The most popular posts on this blog. Die beliebtesten Beiträge in diesem Blog.

Since returning back home I have not posted that much but I keep checking the stats, for instance how many people visited the pages. It is interesting to see what posts have the most views and I am going to share that with you:

BROMO11. Auf eigene Faust von Yogyakarta zum Bromo und Ijen Vulkan bis nach Bali

The German version of the page describing how to organize your journey from Yogyakarta to Mount Bromo, the Ijen volcano and further on to Bali is by far my most popular post. I am happy to see that more and more people travel Indonesia on their own and find useful information in the description of my experiences.

2. Myanmar – Worth the Hype? An Update on Traveling to Burma in 2016.

Rating travel experiences in Myanmar was a controversial topic for me. Despite the magic of the pagodas and the plains of Bagan it was also the destination which troubled and annoyed me more than other countries in the region. There are enough extremely positive descriptions of Myanmar and I am happy I can offer an alternative view.

3. How to get from Yogyakarta to Mount Bromo, Ijen Volcano, and Bali

The English language version of the most popular post.

4. Getting from Bangkok to Siem Reap, Cambodia, by direct bus in 2016

The question how to get from Bangkok to Cambodia crossing land borders and avoiding expensive flights is a classic among South East Asia travelers.

IMG_55755. 4 Weeks in Sulawesi: Itinerary, What to see and how to get along

The fascinating island of Sulawesi was one of the last stops on our long journey. I am glad to see how this post rapidly gained popularity. Planning your route through Sulawesi is not an extremely difficult task however I could not find a lot of material online, so I am happy to be able to contribute to this information.


Seit meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich hier nicht mehr viel geschrieben. Die Seitenaufruf-Statistiken habe ich mir jedoch hin und wieder angesehen. Es ist spannend zu sehen, welche Seiten am häufigsten aufgerufen werden. Hier die fünf beliebtesten Beiträge:

1. Auf eigene Faust von Yogyakarta zum Bromo und Ijen Vulkan bis nach Bali

Die deutschsprachige Anleitung, wie man selbstorganisiert diese Tour durch Indonesien plant, ist bei weitem die am häufigsten aufgerufene Seite auf diesem Blog. Es freut mich zu sehen, dass immer mehr Menschen Indonesien auf eigene Faust erkunden und meine Reiseberichte hilfreich finden. 

IMG_30542. Myanmar – Worth the Hype? An Update on Traveling to Burma in 2016.

Die abschließende Bewertung meiner Zeit in Myanmar fällt mir nicht leicht. Trotz des Zaubers der Pagoden und der weiten Ebenen von Bagan war dieses Land das Reiseziel in Südostasien, in dem ich mich auf häufigsten geärgert und nicht wohl gefühlt habe. Man findet bereits reichlich Material an schöngefärbten Berichten über das Land und ich bin froh, eine alternative Sichtweise anbieten zu können.

3. How to get from Yogyakarta to Mount Bromo, Ijen Volcano, and Bali

Die englischsprachige Version des beliebtesten Beitrags. 

IMG_39494. Getting from Bangkok to Siem Reap, Cambodia, by direct bus in 2016

Wie man auf dem Landweg von Bangkok nach Kambodscha am besten reist, ohne auf teure Flüge zurückgreifen zu müssen, ist ein Klassiker unter Reisenden in Südostasien. 

5. 4 Weeks in Sulawesi: Itinerary, What to see and how to get along

Die faszinierende Insel Sulawesi war eines der letzten Ziele auf unserer Reise. Und es ist daher besonders schön zu sehen, wie dieser Beitrag so schnell an Popularität gewonnen hat. Diese Reiseroute durch die Insel zu planen ist zwar nicht extrem schwierig, allerdings habe ich dazu nicht all zu viele gute Informationen gefunden, so dass ich froh bin, zu diesem Wissen etwas Erfahrungsschatz beitragen zu können.

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Die besten Ziele in Südostasien 2016.

Auf unserer 7-monatigen Reise durch 9 Länder in Südoastasien haben wir so viele wunderbare Ziele besucht und es ist schon schwer zu sagen, welches das beste Erlebnis war. Über die Großstädte habe ich schon einen separaten Artikel auf Englisch geschrieben, aber diese sind nicht die eigentlichen Höhepunkte der Region. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und im Gegensatz zu anderen Reiseblogs sind sonst so beliebte Ziele wie die Strände Thailands, Orte in Laos, die Halong-Bucht oder Hanoi in Vietnam gar nicht auf meiner Liste vertreten.

Das sind meine Top 10 Reiseziele mit einer guten Mischung aus Strand und Inselparadiesen, Bergen und Vulkanen, gemütlichen Städtchen und beeindruckenden Tempeln. 

1. Vulkane | Indonesien

 

Ich kann mich gar nicht recht entscheiden, ob nun der Lokon auf Sulawesi, der Bromo oder der Ijen auf Java den bleibendsten Eindruck auf der Reise hinterlassen haben. All diese Vulkane stellen Verbindungspunkte zu den gewaltigen Kräften im Erdinnern dar. Man kann es fühlen, hören und riechen. Sie zu besteigen ist nicht nur ein tolles Abenteuer mit einer fantastischen Aussicht, sondern auch eine spirituelle Erfahrung – direkt mit dem Erdinnern verbunden und doch kommt man sich wie auf einem anderen Planeten vor.

2. Yogyakarta mit Prambanan und Borobodur | Java, Indonesien

 

Die Stadt Yogyakarta ist ein kulturelles Zentrum und ein echter Schatz für Rucksackreisende in Indonesien. Die ganze Insel Java wird von Reisenden im Vergleich zu Bali eher stiefmütterlich behandelt. Yogyakarta verbindet seine kulturellen Reichtümer mit dem Flair einer traditionellen indonesischen Stadt und ist dabei dennoch nicht zu einem überfüllten und überentwickelten Pauschaltouristenmoloch verkommen. Neben der angenehmen Aufenthaltsqualität, einem Sultanspalast und der Batik-Textilkunst befinden sich auch zwei gewaltige antike UNESCO-Welterbestätten in der näheren Umgebung: Die monumentale buddhistische Pagode von Borobudur und die majestätischen Tempel von Prambanan, die größten hinduistischen Tempel Indonesiens.

3. Bantayan | Cebu, Philippinen

 

Bantayan ist ein Inselparadies. Die Strände sind vom Feinsten, sprichwörtlich – weißer Sand, gute Möglichkeiten zum Schwimmen, keine Felsen im Wasser. Der Strand befindet sich direkt am verschlafenen Städtchen Santa Fe. Man muss nur aus dem Hotel rausschlendern und schon ist man da. Außer zu Weihnachten und Ostern ist die Insel ruhig und friedlich. Und dank der Auslandsdeutschen und anderer Expats gibt es dennoch etliche nette Restaurants und Bars auf der Insel. Kein Wunder, dass die Menschen gerne hier alt werden wollen. Krawallige Partys oder junge Tanzwütige sucht man hier vergebens. Hier liegt man einfach in der Sonne, geht ins Wasser und entspannt sich in einer wunderbaren Umgebung.

4. Bagan | Myanmar

 

Ehrlich gesagt war Myanmar im Großen und Ganzen eine ziemliche Enttäuschung, mit einer großen Ausnahme: Bagan mit seinen tausenden von buddhistischen Stupas, die auf der Ebene des Ayeryarwaddy-Flusses verstreut erbaut wurden. Der Anblick ist magisch, ganz besonders bei Sonnenuntergang. Man fühlt sich wie in einer anderen Zeit und in einer Märchenwelt. Man kann etliche Tage damit verbringen, die verschiedenen Pagoden mit dem Fahrrad oder dem Elektromoped zu erkunden und hat dennoch nur einen Bruchteil dessen erkundet, was es hier errichtet wurde. Trotz seiner Einmaligkeit ist Bagan noch nicht all zu überfüllt und bietet eine angenehme touristische Infrastruktur, die in Myanmar alles andere als selbstverständlich ist.

