India Impressions 2003/04.

I have been asked recently which of my travel photos is the best. Actually I am not a good photographer and certainly not a professional one. My pictures are more documenting and less artistic. Still there are a lot of nice shots which I really like. Many of them are found in my blog articles, but I had a special picture in mind with children in Mumbai which I made in 2003. Since I spent so much time in India back then, I thought I might as well include even more of my nicest photographs in this blog post.

Both pictures are from a trip to Jaipur. And I had to pay for each of them. The first is just a classic cliche picture about India with snakes and turbans, the second is the miracle of the five-legged cow which is supposed to bring good luck to the owners.

An unforgettable Trip to Ladakh. The Thiksey Monastery near the capital Leh and the mighty Chang La pass at an altitude of 5,360 meters.

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The Golden Temple in Amritsur at dawn. I will never forget that place.

Celebrating Holi in Rajasthan.

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Varkala Beach in Kerala.

Everyday life in Chandigarh. Two of my co-workers are getting married, our group of interns makes it into the local newspaper for Diwali, and one of the girls gets some henna on her hands.

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The street children of Mumbai. They were not as friendly as they look. I actually wanted to take photographs of the area, but they just ran into my pictures, and asked for money afterwards. I gave them some rupees, but they demanded more and more, and more kids gathered. It was a bit difficult.

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South Indian Thali. Not my favorite dish, but it looked damn well.

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Me and a fake beard in front of the Red Fort in Delhi. I just bought the beard from a street vendor and thought it was hilarious.

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Peeing mama and baby elephant in the Rajaji National Park in Northern India.

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Wie Reisen deine Persönlichkeit verändert. Und meine auch.

Alle die schon einmal längere Zeit im Ausland gelebt haben, stellen nach ihrer Rückkehr Unterschiede fest. Menschen, Gegenstände und Orte in der Heimat – einst so vertraut, doch jetzt fühlt sich alles seltsam an. Doch die Dinge selbst haben sich nicht verändert. Man selbst und die eigenen Wahrnehmungen sind es, die nun anders sind. Selbst Familienmitglieder und Freunde stellen häufig einen Unterschied an dir fest – in deiner Persönlichkeit. Und diese Veränderung lässt sich messen.

Psychologen haben untersucht, wie sich die Persönlichkeit von Studenten verändert, die ein Semester oder länger im Ausland verbracht haben.  (Zimmermann, J. & Neyer, F. J. (2013). Do we become a different person when hitting the road? Personality development of sojourners. Journal of Personality and Social Psychology, 105, 515-530). Auch wenn Studenten im Auslandssemester nicht genau dasselbe sind wie Langzeitreisende, so sind sie sich doch in gewisser Weise ähnlich. Beide Gruppen verbringen eine erhebliche Zeit ihres Lebens weit weg von der Heimat und müssen in der Fremde zurecht kommen und dort ihren Alltag bestreiten.

Das Big-Five-Modell

Reisende denken bei “Big Five” vielleicht zunächst an die fünf Großtiere, die man auf einer Safari sehen möchte, aber tatsächlich ist das Fünf-Faktoren-Modell der Goldstandard der modernen Persönlichkeitspsychologie. Es besteht aus fünf grundlegenden Persönlichkeitszügen, deren Ausprägungen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung gemessen werden. Dies sind Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Die Persönlichkeitsdimensionen sind im Allgemeinen recht stabil, allerdings kommt es im Laufe des Lebens zu kleineren Veränderungen, insbesondere während der Transition von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter. Unter Berücksichtigung dieser Überlegungen misst die Studie von Zimmermann und Neyer nicht nur die Big-Five-Persönlichkeitszüge der Auslandsstudenten vor und nach ihrem Auslandsaufenthalt, sondern vergleicht diese mit der Kontrollgruppe derjenigen Studenten, die im Heimatland bleiben.

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Was genau sagen diese fünf Persönlichkeitsdimensionen über uns aus und wie werden sie durch das Reisen beeinflusst?

Offenheit

Individuen mit einer hohen Ausprägung von Offenheit sind neugierig, kreativ und aufgeschlossen. Sie probieren gerne neue Dinge und Ideen aus. Die Studienergebnisse zeigen einen signifikanten Anstieg an Offenheit bei Auslandsstudenten. Eine Reise in fremde Länder erweitert unsere Perspektive und lässt uns weniger voreingenommen durch die Welt gehen. Das ist nicht wirklich überraschend. Wer mit fremden Kulturen konfrontiert ist und viele neue Leute kennen lernt, entwickelt ein komplexeres Verständnis seiner Umwelt und der Gesellschaft. Zudem ist Offenheit entsprechend der Studie ein guter Indikator für die Bereitschaft, während des Studiums ins Ausland zu gehen. Auch das ist plausibel. Je offener eine Person ist, desto eher wird sie an anderen Kulturen interessiert sein und einen längeren Auslandsaufenthalt in Erwägung ziehen. Bei kürzeren Auslandsaufenthalten konnte jedoch kein signifikanter Effekt festgestellt werden.

Aus meiner persönlichen Sicht kann ich diese Ergebnisse absolut bestätigen. Ich war immer recht neugierig auf die Welt und wenn das nicht so gewesen wäre, hätte ich während meines Studiums sicherlich nicht ein Jahr in Indien verbracht. Und meine bisherigen Gewissheiten und Überzeugungen sind ständig aufs Neue auf die Probe gestellt worden. Jede Reise ist eine Chance, neue Dinge zu sehen und zu lernen. Das finde ich fantastisch.

Gewissenhaftigkeit

Gewissenhaftigkeit beschreibt das Ausmaß der eigenen Selbstdisziplin. Personen, die in dieser Dimension überdurchschnittliche Ausprägungen erzielen, sind sehr zuverlässig und weisen ein geplantes und organisiertes Verhalten auf. Sie sind zielorientiert, aber nicht sehr spontan oder flexibel. Es konnten keine Unterschiede in Bezug auf Gewissenhaftigkeit zwischen den Auslandsstudenten und der Kontrollgruppe festgestellt werden.

