öffentliche Führung stattfindet. Diese wird von einer versierten Kunsthistorikerin durchgeführt. Sie erläutert die vielfachen Anlässe, warum das Ritualbad aufgesucht werden musste. Beispielsweise wenn man von einem Schwein in den Gassen der mittelalterlichen Stadt angerempelt wurde. Interessanterweise hatte das Baden im kalten Wasser auch gesundheitliche Vorzüge und hat offenkundig abgehärtet. Die Juden im mittelalterlichen Erfurt litten offenbar weniger an bestimmten Krankheiten als andere Bevölkerungsgruppen.

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Mikwe

Das jüdische Leben war nicht immer einfach und auch in Erfurt gab es Pogrome. Ein bekannter Vertreter einiger antisemitischer Ansichten war der protestantische Reformator Martin Luther. Der Gründer des deutschen Protestantismus lebte im 16. Jahrhundert als Mönch im Augustinerkloster in Erfurt. Heutzutage wird das Kloster oft als Konferenz- und Tagungsstätte für die Evangelische Kirche genutzt. Man kann in Erfurt einige nette Tage verbringen. Aber ich muss jetzt los und sage tschüss, bis zum nächsten Mal.

Blackheads Brotherhood by Big Baltic Boomtown. Baltenmetropole Riga.

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Riga has only a few more inhabitants than Vilnius, but what a difference that makes! After the slightly depressing atmosphere in Vilnius, Riga feels like breath of fresh air to me. Maybe it is its proximity to the Baltic sea and the ports, maybe the Hanseatic past – it feels like a real metropolis and is the undisputed urban center of the Baltic countries. Of course the Soviet era also left heavy marks, but in the old town you feel like you could as well be in a fancy North German or Western European city.

And in fact after starting as a Viking trading post, the city’s history is dominated by German influence. In the Middle Ages, Riga was ruled by archbishops and the Teutonic Order. Riga’s old town now is for large parts a pedestrian zone and UNESCO world heritage.

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The first thing we do is leaving the old town to take the elevator in the huge Stalinist building of the Latvian Academy of Sciences to have an amazing view over the entire city. The old town is dominated by St. Peter’s Church. And one of the most prominent buildings in the Brotherhood of the Blackheads, the old association of unmarried merchants. Interestingly just this building is not an original one, but a reconstruction since the building was bombed in the Second World War. Riga also has some Jewish history and we visit a synagogue. The guy who sells the ticket is a bit distrustful towards us and has a look after us why we take so long to visiting the place and taking pictures.

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It is really nice to explore the old town. We have some ice-cream which is kind of a sad and expensive story in the Baltics, but later we decide to have some pancakes which are indeed a much better choice here for dessert or accompanying coffee. We quickly notice Riga is more popular with international tourists than Vilnius and it also feels more “Nordic”. The proficiency of English is much better here. Luckily there are not as many bachelor binge drinking groups as we thought before. One notable feature of Riga in midsummer are the white nights. Coming closer to the polar circle it does not really get dark at night. At midnight the sky still retains a smooth blueish color.

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Riga hat nur unwesentlich mehr Einwohner als Vilnius, aber das macht schon einen enormen Unterschied! Nach der leicht deprimierenden Stimmung in Vilnius fühlt sich Riga richtig frisch dagegen an. Vielleicht liegt es an den Häfen und der Nähe zur Ostsee, vielleicht an der hanseatischen Vergangenheit – jedenfalls fühlt es sich wie eine richtige Großstadt an. Riga ist das unbestrittene urbane Zentrum des Baltikums. Natürlich hat auch hier die Sowjetzeit ihre Spuren hinterlassen, aber in der Altstadt fühlt man sich wie in einer schicken norddeutschen oder westeuropäischen Stadt.

Und tatsächlich wird Rigas Geschichte nach einem kurzen Start als Handelsposten der Wikinger vor allem durch deutschen Einfluss dominiert. Im Mittelalter wurde Riga von Bischöfen und dem Deutschen Orden regiert. Rigas Altstadt ist heutzutage zu großen Teilen auch Fußgängerzone und gehört zum UNESCO-Welterbe.

