Die besten Ziele in Südostasien 2016.

Auf unserer 7-monatigen Reise durch 9 Länder in Südoastasien haben wir so viele wunderbare Ziele besucht und es ist schon schwer zu sagen, welches das beste Erlebnis war. Über die Großstädte habe ich schon einen separaten Artikel auf Englisch geschrieben, aber diese sind nicht die eigentlichen Höhepunkte der Region. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und im Gegensatz zu anderen Reiseblogs sind sonst so beliebte Ziele wie die Strände Thailands, Orte in Laos, die Halong-Bucht oder Hanoi in Vietnam gar nicht auf meiner Liste vertreten.

Das sind meine Top 10 Reiseziele mit einer guten Mischung aus Strand und Inselparadiesen, Bergen und Vulkanen, gemütlichen Städtchen und beeindruckenden Tempeln. 

1. Vulkane | Indonesien

 

Ich kann mich gar nicht recht entscheiden, ob nun der Lokon auf Sulawesi, der Bromo oder der Ijen auf Java den bleibendsten Eindruck auf der Reise hinterlassen haben. All diese Vulkane stellen Verbindungspunkte zu den gewaltigen Kräften im Erdinnern dar. Man kann es fühlen, hören und riechen. Sie zu besteigen ist nicht nur ein tolles Abenteuer mit einer fantastischen Aussicht, sondern auch eine spirituelle Erfahrung – direkt mit dem Erdinnern verbunden und doch kommt man sich wie auf einem anderen Planeten vor.

2. Yogyakarta mit Prambanan und Borobodur | Java, Indonesien

 

Die Stadt Yogyakarta ist ein kulturelles Zentrum und ein echter Schatz für Rucksackreisende in Indonesien. Die ganze Insel Java wird von Reisenden im Vergleich zu Bali eher stiefmütterlich behandelt. Yogyakarta verbindet seine kulturellen Reichtümer mit dem Flair einer traditionellen indonesischen Stadt und ist dabei dennoch nicht zu einem überfüllten und überentwickelten Pauschaltouristenmoloch verkommen. Neben der angenehmen Aufenthaltsqualität, einem Sultanspalast und der Batik-Textilkunst befinden sich auch zwei gewaltige antike UNESCO-Welterbestätten in der näheren Umgebung: Die monumentale buddhistische Pagode von Borobudur und die majestätischen Tempel von Prambanan, die größten hinduistischen Tempel Indonesiens.

3. Bantayan | Cebu, Philippinen

 

Bantayan ist ein Inselparadies. Die Strände sind vom Feinsten, sprichwörtlich – weißer Sand, gute Möglichkeiten zum Schwimmen, keine Felsen im Wasser. Der Strand befindet sich direkt am verschlafenen Städtchen Santa Fe. Man muss nur aus dem Hotel rausschlendern und schon ist man da. Außer zu Weihnachten und Ostern ist die Insel ruhig und friedlich. Und dank der Auslandsdeutschen und anderer Expats gibt es dennoch etliche nette Restaurants und Bars auf der Insel. Kein Wunder, dass die Menschen gerne hier alt werden wollen. Krawallige Partys oder junge Tanzwütige sucht man hier vergebens. Hier liegt man einfach in der Sonne, geht ins Wasser und entspannt sich in einer wunderbaren Umgebung.

4. Bagan | Myanmar

 

Ehrlich gesagt war Myanmar im Großen und Ganzen eine ziemliche Enttäuschung, mit einer großen Ausnahme: Bagan mit seinen tausenden von buddhistischen Stupas, die auf der Ebene des Ayeryarwaddy-Flusses verstreut erbaut wurden. Der Anblick ist magisch, ganz besonders bei Sonnenuntergang. Man fühlt sich wie in einer anderen Zeit und in einer Märchenwelt. Man kann etliche Tage damit verbringen, die verschiedenen Pagoden mit dem Fahrrad oder dem Elektromoped zu erkunden und hat dennoch nur einen Bruchteil dessen erkundet, was es hier errichtet wurde. Trotz seiner Einmaligkeit ist Bagan noch nicht all zu überfüllt und bietet eine angenehme touristische Infrastruktur, die in Myanmar alles andere als selbstverständlich ist.

