Modern Talking in Brezhnev’s Summer Escape in Jurmala. Modern Talking in Breschnews Sommerfrische in Jurmala.

It’s a sunny day and we take the chance for a day trip from Riga to the nearby Baltic Sea resort town of Jurmala. We just need to take a train from the central station in Riga which departs in irregular intervals about every 20 or 30 minutes and takes half an hour to reach Majori station where most people get off.

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Jurmala became a sea spa in the 19th century for the German nobility. And in the Soviet era it was a popular resort for high ranking communist leaders like Brezhnev or Khrushchev. Besides from Black Sea places there was not much of a choice for summer beach resorts in the USSR. And Jurmala and Riga were much closer to Moscow and Leningrad (now again St. Petersburg). And indeed, the architecture is pretty nice and there are lovely wide sand beaches behind pinetree forests.

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Now again Jurmala has again become a popular leisure place not only for people from Riga, but also from Russia and other European countries. There is a fine pedestrian zone with lots of restaurants and cafes. And there are events like music concerts. I have to smile as I see a poster of the other half of Modern Talking: Thomas Anders, or Tomass Anderss as he is written in Latvian. The pop music star from the 1980s is quite popular in those post-Soviet countries.

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The beach may be wide but nevertheless it is pretty crowded and there are zones for activities like beach-volleyball and lots of restaurants or massage parlours directly at the waterfront. We take a little sunbath. Even though it is probably one of the hottest and sunniest days in the end of June, the water is pretty cold and I prefer not to take a dip in the Baltic sea. Yet the atmosphere is relaxed and pleasant. After having some ice-cream in the pedestrian zone we take the train back to Riga.

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Es ist ein sonniger Tag und wir nutzen die Gelegenheit für einen Tagesausflug von Riga ins nahegelegene Ostseebad Jurmala. Wir müssen dafür einfach nur mit dem Zug vom Hauptbahnhof in Riga fahren, der in unregelmäßigen Abständen alle 20 bis 30 Minuten fährt. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde bis zum Bahnhof Majori, wo die meisten Leute aussteigen.

Jurmala entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ostseebad für die deutschbaltischen Reichen und Schönen. Und zu Sowjetzeiten war Jurmala für die kommunistischen Größen wie Breschnew oder Chrustschow als Urlaubsort beliebt. Denn außer am Schwarzen Meer gab es in der Sowjetunion einen Mangel an Badeorten am Meer. Und Jurmala und Riga waren schließlich auch deutlich näher an Moskau und Leningrad (jetzt wieder St. Petersburg) dran. Und in der Tat weist der Ort eine beschauliche Bäderarchitektur auf und es gibt breite weiße Sandstrände hinter Kiefernwäldern.

Und auch heute ist Jurmala wieder erneut zu einem beliebten Erholungsort geworden, nicht nur für die Großstädter aus Riga, sondern auch für Russen und andere Europäer. Es gibt eine schicke Fußgängerzone mit zahlreichen Restaurants und Cafes. Auch große Musikkonzerte finden hier statt. Ich muss etwas grinsen, als ich ein Poster der anderen Hälfte von Modern Talking entdecke: Thomas Anders, oder Tomass Anderss wie er auf Lettisch geschrieben wird. Der Popmusikstar der 80er Jahre ist eine große Nummer in den Nachfolgestaaten der UDSSR.

Auch wenn der Strand lang und breit ist, ist er dennoch ziemlich gut besucht und es gibt ausgewiesene Zonen für Aktivsport wie zum Beispiel Beachvolleyball. Auch sind Zelte für Restaurants oder Massagezonen direkt am Strand zu finden. Wir sonnen uns etwas am Strand. Aber selbst an einem der wahrscheinlich heißesten und sonnigsten Tage des Jahres Ende Juni ist das Wasser ziemlich kalt und ich verzichte auf ein Bad in der Ostsee. Dennoch ist die Stimmung entspannt und angenehm. Später holen wir uns noch eine Kugel Eis in der Fußgängerzone und dann geht es mit dem Zug zurück nach Riga.

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