 5. Sagada | Luzon, Philippinen

 

Auf den ersten Blick könnte die Gegend um Sagada mit ihren Wäldern und Hügeln auch irgendwo im Elbsandsteingebirge in Deutschland liegen. Das ist aber gar nicht weiter schlimm. Sagada war sogar einer der angenehmsten Bergorte auf unserer Reise durch Südostasien. Was den Ort so besonders macht, ist seine einzigartige Bestattungskultur – man kann Särge in Höhlen und von Felswänden herabhängend bestaunen – und die Möglichkeit zum Erkunden von Höhlen, was letztlich eine der aufregendsten Abenteuer meines Lebens war. Hinzu kommen noch wunderschöne Reisterrassen und nahe gelegene Wasserfälle.

6. Ubud | Bali, Indonesien

 

Bali ist wahrscheinlich das erste “klassische” Reiseziel in dieser Liste, und das zu Recht. Die Insel gehört zu den Zielen, die mir enorm gut gefallen, obwohl sie recht voll und bei den verschiedensten Typen von Touristen beliebt sind. Ubud ist das unbestrittene spirituelle Zentrum der Insel mit seinen Tempeln, Wellnessbädern, klassischer Musik und Tanz, Yoga und Meditation, indonesischem Essen aus ökologischem Anbau, vegetarischen Kochkursen und Reisfeldern – ein Himmel auf Erden für Menschen, die gerne ihre spirituelle Seite erkunden möchten. Ich war schon drei Mal in Ubud und würde dennoch immer wieder etwas Neues in dieser Stadt entdecken.

7. Bunaken | Sulawesi, Indonesien

 

Wenn man die Insel Bunaken nach ihren Strand- oder Inselparadiesqualitäten beurteilen würde, käme sie nicht übermäßig gut weg. Immerhin ist es recht ruhig und man kann wunderbar die Mangroven erforschen. Der wahre Schatz der Insel befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche – die Riffe und Unterwasserwände um Bunaken gehören zu den besten Tauch- und Schnorchelplätzen der Welt. Beim Schnorcheln entdeckt man eine Menge bunter Fische und eine große Vielfalt an Korallen. Ich habe unzählige Schildkröten gesehen und es gibt auch große Fische wie Mantarochen. Als Taucher sieht man noch ein wenig mehr, wie bunte Nacktschnecken oder sogar Seepferdchen.

8. Siem Reap und Angkor Wat | Kambodscha

 

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Die antiken buddhistisch-hinduistischen Tempel von Angkor Wat sind weltberühmt und der Anblick verschlägt einem den Atem. Man könnte ein ganzes Leben damit verbringen, die Tempel zu erkunden und wäre immer noch nicht fertig damit. Selbst wenn man sich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt, kann man nach wenigen Tagen die Tempel nicht mehr auseinander halten, weil es einfach so viele waren. Klar, es ist heiß, teuer und überfüllt, aber das ist es wert. Die nahe gelegene Stadt Siem Reap ist ein wichtiger Knotenpunkt und ein bedeutsamer Touristenort in Kambodscha. Es lässt sich dort erstaunlich gut aushalten. Man kann die Tage in französischen Bäckereien, in kambodschanischen und internationalen Restaurants verbringen. Und wenn es sich ausgetempelt hat, gibt es Wellnessmöglichkeiten, Yoga und Meditationszentren wie das wunderbare Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippinen

 

Wie auch Angkor Wat gehören die Reisterrassen von Batad zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Volk der Ifugao erschuf diese Terrassen vor 2.000 Jahren. Die Terrassen in unzähligen Grünschattierungen sind ein Wahrzeichen Südostasiens, nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein kulturelles Symbol, das auf die Bedeutung des Reisanbaus hinweist.

10. Togian-Inseln | Sulawesi, Indonesien

 

Diese Inseln im Golf von Tomini, der von der größeren Insel Sulawesi umschlungen wird, sind nicht einfach zu erreichen, aber es ist die Mühe und den weiten Weg wert. Dörfer von Seenomaden, Privatstrände, Dschungel, Abgeschiedenheit, gute Tauch- und Schnorchelplätze. Auf diesen Inseln kann man die großen und kleinen Sorgen der Welt vergessen.

Ziele, die es fast auf die Liste geschafft hätten

 

Ich habe mich auf den Gili-Inseln in Indonesien sehr gut entspannt. Gili Meno war die beste der drei Inseln, Gili Air kommt an zweiter Stelle. Die spanisch-koloniale Architektur und Atmosphäre in der philippinischen Stadt Vigan haben mich sehr positiv überrascht, der kulturelle Reichtum der Stadt wird sich sicher bald rumsprechen. Der Aufenthalt auf der Insel Koh Ta Kiev in Kambodscha war schon eine kleine Robinsonade und ich hatte viel Spaß an Stränden von Sihanoukville auf dem Festland.

Es bleibt festzuhalten, dass sich die meisten Ziele auf meiner Liste in Indonesien befinden. Die Philippinen sind auf dem zweiten Platz und Kambodscha auf dem dritten. Das spiegelt auch meine Präferenzen wider, wenn ich die Länder in eine Reihenfolge bringen müsste.

Einverstanden mit dieser Liste? Wenn nicht, würde ich gerne einen Kommentar darüber lesen, wem warum welcher Ort in Südostasien am besten gefallen hat. 

The Best Places to visit in South East Asia.

Having traveled 7 months through 9 countries in South East Asia we have seen many awesome places and it is hard to decide which was the best experience. I have already written an article on big cities but these are not the true highlights of the region. Tastes are different and contrary to many other travel blogs you will not find Thai beaches, Laos, Halong Bay or Hoi An in Vietnam on this list.

These are my top 10 places which are a good mixture of beach and island paradises, mountains and volcanoes, pleasant towns and awe-inspiring temples.


1. Volcanoes | Indonesia

I could not decide whether Mount Lokon on Sulawesi, the Bromo or the Ijen on Java was the most impressive volcano on this journey. All these volcanoes connect directly to the powerful forces of earth beneath our feets. You can feel it, you can hear it, you can smell it. They are not only an adventure to climb and a great sight, but it is also a deeply spiritual experience – so close to the inner core of earth and yet the surroundings made me feel like being on another planet.

2. Yogyakarta with Prambanan and Borobodur | Java, Indonesia

The city of Yogyakarta is a cultural center and a real gem for the backpacker in Indonesia. The whole island of Java is often overlooked in favor of other places like Bali. Yogyakarta combines its treasures with the flair of a traditional Indonesian city and still is not a crowded and overdevelopped package tourism place. It is not only pleasant to stay, has a Sultan’s palace and is the epicenter for Batik clothes – it also offers two impressive ancient UNESCO world heritage sites in its vicinity: The huge Buddhist stupa of Borobudur and the majestic temples of Prambanan, the largest Hindu temples in Indonesia.

3. Bantayan | Cebu, Philippines

Bantayan is an island paradise. Its beaches are of supreme quality, fine white sand, the swimming is lovely, no rocks. And the beach is situated directly on the shores of the tranquil small town of Santa Fe, just walk out of your hotel and you are there. Except for christmas and easter the place is peaceful and quiet. And still – thanks to the expat community – there is a good choice of restaurants and bars on this island. No wonder why people choose to get old here. You will not find noisy parties or a young crowd here. It is just a place to sunbathe, swim, and relax in beautiful surroundings.

4. Bagan | Myanmar

To be honest, Myanmar in the whole was one of the few disappointments on our journey, with one big exception: Bagan and its thousands of Buddhist stupas scattered a long a wide plain close to the Ayeyarwaddy river. The views are magical, particularly at sunset. It looks like being in another time – in a fantasy world. You can spend days exploring the different pagodas by bicycle or electric scooter and still you have covered only a fraction of what is built there. Despite its awesomeness Bagan is not yet too crowded and offers a pleasant tourist infrastructure which cannot be taken for granted in Myanmar.

 5. Sagada | Luzon, Philippines

At first, the area around Sagada looks like a average place with forests and hills in Germany, not like a wild exotic place. This is no disadvantage, actually it is one of the most pleasant hill stations we found in South East Asia. What makes it so special is the unique burial culture – you can see coffins in caves and hanging from rocks – and the possibility of exploring caves which was one of the most exciting adventures in my life. Adding to this, you find beautiful rice terraces and waterfalls close.