 5. Sagada | Luzon, Philippinen

 

Auf den ersten Blick könnte die Gegend um Sagada mit ihren Wäldern und Hügeln auch irgendwo im Elbsandsteingebirge in Deutschland liegen. Das ist aber gar nicht weiter schlimm. Sagada war sogar einer der angenehmsten Bergorte auf unserer Reise durch Südostasien. Was den Ort so besonders macht, ist seine einzigartige Bestattungskultur – man kann Särge in Höhlen und von Felswänden herabhängend bestaunen – und die Möglichkeit zum Erkunden von Höhlen, was letztlich eine der aufregendsten Abenteuer meines Lebens war. Hinzu kommen noch wunderschöne Reisterrassen und nahe gelegene Wasserfälle.

6. Ubud | Bali, Indonesien

 

Bali ist wahrscheinlich das erste “klassische” Reiseziel in dieser Liste, und das zu Recht. Die Insel gehört zu den Zielen, die mir enorm gut gefallen, obwohl sie recht voll und bei den verschiedensten Typen von Touristen beliebt sind. Ubud ist das unbestrittene spirituelle Zentrum der Insel mit seinen Tempeln, Wellnessbädern, klassischer Musik und Tanz, Yoga und Meditation, indonesischem Essen aus ökologischem Anbau, vegetarischen Kochkursen und Reisfeldern – ein Himmel auf Erden für Menschen, die gerne ihre spirituelle Seite erkunden möchten. Ich war schon drei Mal in Ubud und würde dennoch immer wieder etwas Neues in dieser Stadt entdecken.

7. Bunaken | Sulawesi, Indonesien

 

Wenn man die Insel Bunaken nach ihren Strand- oder Inselparadiesqualitäten beurteilen würde, käme sie nicht übermäßig gut weg. Immerhin ist es recht ruhig und man kann wunderbar die Mangroven erforschen. Der wahre Schatz der Insel befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche – die Riffe und Unterwasserwände um Bunaken gehören zu den besten Tauch- und Schnorchelplätzen der Welt. Beim Schnorcheln entdeckt man eine Menge bunter Fische und eine große Vielfalt an Korallen. Ich habe unzählige Schildkröten gesehen und es gibt auch große Fische wie Mantarochen. Als Taucher sieht man noch ein wenig mehr, wie bunte Nacktschnecken oder sogar Seepferdchen.

8. Siem Reap und Angkor Wat | Kambodscha

 

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Die antiken buddhistisch-hinduistischen Tempel von Angkor Wat sind weltberühmt und der Anblick verschlägt einem den Atem. Man könnte ein ganzes Leben damit verbringen, die Tempel zu erkunden und wäre immer noch nicht fertig damit. Selbst wenn man sich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt, kann man nach wenigen Tagen die Tempel nicht mehr auseinander halten, weil es einfach so viele waren. Klar, es ist heiß, teuer und überfüllt, aber das ist es wert. Die nahe gelegene Stadt Siem Reap ist ein wichtiger Knotenpunkt und ein bedeutsamer Touristenort in Kambodscha. Es lässt sich dort erstaunlich gut aushalten. Man kann die Tage in französischen Bäckereien, in kambodschanischen und internationalen Restaurants verbringen. Und wenn es sich ausgetempelt hat, gibt es Wellnessmöglichkeiten, Yoga und Meditationszentren wie das wunderbare Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippinen

 

Wie auch Angkor Wat gehören die Reisterrassen von Batad zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Volk der Ifugao erschuf diese Terrassen vor 2.000 Jahren. Die Terrassen in unzähligen Grünschattierungen sind ein Wahrzeichen Südostasiens, nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein kulturelles Symbol, das auf die Bedeutung des Reisanbaus hinweist.

10. Togian-Inseln | Sulawesi, Indonesien

 

Diese Inseln im Golf von Tomini, der von der größeren Insel Sulawesi umschlungen wird, sind nicht einfach zu erreichen, aber es ist die Mühe und den weiten Weg wert. Dörfer von Seenomaden, Privatstrände, Dschungel, Abgeschiedenheit, gute Tauch- und Schnorchelplätze. Auf diesen Inseln kann man die großen und kleinen Sorgen der Welt vergessen.