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Das erste, was wir hier machen, ist die Altstadt wieder zu verlassen, um uns in den Fahrstuhl der Lettischen Akademie der Wissenschaften zu begeben. Von einer Plattform dieses stalinistischen Hochhauses hat man einen fantastischen Ausblick auf die gesamte Stadt. Die Altstadt erkennt man sofort am Turm der Petrikirche. Ein anderes prominentes Gebäude ist das Schwarzhäupterhaus, wo die Bruderschaft unverheirateter Kaufleute ihre Versammlungen abhielt. Interessanterweise ist ausgerechnet dieses Gebäude kein Original, sondern eine Rekonstruktion, da das Haus einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Riga kann auch mit jüdischer Geschichte aufwarten und so besichtigen wir eine Synagoge. Der Mann vom Kartenverkauf traut uns nicht ganz über den Weg und schaut immer mal wieder rein in den Saal, weil wir anscheinend zu lange brauchen, um uns umzusehen und Bilder zu machen.

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Die Altstadt zu erkunden macht echt Freude. Wir gönnen uns etwas Eis, das allerdings eine eher traurige und kostspielige Angelegenheit im Baltikum ist. Später essen wir noch Pfannkuchen mit Kirschen und sauerer Sahne und das ist eine wesentliche bessere Begleitung zum Kaffee. Man stellt schnell fest, dass Riga bei ausländischen Gästen deutlich beliebter als Vilnius ist und die Stadt wirkt auch “nordischer”. Auch die Englischkenntnisse der Einheimischen sind zumindest in der Altstadt besser. Zum Glück gibt es nicht ganz so viele betrunkene Junggesellenabschiedsgruppen hier, wie ich befürchtet hatte. Eine Besonderheit an Riga zu Mittsommer sind die Weißen Nächte. Je näher man dem Polarkreis kommt, desto weniger wird es nachts richtig dunkel. Um Mitternacht leuchtet der Himmel immer noch in einem sanften Blau.

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My second Córdoba. Mein zweites Córdoba. Mi segunda Córdoba.

I’ve been to Córdoba five years ago, meeting distant family members living there. This time I am back – however I am not going to visit Argentina’s second largest city again, but we take the bus from Seville to visit the Spanish version of Córdoba, the smaller yet original one. Somehow I always imagined Andalucia to be a mountainous region. This may be true for Granada and the southern parts. Seville, Córdoba, and large parts of the Guadalquivir river plains are pretty flat or just a slight bit hilly.

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Immediately we notice the difference to Seville. While Seville is a big metropolis melting together historical sights and city life, things in Córdoba are pretty much separated. City and university life take part in different areas and the historical center is exclusively a tourist spot, indeed a very touristy one. From the beginning we struggle to make our way to the narrow alleys stuck behind large package tourist groups.

The average age of tourists in Córdoba is about my age, however we hardly see any tourists aged 30 or 40. Either they are old people on a package tour or student groups forced to visit cultural heritage sites. The large majority of them speak French. First we were a bit sad as we missed the festival of the patios by one day, but the guy from our hotel told us the city was even more crowded with even more old people who wanted to see all the patios with the same flowers in the same flower pots everywhere. So maybe we should feel lucky instead.

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By coincident we stumble upon the Jewish heritage of the city. In the tiny alleys in the former Jewish quarter we discover the bust of Maimonides, one of the most important medieval Jewish philosophers and scholars who was born in Córdoba. We also visit the Synagogue, one of the oldest and one of only three remaining historical synagogues in Spain. There is a very interesting museum nearby which covers the history of Sephardic culture, the inquisition and prosecution of Jews in Islamic and Catholic spain.