6. Ubud | Bali, Indonesia

Bali is probably the first “classic” popular travel destination on this list, and deservedly so. The island belongs to the places I still love despite being crowded and extremely popular with all kinds of tourists. Ubud is the undisputed spiritual center of the island with temples, spas, classical music and dance, yoga and meditation studios, organic Indonesian restaurants, vegetarian cooking classes, rice paddies – it is a heaven on earth for people who like to explore their spiritual side. I went to Ubud three times already and would still find so much new to experience and do in this town.

7. Bunaken Island | Sulawesi, Indonesia

If you judged Bunaken by its beaches or paradise island qualities, it would not rank too well. However it is a calm island and the mangroves are great to explore. The real treasures of Bunaken are beneath the water surface – the reefs and drop-offs around Bunaken are premium world-class diving and snorkeling sites. A snorkeler will experience a lot of colorful fish, a great variety of corals, I spotted countless turtles and there are big fish like manta rays. Divers see even more like colorful nudibranches or sea horses.

8. Siem Reap and Angkor Wat | Cambodia

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The ancient Buddhist-Hindu temples of Angkor Wat are world-famous and simply awe-inspiring. Exploring the whole area would require a lifetime, but even restricting yourself to the most important sites keeps yourself busy for days until you cannot distinguish all the temples anymore. For sure, it is hot and expensive and crowded, but it is worth it. The nearby city of Siem Reap is an important city and tourist hub in Cambodia. It is a surprisingly pleasant place to stay and to spend the days in French bakeries and local or international restaurants. And if templed out, there are spas and yoga and meditation retreats like the wonderful Hariharalaya.

9. Batad | Luzon, Philippines

Like Angkor Wat, the rice terraces of Batad are a UNESCO world heritage. The Ifugao people constructed these terraces 2.000 years ago. These terraces in more than fifty shades of green are iconic to South East Asia, not only beautiful to look at but culturally important showing what the cultivation of rice means to the region.

10. Togian Islands | Sulawesi, Indonesia

These islands in the Gulf of Tomini surrounded by the larger island of Sulawesi are hard to reach, but it is definitively worth the hassle and the long way. Sea gypsy villages, private beaches, jungle, remoteness, and good places for snorkeling and diving. These islands are truly a place to forget about the big world and all its troubles.

Honorable Mentions

I had a relaxed beach time on the Gili Islands in Indonesia. Gili Meno is the best, Gili Air second. The Spanish colonial architecture and the atmosphere in the Philippine city of Vigan were a nice surprise, I guess its treasures will soon be more known among foreign tourists. Staying on the island of Koh Ta Kiev in Cambodia was a special Robinson adventure, and I enjoyed the mainland beaches in Sihanoukville a lot.

It is fair to say that the majority of the amazing places on this list are located in Indonesia, the Philippines come second and Cambodia third. This reflects also my preference if I had to rate the countries.

Do you agree with this list? If not, I would be happy to read a comment about your favorite place in South East Asia.

4 Weeks in Sulawesi: Itinerary, What to see and how to get along

sulamapSulawesi is a fascinating island to visit. It has just the right combination of mountains, volcanoes, beaches, snorkeling and culture. This island is not as touristed as other spots in Indonesia and personally one of my favorite places in the region.

To cover the entire island from the northeast to the southwest you need at least four weeks, otherwise you spend too much time on transport compared to the time actually being in the places. Actually there is really only one travelled route that nearly all tourists take. You can either start south in Makassar as most people do – or begin in Manado at the northeastern tip of Sulawesi. The latter is what I am going to describe. The stretch from Gorontalo to Tentena is not covered daily by public transport which means it pays to plan ahead.

1. Manado

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Klappertaart.

Manado has an international air connection to Singapore via Silk Air. Note you cannot travel into Indonesia visa-free when arriving in Manado, you will need to pay for the visa-on-arrival. Other than that you can connect from Jakarta or Surabaya, where people from many nations can actually enter Indonesia visa-free for 30 days.

 

Manado is just a transport hub, not many reasons to stay here for the traveler. You might go on a day trip to Tangkoko National Park to watch macacques and tarsiers, but this is very expensive and the reason why I have not done it. Have a taste of klappertaart in Manado, a Dutch-Indonesian coconut tart, and local Minahasa cuisine.

2. Pulau Bunaken

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Island of Manado Tua as seen from Pulau Bunaken.

Take a public boat to Bunaken Island and an ojek (motorcycle taxi) to your final destination. Alternatively it is much easier to have private yet expensive transport arranged from your resort which picks you up at Manado harbour. Most accommodations are resorts, not too cheap. Bunaken’s real treasures are beneath the water surface. It is most famous for its premium diving sites with a great variety of corals and other species. Snorkelers will enjoy this place too. Stay for 4 or 5 days to relax and to appreciate all the different reef and diving sites.

3. Tomohon

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Danau Linow.

Tomohon is a nice hill station about one and a half hours away from Manado. It can be reached by public bus from Manado or by private metered taxi (around 200,000 Rp). You can get around in Tomohon by using mikrolets or bemos as they are called elsewhere in Indonesia. These minibuses all end at the Beriman terminal close to the infamous market where you see the the extremer variations of Minahasa cuisine like fried dogs or bats – if you do not want to support these practices, you should not go there.

Anywhere there are much nicer things to see and do in Tomohon. Stay two or three nights walking the paved steps up to Mahawu volcano or even seeing the mightier Lokon volcano (climbing actually forbidden). The Danau Linow is a sulphuric lake with varying shades of green and blue, beautiful to watch.

4. Gorontalo

From Tomohon you need to go back to Manado by bus or taxi. A bus to Gorontalo from Manado takes at least 8 hours, often more. Buses that leave Manado in the early morning usually do not arrive early enough to catch the ferry to the Togian islands which means you have to stay a night in Gorontalo.

A flight from Manado to Gorontalo can be a good alternative to get from Tomohon via Manado airport to Gorontalo in one day and reaching the ferry in time. Note that the carrier Wings Air only allows for 10 kilogram of checked-in baggage so you might need to repack a lot into your hand luggage.

The ferry leaves only on Tuesdays and Fridays at 8 pm, sometimes even earlier, sometimes a bit later. This is anything but a luxury boat. There are three classes, ekonomi seats, business I which means AC seats or business II which means bunk beds in the non-AC ekonomi section. If you want a private cabin you might try to approach the staff on board, I have heard stories where people got a captain’s suite for 500,000 Rp.

5. Togian Islands

After 11 to 13 hours the ferry reaches the main port of Wakai on the Togian Islands. There is no reason to stay here. You can try to catch the public ferry to Malenge via Katupat which leaves only 3 times a week. Other than that boatsmen will approach you and you usually share a private boat with other travelers to reach one of the nicer islands. Kadidiri is the closest and recommended for divers but did not make such a nice impression to me.

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Malenge Island.

I stayed on Malenge which was lovely, however is at least three hours away from Wakai. Other places that looked nice or where I heard good things were Bomba and Bolelanga. Note that many of the islands do not even have a mobile phone connection, so you are basically cut off from the outside world when in Malenge for instance. The Togians are an idyllic island paradise. There are beaches, jungles, local sea gypsy villages, nice snorkeling spots. Many people stay at least for one week.

6. Ampana

There is the public ferry three times a week. From Malenge it takes 8 hours on this horrible boat to reach Ampana, about 4 hours from Wakai. Ampana is a small town and you probably do not want to stay there. The private travel agency in a hut next to the harbour may help you finding onward connections. Sometimes there is a night bus which passes Ampana and drops you off in Tentena. Going to Poso is possible but then you are stuck there which is not recommended. We took a private car – depending on luck and negotiation skills you can get it for 450,000 to 800,000 Rp. It takes you to Tentena in about 5 to 7 hours.

7. Tentena

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Tentena and Lake Poso.

You could try reaching Rantepao in one long haul but this is pretty exhausting. The little lakeside town of Tentena is a nice stopover on the way from the Togians to Rantepao in Tana Toraja.

You might stay there for one or two nights, for instance in the Victory Hotel which has friendly staff. In Tentena you can see the lake, a nice waterfall, a Balinese village, churches, and burial caves.