Ziele, die es fast auf die Liste geschafft hätten

 

Ich habe mich auf den Gili-Inseln in Indonesien sehr gut entspannt. Gili Meno war die beste der drei Inseln, Gili Air kommt an zweiter Stelle. Die spanisch-koloniale Architektur und Atmosphäre in der philippinischen Stadt Vigan haben mich sehr positiv überrascht, der kulturelle Reichtum der Stadt wird sich sicher bald rumsprechen. Der Aufenthalt auf der Insel Koh Ta Kiev in Kambodscha war schon eine kleine Robinsonade und ich hatte viel Spaß an Stränden von Sihanoukville auf dem Festland.

Es bleibt festzuhalten, dass sich die meisten Ziele auf meiner Liste in Indonesien befinden. Die Philippinen sind auf dem zweiten Platz und Kambodscha auf dem dritten. Das spiegelt auch meine Präferenzen wider, wenn ich die Länder in eine Reihenfolge bringen müsste.

Einverstanden mit dieser Liste? Wenn nicht, würde ich gerne einen Kommentar darüber lesen, wem warum welcher Ort in Südostasien am besten gefallen hat. 

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The Best Places to visit in South East Asia.

Having traveled 7 months through 9 countries in South East Asia we have seen many awesome places and it is hard to decide which was the best experience. I have already written an article on big cities but these are not the true highlights of the region. Tastes are different and contrary to many other travel blogs you will not find Thai beaches, Laos, Halong Bay or Hoi An in Vietnam on this list.

These are my top 10 places which are a good mixture of beach and island paradises, mountains and volcanoes, pleasant towns and awe-inspiring temples.


1. Volcanoes | Indonesia

I could not decide whether Mount Lokon on Sulawesi, the Bromo or the Ijen on Java was the most impressive volcano on this journey. All these volcanoes connect directly to the powerful forces of earth beneath our feets. You can feel it, you can hear it, you can smell it. They are not only an adventure to climb and a great sight, but it is also a deeply spiritual experience – so close to the inner core of earth and yet the surroundings made me feel like being on another planet.

2. Yogyakarta with Prambanan and Borobodur | Java, Indonesia

The city of Yogyakarta is a cultural center and a real gem for the backpacker in Indonesia. The whole island of Java is often overlooked in favor of other places like Bali. Yogyakarta combines its treasures with the flair of a traditional Indonesian city and still is not a crowded and overdevelopped package tourism place. It is not only pleasant to stay, has a Sultan’s palace and is the epicenter for Batik clothes – it also offers two impressive ancient UNESCO world heritage sites in its vicinity: The huge Buddhist stupa of Borobudur and the majestic temples of Prambanan, the largest Hindu temples in Indonesia.

3. Bantayan | Cebu, Philippines

Bantayan is an island paradise. Its beaches are of supreme quality, fine white sand, the swimming is lovely, no rocks. And the beach is situated directly on the shores of the tranquil small town of Santa Fe, just walk out of your hotel and you are there. Except for christmas and easter the place is peaceful and quiet. And still – thanks to the expat community – there is a good choice of restaurants and bars on this island. No wonder why people choose to get old here. You will not find noisy parties or a young crowd here. It is just a place to sunbathe, swim, and relax in beautiful surroundings.

4. Bagan | Myanmar

To be honest, Myanmar in the whole was one of the few disappointments on our journey, with one big exception: Bagan and its thousands of Buddhist stupas scattered a long a wide plain close to the Ayeyarwaddy river. The views are magical, particularly at sunset. It looks like being in another time – in a fantasy world. You can spend days exploring the different pagodas by bicycle or electric scooter and still you have covered only a fraction of what is built there. Despite its awesomeness Bagan is not yet too crowded and offers a pleasant tourist infrastructure which cannot be taken for granted in Myanmar.