Córdoba once was the most important city in Spain as it was the seat of the Califate and the Emirate of Córdoba, an Islamic state which ruled large parts of the Iberian peninsula. And this was the time when the largest parts of the famous and incredibly huge Mezquita Mosque Cathedral were built. First a Visigothic church, it has been converted into a mosque by the Islamic conquerers and later made the Cathedral of Córdoba after the city had been reconquered by Christians. It is such an interesting mix of styles from different periods and religions and one of the most iconic symbols of the former Moorish rule of spain. It is no surprise it is heavily visited and most tourists gather like vultures around places like the Mihrab, the prayer niche which actually faces south and not towards Mecca (as it is falsely claimed in many publications and TV documentaries). Like in Seville, our time in Córdoba is limited, but there would be still much more to see and to appreciate.

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Vor fünf Jahren war ich schon einmal in Córdoba, um entfernte Verwandte zu besuchen, die dort leben. Jetzt bin ich zurück – aber dieses Mal nicht in der zweitgrößten Stadt Argentiniens, sondern wir fahren mit dem Bus von Sevilla in die spanische Ausgabe von Córdoba. Etwas kleiner, aber dafür das Original. Irgendwie habe ich mir Andalusien immer sehr bergig vorgestellt. Das trifft vielleicht auf Granada und die südlichen Teile zu, aber Sevilla, Córdoba und große Teile der Guadalquivir-Ebene sind in Wirklichkeit ziemlich flach oder maximal leicht hügelig.

Uns fällt sofort der Unterschied zu Sevilla auf. Während in der Metropole Sevilla die historischen Sehenswürdigkeiten und das Stadtleben miteinander verschmelzen, ist in Córdoba alles ziemlich getrennt. Das Stadt- und Universitätsleben spielt sich in anderen Stadtteilen ab. Die Altstadt Córdobas ist ausschließlich den Touristen vorbehalten. Und es gibt hier wirklich sehr viele Touristen. Von Anfang an kämpfen wir damit, uns den Weg durch die engen Gassen zwischen oder hinter riesigen Pauschalreisegruppen freizuschlagen.

Im Durchschnitt sind die Touristen hier so alt wie ich, allerdings sieht man kaum Menschen im Alter von 30 oder 40. Entweder sind es ältere Menschen auf einer Gruppenreise oder Schülergruppen, die zum Besuch historischer Sehenswürdigkeiten gezwungen werden. Die Mehrzahl spricht französisch. Wir waren erst ein wenig traurig, denn wir haben das Festival der Patios um einen Tag verpasst, aber in unserem Hotel wurde uns dann erzählt, dass die Stadt an jenen Tagen noch viel voller als sonst war mit noch viel mehr älteren Leuten, die sich die Innenhöfe mit dem immer gleichen Blumen in den immer gleichen Blumentöpfen ansehen wollten. Wir sollten uns also eher glücklich schätzen.

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Eher zufällig stolpern wir über das jüdische Erbe der Stadt. In den engen Gässchen des ehemaligen jüdischen Viertels entdecken wir die Büste von Maimonides, einem der bedeutendsten jüdischen Philosophen und Gelehrten des Mittelalters. Er wurde in Córdoba geboren. Wir besuchen auch die Synagoge, eine der ältesten und nur eine von drei noch erhaltenen historischen Synagogen in Spanien. Ganz in der Nähe gibt es ein sehr interessantes Museum über die Geschichte der sephardischen Kultur, Inquisition und die Judenverfolgung unter islamischer und katholischer Herrschaft.

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Córdoba war einst die bedeutendste Stadt Spaniens, denn sie war Sitz des Emirats und des Kalifats con Córdoba, einem islamischen Staat, der weite Teile der iberischen Halbinsel beherrschte. Und zu dieser Zeit wurden große Teile der berühmten und beeindruckend großen Mezquita Moschee-Kathedrale erbaut. Zunächst als westgotische Kirche errichtet, wurde sie nach der islamischen Eroberung zu einer Moschee umgebaut, um nach der christlichen Reconquista zur Kathedrale Córdobas zu werden. Die Kombination der Stile aus unterschiedlichen Epochen und Religionen ist faszinierend und die Mezquita ist eines der Wahrzeichen der einstigen maurischen Herrschaft Spaniens. Wenig überraschend ist die Mezquita enorm gut besucht und viele Touristen lauern wie die Aasgeier im Gebäude herum, um einen guten Fotoplatz zu finden, wie zum Beispiel am Mihrab, der Gebetsnische, die nach Süden ausgerichtet ist und nicht nach Mekka (wie oft fälschlich in Reiseführern oder TV-Dokumentationen behauptet wird). Ebenso wie in Sevilla ist unsere Reisezeit in Córdoba begrenzt, obwohl es noch so viel mehr zu sehen und bewundern gäbe.