To get from Tentena to Tana Toraja there is only one overnight bus connection in the evening which can be arranged through your hotel. The ride is more or less uncomfortable. Due to road constructions it can take up to 16 hours to get to Rantepao (as of May 2016).

8. Tana Toraja

Tana Toraja is the land of the Torajans, a unique culture famous or infamous for their funeral ceremonies and certainly a highlight of the Sulawesi trip. The main tourist town is Rantepao which is a good as a base for exploring the surroundings. Other than that Rantepao is not a really pleasant place itself.

To get around renting a motorcycle is a good idea. Otherwise there are bemos which usually all end in the Bolu terminal, about 2 kilometers from Rantepao. Sometimes we were lucky with the bemos, other times not at all. You can also try to arrange an ojek or use a bentor (a small riksha – becak motor taxis) for rides within town.

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Kete Kesu village.

There are different opinions whether you need a guide or not. The funerals themselves are more or less public events. However it can be difficult to find out where there is a funeral ceremony. Local guides can take you there and help with the formalities. Most interesting villages and burial sites can be reached with your own transport. Popular places are Kete Kesu village and Batutomonga. You have to pay entrance fees for most sites. To cover the most important places you might stay 2 to 4 days.

9. Makassar

From Rantepao several bus companies offer rides to Makassar at either 9 am or 9 pm. The ride takes 8 to 10 hours. The roads here are in a better condition than in the center of the island.

Makassar is the largest city on Sulawesi. There are not many reasons to stay here longer than you really need. You can fly to Jakarta or Denpasar on Bali from here. There is also an international connection with Air Asia to Kuala Lumpur.

Let the little children come to me … or maybe better not. Lasset die Kindlein zu mir kommen … oder lieber nicht.

Seeing foreign people from Western countries is still something not very common in Sulawesi, even in the more touristed areas like Tana Toraja. Everywhere we go we draw attention and you will often not be treated like an Indonesian. And of course people have a certain image and some prejudices how Western people must be. Using public transport is often not made easy for us as all kinds of private car and motorcycle drivers try to prevent you from taking public buses that you go with them instead. And so we end up in a semi-private jeep paying a lot more than the locals would to reach a nice viewpoint in the mountains. From there we walk through the villages around Batutumonga overlooking the beautiful green rice terraces.

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It is very interesting how the villagers react towards us. The older people usually just look at you silently. Most other adults greet friendly and everything is fine. Teenager groups are more curious. Often they are giggling, grinning and joking about those weird foreigners. And now the cute little children, coming home from school in groups. They start surrounding us, trying to catch our attention, saying hello which could be cute. It never stops at this point though. Probably those cute little gangsters have been spoilt one too many times by rich old Scandinavian package tourists with naive gifts of chocolate, money and other things. The kids keep circling around us constantly asking for money, sometimes pens or books. There does seem to be a shortage of pens in Sulawesi however. Money, money, money, mister, you give money. Reminds me of India. Oh, how lovely those kids are, so smiling and happy in these innocent societies. The word money instantly activates my ignore-mode. After a while the tiny sweethearts give up asking for money, still following us but shouting fuck you. They are so cute.

On the way we not only see misbehaving children but also lots of interesting Torajan houses in the Tongkonan style. There are several burial sites with an impressive cliff where the coffins have been put into. We also see burial trees and Christian graves. Our walk is longer than expected since there is no bus back to town. This is one of the typical guidebook lies. Probably the authors have never really tried to use the public transport on their own. Just a take a minibus back to town. We have been walking back for hours on the road but not a single bus passes us. Finally we reach Rantepao.

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On the next day we visit the village of Kete Kesu. It is like a restored model village with some rows of nicely decorated tongkonan houses. It is Sunday morning, most Christians are in church. The site is invaded by tour groups of wealthier Muslim Indonesians visitors, probably from Java or other islands. Whereas the village is the main attraction for us, we are the main attraction for the other visitors however. Giggling, smiling and looking curious suddenly some girls ask if they can take a picture with us. I hate being in the center of attention, but politely let them take the picture. Now that the ice is broken, girls and women from other families and groups take their chance and just walk into the picture with their friends taking the pictures. Picture, picture, picture. It seems like every girl and woman wants a photo with us. We should have asked for money. This is not really the first time we experience something like that. Somehow it is funny to see how  Muslim Indonesian women do not appear nearly as reserved towards foreign men as women wearing a headscarf in Europe or Arabic countries. We survive the situation unharmed and head back to Rantepao.

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Der Anblick westlicher Touristen ist in Sulawesi immer noch nicht völlig alltäglich, selbst in den touristischeren Gegenden von Tana Toraja. Egal wo wir auch hingehen – wir ziehen die Aufmerksamkeit auf uns und werden nicht wie Einheimische behandelt. Die Menschen haben natürlich auch bestimmte Vorstellungen und Vorurteile darüber, wie die westlichen Menschen denn so sind. Öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen wird uns oft nicht einfach gemacht, da alle möglichen Taxi- und Motorradtaxifahrer uns vom Bus fernhalten wollen, damit wir ihre Dienste in Anspruch nehmen. Also landen wir schließlich in einem halbprivaten Jeep und bezahlen wieder mal ein Vielfaches des Preises für Einheimische, um zu einem schönen Aussichtspunkt in den Bergen zu gelangen. Von dort aus erkunden wir die Dörfer um den Ort Batutumonga und blicken über eindrucksvolle grüne Reisterrassen.

Es ist schon interessant zu beobachten, wie die Dorfbewohner auf uns reagieren. Die Älteren beobachten uns meist nur ohne ein Wort zu sagen. Die meisten anderen Erwachsenen grüßen freundlich und alles ist in Ordnung. Teenagergrüppchen sind schon etwas neugieriger. Oft grinsen und kichern sie, machen Witzchen über die komischen Ausländer. Und dann die süßen kleinen Kinder, in Grüppchen auf dem Heimweg von der Schule. Sie umzingeln uns, versuchen unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Sie sagen Hallo, was ganz süß sein könnte. Damit lassen sie es jedoch nie bewenden. Wahrscheinlich wurden die kleinen niedlichen Gangster einmal zu oft von älteren, reichen skandinavischen Pauschaltouristen mit Schokolade, Geld oder anderen Dingen verwöhnt. Die Kinder lassen nicht ab von uns und fragen immer wieder nach Geld, manchmal auch nach Stiften oder Büchern. Einen Mangel an Schreibgeräten habe ich in Sulawesi jedoch nicht feststellen können. Money, money, money. Mister, you give money. Erinnert mich an Indien. Ach wie süß die Kleinen doch sind, sie lachen so glücklich in diesen unverdorbenen Gesellschaften. Das Wort Money reicht, dass ich auf stur schalte. Nach einer Weile geben die kleinen Herzchen auf, aber folgen uns immer noch und rufen stattdessen ein fröhliches Fuck you hinterher. So niedlich.

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Auf dem Weg sehen wir nicht nur verzogene Kinder, sondern auch faszinierende Häuser im Tongkonan-Stil. Es gibt diverse Begräbnisstätten mit einer beeindruckenden Felswand, aus der man Aussparungen für Särge herausgearbeitet hat. Wir sehen auch wieder einen Bestattungsbaum und christliche Grabstätten. Unser Spaziergang dauert länger als gedacht, da es keinen Bus zurück gibt. Wieder eine der typischen Märchen aus dem Reiseführer. Wahrscheinlich haben die Autor niemals mal selbst ausprobiert, hier öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Jaja, einfach einen Minibus zurück in die Stadt nehmen. Wir marschieren mehrere Stunden auf der Straße nach Rantepao, aber kein einziger Bus kommt an uns vorbei.