Einerseits sind längere Auslandsreisen eine gute Übung für das eigene Planungs- und Organisationsgeschick, insbesondere wenn man mit einem fremden Umfeld konfrontiert ist. Auf der anderen Seite habe ich an mir selbst feststellen können, dass ich auf Reisen immer etwas spontaner und weniger strikt  als sonst bin. Das geht einher mit einer gewissen Abenteuerlust und dem Wunsch nach Entspannung. Die Effekte sind nicht sonderlich stabil, da ich wieder in meine alten Verhaltensmuster zurückfalle, nachdem ich wieder zurückgekehrt bin.

Interessanterweise konnte durch die Studie ermittelt werden, dass Gewissenhaftigkeit ein guter Indikator für die Bereitschaft für kurze Auslandsaufenthalte (ein Semester oder weniger) ist. Während Langzeit-Auslandsstudenten neue Kulturen um ihrer Selbst gründlich erleben und erkunden möchten, sind kürzere Aufenthalte womöglich eher durch Karrieregründe motiviert, da sich ein Auslandsaufenthalt gut im Lebenslauf macht.

Extraversion

Extrovertierte Individuen beziehen üblicherweise ihre Energie aus der Interaktion mit anderen Menschen. Sie werden durch soziale Kontakte stimuliert und sind oft aufgeweckt und gesprächig. Allerdings können sie auch als oberflächlich, aufmerksamkeitssuchend und dominant empfunden werden. Ihr Gegenstück sind Introvertierte, die ruhiger und reservierter sind. Aus der Studie geht kein Effekt von Auslandsaufenthalten auf die Ausprägung der Extraversion hervor. Ein Auslandssemester verwandelt niemanden in einen Partylöwen. Genau wie Offenheit und Gewissenhaftigkeit ist jedoch auch Extraversion ein guter Indikator für die Bereitschaft für Auslandsaufenthalte. Im Gegensatz zu den anderen beiden Dimensionen gilt das sowohl für kurze als auch für längere Auslandsaufenthalte. Dass jemand fremde Menschen in einem ungewohnten Umfeld kennen lernen möchte, ist  deutlich plausibler, wenn man extrovertiert ist.

Ich sehe mich selbst eher als introvertierte Person an. Das hat mich aber nicht von meinen Auslandsreisen abgehalten. Allerdings muss ich zugeben, dass es manchmal schon leichter gewesen wäre, wenn ich extrovertierter wäre. Reisen ist jedoch ein gutes Training für Introvertierte – manchmal müssen wir einfach aus unserem Schneckenhaus raus und auf andere Menschen zugehen, ansonsten geht es nicht weiter. Ich habe schon das Gefühl, dass ich während des Reisens extrovertierter als sonst bin, aber der Zustand ist nicht von Dauer und ich ziehe mich wieder in meine Höhle zurück, sobald ich zu Hause bin.

Verträglichkeit

Personen mit einem hohen Maß an Verträglichkeit werden als freundlich, mitfühlend, hilfsbereit und kooperativ wahrgenommen. Sie wirken oft bescheiden und zeigen Verständnis für andere. Verträgliche Personen sind weniger dominant und durchsetzungsfähig. Es lässt sich aus der Studie eine signifikante Erhöhung der Verträglichkeit durch Auslandsaufenthalte feststellen. Das nicht nur für den Betroffenen gut, sondern auch für seine Mitmenschen. Reisen macht einen zu einer umgänglicheren Person. Das ist nicht überraschend, denn im Ausland ist man häufiger auf andere angewiesen und muss mit ihnen zurecht kommen.

Ich hoffe und glaube, mich durch das Reisen zu einer freundlicheren und verträglicheren Person entwickelt zu haben. Man nimmt Dinge aus einer anderen Perspektive wahr und entwickelt ein breiteres Verständnis für die Menschen und wie die Welt funktioniert. Einfach mal raus in die Welt gehen und erkennen, dass die Dinge nicht immer so ablaufen müssen, wie man es gewohnt ist, sondern auch ganz anders angegangen werden können und es trotzdem irgendwie funktioniert. In vielen Kulturen sind zudem das Gemeinschaftsgefühl und gegenseitige Solidarität stärker ausgeprägt als in manchen westlichen Gesellschaften.

Neurotizismus

Neurotizismus bezieht sich auf den Grad emotionaler Stabilität. Individuen, deren Neurotizismus-Dimension stärker ausgeprägt ist, reagieren intensiver auf Stress und äußere Ereignisse. Sie haben größere Schwierigkeiten mit Wutgefühlen, Ängsten und Depressionen. Auslandsaufenthalte reduzieren entsprechend der Studie die Ausprägung von Neurotizismus deutlich. Dieser Effekt ist hochsignifikant. Der rote Pfeil zeigt in der Grafik zwar eine Verringerung an, aber im Fall von Neurotizismus ist das eine gute Sache. Weniger neurotisch heißt emotional stabiler. Eine verbesserte emotionale Stabilität ist für den Reisenden wahrscheinlich eine der wertvollsten Auswirkungen von Auslandsaufenthalten.

Ich muss gestehen, dass es im Ausland für mich nicht immer einfach war. Manche Ereignisse haben meine emotionale Stabilität auf eine harte Probe gestellt – ob das nun der Versuch war, mich in Tahiti auszurauben oder als meine Frontzahnbrücke in Fiji auseinander gefallen ist. Auf der anderen Seite trägt jede Erfahrung auch zu einem Lern- und Bewältigungsprozess bei, aus dem man am Ende gestärkt hervor geht. Wahrscheinlich ist es diese Kombination aus Herausforderung und Bewältigung, die sich langfristig positiv auf die emotionale Stabilität auswirkt.