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Jnana Yoga: Maya and the Evolution of the Conception of God. Maya und die Evolution der Gottesvorstellungen.

The fourth chapter of Swami Vivekananda’s book Jnana Yoga deals with the evolution of the conception of god over time. It relates to the development of modern man and the whole framework of Maya.

Why are the ancient gods so cruel?

The last chapter covered the question of good and evil, pleasure and effort within the ideas of Maya. Now Vivekananda takes a look at the conception of god. Some thousand years ago various cultures worshipped supreme powers personified as gods that appear raw and cruel nowadays.

Look at the Hindu god Indra for example, one of the oldest Vedic gods and the powerful ruler of the skies. These days Indra is no more that important in Hinduism and other gods replaced his significance, gods with finer attributes that symbolise other strengths as wisdom or more philosophical properties.

You could as well take Jahwe in the Jewish Tanakh who eventually became the mighty, but wrathful and vindictive god of the Christian Old Testament. Today people wonder why anyone would worship such a god who punishes sinful cities with destruction or demands of a father to sacrifice his eldest son as in the story of Abraham and Isaac. Many Christians nowadays prefer the conception of god from the New Testament who is described as loving and merciful.

God changes?

The question is: Did god change? How can a  supreme being change like that? – In the book of Genesis it is written that god created man in his own image. Vivekananda postulates the opposite as did German philosopher Ludwig Feuerbach: Man created god in his own image. The more mankind developed and people became more sensitive, more intellectual, and the more physical power lost its relative dominance, the more the respective gods changed.

It would be shortsighted to acknowledge the evolution of man, but deny the evolution of these gods. This correspondence is an example of the workings of the Maya. Everything that can be named, categorized, is within space, time, and causation – every such thing is part of Maya and thus subject to impermanence.

Vedanta’s explanation

The ideas of Advaita Vedanta, the non-dual final wisdom of the Indian Vedas, are still valid as Vivekananda postulates. There is good reason for this because Vedanta puts an end to the form and shape of gods. Vedanta says Brahman, the absolute, is infinite, unchangeable, pure, and perfect. There is nothing beyond.

A fascinating property of Vedanta is its compatibility with all kinds of religion and philosophies. It does not say Hindu or Christian or Muslim gods are wrong or unreal – in Vedanta they all are valid finite manifestations of the absolute. Just like the apparent man is a manifestation of the real man. And this real man Atman according to Vedanta is infinite, perfect, and full of bliss, the highest reality Brahman has the same properties. And as we know already, one of the most important statements in Vedanta is the equality of Atman and Brahman – the non-duality.

Evolution

It is only the manifestation of man and god that changes over time.  As we reveal our real nature more and more over time, the nature of god reveals itself in the same fashion. Evolution can be described in this sense by two forces: pravritti and nivritti. The Sanskrit word pravritti means to circle forward, to go out, to expand our living in the senses – the thing we do normally in our worldly life. Nivritti is about circling inward, into ourselves, to renounce, the beginning of spirituality.

These forces are working together. Over time we developed finer senses and we increasingly conquered and revealed parts of the universe. At the same time we have higher moral standards, we demand to be more ethical. It is these forces that are working and they will never come to an end because everything we perceive and think of is part of this Maya.

Conclusion

As Vivekananda writes, instead of denouncing the ideas of the ancient gods as wrong and unfit for modern times, it is wiser to look for the reality that is found within these conceptions. The results are the philosophies of Vedanta. From the ancient deities and the monotheistic god, the idea of the absolute reality was developed – the oneness throughout the universe. And he who looks beyond the manifestations of the world and finds the one infinite life in a world of insentience and ignorance, he may find eternal peace.