 5. Sagada | Luzon, Philippines

At first, the area around Sagada looks like a average place with forests and hills in Germany, not like a wild exotic place. This is no disadvantage, actually it is one of the most pleasant hill stations we found in South East Asia. What makes it so special is the unique burial culture – you can see coffins in caves and hanging from rocks – and the possibility of exploring caves which was one of the most exciting adventures in my life. Adding to this, you find beautiful rice terraces and waterfalls close.

6. Ubud | Bali, Indonesia

Bali is probably the first “classic” popular travel destination on this list, and deservedly so. The island belongs to the places I still love despite being crowded and extremely popular with all kinds of tourists. Ubud is the undisputed spiritual center of the island with temples, spas, classical music and dance, yoga and meditation studios, organic Indonesian restaurants, vegetarian cooking classes, rice paddies – it is a heaven on earth for people who like to explore their spiritual side. I went to Ubud three times already and would still find so much new to experience and do in this town.

7. Bunaken Island | Sulawesi, Indonesia

If you judged Bunaken by its beaches or paradise island qualities, it would not rank too well. However it is a calm island and the mangroves are great to explore. The real treasures of Bunaken are beneath the water surface – the reefs and drop-offs around Bunaken are premium world-class diving and snorkeling sites. A snorkeler will experience a lot of colorful fish, a great variety of corals, I spotted countless turtles and there are big fish like manta rays. Divers see even more like colorful nudibranches or sea horses.

8. Siem Reap and Angkor Wat | Cambodia

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The ancient Buddhist-Hindu temples of Angkor Wat are world-famous and simply awe-inspiring. Exploring the whole area would require a lifetime, but even restricting yourself to the most important sites keeps yourself busy for days until you cannot distinguish all the temples anymore. For sure, it is hot and expensive and crowded, but it is worth it. The nearby city of Siem Reap is an important city and tourist hub in Cambodia. It is a surprisingly pleasant place to stay and to spend the days in French bakeries and local or international restaurants. And if templed out, there are spas and yoga and meditation retreats like the wonderful Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippines

Like Angkor Wat, the rice terraces of Batad are a UNESCO world heritage. The Ifugao people constructed these terraces 2.000 years ago. These terraces in more than fifty shades of green are iconic to South East Asia, not only beautiful to look at but culturally important showing what the cultivation of rice means to the region.

10. Togian Islands | Sulawesi, Indonesia

These islands in the Gulf of Tomini surrounded by the larger island of Sulawesi are hard to reach, but it is definitively worth the hassle and the long way. Sea gypsy villages, private beaches, jungle, remoteness, and good places for snorkeling and diving. These islands are truly a place to forget about the big world and all its troubles.

Honorable Mentions

I had a relaxed beach time on the Gili Islands in Indonesia. Gili Meno is the best, Gili Air second. The Spanish colonial architecture and the atmosphere in the Philippine city of Vigan were a nice surprise, I guess its treasures will soon be more known among foreign tourists. Staying on the island of Koh Ta Kiev in Cambodia was a special Robinson adventure, and I enjoyed the mainland beaches in Sihanoukville a lot.

It is fair to say that the majority of the amazing places on this list are located in Indonesia, the Philippines come second and Cambodia third. This reflects also my preference if I had to rate the countries.

Do you agree with this list? If not, I would be happy to read a comment about your favorite place in South East Asia.

20,000 Leagues Under the Ground. 20.000 Meilen unter der Erde.

When in Sagada, you are going to see some caves. I have visited many caves of different shapes and sizes in my life, but I have never done serious caving, or spelunking as it is called here and in some other places. We book a cave connection tour where you enter the Lumiang cave, connect through the system and exit through the Sumaguing cave. On the entrance of the first cave we see another form of burial in the region. There are again lots of coffins, this time they are not hanging but stacked on top of each other inside the burial cave. We see some coffins that have fallen down and apart, bones and skulls are scattered around the place.

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We are prepared to get wet and that it is not going to be an easy hike. Our guide lights his fossile energy-based torch. I am surprised they use open fire here. We go deeper and deeper down the cave. It is silent and dark. The path gets narrower and narrower. Without our guide we would not have no idea where to go. We squeeze through tiny holes. Often it is hard to get a grip. It is slippery. There are no additional security measures. This is not for the faint-hearted neither for any kind of people that lack health and fitness. You need good coordination skills to manage through the holes. You pay extra attention when the guide tells you there is a sudden drop to the right and you squeeze on a slippery wall to the left. This is nothing for anyone who is the slightest bit claustrophobic. After you manage to slide through a hole you hope that a big cave suddenly would open. Instead you find yourself faced with the next narrow path between the rocks.