Am nächsten Tage besuchen wir das Dörfchen Kete Kesu. Es ist ein restauriertes Modelldorf mit einigen Reihen hübsch dekorierter Tongkonan-Häuser. Es ist Sonntag vormittag, die meisten Christen sind in der Kirche. Der Ort wird von Reisegruppen wohlhabenderer muslimischer indonesischer Touristen gestürmt, wahrscheinlich aus Java oder anderen Inseln. Während das Dorf für uns die Hauptattraktion ist, sind wir selbst die Hauptattraktion für die anderen Besucher. Sie kichern, lächeln und schauen neugierig. Eine Gruppe Mädchen traut sich zu fragen, ob sie ein Foto mit uns machen können. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt, aber aus Höflichkeit lassen wir sie ein Bild machen. Damit ist das Eis gebrochen. Frauen und Mädchen aus anderen Gruppen nutzen ihre Chance und laufen ins Bild, zusammen mit Begleitern, die dann das Foto aufnehmen. Picture, picture, picture. Jede Besucherin scheint ein Bild mit uns haben zu wollen. Wir hätten Geld nehmen sollen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass uns auf der Reise so etwas passiert. Schon lustig, wie wenig Berührungsängste die indonesischen Muslimas haben, während Frauen mit Kopftuch in Europa oder arabischen Ländern sich deutlich reservierter verhalten. Wir überstehen die Situation unverletzt und kehren nach Rantepao zurück.

Die and let die. Sterben und sterben lassen.

The last days were emotionally and mentally challenging. It took me a while to process everything. Impressions were ranging emotionally from sheer curiosity and explorer spirit to feelings of sadness, compassion, and disgust. It was also an exercise in reflecting on one’s own cultural hypocrisies when tempted to judge other cultures.

It all starts in the lovely neat town of Tentena in Central Sulawesi spending two nice days. One of the most horrible overnight bus journeys takes us 15 hours on bumpy and barely recognizable roads from Tentena towards the Tana Toraja region in Southern Sulawesi. The landscape is lush green tropical and yet quite mountainous, simply beautiful. Seeing the strange architecture of the Toraja houses we feel already we enter a special area. The frequency of mosques decreases again while we see more churches. Somehow it feels like we have left the South East Asian culture with its Buddhist-Hindu-Muslim mixture and entered the Christian-Animist dominated area of the South Pacific. It is a bit like how I imagine Papua and Melanesia.

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Tongkonan houses / Häuser.

Tana is an Indonesian word and means just land or earth. Toraja when pronounced Toraya means something like mountain people or happy people and was used by neighboring tribes. The pseudo-naming to-raja giving the impression it could be a Sanskrit word with raja meaning king was used for marketing reasons. Tana Toraja was thus dubbed as Land of the Heavenly Kings. Nominally Christian and converted by Dutch missionaries, it is famous for the animist burial rites widely practiced although they have become major tourist attractions.

Together with other travelers who were in the bus from Tentena we rent a car and hire a guide for a day tour around Rantepao, one of the main towns in Tana Toraja. We are going to visit a funeral ceremony. I feel a bit strange going to other people’s funerals as a tourist. However these events are more or less public. You just hand over a gift or donation to the family of the deceased and then you are invited to join the celebrations. You could assume that this was something rare and special but as death is such an important part of life for the Torajans, there is always a funeral going on in the area.

Our first stop on the tour is at the market in the town of Bolu. Other than my fellow travelers and actually most tourists in South East Asia I do not enjoy street markets that much. They are usually noisy, crowded, smelly and often the tents or ceilings are not high enough for Western guys so we always need to walk crouched. A horrible place for an introvert person. While the spices, fruit and vegetables sections of the Bolu market are comparatively nice and interesting to watch, the hard part starts at the cattle market. Hundreds of bulls are standing here. They have a dull and sometimes sad expression in their eyes. The bulls appear to have accepted their fate already. Usually the bulls are sold here as a gift for the family of the deceased at a funeral and are slaughtered during the festivities as a sacrifice. According to the Torajan belief the greater the number of bulls sacrificed, the higher the chance that the dead one will enter the heavens instead of molesting the family as a lower spirit creeping around the house. I try to emotionally detach myself from what will happen to the animals. One bull makes it particularly hard for me as he comes closer to me, looking me sadly in the eyes while my co-travelers comment that he seems to like me. The locals do not understand our concerns but try to make us buy a bull instead so we can have a great gift for the funeral.

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Cattle market in Bolu. Viehmarkt in Bolu.

While the cattle market already feels like a silent and depressed pre-graveyard the pigs section is hard to bear. From far away we hear the loud squeaking of the pigs. They are tied with ropes onto bamboo tubes and placed on the ground for sale. Pigs are very sensitive beings, not very different from humans. Heavily breathing I can feel they are scared and exhausted. One pig is showing strong resistance and is forced to be tied to the tubes. It is squeaking extremely loud. The squeaking sounds very similar to a human scared for life and being tortured severely. It is hard to witness this, especially knowing that the even crueler part is yet to come for the animals as a huge number of pigs being slaughtered at the funeral is also an important part of the event. We leave this place of fear and torture and go buy some cigarettes and packages of sugar as a donation for the family where we are planning to go.

In Toraja the funeral is the most important event for a person. A huge number of guests is invited. The festivities last for several days. The family builds additional houses and caters for the large amount of guests. Funerals cost a fortune. And this means the wealthier and more important a person is, the bigger the event.  Preparations can take a long a time. Sometimes it takes years from the death of a person until she is buried. Unless finally buried the Torajans consider their relative not as dead but as very sick. So the corpse is sitting in the living room, sometimes talked to or given food. To prevent the rotting of the body, it is injected with large amounts of formalin. While this might appear strange or reality-denying to us, we might think of people in a coma with hardly a chance of coming back to conscious life and still getting visits from relatives and people talking to them.

It takes some time for a our driver to locate the funeral party. We see it is a big one. The person must have been important. A lot of vehicles are parking along the road. On the site there is a large number of beautifully decorated wooden cottages with lots of people sitting inside. There is some dancing going on. A bull just has been slaughtered and people celebrate. It is hard for us knowing how to behave appropriately. The scene is more like a big wedding than a funeral although most people are wearing dark colors.

Our guide asks around and we are invited to one of the pavilions. We are greeted by members of the family and are immediately offered lunch from a buffet. I am happy there is some tempeh and vegetables while most others go for the meat of the slaughtered buffalos. Talking to the friendly lady next to me I find out that she is the granddaughter-in-law of the deceased woman.  Her husband is an important politician. And it is the second day of a celebration of seven days. We as foreign visitors obviously seem to have a kind of VIP status here as we are sitting in the cottage of the closer family. The lady offers some beer, I decline but our guide readily puts the beverages in his bag so he can consume them later at home.

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Tongkonan with the coffin / mit dem Sarg.

After having lunch we walk around exploring the site. The coffin of the deceased is sitting on top of an impressive decorated tongkonan – a typical bull-horn shaped house used for various purposes. There is a public kitchen close and a site where the slaughtered pigs are cut open and the meat is distributed among the people.

I was aware that people are not really sad or silent at a funeral in this culture. Actually I expected them to be happy and a bit enthusiastic. However there is not much dancing going on. The people appear mostly rather bored or without emotions. The entire process is very bureaucratic. The pavilions have numbers. Each visitor is assigned to a place according to his rank. Further related visitors from other villages and far away have pavilion numbers as high as 60 or 70. One man constantly does some announcement via speakers. He lists which group is coming and going and what kind of gifts they have brought. Our tour guide praises the solidarity and support among the villagers. To me it does not feel that voluntary as every gift and donation is meticulously noted and accounted. They bring ten bulls to my grandma’s funeral, so we have to bring them at least the same amount once their relative dies. It feels like these funerals are a kind of compulsory events where attendance is expected.

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Pavilions at the funeral. Women from a Christian association bring their gifts and offerings. Pavillons auf der Bestattungsfeier. Frauen einer christlichen Organisation bringen Geschenke und Opfergaben.

Visitors are welcome, guests are being handed food and drinks. So it should basically be a positive event. I cannot really enjoy it as the joy of some is at the expense of other’s lives. It strikes me that people appear so emotionally numb that they munch the meat appearing bored while constantly seeing and hearing the squeaking of the tortured and on-site-slaughtered pigs and bulls. I have to think of the Maya in Vedanta – there is no happiness without sadness and someone’s joy is often at the expense of others. One of the other visitors comments how Torajans could be a role model in treating all humans equal, not discriminating between Christians, Muslims or foreign visitors. I wish they treated the animals in the same fashion.