Fazit

Reisen ist nicht nur ein Abenteuer und macht viel Spaß, sondern formt auch die Persönlichkeit auf eine vorteilhafte Weise. Menschen, die längere Zeit im Ausland verbringen, werden offener, verträglicher und weniger neurotisch. Es fällt nicht schwer zu erkennen, dass eine Auszeit im Ausland dazu beiträgt, die eigene Persönlichkeit und emotionale Stabilität zu stärken, gerade wenn man in einem unangenehmen Alltagstrott feststeckt.

Welche Veränderungen deiner Persönlichkeit hast du an dir feststellen können? Hinterlasse einen Kommentar, wenn du magst.

 

How traveling changes your personality. And mine.

Everybody who has been abroad for a longer time will notice something’s different after returning. People, places, perceptions – once familiar, but everything feels strange now. It is not that the actual things have changed, it is you and your perception that are different than before. Even friends and family might notice a difference, a change in your personality. And this change can be measured.

Psychologists have measured how personality changes in students going abroad for at least a semester up to a year and longer (Zimmermann, J. & Neyer, F. J. (2013). Do we become a different person when hitting the road? Personality development of sojourners. Journal of Personality and Social Psychology, 105, 515-530). While students spending a term abroad might not be exactly the same thing as long-term backpackers, they are a good approximation as both groups are going to spend quite an amount of time in foreign countries away from home trying to find out how to get along and what to do in daily life.

The Big Five

Travelers might think of the animals you can see on a safari when hearing Big Five, but actually the Five Factor Model is practically the gold standard of personality psychology. It consists of five personality traits which can be measured in comparison to control groups like the general population. These are openness to experience, conscientiousness, extraversion, agreeableness, and neuroticism. Traits are generally stable, but undergo slight changes during a lifetime, especially when transcending from adolescence into adulthood. Taking these considerations into account, Zimmermann and Neyer’s study does not only measure the Big Five traits in the so-called sojourners before and after their abroad experience, but compares it with a control group of students who stayed in their home country.

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So what exactly do these traits say about us and how are they influenced by long-term travel?

Openness

Individuals with a high degree of openness are curious, creative, and open-minded. They like to try and experience new things and ideas. The study shows a statistically significant increase in openness in sojourners. A journey abroad enhances your perspective and makes you more open-minded. This does not come as a surprise. Being confronted with a new culture and meeting lots of new people gives you a more complex understanding of the world and society. Additionally openness is a good predictor of the willingness to go abroad, at least in long-term sojourners. This also makes sense. The more open you are, the more likely you consider to spend a longer time abroad and get to know another culture. In short-team sojourners there was no significant effect however.

On a personal level, I can totally confirm these results. If I had not been curious about the world, I probably would not have considered spending a year in India while I pursued my degree in university. And it kept challenging my beliefs and convictions. Every journey is an opportunity to see and learn something new. I love it.

Conscientiousness

Conscientiousness is the degree of your self-discipline. Persons scoring high in this dimension are very reliable and exhibit a planned and organized behavior. They are goal-oriented but not very flexible or spontaneous. There is no difference between the levels of conscientiousness of sojourners and non-sojourners.

On the one hand a lot of traveling is a good practice for your planning and organizing skills, especially when you have to do it in an unfamiliar environment. On the other hand however I notice I always become a little more spontaneous and less rigid when on the road. This goes along with a thirst for adventure and desire for relaxation. This effect is not really stable as I fall back into my old behavioral patterns once I am back home.

An interesting result of the study is that conscientiousness is a good predictor for the willingness to go abroad for short-term sojourns. While long-term sojourners may want to explore new cultures out of curiosity, short-team sojourners could be more career-oriented and go abroad for utilitarian reasons to have a more interesting CV.

Extraversion

Extraverted individuals are usually energized by engaging with other people. They are stimulated by social interaction and are often cheerful and talkative. On the downside, extraverts can be perceived as shallow, attention-seeking, and dominant. Their counterparts are introverts who are quieter and more reserved. The study shows no effect of sojourning on the level of extraversion. Traveling does not transform you into a party animal. However just like openness and conscientiousness, extraversion is a good predictor for sojourning. In contrary to the other dimensions this is true for both short- and long-term sojourners. Clearly wanting to meet strangers in a foreign environment is a lot more plausible when you’re an extrovert.

I consider myself an introvert, but this did not keep me from traveling abroad. I have to admit this would sometimes be more challenging for me than it could have been for a more extrovert version of myself. Traveling is a good practice for introverts – sometimes we have to talk and get of our shell, or we are lost. I feel that traveling actually makes me a little more extrovert while on the road but this is not permanent and I withdraw back into my recluse once arriving back home.

Agreeableness

Persons with a high level of agreeableness are perceived as friendly, compassionate, helpful, and cooperative. They also display modesty and sympathy for others. Agreeable persons are less assertive or dominant. We can observe a significant increase in agreeableness in sojourners. Not only good for you, but for others as well: traveling makes you a more pleasant person to be with. This is no surprise as you often depend on others and have to get along with them when you are on your own in a foreign place.

I hope and believe I have become a friendlier and more agreeable person through traveling. You come to see things from a different perspective and enhance your own understanding of people and how the world functions. Get out and see things don’t have to be done the way you used to know but are approachable from different angles and still work. And a lot of cultures cultivate a broader sense of community and mutual support than some Western societies.

Neuroticism

Neuroticism refers to the degree of emotional stability. Individuals with higher neuroticism react stronger to stress and external events. They tend to have more problems with anger, anxiety, and depression. Sojourning clearly reduces neuroticism and this effect is highly significant. I may have used the red arrow to show a decrease, but in the case of neuroticism this is a good thing. Less neurotic means more emotionally stable. An improved emotional stability is probably one of the most valuable effects for the traveler.