Jnana Yoga

Das vierte Kapitel von Swami Vivekanandas Buch Jnana Yoga handelt von der Evolution des Gottesbildes im Zeitablauf. Es bezieht sich auf die Entwicklung des modernen Menschen innerhalb des Rahmens der Maya.

Warum sind die alten Götter so grausam?

Im letzten Kapitel ging es um die Frage von Gut und Böse, Freude und Anstrengung innerhalb der Ideen der Maya. In diesem Kapitel betrachtet Vivekananda das Gottesbild des Menschen. Vor tausenden von Jahren wurden in vielen Kulturen Götter verehrt, die uns heute grob und grausam erscheinen.

Der Hindu-Gott Indra ist ein Beispiel dafür. Der mächtige Herrscher des Himmels ist einer der ältesten vedischen Götter. Heute hat Indra im Hinduismus keine große Bedeutung mehr. Andere Götter haben seinen Platz eingenommen – Götter mit feineren Attributen, die andere Stärken repräsentieren so wie Weisheit oder andere eher philosopische Eigenschaften.

Ähnliches trifft auch auf den ursprünglichen Jahwe aus dem jüdischen Tanach zu, der schließlich im Christentum zum zornigen und rachsüchtigen Gott des Alten Testaments wurde. Heutzutage fragt man sich durchaus, warum so ein Gott verehrt wird, der sündige Städte mit Zerstörung bestraft und von einem Vater die Opferung seines ältesten Sohnes fordert wie es in der Geschichte von Abraham und Isaak der Fall ist. Viele gläubige Christen ziehen heute das Gottesbild des Neuen Testaments vor, dem Eigenschaften wie Liebe und Güte zugeschrieben werden.

Wandelt sich Gott?

Die Frage ist: Hat sich Gott verändert? Wie kann sich so ein höchstes Wesen überhaupt verändern? – Im Buch Genesis steht geschrieben, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde formte. Vivekananda postuliert das Gegenteil, so wie Ludwig Feuerbach: Der Mensch erschuf Gott nach seinem Bilde. Je weiter sich die Menschheit entwickelt hat, je sensibler und intellektueller die Menschen wurden, je mehr körperliche Kraft an relativer Bedeutung verloren hat, desto mehr haben sich die entsprechenden Götter gewandelt.

Es wäre zu kurz gedacht, die Evolution des Menschen zu würdigen, aber gleichzeitig das Gottesbild als statisch anzunehmen. Dieser Zusammenhang ist ein Beispiel für das Wirken der Maya. Alles was benannt und kategorisiert werden kann, was sich innerhalb von Zeit, Raum, Ursache und Wirkung befindet, alles das ist Teil der Maya und ständigem Wandel unterworfen.

Die Erklärung aus Sicht von Vedanta

Die Ansätze von Advaita Vedanta, den nichtdualistischen endgültigen Weisheiten der indischen Veden, sind entsprechend Vivekananda damals wie heute gültig. Das hat einen guten Grund, denn Vedanta bereitet den Formen und Gestalten der Götter ein Ende. Vedanta sagt, Brahman, das Unendliche, das Absolute, ist unveränderlich, rein und perfekt. Es kann nichts darüber hinaus existieren.

Eine faszinierende Eigenheit von Vedanta ist die Kompatibilität mit allen möglichen Religionen und Philosophien. Vedanta sagt nicht, dass die Götter von Hinduismus, Islam oder Christentum falsch oder unecht sind. Im Vedanta sind sie alle berechtigte endliche Manifestationen des Absoluten. Genauso wie der scheinbare Mensch eine Manifestation des wahren Menschen ist. Und dieser wahre Mensch des Atman ist laut dem Vedanta unendlich, perfekt und voller Glückseligkeit. Die höchste Wirklichkeit des Brahman hat die gleichen Eigenschaften. Und wie wir bereits wissen, besteht eine der Hauptaussagen des Vedanta in die Gleichsetzung von Atman und Brahman, die die Nondualität begründet.