I am not naive. I know the mass meat industry in the so-called developed countries is even more brutal to animals, and just that we do not see it does not mean it is not happening. And I do not feel obliged to arrogantly teach the “primitive” locals to show empathy towards the animals. Slaughter of animals for celebrations was and is still common in European villages, even though we are not always witnessing the cruelties. On the other hand I still feel entitled to my own opinion and I hope that some day the Torajans replace the animal sacrifices with other things.

As the procedures at the funeral are becoming repetitive – announcement of groups coming and going, more pork distributed – we leave the celebration. Our next stop is a cliff. Torajans are buried either in graves, in caves or even in trees. On the cliff there are some holes where the coffins are put into – these are either in the forms of boats, bulls, or pigs containing the bones of several deceased. For important members of the community a tautau is placed on a wall, a puppet representing the person.

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Skull and gifts for the afterlife in a burial cave. Schädel und Gaben für das Leben nach dem Tod in einer Begräbnishöhle.

We continue to a burial cave – similar to Tentena and Sagada in the Philippines. There are boxes for the bones and often some skulls. Similar to the cliffs for the burial there are some tau taus here. Sometimes the dead are given gifts, so you see some skulls have cigarettes being put next to them as the dead one may have liked to smoke. The skulls and bones may look scary to some people. To me this place does not spread nearly as much horror as the slaughtering of the pigs and bulls at the funeral however.

The next burial site initially appears a little more morbid. It is a burial tree. Pieces of wood are cut out of the trunk and it is filled with the dead bodies of babies. Trees are only used for baby graves. They are considered special as they die so young. As the tree is a living being it grows around the hole and after years it closes the hole and thus symbolically the wounds are healed, especially for the mother. While it might seem creepy to hear from a tree where dead babies are put into, I like the closeness to nature and the symbolism of being buried into a living being supporting the healing process for the relatives.

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Toraja decoration / Dekoration der Toraja.

We also see more tongkonan houses, some are covered with plants and ferns. Our tour guide explains to us the interior and the decoration. The beautiful patterns of the Torajan decorations are dominated by the sacred colors of red and black. This is the last stop on this emotionally challenging trip and we return to town. I am tired and fall asleep early so I start writing the article days later.


Die letzten Tage waren emotional und geistig herausfordernd. Ich habe eine Weile gebraucht, um alles zu verarbeiten. Gefühlsmäßig war alles dabei von unbekümmerter Neugierde und Entdeckergeist bis hin zu Mitgefühl, Trauer und Abscheu. Außerdem war es eine gute Übung, über kulturell bedingte Verzerrungen des eigenen Blickwinkels in Bezug auf das Urteilen über andere Kulturen zu reflektieren.

Alles beginnt in dem netten kleinen Städtchen Tentena in Zentralsulawesi, wo wir zwei schöne Tage verbringen. Eine der übleren Nachtbusfahrten bringt uns in 15 Stunden auf holprigen und manchmal kaum sichtbaren Straßen von Tentena in die Region Tana Toraja in Südsulawesi. Die Landschaft wirkt tropisch grün und ist dennoch recht bergig, sehr schön anzusehen. Beim Anblick der skurrilen Architektur der Toraja-Häuser bekommt man schon ein Gefühl dafür, dass man eine besondere Gegend betritt. Zunehmend sind weniger Moscheen zu sehen, dafür mehr Kirchen. Ich komme mir vor, als ob ich die buddhistisch-hinduistisch-muslimisch gemischte Kultur Südostasiens verlassen und das christlich-animistisch dominierten Gebiet des Südpazifiks betreten habe. Ich stelle es mir in Papua oder Melanesien ähnlich vor.

Tana ist ein indonesisches Wort und bedeutet Land oder Erde. Toraja in der Aussprache Toraia bedeutet so etwas wie Bergmenschen oder glückliche Leute in den Sprachen der Nachbarstämme. In der Aussprache To-Radscha könnte man versucht zu sein anzunehmen, dass es etwas mit dem Sanskritwort Raja für König (wie Maharaja – Großkönig) zu tun hat. Aus dem Sanskrit stammt das Wort jedoch nicht. Aus Marketinggründen wurde Tana Toraja allerdings oft auch als Land der Himmlischen Könige beworben. Offiziell christlich und von niederländischen Missionaren konvertiert, ist Tana Toraja bekannt für die animistischen Bestattungsriten, die immer noch weit verbreitet und zu wichtigen Touristenattraktionen geworden sind.

Zusammen mit anderen Reisenden aus unserem Bus aus Tentena mieten wir ein Auto samt Fahrer und Reiseführer für einen Ausflug rund um den Hauptort Rantepao an. Wir wollen eine Bestattungszeremonie besuchen. Ich fühle mich komisch dabei, als Tourist zur Beerdigung von Fremden zu gehen. Diese Veranstaltungen sind jedoch mehr oder weniger öffentlich. Man überreicht der Familie des Verstorbenen ein Geschenk oder eine Spende und wird daraufhin zu den Feierlichkeiten eingeladen. Man könnte annehmen, dass das ein außergewöhnliches und seltenes Ereignis ist, aber eigentlich findet immer irgendwo in der Gegend eine Begräbnisfeier statt.

Die erste Station auf unserem Ausflug ist der Markt in der Stadt Bolu. Anders als meine Mitreisenden und eigentlich die meisten Touristen in Südostasien überhaupt kann ich Straßenmärkten nicht viel abgewinnen. Meistens ist es laut, es wird gedrängelt, es stinkt und die Zeltplanen oder Decken sind für uns westliche Männer meistens viel zu niedrig, so dass man die ganze Zeit gebückt laufen muss. Ein schrecklicher Ort für introvertierte Menschen. Während die Abteilungen mit Obst, Gemüse und Gewürzen auf dem Markt in Bolu durchaus interessant anzusehen sind, beginnt der schwierige Teil auf dem Viehmarkt. Hunderte Bullen stehen hier. Sie haben einen dumpfen und manchmal traurigen Ausdruck in ihren Gesichtern. Sie scheinen ihr Schicksal schon akzeptiert zu haben. Üblicherweise werden die Bullen hier als Geschenk für die Familie des Verstorbenen verkauft und auf dem Bestattungsfest als Opfergabe geschlachtet. Nach dem Glauben der Toraja steigen die Chancen auf den Eintritt in das ewige Himmelreich, wenn eine möglichst große Zahl an Bullen geopfert wird. Werden zu wenige Tiere geopfert, wird der Tote als niederer Poltergeist auf die Erde zurückgeschickt und macht den Angehörigen das Leben schwer. Ich versuche emotionalen Abstand zum Schicksal der Tiere zu halten. Ein bestimmter Bulle macht es mir besonders schwer, indem er immer näher herankommt und mir traurig in die Augen sieht, während die anderen kommentieren, dass er mich zu mögen scheint. Die Einheimischen verstehen unsere Bedenken nicht, sondern versuchen uns stattdessen zum Kauf eines Bullen zu bewegen, um den Gastgebern ein tolles Geschenk machen zu können.

Der Bullenmarkt wirkt schon wie ein stiller und deprimierter Vorhof zum Friedhof, aber die Schweineabteilung lässt sich nur schwer ertragen. Schon von weitem hören wir das Quieken der Schweine. Sie werden an Bambusrohren festgebunden und auf die Erde gelegt, um dort zum Verkauf angeboten zu werden. Schweine sind sehr sensible Lebewesen und unterscheiden sich in dieser Hinsicht nicht sehr vom Menschen. Sie atmen schnell und schwer. Ich kann fühlen, wie verängstigt und erschöpft sie sind. Ein Schwein zeigt besonders starken Widerstand und wird unter heftigem Zwang an die Bambusrohre angebunden. Das Quieken wird immer stärker und lauter. Es klingt nicht viel anders als die Schreie eines Menschen, der gefoltert wird und um sein Leben fleht. Es ist nicht leicht, dieser Quälerei beizuwohnen – im Wissen, dass den Tieren der grausamere Teil noch bevorsteht. Dass eine große Zahl an Schweinen bei der Bestattungsfeier geschlachtet wird, ist ein bedeutender Teil der Veranstaltung. Wir verlassen diesen grauenvollen Ort der Angst und Folter und kaufen Zigaretten und Zuckerpäcken als Geschenk für die Familie des Verstorben, die wir besuchen wollen.