I have to say being abroad was not always easy and sometimes events on the road really challenged my emotional stability, for instance when someone tried to rob me in Tahiti or when my teeth made severe troubles in Fiji. On the other hand every experience is a part of the learning process and afterwards you are stronger than before. It is probably the combination of challenge and mastering the challenge what helps building emotional stability in the long run.

Conclusion

We see traveling is not only an adventure and great fun, but shapes your personality in a positive way. People who stay abroad for a longer time become more open, more agreeable, and less neurotic. It is not hard to see why a gap year helps you strengthen your personality and emotional stability when you feel stuck in your routines.

What changes in your personality owing to traveling have you experienced? Leave a comment if you like.

 

What is my preferred type of accommodation? In was für einer Art Unterkunft übernachte ich am liebsten?

Every traveller has to stay somewhere. Usually there are different types to choose from. There are some I like better than others. I start with the worse ones:

  • The worst for me is probably having to spend the night in public places like buses, trains, airports, or dormitories. Too noisy, lack of privacy. Many travellers recommend overnight travels by bus or train to safe a night of accommodation. I only do this if it is not avoidable. Usually I do not sleep well if at all in these kinds of environments and it ruins the day before and after for me instead of saving anything. Especially introvert travellers will not like this way of spending the night.
  • Large hotel complexes and resorts are not only costly, but a nightmare. Everything oversized, not cozy, full of families and couples, often far away from restaurants or shops.
  • I have never tried AirBnB for some reasons. Actually I don’t need a whole apartment, just a small private room. And I prefer not to engage with my hosts on a private level, rather keep it professional and usually like to be by myself. I feel as if I’d invade someone’s private spaces staying in their apartment. And I do not need to stay in a residential area to see the locals work and go shopping (I’ve seen enough of this around the world and it’s mostly not that interesting) – I prefer to stay in a busier area to do tourist things, yeah. Also I like to have 24 hour receptions and not arrival times between 5 and 6.30 pm when the hosts may have some time to give you the keys, especially if your flight arrives at noon or midnight. Maybe I’m a bit unfair here, and probably I am going to give AirBnB a try someday.
  • I have done camping on a few occasions, but it is far from being my preferred accommodation. It is usually cheaper and I like being close to nature. However room is limited, as is privacy. And not having to get out at night to search for your toilet is a comfort I really appreciate.
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Camping in Cambodia. Zelten in Kambodscha.

Now let’s progress to the better types:

  • Usually I stay in hostels or smaller hotels. In hostels I always opt for private rooms, sometimes with a shared bathroom however. Frequently these places offer the optimal mix of good location, service, cozyness, and price.
  • It is even better if I get a private hut or cottage, preferably at the beach or somewhere out in forests or mountains. This feels like your own little realm and having a terrace outside to side in the mornings or evenings is just awesome.
  • The best version of a private hut is found in Samoa. The fale is an open-air hut with only a roof, a mattress, and a mosquito not. In Samoa it is always hot enough to enjoy a slight breeze in the evening and no one there will steal anything from you, you do not need to worry. Waking up and going to sleep directly at the beach with a close view of the sea is something I will never forget.
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Beach cottage in Thailand. Strandhütte in Thailand.

Jeder Reisende muss irgendwo übernachten. Normalerweise hat man verschiedene Optionen zur Auswahl, von denen einige besser sind als andere. Ich fange mit den schlechteren davon an:

  • Das Schlimmste ist für mich, wenn ich die Nacht an einem öffentlichen Ort verbringen muss, zum Beispiel in Bussen, Zügen, Flughäfen oder Schlafsälen. Zu laut, zu wenig Privatsphäre. Viele Reisende empfehlen ausdrücklich Übernachtfahrten im Bus oder Zug, um eine Übernachtung zu sparen. Ich mache das nur, wenn es gar nicht anders geht. Normalerweise schlafe ich unter solchen Umständen nicht besonders gut oder überhaupt nicht. Somit sind die Tage vor und nach der Reise schon ziemlich ruiniert anstatt dass ich irgend etwas spare. Gerade introvertierte Reisende werden die Nacht nur ungerne so verbringen wollen.
  • Große Hotelanlagen und Ressorts sind nicht nur ziemlich teuer, sondern auch sonst ziemlich albtraumhaft. Alles ist völlig überdimensioniert und ungemütlich, überall sind Familien und Pärchen. Und die Lage ist meistens abseits von Innenstädten, Restaurants oder Geschäften.
  • Aus verschiedenen Gründen habe ich noch nie AirBnB ausprobiert. Eigentlich brauche ich auch keine ganze Wohnung, sondern nur ein kleines Zimmer für mich. Und ich möchte eigentlich kein privates Verhältnis zu meinen Gastgebern aufbauen, sondern bleibe lieber auf der professionellen Ebene und werde ansonsten am liebsten in Ruhe gelassen. Ich käme mir wie ein Eindringling in die privaten Gemächer von anderen vor. Auch muss ich nicht unbedingt in einem abgelegenen Wohngebiet nächtigen, um den Einheimischen beim Einkaufen oder Arbeiten zuzusehen (ich habe davon auf der Welt bereits reichlich gesehen und sonderlich spannend ist es meistens nicht). Ich komme lieber in einer belebten Gegend unter, um Touristenkram zu machen, jawoll. Und ich stehe auf 24-Stunden-Rezeptionen und weniger darauf, zu einer Zeit zwischen 17 und 18.30 Uhr anreisen zu müssen, um sich die Schlüssel abzuholen, insbesondere wenn der Flug mittags oder um Mitternacht ankommt. Vielleicht bin ich hier etwas unfair, und wahrscheinlich werde ich irgendwann in nächster Zeit AirBnB eine Chance geben.
  • Manchmal habe ich auch gezeltet, aber meine liebste Art zu nächtigen wird es wohl nicht werden. Natürlich ist es preisgünstig und man ist oft näher in der Natur. Allerdings ist es arg eng, und Privatsphäre hat man auch kaum. Und nachts nicht rauszumüssen, um nach der Toilette zu suchen, ist ein Komfort, den ich sehr schätze.
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Hotel “Rich” in Myanmar.