Evolution

Nur die Manifestation von Mensch und Gott verändert sich im Zeitablauf. So wie immer mehr unserer wahren Natur ans Licht kommt, so enthüllt sich auch die Natur Gottes in gleicher Weise. Evolution in diesem Sinne kann durch zwei Kräfte beschrieben werden: Pravritti und Nivritti. Das Sanskrit-Wort Pravritti bedeutet Sich-Vorwärtsbewegen, nach außen gehen, unser Leben und Erleben in den Sinneswahrnehmungen zu erweitern – das also, was wir normalerweise auch im Alltagsleben tun. Nivritti ist die Bewegung nach innen, in uns hinein, Entsagung und Verzicht, der Anfang jeglicher Spiritualität.

Diese Kräfte arbeiten zusammen. Mit der Zeit sind unsere Sinne immer feiner und sensibler geworden. Wir haben uns immer größere Teile des Universums erschlossen. Ebenso haben wir immer höhere moralische Maßstäbe entwickelt und bemühen uns um ethischeres Verhalen. Diese Kräfte werden auch in Zukunft wirken und auch kein Ende finden, denn alles was wir denken und wahrnehmen können, ist ebenso Teil der Maya.

Fazit

Wie Vivekananda empfiehlt, sollten die Konzepte der alten Götter nicht einfach als ungültig und für die Moderne als unpassend verworfen werden. Schlauer wäre es, mit Hilfe dieser Ideen die Wahrheiten zu erforschen, die sich dahinter verbergen. Im Endergebnis ergibt sich daraus die Philosophie der Vedanta. Aus den alten Gottheiten und dem monotheistischen Gott hat sich die Idee der absoluten Wirklichkeit entwickelt – das Einssein des ganzen Universums. Wer durch die weltlichen Manifestationen hindurchsehen kann und das Leben der Unendlichkeit in einer Welt von Unwissenheit und Ignoranz findet, der wird ewigen Frieden finden können.

Man Skirts and no Socks in the Buddhist Temple. Männerröcke und Sockenverbot im buddhistischen Tempel.

 

IMG_2950Every country and religion has its own rules for its sacred buildings. In Jewish Synagogues or Sikh Gurudwaras, males are required to cover their heads; in churches it is polite to take your hat off. And in Mosques and Buddhist temples in Thailand or Laos you take off your shoes and do not display your hot beach outfit.

What I find special about Myanmar is the need to take off both your shoes and your socks when entering a Buddhist site. This makes it a good idea not to visit temples at noon since the tiles can be burning hot for your feet. And also your knees have to be covered. This means long shorts are okay, but all the shorts I have taken on my trip are short shorts.

Of course I would have preferred shorts and socks and sneakers as I never really feel comfortable in flip-flops, but slippers are way more practical as you do not want to get in and out of your socks and shoes twenty times a day.

Long pants would have been uncomfortable due to the heat in the day, so we decide to buy a longyi. A longyi is a long skirt for both genders, the styles differ though. For foreign women wearing a skirt is undisputedly a good idea and they look pretty good in it. About 90 percent of the Myanmar men also wear that skirt, but for Western guys this is unusual. However it is extremely practical here. It allows more airflow than long pants and it covers your knees.

Some foreign men also do wear it, not many. I have to be careful when getting off the bicycle and when I climb steps. Now I can feel with women who fear to stumble over a long skirt. It seems as if many locals find it pretty funny to see us wear the longyi. Probably similarly funny as imagining Germans seeing a Burmese wearing dirndl and lederhosen.

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You also see lots of money in the temples. Donation is an important part of karma, doing good, and social responsibility here.  When you are inside the stupa or temple, many people bow in front of the Buddha and usually get on their knees lowering their head. This is extremely similar to behavior of Catholic people in churches. I am happy for an opportunity to rest and get down also, but I guess Buddha would forgive me to simply appreciate his teachings without performing demonstrative submissive bowing in front of his statue.

Outside the temples the same business as everywhere else. Hello Mister! Hello! Hello! Where you from? Ahh, German. Wie gehts? Billig, billig. – No, I do not want to see your paintings, no handicrafts please, no, I am not interested in lacquerware, no, I already have slippers, no, I do not need a guide. No, I do not have foreign money for your collection. No looking shop.