At some point we remove our shoes. We wade through crystal clear cold water covering the knees. After passing the connection between the caves the large Sumaguing cave opens up. We see and smell a lot of fruit bats. Here is the place where we see other tourists again as this part is more popular and supposed to be a lot easier. At least we are not lost here if our guide suddenly had a heart attack or the light goes out. We go down deeper and deeper, sometimes with the help of ropes. In this part there a lot of spectacular and beautiful limestone formations. We take some pictures and climb up the steep way to the exit of the Sumaguing cave. Pictures especially in this case cannot really express what it feels like down in the cave. This was a really really exciting adventure and one of the many surprises on our trip.

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Wer in Sagada ist, schaut sich auch die Höhlen an. Ich habe in meinem Leben durchaus schon die verschiedensten Höhlen besichtigt, aber noch keine ernsthaftes Höhlenklettern betrieben – oder “Spelunking” wie es hier genannt wird. Für einen Deutschen ein lustiger Name. Wir buchen die Höhlenverbindungstour, bei der man in die Lumiang-Höhle absteigt, sich durch das Höhlensystem arbeitet und über die Sumaguing-Höhle wieder hinausgelangt. Am Eingang der ersten Höhle können wir eine weitere Variation der lokalen Bestattungskultur betrachten. Hier sind wieder viele Särge zu sehen. Dieses Mal hängen sie nicht, sondern sind in der Begräbnishöhle übereinander gestapelt. Einige Särge sind herunter und auseinander gefallen. Knochen und Schädel liegen verstreut herum.

Wir sind durchaus darauf vorbereitet, nass zu werden und dass es kein Sonntagsspaziergang wird. Unser Guide entzündet seine auf fossilem Brennstoff basierende Laterne an. Mich überrascht, dass man hier auf offenes Feuer setzt. Wir gehen immer tiefer die Höhle hinunter. Der Weg wird zunehmend enger. Ohne unseren Führer hätten wir keine Ahnung, wo wir überhaupt sind und wo wir  hintreten sollen. Wir quetschen uns durch winzige Löcher im Boden. Oft ist es schwierig, überhaupt Halt zu finden. Es ist rutschig. Wirkliche Sicherheitsmaßnahmen gibt es nicht. Da ist nichts für zartbesaitete Gemüter oder für Menschen, die in irgend einer Art in Herz, Atmung oder Bewegung beeinträchtigt sind. Um es durch die Schächte zu schaffen, ist eine gute Koordination notwendig. Und man ist nochmal extra aufmerksam, wenn der Führer darauf hinweist, dass rechts ein Abgrund ist und man sich auf der linken Seite an einer rutschigen Wand entlang schlittern muss. Nichts für Leute mit dem leichtesten Anfall von Platzangst. Nachdem man es durch ein Loch hindurch geschafft hat, hofft man auf eine größere Höhle. Stattdessen liegt vor einem der nächste enge Durchgang zwischen den Felsen.

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Wir ziehen irgendwann unsere Schuhe aus. Wir waten durch kristallklares eiskaltes Wasser, das uns bis über die Knie reicht. Nach dem Passieren des Verbindungsweges öffnet sich die große Sumaguing-Höhle vor uns. Wir sehen und insbesondere riechen die zahlreichen Fledermäuse. Hier treffen wir wieder auf andere Touristengruppen, da dieser Teil der Höhle als leichter gilt und deutlich beliebter ist. Zumindest wären wir hier nicht verloren, wenn unserer Führer auf einmal einen Schwächeanfall hätte oder das Licht ausfiele. Und wir gehen immer tiefer und tiefer das Höhlensystem hinab, hier gibt es manchmal auch Seile zur Unterstützung. In diesem Teil der Höhle sind spektakuläre und wunderschöne Kalkformationen zu bestaunen. Wir machen ein paar Fotos und klettern den steilen Weg zum Ausgang der Sumaging-Höhle hoch. Fotos können aber gerade hier nicht annäherend wiedergeben, was für ein Gefühl das ist, durch solche Höhlen zu kriechen. Das war ein wirklich aufregendes Abenteuer und eine der vielen Überraschungen auf dieser Reise.