Kommen wir nun zu den besseren Unterkunftsarten:

  • Üblicherweise übernachte ich in Hostels oder kleineren Hotels. In Hostels schlafe ich immer in Privatzimmern, manchmal allerdings auch mit Gemeinschaftsbad. Häufig bietet diese Art Unterkünfte die beste Mischung aus guter Lage, Service, Gemütlichkeit und Preis.
  • Noch besser ist es, in einer privaten Hütte zu nächtigen, vorzugsweise am Strand oder draußen im Wald oder in den Bergen. Man hat sein eigenes Reich und nichts geht über ein Frühstück oder einen Abend draußen auf der Terrasse.
  • Die beste Version so einer Hütte habe ich in Samoa gefunden. Eine Fale ist eine Art offene Hütte, die lediglich mit einem Dach, einer Matratze und einem Moskitonetz aufwarten kann. In Samoa ist es meistens heiß genug, dass man sich über den frischen Wind freut, der durch die Fale zieht. Und auf Samoa klaut einem auch niemand etwas aus der Hütte, also kein Grund zur Sorge. Direkt am Strand mit einem Blick aufs Meer aufzuwachen und einzuschlafen ist etwas, was ich niemals vergessen werde.
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Fale in Samoa.

Top of the Bucket List. Wo ich noch hin will.

I love to travel. And I have already been to a lot of countries – 63, to be exact. And looking at the green-colored parts of the map, I have covered large parts of Europe, North and South America, South East Asia as well as Polynesia. Some travellers strive to travel to every country and region in the world. This is not my goal. I don’t assume every part of the world to be equally fascinating. If somebody invited me to places like South Africa or Russia, of course I would be glad joining, however other places would be more interesting to me if I book a holiday on my own.

As a kid I had a kind of bucket list which countries I wanted to visit. Actually now I have already been to most of these places, for instance Peru, India, the USA, Polynesia, or Malaysia. Of course I would like to travel more and see other places, but it is not like an obsession, more of a would-be-nice. And there are some countries where I definitely haven’t been to all the fascinating places I would like as I could always travel back to Indonesia to go to Sumatra, Maluku or Flores, or explore the South Island of New Zealand.

Still there is a kind of bucket list for countries – the countries colored in red. Many of them are further away and difficult to reach like Melanesian and Micronesian islands states, others have such an expensive price level. The place that is probably easiest to reach and to manage – and is a large country with a lot of diverse places to explore – would probably be Mexico. Hope to see you within the next few years, Mexico! 🙂

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Ich liebe es zu reisen. Und tatsächlich habe ich schon etliche Länder besucht – 63, um genau zu sein. Und wenn ich mir die grün gefärbten Länder auf der Weltkarte betrachte, habe ich schon weite Teile Europas, Nord- und Südamerikas, Südostasiens und Polynesiens abgedeckt. Manche Reisende wollen jedes einzelne Land und jede Region der Welt bereisen. Das ist gar nicht mein Ziel. Ich glaube nicht, dass wirklich alle Gegenden für mich interessant sind. Wenn mich jemand auf einen Trip nach Südafrika oder Russland einladen würde, würde ich natürlich nicht nein sagen, aber ich würde von mir aus wohl eher andere Reiseziele präferieren, wenn ich alleine fahren würde.

Als Kind hatte ich eine imaginäre Liste von Ländern im Kopf, die ich alle mal bereisen wollte. Und in der Tat habe ich das meiste davon in die Tat umgesetzt. So war ich mittlerweile in Peru, Indien, den USA, Polynesien oder Malaysia. Natürlich würde ich gerne noch mehr reisen und neue Gegenden entdecken, aber es ist keine Obsession mehr, eher so, dass es ganz nett wäre. Und dann gibt es noch Länder, in denen ich zwar schon mal war, wo es aber noch viele Ecken im Land gibt, die ich noch gar nicht kenne. Nach Indonesien könnte ich immer wieder fahren, um dann beispielsweise Sumatra, die Molukken oder Flores zu erkunden, oder nach Neuseeland auf die Südinsel. 

Am Ende habe ich wohl immer noch eine Art Liste von Ländern im Kopf, die ich lieber als andere besuchen würde. Diese sind auf der Karte rot eingefärbt. Einige Ecken sind ganz schön weit weg und nicht so leicht zu bereisen wie Inselstaaten in Mikronesien und Melanesien, andere haben schlichtweg ein sehr hohes Preisniveau. Das Land, das aus dieser Liste wohl am leichtesten zu erreichen und zu bereisen ist, ist wahrscheinlich Mexiko. Hoffentlich verschlägt es mich in den nächsten Jahren mal dorthin 🙂

The Non-Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Per Anhalter kommt man nicht durch die Galaxis.

One of the Liebster Award questions for me to answer was if I had experience with hitchhiking. This triggers difficult memories. Actually I am not the hitchhiking type. I rather pay for my transport and prefer regular buses or trains. I do not like to be dependent on the goodwill of local motorists. There is no timetable, no real safety and I feel uncomfortable estimating whether and how much I should give to the driver.

Actually there were a few occasions when I was offered a ride and happily accepted. This happened mostly in South America when I was lost or people saw me walking on a long road and offered to take me back to town. And while walking back from a long distance trail in Panama we heavily underestimated the distance and there was a lot of rain and haze. It was getting dark already. Completely wet we tried to catch a bus back but there was none so we tried several times to flag down a car to take us. Finally some guy stopped and I offered him five Dollar if he could take us back to town. We climbed up the loading space which was filled with water. I got completely soaked but I was so relieved that I did not care.