I understand locals want to benefit from tourists, however many vendors and wanna-be guides talking to me at the same time when I only want to enjoy the surroundings in silence makes me act like a threatened dog. I want to bark, bite, and run away. It is just too much. Maybe I should think of Buddha’s teachings and work on my mental balance.

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Jedes Land und jede Religion hat ihre eigenen Regeln für ihre Gotteshäuser. In jüdischen Synagogen und Gurudwaras der Sikhs müssen Männer eine Kopfbedeckung aufsetzen, in christlichen Kirchen ist es höflicher, sie abzunehmen. In Moscheen und buddhistischen Tempeln in Thailand oder Laos zieht man die Schuhe aus und verzichtet auf sein sexy Strandoutfit.

In Myanmar gibt es die Besonderheit, sowohl Schuhe als auch Socken auszuziehen, wenn man eine buddhistische Stupa oder einen Tempel betritt. Es ist daher nicht verkehrt, Tempelbesuche um die Mittagszeit zu vermeiden, wenn der Boden von der Sonne brennend heiß ist. Und auch die Knie müssen bedeckt sein. Längere kurze Hosen sind also in Ordnung, allerdings habe ich nur ziemlich kurze kurze Hosen dabei.

Ich wäre ehrlich gesagt lieber in kurzen Hosen, Turnschuhen und Socken losgefahren, da ich Flipflops nicht besonders bequem und stabil finde, aber Schlappen sind am Ende doch praktischer, damit man nicht zwanzig Mal am Tag seine Socken und Schuhe an und ausziehen muss.

Lange Hosen wäre wegen der Hitze ziemlich unangenehm gewesen, also kaufen wir einen Longyi. Ein Longyi ist ein langer Rock, der von beiden Geschlechtern getragen wird, auch wenn sich der Stil etwas unterscheidet. Touristinnen können so einen Rock problemlos tragen und sehen auch immer recht chic darin aus. Etwa 90 Prozent der einheimischen Männer tragen ebenso diesen Rock, für westliche Touristen ist  das eher untypisch. Allerdings ist der Longyi enorm praktisch, er erlaubt Luftzirkulation, bedeckt aber die Knie.

Einige Ausländer tragen den Longyi ebenso, aber nicht viele. Ich muss beim Absteigen vom Fahrrad ein wenig aufpassen und auch, wenn ich Treppen hoch steige. Jetzt kann ich mit Frauen mitfühlen, die fürchten, über ihren langen Rock zu stolpern. Anscheinend finden es manche Einheimische urkomisch uns in diesem Fummel zu sehen. Wahrscheinlich ein ähnlich skurriler Anblick, wenn sich Deutsche Burmesen in Dirndl und Lederhosen vorstellen.

In den Tempeln sieht man überall viel Geld. Spenden sind hier wichtig für das Karma, um etwas Gutes zu tun und seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden. In einer Stupa oder einem Tempel verbeugen sich viele Gläubige vor dem Buddha und werfen sich vor ihm auf die Knie und senken ihren Kopf. Das Verhalten erinnert an katholische Gläubige in Kirchen. Ich bin im Tempel froh über eine Möglichkeit mich auszuruhen und setze mich ebenso auf dem Boden, aber ich denke Buddha würde es mir verzeihen, dass ich einfach seine Lehren studiere ohne demonstrative Unterwürfigkeit vor seinem Abbild zu zelebrieren.

Außerhalb des Tempels geht es zu wie überall woanders auch. Hello Mister! Hello! Hello! Where you from? Ahh, German. Wie gehts? Billig, billig. – Nein, ich will die Zeichnungen nicht sehen, kein Kunsthandwerk bitte, Keramik und Töpferware Interessiert mich nicht, Schuhe hab ich schon, eine Führung brauche ich nicht. Und ich habe auch keine ausländische Banknoten für deine angebliche Sammelkollektion dabei. Nein, den Shop will ich nicht sehen.