Hanging Coffins. Hängende Särge.

We head to Sagada. This place appears much friendlier than Banaue and there is no more rain. We like to explore the surroundings, but we quickly have to accept that access is restricted and tourists need a guide for entering most areas. At first I am annoyed because I prefer to explore a site on my own without a babbling pushing guide. However we are lucky with our designated guide. He is a calm fellow.

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So we go see the hanging coffins in the Echo Valley. They are hanging from limestone cliffs. This is the traditional way of burial for some native ethnic groups in Sagada. It has been practiced until recently, although the last coffin has been hung about seven years ago and the custom might extinguish – no one wants their deceased family members to be exposed as a tourist attraction. The coffins are protected from the heavy rain under the cliffs so the body can decompose slowly. It is believed by the locals that the site is sacred and the spirit can depart in peace from the coffins to the immaterial world of the ancestors. Many visitors do not really care however. They take smiling selfies with the coffins and shout to check if the Echo Valley deserves its name.

Going back to the tourist information we initially wanted to relax back in the guest house, but we are approached by some friendly Filipino tourists if we would like to share transport and a guide to the Bomod-ok waterfalls. Again like on similar occasions while traveling we leave the introvert withdrawal mode behind for a moment and join the group. We are driven to a village and go down the rice terraces. The spectacular view is a bit similar to Batad. Finally we reach the waterfall down in the valley. We really enjoy the trek with our new friends and climb the 2,200 steps back up to the jeep.

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Wir fahren in Richtung Sagada. Hier erscheint alles viel freundlicher als in Banaue und es regnet auch nicht mehr. Wir wollen die Umgebung erkunden, müssen aber schnell zur Kenntnis nehmen, dass der Zutritt zu den meisten Orten beschränkt ist und Touristen zwangsweise einen lokalen Reiseführer anheuern müssen. Zuerst nervt mich das, da ich Orte lieber ohne nervig quasselnde und drängelnde Guides erkunde. Wir haben mit unserem Führer Glück. Er ist ein ruhiger Typ.

Wir gehen uns also die hängenden Särge im Echo Valley ansehen. Diese hängen an Kalksteinfelsen herunter. Diese traditionelle Bestattungsform wurde von einheimischen ethnischen Gruppen in Sagada bis in die Moderne praktiziert. Allerdings wurde der letzte Sarg vor sieben Jahren aufgehängt und die Praxis droht auszusterben. Niemand möchte seine verblichenen Verwandten als Touristenattraktion ausgestellt sehen. Unter den Felsen sind die Särge vor Regen und Wind geschützt, so dass der Leichnam langsam zersetzt wird. Für die Einheimischen ist diese Stätte heilig und der Geist des Verstorbenen kann in Frieden aus dem Sarg in die Geisterwelt der Urahnen entweichen. Viele Touristen interessiert das weniger. Sie nehmen lächelnd ein paar Selfies auf und rufen in die Felsen um zu prüfen, ob das Echo Valley seinem Namen gerecht wird.

Auf dem Weg zurück zur Touristeninformation wollten wir eigentlich zurück zur Unterkunft und es uns gemütlich machen. Wir werden von ein paar ausgesprochen freundlichen philippinischen Touristen darauf angesprochen, ob wir uns nicht einen Jeep und einen Reiseführer zu den Bomod-ok-Wasserfällen teilen wollen. Wie auch bei ähnlichen Situationen während der Reise geben wir unseren introvertierten Rückzugsmodus für einen kurzen Moment auf und schließen uns der Gruppe an. Wir werden zum Dorf gefahren und steigen die Reisterrassen herab. Der spektakuläre Blick ähnelt dem in Batad. Wir erreichen schließlich den Wasserfall unten im Tal. Die Wanderung mit unseren neuen Freunden macht wirklich viel Spaß und wir klettern die 2.200 Stufen hoch zurück zum Jeep.

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