One occasion when everything went wrong was on the supposedly idyllic South Pacific island paradise of Tahiti. It was not so idyllic for me. The whole island is difficult for backpackers and travellers on a budget. I just got back from the neighboring island of Moorea to take a local bus from the rather shabby and shady capital Papeete to my hostel on the other side of the island. Some guy at the bus stop tried to steal my valuables, actually he stole it but I took it back quickly enough. I was nevertheless pretty excited and nervous and got off way to early. Still twenty kilometers to the hostel and this was the last bus. In desperation I tried to do what I had never wanted to do before: to hitchhike. Everyone told me how nice the Polynesians were, but neither the Polynesians nor the wealthy French wanted to take me or stop for me. Trying to ask at a traffic light they just closed the car’s doors and windows. It was raining cats and dogs and I walked the rest of the way in uncomfortable flipflops until I finally arrived in the dark. My feet were completely sore and it took several weeks until I could walk properly again. This traumatic experience is my story of non-hitchhiking.

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Eine der Fragen aus der Liebster-Award-Nominierung war die Frage, ob ich Erfahrungen mit Trampen hätte. Das löst unangenehme Erinnerungen in mir aus. Eigentlich bin auch gar nicht der Typ fürs Trampen. Ich bezahle lieber anständig für meine Fahrt und bevorzuge normale Busse oder Züge. Und ich begebe mich ungerne in Abhängigkeit vom guten Willen fremder Autofahrer. Es gibt keinen geregelten Fahrplan, keine wirkliche Sicherheit und mir ist gar nicht wohl dabei einschätzen zu müssen, ob und wie viel Geld ich dem Fahrer geben muss.

In der Tat gab es aber ein paar Situationen, in denen mir angeboten wurde, mich mitzunehmen und ich habe dankbar angenommen. Das war meistens in Südamerika, wenn ich irgendwo verloren eine Straße entlang gelaufen bin und ein freundliche Menschen mich in die Stadt zurückgenommen haben. Und einmal in Panama haben wir auf einem Wanderweg die Entfernungen völlig falsch eingeschätzt. Es hat die ganze Zeit geregnet und gehagelt. Und es wurde auch schon dunkel. Ziemlich durchnässt haben wir auf einen Bus zurück gehofft, doch es kam keiner. Da haben wir tatsächlich versucht, Autos anzuhalten, um uns zurück in die Stadt mitzunehmen. Und endlich hat sich ein Typ erbarmt und ich habe ihm fünf Dollar für die Fahrt geboten. Wir sind auf die Ladefläche geklettert, die schon komplett mit Wasser gefüllt war. Jetzt ist auch noch der letzte Rest meiner Klamotten mit Wasser durchnässt worden, aber ich war einfach nur dankbar über die Fahrt, so dass mir alles andere egal war.

Aber einmal ging wirklich alles schief. Das war auf der angeblich so idyllischen Südseeinsel Taiti. Für mich war es weniger idyllisch. Die Insel ist allgemein schon ziemlich schwierig für Rucksackreisende oder Urlauber mit wenig Geld. Ich bin gerade von einem Ausflug auf die Nachbarinsel Moorea zurückkehrt und wollte von der schmutzigen und zwielichtigen Hauptstadt Papeete einen Bus zu meinem Hostel nehmen, welches sich auf der anderen Seite der Insel befand. An der Bushaltestelle versuchte jemand, mein Gepäck zu klauen. Tatsächlich hat er es auch in der Hand gehabt, aber ich hab es mir sofort zurückgeholt. Nichtsdestotrotz war ich noch ziemlich aufgeregt über die Situation und bin daher irgendwie viel zu früh wieder aus dem Bus ausgestiegen. Zwanzig Kilometer zu früh und das war bereits der letzte Bus gewesen. In aller Verzweiflung probierte ich, was ich sonst nie wagen würde: Daumen hoch und trampen. Was erzählten hier alle, wie nett doch die Polynesier wären, aber weder Polynesier noch wohlhabende Franzosen haben einmal für mich angehalten. An der Ampel probierte ich Fahrer haltender Wagen anzusprechen, aber die einzige Reaktion war Türen zu und Fenster hoch. Es regnete in Strömen und mir blieb nichts übrig, außer den Rest der Strecke in Flipflops im Dunkeln zurück zu laufen. Meine Füße waren komplett wund und es dauerte mehrere Wochen, bis ich überhaupt wieder richtig laufen konnte. Diese traumatische Erfahrung ist die Geschichte meines Nicht-Trampens.

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Traveling on a shoestring. Viel reisen für wenig Geld.

When I travel many people wonder how I can afford all these trips. Actually it is all about making economical decisions. The answer to this question covers two aspects: First: How much do I prioritize traveling in my life? And second: How to travel cheap?

To travel or to buy

Of course it is important how much money you have and how much you earn. You can only travel if you have a certain surplus or savings. The money you need to travel is not available to other things. Many people just consider all their expenses necessary, but in my opinion, often they are not. It is all about priority. You can make long-term decisions like not having kids or not building a home, and other things are short-term options like selling your car or spending less on clothes or food or deciding whether you really need all these insurances. I am not saying you cannot travel if you have kids or a comfortable home, but either you need to make more money accordingly or you cannot travel as much as other people.