In Toraja ist das Begräbnis das wichtigste Ereignis für einen Menschen. Unglaublich viele Gäste sind üblicherweise eingeladen. Die Feierlichkeiten ziehen sich über mehrere Tage hin. Die Familie lässt auf ihrem Grundstück zusätzliche Hütten bauen, um der Vielzahl der Gäste gerecht zu werden. Sich bestatten zu lassen kostet ein kleines Vermögen. Das bedeutet, je wichtiger und wohlhabender jemand ist, desto größer wird die Feier. Die Vorbereitung kann sich lange hinziehen. Manchmal dauert es mehrere Jahre bis ein Verstorbener beerdigt wird. Bis die Bestattung nicht vollzogen ist, gilt der Verblichene noch nicht als tot, sondern nur als sehr krank. Also sitzt der Leichnam im Wohnzimmer, manchmal redet jemand mit ihm und er bekommt etwas zu essen. Um den Verwesungsprozess aufzuhalten, werden große Mengen an Formalin in die Leiche injiziert. Für uns mag das seltsam oder gar als Form von Realitätsverweigerung erscheinen, aber man danke nur an Menschen, die ohne Chance auf Heilung im Koma liegen und die dennoch Besuch von Verwandten bekommen, die mit ihnen sprechen.

Unser Fahrer braucht ein paar Anläufe, um den Weg zur Bestattungsfeier zu finden. Man sieht sofort, dass es eine größere Feier ist. Der Verstorbene muss eine sehr wichtige Person gewesen sein. Am Wegesrand parken die ganzen Autos und Motorräder der Besucher. Am Anwesen angekommen finden wir eine große Zahl an wundervoll dekorierten hölzernen Hütten vor, in denen viele Menschen sitzen. Einige Leute tanzen, denn soeben wurde ein Bulle geschlachtet, was die Menschen feiern. Wir wissen gar nicht so recht, wie wir uns richtig verhalten sollen. Es wirkt mehr wie eine Großveranstaltung wie beispielsweise eine Hochzeit, allerdings sind die meisten Menschen schwarz gekleidet.

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At the funeral celebration. Auf der Bestattungsfeier.

Unser Reiseführer erkundet die Lage und dann werden wir in einen der Pavillons eingeladen. Mitglieder der Familie begrüßen uns und wir bekommen ein Essen vom Buffet angeboten. Ich bin froh dass es auch Tempeh und Gemüse gibt. Die meisten langen beim Fleisch der Büffel zu, die vor kurzem hier geschlachtet wurden. Im Gespräch mit der höflichen Dame neben mir gibt sie sich als Gattin des Enkels der verstorbenen Frau zu erkennen. Ihr Ehemann ist ein bedeutender Politiker vor Ort. Und heute ist der zweite Tage der insgesamt siebentägigen Feierlichkeiten. Wir als ausländische Gäste haben offenkundig eine Art VIP-Status inne, da wir in der Hütte der engeren Familie zu Gast sind. Die Dame bietet uns auch Bier an. Ich lehne ab, unser Reiseführer schlägt allerdings zu und packt sich ein paar Büchsen in seinen Rucksack, um sie später zu Hause zu konsumieren.

Nach dem Mittagessen erkunden wir die Örtlichkeiten. Der Sarg der Verstorbenen befindet sich auf einem prachtvoll geschmückten Tongkonan – einem hörnerförmigen Haus, das in Toraja verschiedensten Zwecken dient. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Art Volksküche und auf einem Podest werden die geschlachteten Schweine zerlegt und unter den Menschen aufgeteilt.

Mir war durchaus bewusst, dass die Menschen in dieser Kultur bei der Beerdigung nicht extrem zurückhaltend oder traurig wirken. Eigentlich habe ich sie sogar fröhlich oder etwas enthusiastisch erwartet. Jedoch wird nicht wirklich viel getanzt. Die meisten Leute wirken eher gelangweilt und zeigen kaum Emotionen. Der ganze Prozess wirkt sehr bürokratisch. Die Pavillons sind nummeriert. Jeder Besucher wird entsprechend seines Ranges platziert. Weiter entfernt verwandte Besucher und Menschen aus anderen Dörfern nehmen in Pavillons mit den Nummern 60 oder 70 Platz. Ein Mann macht die ganze Zeit Ansagen über einen Lautsprecher. Er listet auf, welche Gruppen kommen und gehen und wer welche und wie viele Geschenke mitgebracht hat. Unser Reiseführer preist die Solidarität unter der Bevölkerung und ihre gegenseitige Unterstützung. Auf mich wirkt da nicht ganz freiwillig, da über alle Gaben akribisch Buch geführt wird. Die einen schenken zehn Bullen zur Beerdigung meiner Oma, also müssen wir wenigstens genauso viele mitbringen, wenn jemand in deren Verwandtschaft stirbt. Diese Beerdigungsfeiern scheinen mir eine Art Pflichtveranstaltung zu sein, wo Anwesenheit schon um des sozialen Friedens Willen erforderlich ist.

Besucher sind willkommen. Die Gäste bekommen Speisen und Getränke. Eigentlich sollte das eine positive Veranstaltung sein. So recht kann ich sie jedoch nicht genießen, da die Freude der einen Leiden und Tod für andere bedeutet. Es ist schon bemerkenswert, dass die Menschen so emotional abgestumpft wirken, dass sie gelangweilt auf dem Büffelfleisch herumkauen während sie die ganze Zeit zu sehen und zu hören bekommen, wie Schweine und Bullen unter lautem Gequieke gequält und geschlachtet werden. Ich muss an die Maya aus dem Vedanta denken. Es gibt keine Freude ohne Trauer und des einen Vorteil geht oft zu Lasten eines anderen. Einer der anderen ausländischen Besucher kommentiert, dass er das Verhalten der Toraja in Bezug auf die Nichtdiskriminierung nach Religion vorbildhaft findet – Muslime, Christen oder Ausländer, alle werden gleich nett behandelt. Ich wünschte, sie würden dasselbe auch auf die Tiere anwenden.

Ich bin nicht naiv. Ich weiß, dass die Massentierhaltung in den sogenannten entwickelten Ländern oft noch brutaler zu den Tieren ist. Und nur weil wir es nicht selbst sehen, heißt das nicht, dass es nicht passiert. Und ich muss auch nicht den vermeintlich primitiven Einheimischen einen Vortrag über Mitgefühl für die Tiere halten. Dass Tiere für große Feierlichkeiten geschlachtet werden, war und ist auch in Dörfern in Europa üblich, auch wenn die Grausamkeiten nicht von allen beobachtet werden. Aber ich denke schon, dass ich meine eigene Ansicht zu der Sache haben darf und hoffe, dass in Toraja eines Tages die Tieropfer durch andere Geschenke ersetzt werden.

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Cliff with tau taus. Felswand mit Tau Taus.

Die Prozeduren auf der Trauerfeier wiederholen sich immer wieder – die Ankündigung des Kommens und Gehen der Gruppen, die Verteilung des Schweinefleischs – also verlassen wir die Feier. Die nächste Station ist eine Felswand. Die Toraja werden entweder in Erdgräbern, an Felsen und Höhlen oder sogar in Bäumen bestattet. An der Felswand befinden sich Löcher, in die die Särge hineingeschoben werden. Diese haben die Form eines Schiffs, eines Bullen oder eines Schweins und enthalten die Knochen mehrerer Verstorbener. Für bedeutende Mitglieder der Gemeinschaft wird ein Tau Tau an der Wand befestigt, eine hölzerne Puppe, die den Verstorbenen repräsentiert.

Wir fahren zu einer Bestattungshöhle, ähnlich wie jene in Tentena oder Sagada in den Philippinen. Es gibt Kisten für die Knochen. Schädel liegen herum. Wie auch bei der Felswand gibt es hier einige Tau Taus. Manchmal erhalten die Verstorbenen Geschenke. Man sieht einige Schädel, um die herum Zigaretten gelegt wurden, weil der Mensch zuvor ein leidenschaftlicher Raucher war. Die Schädel und Gebeine mögen auf einige Menschen gruselig wirken. Für mich verbreitet dieser Ort jedoch deutlich weniger Schrecken als die Schlachtung der Tiere auf der Feier.