Ich habe zwar viel Verständnis dafür, dass die Einheimischen von den Touristen profitieren wollen, aber zu viele Verkäufer und selbsternannte Reiseführer, die auf mich alle zur selben Zeit einreden, während ich mir einfach nur die Umgebung in Ruhe anschauen will, führen nur dazu, dass ich mich wie ein verängstigter Hund in einer Bedrohungssituation fühle. Ich will nur bellen, beißen und weglaufen. Es ist mir einfach zu viel. Ich sollte Buddhas Lehren noch mehr zu Herzen nehmen und an meiner Ausgeglichenheit arbeiten.

Buddha & Yeshua in Yangon.

While I was aware of the Buddhist culture in Yangon, I did not know there is also a beautifully preserved synagogue in the city. Too see the Musmeah Yeshua Synagogue here surprises me the same way like seeing the Jewish cemetery in Penang. However it is Myanmar’s only synagogue and the community is extremely small. I take some pictures of the torah rolls.

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And as Yeshua is the Hebrew for Jesus – yes, there are also churches in Yangon and signs wishing a merry christmas. Actually I was hoping to avoid everything that has to do with commercialized christmas business by escaping to a mainly Buddhist country.

The next site to visit is the Botataung Pagoda, home to Buddha’s hair relics and lots of lots of gold inside and outside the pagoda. Those Burmese pagodas are really beautiful.

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In one of the adjoining temples an older guy wants to know on what day of the week we were born to tell us our personal planets and animals according to the Burmese zodiac. I assume it is just a scam, but he does not want any money. He tells me I am a tiger and my “planet” is the moon.

After returning to our hostel I double-check on the internet. He was accurate, but I was not, as I told him I was born on Monday which is actually not true, but I was not sure anyway. Actually I was born on a Tuesday, so I am no tiger but a lion and my planet is Mars. This means according to the Burmese horoscope I am “strong-willed and opinionated, but usually correct in my estimations”. Maybe this horoscope is incidentally right 😉

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Dass es in Yangon buddhistische Kultur gibt, war mir schon klar. Aber ich wusste nicht, dass hier auch eine gut erhaltene Synagoge steht. Die Musmeah Yeshua Synagoge hier zu sehen überrascht mich ebenso wie der jüdische Friedhof in Penang vor etwas über einer Woche. Allerdings ist dieser Tempel die einzige Synagoge in Myanmar und die jüdische Gemeinde ist sehr klein. Ich mache in paar Bilder von den Torahrollen.

Yeshua ist auch der hebräische Name für Jesus – und apropos Jesus, es gibt auch Kirchen in Yangon und man liest öfter mal ein “Merry Christmas”. Eigentlich wollte ich dem ganzen Weihnachtstrubel entkommen, indem ich in ein buddhistisches Land fliehe.

Die nächste Sehenswürdigkeit ist die Botataung Pagoda. Hier wird das Haar des historischen Buddha aufbewahrt. Und es gibt Unmengen an Gold innerhalb und außerhalb der Pagode. Diese ganzen Pagoden, die wir bisher gesehen haben, sind wirklich außergewöhnlich schön.

In einem der angrenzenden Tempel fragt uns ein älterer Herr nach dem Wochentag unseres Geburtsdatums, um uns unsere persönlichen Planeten und Tiere entsprechend des burmesischen Horoskops mitzuteilen. Ich halte das für eine Masche, aber er will gar kein Geld. Er sagt mir, ich wäre ein Tiger und mein sogenannter Planet wäre der Mond.

Nach Rückkehr in unsere Unterkunft überprüfe ich das ganze im Internet. Er hatte Recht, aber ich habe Unsinn erzählt, dass ich an einem Montag geboren wäre. Da hatte mich meine Erinnerung getäuscht, es war tatsächlich ein Dienstag. So bin ich also kein Tiger, sondern ein Löwe und mein Planet ist der Mars. Nach dem Horoskop habe ich also einen “starken Willen und eigensinnig, liege aber mit meiner Einschätzung meistens richtig.” Ich bin gewillt zuzugeben, dass das Horoskop vielleicht zufälligerweise Recht hat 😉