Cutting costs while traveling

The second part are the costs of travel itself. Economics is the king here, too. You want to maximize your experience while cutting down on costs which usually means you have to cut down on comfort and flexibility as well. Here are some points to consider:

  • Where do you want to go? If you don’t have a fixed destination which you must see, just check the airlines and meta search sites where you can find cheap flights. If your preferred flight to Argentina is too expensive, why not go to Colombia instead?
  • Also consider the general price level of the destination. You may find cheap flights to Iceland, but cheap transport and accommodation there is a totally different story. I get asked frequently why I never travel to Japan, Australia, or Iceland – and as long as these countries are that expensive and my funds are limited, I will always opt for going on vacation five times to cheap countries instead of going only once to an expensive place.
  • When do you want to go? Flexibility is the key again. Flying mid-week is usually much cheaper than on week-ends. Same is true for off-season trips. Going in shoulder seasons and avoiding public holidays is a good compromise between costs and experience.
  • You can save a lot on accommodation. If you don’t need a four star hotel or an extensive breakfast buffet, you can just stay in a hostel or AirBnB place. To many people, the stay in a fancy hotel is the most important part of the holiday. If this is not the case for you, you can easily enhance your experience while minimizing the costs.
  • Same is true for transport. If you accept the flaws and difficulties of public transport, you won’t need a taxi or a hired car. The cost of air travel is quite competetive nowadays however – if you can save a day by flying it is often worth the costs. Keep in mind how much money you usually make on one day working and compare it to the difference between a bus or train and an airplane ticket.
  • Food is another factor. You can self-cater or eat street food instead of dining in restaurants.
  • Visit free sites. Many churches or temples are free as are nature and just wandering through the streets. Avoid museums, event places and especially guided tours if possible.

Don’t be a penny pincher

Saving on costs is all fine and well, but there is a limit to this. One thing are the personal preferences. I never sleep in dormitories for instance as I need a certain space to myself to operate normally. And when I arrive at the airport in a foreign country at nighttime or after a long flight, I just take a taxi because I am just too tired and don’t know how everything works there.

The other things are morality and social aspects. Remember most of us travelers are still privileged in terms of wealth in many countries and bargaining for every cent does not suit us well. Lots of people feed their families from making some decent money in the tourist industry. There are some people giving TED speeches or making blogs or videos how to travel the world without any money. No magic is involved and this strategy is certainly not for everyone. The principle is very easy and always the same: These guys rely on others to help and pay for them. Although it is refreshing to see how the poorest of the poor are often helpful and give the needy traveler a lift, a shelter or invite them to a family dinner, it is a kind of exploitation of these good-willed and hard-working people to enable a free travel gap year for spoilt western kids. Know your privilege and trade fair – money for service.

Examples

Here are some examples what I have spent on some recent trips, all starting from Germany:

  • Malta. 1 week including flight and hostel, bus trips, some entrance fees, eating out in pizza places and falafel joints: ~ 430 Euro
  • Czechia, Pravcicka Brana. Day trip including train ticket, ferry tickets and boat trips in the gorges: 24 Euro
  • Lithuania, Latvia, Estonia. 1 week including flight and hotel/hostel, bus trips between the countries, some entrance fees, eating out in vegetarian fast food joints and cafes: ~ 500 Euro
  • Colombia. 3 weeks including flights and hostel/hotel, also domestic flights, day trips, eating out in simple restaurants: ~1400 Euro
  • South East Asia. Indonesia, Malaysia, Thailand, Myanmar, Cambodia, Vietnam, Hong Kong, Singapore, Philippines. 7 months including all flights and transport to and between the countries, staying mostly in hostels, but sometimes camping or better hotels, eating out in simple restaurants, lots of day trips: ~8000 Euro

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Viele Menschen fragen sich, wie ich mir die ganzen Reisen überhaupt leisten kann. Eigentlich dreht sich viel darum, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Die Antworten auf diese Frage berühren im Wesentlichen zwei Themenkomplexe: Erstens, wie viel Priorität hat Reisen im eigenen Leben? Und zweitens, wie reist man günstig?

Reisen oder kaufen

Natürlich spielt es eine wichtige Rolle, wie viel Geld man auf der hohen Kante hat und wie viel man verdient. Reisen funktioniert nur, wenn man einen gewissen monatlichen Überschuss oder Ersparnisse hat. Das Geld, das für das Reisen ausgegeben wird, steht anderen Dingen nicht zur Verfügung. Viele Menschen halten alle ihre monatlichen Ausgaben für unentbehrlich, aber meiner Ansicht nach ist das oft tatsächlich nicht immer der Fall. Es geht einfach darum, Prioritäten zu setzen. Einmal geht es um langfristige Entscheidungen wie die, auf Kinder zu verzichten oder kein Haus zu bauen. Und dann gibt es kurzfristigere Möglichkeiten wie den Verkauf seines Autos oder einfach weniger Geld für Kleidung oder Nahrung auszugeben. Und vielleicht braucht man doch nicht jede einzelne dieser ganzen Versicherungen. Ich will gar nicht behaupten, dass man mit Kindern oder einem schönen Eigenheim oder Auto nicht reisen kann, aber dann muss man eben auch entsprechend verdienen oder kann zumindest nicht so häufig verreisen wie andere.

Unterwegs Kosten sparen

Der zweite Teil betrifft die Reisekosten selbst. Auch hier alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Man will seine Erlebnisse maximieren, während die Kosten reduziert werden sollen – das bedeutet in der Regel aber auch, dass man sich in Punkto Flexibilität und Komfort ebenfalls einschränken muss. Hier einige Punkte, die zu bedenken sind:

  • Wo soll es hingehen? Wer sich nicht zwingend auf ein bestimmtes Ziel festlegt, klappert einfach die Flugsuchmaschinen oder die Angebote der Fluggesellschaften ab, um ein Schnäppchen zu finden. Wenn der eigentliche Wunschflug nach Argentinien zu teuer ist, warum nicht einfach stattdessen nach Kolumbien reisen?
  • Das Preisniveau des Ziellandes spielt eine gewichtige Rolle. Es ist zwar möglich, günstige Flüge nach Island zu finden, aber bei Unterkünften und Transportmöglichkeiten vor Ort sieht es schon wieder ganz anders aus. Ich werde oft gefragt, warum ich denn nicht nach Japan, Australien oder Island reise. Solange diese Länder einfach so teuer und meine Geldmittel begrenzt sind, werde ich mich wohl immer lieber für fünf Urlaubsreisen in ein günstiges Land entscheiden als für eine in einer teuren Gegend. 
  • Wann soll die Reise stattfinden? Auch hier ist Flexibilität wieder das Schlagwort. Zwischen Dienstag und Donnerstag zu fliegen kommt zumeist billiger als ein Wochenendflug. Ähnliches gilt auch für das Reisen zur Nebensaison. Eine Reise in der Schultersaison kann ein guter Kompromiss zwischen Kosten und Erlebnis sein. 
  • Bei der Unterkunft lässt sich viel Geld sparen. Wer kein 4-Sterne-Hotel und kein umfangreiches Frühstücksbuffet braucht, kann stattdessen in einem Hostel, einer Pension oder einer AirBnB-Unterkunft unterkommen. Für viele Menschen ist ein schickes Hotel selbst ein wichtiger Teil des Urlaubserlebnisses. Auf wen das nicht zutrifft, der kann hier enorm sparen, um sich davon andere Dinge zu gönnen.
  • Dasselbe trifft auf die Transportmöglichkeiten zu. Wer sich mit den Besonderheiten und den Schattenseiten öffentlicher Verkehrsmittel abfinden kann, benötigt weder Taxi noch Mietwagen. Die Kosten für Flugtickets sind heutzutage wiederum ziemlich konkurrenzfähig. Wenn man sich einen ganzen Tag Herumreisen erspart, ist das oft die Kosten für den Flug wert. Man sollte bedenken, wie viel Geld man einem normalen Arbeitstag verdient und wie viel ein Urlaubstag somit wert ist. Das kann man mit dem Preisunterschied zwischen Bus- und Flugticket vergleichen.
  • Essen ist ein weiterer Aspekt. Man kann sich in Supermärkten selbst versorgen oder Street Food essen anstatt in teuren Restaurants zu speisen. 
  • Kostenlose Attraktionen besichtigen. Viele Kirchen oder Tempel lassen sich ohne Eintrittskarte besichtigen. Und in der Natur zu spazieren kostet nichts, genauso wenig wie das Herumschlendern in den Straßen einer Stadt. Museen, spezielle Events und insbesondere geführte Touren sollte man eher meiden.

Kein Geizhals sein

Sparen ist gut und schön, aber alles hat seine Grenzen. Da sind zum einen die persönlichen Vorlieben. Ich schlafe zum Beispiel nie in Schlafsälen, da ich eine gewisse Privatsphäre benötige, um normal zu funktionieren. Und wenn ich nachts oder nach einem langen Flug am Flughafen ankomme, nehme ich oft auch einfach ein Taxi, denn ich bin dann einfach zu müde und habe noch keine Ahnung, wie die Dinge im Zielland ablaufen.

Das andere sind soziale und moralische Aspekte. Man sollte bedenken, dass die meisten von uns Reisenden im Vergleich zu den Einheimischen vieler Länder immer noch ziemlich privilegiert sind. Das Feilschen um jeden Cent steht uns daher nicht gut zu Gesicht. Viele Einheimische ernähren ihre Familie, indem sie in der Tourismusindustrie arbeiten. Es gibt einige Hardcore-Reisende, die Vorträge bei TED halten oder Blogartikel schreiben, wie sie die ganze Welt bereisen, ohne einen einzigen Cent auszugeben. Diese Strategie ist nicht für jeden etwas und mit Hexerei hat es auch nichts zu tun. Das Prinzip ist eigentlich immer dasselbe und ganz einfach: Diese Typen verlassen sich auf die Hilfe anderer und lassen sich alles von anderen bezahlen. Natürlich ist es herzerwärmend zu sehen, wie die Ärmsten der Armen so hilfsbereit sind und dem bedürftigen Touristen eine Fahrt oder eine Unterkunft anbieten oder sie zum Familienabendessen nach Hause einladen. Es ist aber auch Ausbeutung dieser gutmütigen und schwer schuftenden Menschen, nur damit der verwöhnte Westler gemütlich auf Kosten anderer ein Jahr umsonst durch die Welt ziehen darf. Man sollte sich seiner privilegierten Stellung bewusst sein und fair mit den Menschen umgehen, das heißt auch: Geld für Leistung bezahlen.

Beispiele

Hier einige Kostenbeispiele. Die Anreise erfolgte immer von Deutschland aus:

  • Malta. 1 Woche inklusive Flug und Hostel, Busfahrten, einige Eintrittskarten, auswärtig essen in Pizzerien und Falafelbuden: ~ 430 Euro
  • Tschechien, Prebischtor. Tagesausflug inklusive Zugticket, Fährticket und Bootsfahrten in den Klammen: 24 Euro
  • Litauen, Lettland, Estland. 1 Woche inklusive Flug und Hotel/Hostel, Busfahrten zwischen den Ländern, einige Eintrittsgelder, auswärts essen in vegetarischen Fastfoodläden und Cafes: ~ 500 Euro
  • Kolumbien. 3 Wochen inklusive Flug und Hostel/Hotel, ebenso inklusive Inlandsflüge, Tagsausflüge, Essen in einfachen Restaurants: ~1400 Euro
  • Südostasien. Indonesien, Malaysia, Thailand, Myanmar, Kambodscha, Vietnam, Hong Hong, Singapur, Philippinen. 7 Monate inklusiver aller Flüge und Fahrten in die und innerhalb der Länder, Unterkunft meistens in Hostels, gelegentlich auch Zelten oder Übernachtung in besseren Hotels, Essen in einfachen Restaurants, viele Tagesausflüge: ~8000 Euro