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Funeral tree. Bestattungs-baum.

Die nächste Begräbnisstätte wirkt etwas morbider. Es ist ein Bestattungsbaum. Aus dem Stamm des Baums wird Holz heraus gesägt und in die entstehenden Löcher werden Babyleichen gelegt. Die Bäume werden nur für die Bestattung von Babys verwendet. Diese werden als besondere Art von Toten angesehen, da sie so früh gestorben sind. Der Baum ist ein Lebewesen und wächst langsam um das Begräbnisloch herum wieder zu. Damit wird eine Heilung der Wunden insbesondere für die Mutter symbolisiert. Es mag gruselig erscheinen, von einem Begräbnisbaum für Babys zu erfahren, aber mir gefällt die Verbindung zur Natur und die Symbolik, dass eine Bestattung innerhalb eines lebenden Organismus den Heilungsprozess für die Verwandten fördert.

Wir besichtigen weitere Tongkonan-Häuser. Einige sind mit Farnen und anderen Pflanzen bedeckt. Unser Reiseführer erläutert uns das Innere und die Dekoration. Die wunderschönen Muster der Toraja werden von den heiligen Farben Rot und Schwarz dominiert. Das ist der letzte Halt unseres emotional herausfordernden Ausflugs. Wir kehren in die Stadt zurück. Ich bin sehr müde und schlafe schon früh ein. Dieser Artikel entsteht erst einige Tage später.

Picket Fences. Tatort Gartenzaun.

It is a long way from the Togian Islands to reach Sulawesi again. Eight hours in a crammed ferry, with lots of garbage and eating people throwing away even more garbage. It is so hot I am constantly sweating. After arriving at the port in Ampana we try to find a connection. Buses are not easy to find. We finally hire a car. It takes us another six hours to Tentena.

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Tentena and Lake Poso. Tentena und der Poso-See.

This is a pleasant town situated at the shores of Lake Poso in the mountains of Sulawesi. You would assume this place to be anywhere but not in the periphery of tropical South East Asia. Nice green hills, pine trees, neat houses, little churches everywhere and picket fences painted in white – it could as well be in Sweden, Portugal, or somewhere in the United States.

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Exploring the surroundings by hired motorbike our first stop is a waterfall with several cascades and some pools with cool water. It is very quiet. Few people make the way here. I take a bath and enjoy the tropical jungle around me. On the way back to town we stop at the Balinese village. This looks a bit odd here. Sulawesi is a mainly Muslim island. Tentena is a Christian enclave in Sulawesi. And inside of this Christian enclave there is this Hindu village. Actually this results from the Transmigrasi in Indonesia. This program was to move people from denser populated regions like Java or Bali to sparsely populated islands in Indonesia like Sulawesi. So the Balinese moved here in the 1980s and they built their homes in their traditional style decorated with spirit houses and temple-like architecture.

On the way back to Tentena it starts raining. So we stop at our driver’s home which is partly situated on stilts over the water. He tries to save corn laying outside for drying from the rain and he shows us his fish farm. When the rain finally stops we continue our way to the Latea Cave. Here the ancient Pamona people, the original inhabitants of the region, buried their dead in this cave. This practice is now considered outdated by the locals. After another motorcycle ride to a viewpoint over the lake we get back to town.

We are looking for a nice place to have some coffee. The lady from our hotel recommends us a place. We are surprised that in this tiny town in the middle of nowhere with very few tourists there is such a stylish urban cafe. It is filled with teenagers and wannabe hipsters. Like always in Sulawesi we quickly draw all the attention towards us without wanting to. A group of students together with their English teacher approaches us and asks for support. They are preparing for a debating contest and look for arguments on controversial topics. We cannot resist but helping them. I am surprised what kinds of topic they are discussing – issues like gay marriage, woman’s rights, universal healthcare, and green energy. Seems like tough topics for 15 or 16 year old Indonesian students. To us it is very interesting to hear their opinions and learn about politics in Indonesia. In the evening we get back to our hotel and have a rest.

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Es ist ein weiter Weg von den Togian-Inseln zurück aufs “Festland” in Sulawesi. Acht Stunden in einer überfüllten und schmutzigen Fähre, mit Menschen, die ständig reden, essen und immer wieder neuen Müll erzeugen. Es ist so heiß, dass ich die ganze Zeit enorm schwitze. Bei Ankunft im Hafen von Ampana versuchen wir eine Busverbindung zu finden, was nicht all zu einfach ist. Am Ende fahren wir mit einem gecharterten Taxi sechs Stunden bis nach Tentena.

Tentena ist ein angenehmes Städtchen am Ufer des Poso-Sees in den Bergen von Sulawesi. Dieser Ort könnte überall sein, aber man würde ihn nicht in der Peripherie des tropischen Südostasien vermuten. Grüne Hügel, Nadelbäume, hübsche Häuschen, kleine Kirche überall und weiß gestrichene Lattenzäune – wir könnten genauso gut in Portugal, Schweden oder Amerika sein.

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Balinese village. Balinesisches Dorf.

Wir erkunden die Umgebung per Motorradtaxi. Unser erster Halt ist an einem Wasserfall mit verschiedenen einzelnen Fällen und Wasserbecken. Es ist seelenruhig, nur wenige Menschen kommen hierher. Ich bade im Wasser und genieße den tropischen Dschungel um mich herum. Auf dem Rückweg halten wir im balinesischen Dorf, das hier wie ein Fremdkörper wirkt. Sulawesi ist hauptsächlich muslimisch und Tentena ist eine christliche Enklave auf der Insel. Und in dieser Enklave ist dieses hinduistische Dorf. Tatsächlich ist dieses Dorf ein Resultat der Transmigrasi. Dieses Programm diente dazu, Menschen aus dichter besiedelten Inseln wie Java oder Bali in dünnbesiedelte Regionen wie Sulawesi umzusiedeln. Die Balinesen zogen in den 1980er Jahren hierher und bauten ihre Häuser im traditionellen Stil mit den typischen Geisterhäuschen und tempelartiger Architektur als Dekoration.

Auf dem Weg zurück nach Tentena fängt es an zu regnen. Also halten wir am Haus unseres Fahrers, das sich teilweise auf Stelzen über dem Wasser befindet. Er versucht den zum Trocknen ausgelegten Mais vor dem Regen zu retten und zeigt uns seine Fischzucht. Als es aufhört zu regnen, fahren wir zur Latea-Höhle weiter. Das Volk der Pamona, die ursprünglichen Einwohner der Region, hat dort traditionell seine Toten bestattet. Diese Praxis wird heutzutage als überholt angesehen. Nach einer weiteren Motorradfahrt zu einem Aussichtspunkt über den See fahren wir zurück in die Stadt.

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Latea burial cave. Bestattungshöhle Latea.

Wir suchen dort nach einem Cafe. Die Dame aus unserem Hotel empfiehlt uns ein ganz bestimmtes. Wir sind überrascht, dass in diesem kleinen Städtchen mitten im Nirgendwo mit einer überschaubaren Anzahl an Touristen so ein schickes, großstädtisches Cafe zu finden ist. Die Besucher sind hauptsächlich Jugendliche und Möchtegern-Hipster. Wie sonst auch in Sulawesi ziehen wir sofort alle Aufmerksamkeit ungewollt auf uns. Eine Gruppe von Schülern und ihrer Englischlehrerin spricht uns an und fragt um Hilfe. Sie bereiten sich auf einen Debattierwettbewerb vor und suchen nach Argumenten für kontroverse Themen. Wir haben keine Chance nein zu sagen und helfen ihnen. Ich bin über die Themenwahl doch etwas verwundert, sie diskutieren Frauenrechte, gleichgeschlechtliche Ehen, ein staatliches Gesundheitssystem und erneuerbare Energien. Harter Stoff für 15 oder 16jährige indonesische Schüler. Für uns ist es interessant zu hören, welche Meinungen sie vertreten und wir erfahren auch einiges über das indonesische System. Abends kehren wir zum Hotel zurück und ruhen uns aus.